BZ Razzia in Berlin
https://www.bz-berlin.de/berlin/razzia- ... chenhandel
Kasharius grüßt
Lokalnachrichten: Berlin
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Kasharius
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Kasharius
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friederike
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Re: Lokalnachrichten: Berlin
Aus dem t-online-Bericht (@deernhh):
"Die Kurfürstenstraße gilt als Hotspot der Straßenprostitution in Berlin und ist nur wenige Hundert Meter von der Bülowstraße entfernt, wo kürzlich ein 42-jähriger Mann erschossen wurde. Der Fall sorgt für Schlagzeilen, und Ermittler vermuteten zunächst [sic!, meine Hervorhebung] eine Fehde im Rotlichtmilieu."
So wird's gemacht:Man färbt den vermeintlich sachlichen Bericht ein. In der Wahrnehmung des unkritischen Lesers steht die Kufü für Morde, wie sie zum Totlichtmilieu gehören. Eine Korrektur findet nicht statt.
Auch der BZ-Bericht (@Kasharius) bringt eine zurechtgezerrte Darstellung. Es gibt keinerlei Belege, dass das Prostitutionsgesetz von 2001 zu einer Zunahme des menschenhandels geführt hat. Das wird blind unterstellt. Die Leser werden aufgefordert, sich für das Abstellen des "Elends" einzusetzen. Und es wird geschickt unterschoben, dass dies nur durch das NM geschehen kann ...
"Die Kurfürstenstraße gilt als Hotspot der Straßenprostitution in Berlin und ist nur wenige Hundert Meter von der Bülowstraße entfernt, wo kürzlich ein 42-jähriger Mann erschossen wurde. Der Fall sorgt für Schlagzeilen, und Ermittler vermuteten zunächst [sic!, meine Hervorhebung] eine Fehde im Rotlichtmilieu."
So wird's gemacht:Man färbt den vermeintlich sachlichen Bericht ein. In der Wahrnehmung des unkritischen Lesers steht die Kufü für Morde, wie sie zum Totlichtmilieu gehören. Eine Korrektur findet nicht statt.
Auch der BZ-Bericht (@Kasharius) bringt eine zurechtgezerrte Darstellung. Es gibt keinerlei Belege, dass das Prostitutionsgesetz von 2001 zu einer Zunahme des menschenhandels geführt hat. Das wird blind unterstellt. Die Leser werden aufgefordert, sich für das Abstellen des "Elends" einzusetzen. Und es wird geschickt unterschoben, dass dies nur durch das NM geschehen kann ...
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Kasharius
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Re: Lokalnachrichten: Berlin
@Friederike
wie heißt es so schön: Bild dir deine Meinung...
In diesem Sinne
Kasharius grüßt dich
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deernhh
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Re: Lokalnachrichten: Berlin
Messeturm statt Großbordell
Bordellbetreiber wollen Berlins höchstes Hochhaus bauen
Von t-online
23.02.2026 - 03:21 Uhr
Lesedauer: 2 Min.
Das "Artemis" in Berlin (Archivbild): Die Betreiber wollen einen 200 Meter hohen Turm bauen. (Quelle: IMAGO/Jürgen Ritter)
Am Montag wird ein spektakuläres Projekt vorgestellt: Auf dem Artemis-Gelände soll Berlins höchstes Gebäude entstehen. Was die Betreiber planen.
Berlins größtes Bordell könnte schon bald Vergangenheit sein. Wie mehrere Medien berichten, soll auf dem Gelände des "Artemis" in Halensee ein über 200 Meter hoher Wolkenkratzer entstehen – und damit Berlins höchstes Gebäude. Am Montag wird das Projekt dem Baukollegium Berlin vorgestellt, das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung berät.
Die Sitzung des Gremiums unter Leitung von Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt beginnt um 15.45 Uhr und wird auf YouTube übertragen. Auf der Tagesordnung steht das "Hochhausvorhaben Halenseestraße 32" – ursprünglich war von zwei Hochhausprojekten die Rede gewesen, nach einem Dementi aus dem Umfeld des „Artemis wurde die Formulierung offenbar geändert, heißt es in einem Bericht des "Tagesspiegel".
"Artemis" könnte auf die andere Seite der Stadtautobahn umziehen
Hinter dem "Messeturm Berlin" stehen die Bordellbetreiber Hakki und Kenan Şimşek. Sie haben dem Bericht zufolge das Berliner Architekturbüro Max Dudler sowie C.F. Møller Architects aus Dänemark beauftragt. Das Vorhaben wird als Impulsprojekt für den geplanten "Stadteingang West" bezeichnet – ein neues Quartier auf dem früheren Güterbahnhof Grunewald in der Nähe des Messegeländes.
Im Erdgeschoss des Turms sollen demnach Aufenthaltsflächen und Dienstleistungen für das Quartier entstehen, eine Fußgängerbrücke könnte zum S-Bahnhof Westkreuz führen. Darüber sollen messebezogene Nutzungen geplant sein: Showrooms und Büroflächen für Aussteller, Tagungsräume sowie Hotel und temporäres Wohnen. Als Attraktion ist ein Aussichtspunkt mit Gastronomie auf dem Dach vorgesehen.
Das Bordell "Artemis" neben der A100 soll verlagert werden. Als möglicher neuer Standort gilt eine leere Lagerhalle auf der anderen Seite der Stadtautobahn. Dort hatte das Verwaltungsgericht bereits Ende 2024 einen Umbau zum Bordell genehmigt – damals noch als möglicher Zweitstandort.
https://berlin.t-online.de/region/berli ... aende.html
Bordellbetreiber wollen Berlins höchstes Hochhaus bauen
Von t-online
23.02.2026 - 03:21 Uhr
Lesedauer: 2 Min.
Das "Artemis" in Berlin (Archivbild): Die Betreiber wollen einen 200 Meter hohen Turm bauen. (Quelle: IMAGO/Jürgen Ritter)
Am Montag wird ein spektakuläres Projekt vorgestellt: Auf dem Artemis-Gelände soll Berlins höchstes Gebäude entstehen. Was die Betreiber planen.
Berlins größtes Bordell könnte schon bald Vergangenheit sein. Wie mehrere Medien berichten, soll auf dem Gelände des "Artemis" in Halensee ein über 200 Meter hoher Wolkenkratzer entstehen – und damit Berlins höchstes Gebäude. Am Montag wird das Projekt dem Baukollegium Berlin vorgestellt, das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung berät.
Die Sitzung des Gremiums unter Leitung von Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt beginnt um 15.45 Uhr und wird auf YouTube übertragen. Auf der Tagesordnung steht das "Hochhausvorhaben Halenseestraße 32" – ursprünglich war von zwei Hochhausprojekten die Rede gewesen, nach einem Dementi aus dem Umfeld des „Artemis wurde die Formulierung offenbar geändert, heißt es in einem Bericht des "Tagesspiegel".
"Artemis" könnte auf die andere Seite der Stadtautobahn umziehen
Hinter dem "Messeturm Berlin" stehen die Bordellbetreiber Hakki und Kenan Şimşek. Sie haben dem Bericht zufolge das Berliner Architekturbüro Max Dudler sowie C.F. Møller Architects aus Dänemark beauftragt. Das Vorhaben wird als Impulsprojekt für den geplanten "Stadteingang West" bezeichnet – ein neues Quartier auf dem früheren Güterbahnhof Grunewald in der Nähe des Messegeländes.
Im Erdgeschoss des Turms sollen demnach Aufenthaltsflächen und Dienstleistungen für das Quartier entstehen, eine Fußgängerbrücke könnte zum S-Bahnhof Westkreuz führen. Darüber sollen messebezogene Nutzungen geplant sein: Showrooms und Büroflächen für Aussteller, Tagungsräume sowie Hotel und temporäres Wohnen. Als Attraktion ist ein Aussichtspunkt mit Gastronomie auf dem Dach vorgesehen.
Das Bordell "Artemis" neben der A100 soll verlagert werden. Als möglicher neuer Standort gilt eine leere Lagerhalle auf der anderen Seite der Stadtautobahn. Dort hatte das Verwaltungsgericht bereits Ende 2024 einen Umbau zum Bordell genehmigt – damals noch als möglicher Zweitstandort.
https://berlin.t-online.de/region/berli ... aende.html
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deernhh
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Re: Lokalnachrichten: Berlin
Eine Frau in Netzstrumpfhose, roten Absatzschuhen und Leopardenmantel lehnt nachts an einem Auto; im Hintergrund ist eine Berliner Straße zu sehen.
12.05.2026 ∙ Prostitution unterm Penthouse - Leben am Straßenstrich ∙ rbb
UT
rbb24 Reportage Deutschland 2026 +++ Im Berliner Kiez an der Kurfürstenstraße prallen zwei Realitäten aufeinander: Der Wunsch nach einem sicheren Zuhause – und eine Situation rund um den Straßenstrich, die sich zuspitzt.
Die Kamera begleitet Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem direkten Lebensumfeld. Viele von ihnen möchten aus Angst anonym bleiben. Sie berichten von Einbrüchen, beschädigtem Eigentum und fremden Personen im Haus. Einige sprechen offen von Angst, andere von Frustration – und davon, sich von Politik und Behörden im Stich gelassen zu fühlen. Gleichzeitig blickt die Reportage auf die Entwicklung eines Kiezes im Wandel. Prostitution gehört hier seit Jahrzehnten zum Alltag. Doch was früher zumindest teilweise von Austausch und gewachsenen Strukturen geprägt war, ist heute zunehmend von Anonymität und Härte bestimmt. Der evangelische Pfarrer Burkhard Bornemann, der lange als Vermittler im Kiez aktiv war, beschreibt eine spürbare Verschärfung der Lage in den vergangenen Jahren. Stationäre Hilfsangebote mussten sogar eingestellt werden, nachdem selbst diese Räume vom Milieu vereinnahmt wurden.
„Prostitution unterm Penthouse - Leben am Straßenstrich“ führt diese Perspektiven zusammen, ohne einfache Antworten zu liefern. Die Reportage zeigt einen Kiez am Kipppunkt: zwischen Aufwertung und Verdrängung, zwischen Sicherheitsbedürfnis und sozialer Realität. Ein System aus Armut, Abhängigkeit und Gewalt lässt sich nicht wegmodernisieren – und stellt Politik, Gesellschaft und Anwohner gleichermaßen vor Herausforderungen.
Film von Marcel Trocoli-Castro | Erstsendung: 12.05.2026 (rbb)
Bild: rbb/picture alliance/Robert Schlesinger
Sender
Video verfügbar:
bis 12.05.2028 ∙ 23:59 Uhr
https://www.ardmediathek.de/video/prost ... GljYXRpb24
12.05.2026 ∙ Prostitution unterm Penthouse - Leben am Straßenstrich ∙ rbb
UT
rbb24 Reportage Deutschland 2026 +++ Im Berliner Kiez an der Kurfürstenstraße prallen zwei Realitäten aufeinander: Der Wunsch nach einem sicheren Zuhause – und eine Situation rund um den Straßenstrich, die sich zuspitzt.
Die Kamera begleitet Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem direkten Lebensumfeld. Viele von ihnen möchten aus Angst anonym bleiben. Sie berichten von Einbrüchen, beschädigtem Eigentum und fremden Personen im Haus. Einige sprechen offen von Angst, andere von Frustration – und davon, sich von Politik und Behörden im Stich gelassen zu fühlen. Gleichzeitig blickt die Reportage auf die Entwicklung eines Kiezes im Wandel. Prostitution gehört hier seit Jahrzehnten zum Alltag. Doch was früher zumindest teilweise von Austausch und gewachsenen Strukturen geprägt war, ist heute zunehmend von Anonymität und Härte bestimmt. Der evangelische Pfarrer Burkhard Bornemann, der lange als Vermittler im Kiez aktiv war, beschreibt eine spürbare Verschärfung der Lage in den vergangenen Jahren. Stationäre Hilfsangebote mussten sogar eingestellt werden, nachdem selbst diese Räume vom Milieu vereinnahmt wurden.
„Prostitution unterm Penthouse - Leben am Straßenstrich“ führt diese Perspektiven zusammen, ohne einfache Antworten zu liefern. Die Reportage zeigt einen Kiez am Kipppunkt: zwischen Aufwertung und Verdrängung, zwischen Sicherheitsbedürfnis und sozialer Realität. Ein System aus Armut, Abhängigkeit und Gewalt lässt sich nicht wegmodernisieren – und stellt Politik, Gesellschaft und Anwohner gleichermaßen vor Herausforderungen.
Film von Marcel Trocoli-Castro | Erstsendung: 12.05.2026 (rbb)
Bild: rbb/picture alliance/Robert Schlesinger
Sender
Video verfügbar:
bis 12.05.2028 ∙ 23:59 Uhr
https://www.ardmediathek.de/video/prost ... GljYXRpb24
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deernhh
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Re: Lokalnachrichten: Berlin
Mann stirbt nach Injektionen – Sexarbeiterinnen vor Gericht
Domina-Prozess in Berlin
Ein Verhandlungssaal im Kriminalgericht Moabit
Monika Skolimowska/dpa
FOCUS-online-Redaktion
Montag, 08.06.2026, 15:50
Nach einem tödlichen Vorfall in einem Domina-Studio stehen zwei Sexarbeiterinnen vor dem Berliner Landgericht.
Die 41 und 42 Jahre alten Frauen sollen einem Gast ein Lokalanästhetikum verabreicht haben – wie mit ihm zuvor vereinbart, heißt es in der Anklage. Nach Injektionen sei er beim Sex kollabiert und wenig später gestorben.
Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge. Die Frauen hätten bei dem Geschehen im April 2024 in einem Studio in Berlin-Charlottenburg „grob sorgfaltswidrig“ außer Acht gelassen, dass die intravenöse Verabreichung des Mittels in der festgestellten Menge „erhebliche Risiken für die Gesundheit und das Leben des Mannes barg“, so die Staatsanwältin. Sie hätten in Kenntnis der Risiken gehandelt.
Verteidiger: „Über das Geschehen entsetzt“
Zu Prozessbeginn äußerten sich die Frauen zunächst nicht zu den Vorwürfen, allerdings kurz über ihre Anwälte zu ihren persönlichen Verhältnissen. Beide gaben an, nebenberuflich als Domina tätig gewesen zu sein. Für die 42-Jährige sagte ihr Anwalt, sie sei über das Geschehene entsetzt und wisse bis heute nicht, woran der Mann gestorben ist. Sie habe die Tätigkeit als Domina gänzlich aufgegeben und arbeite seitdem als Pflegehelferin.
Die 41-Jährige und der Gast hatten sich nach Angaben eines Verteidigers Anfang 2024 kennengelernt. Der 41-Jährige habe dann „mit privater Absicht angerufen“. Es sei zu regelmäßigen Treffen in einem Hotel gekommen. Schließlich habe der Mann von sich aus das Anästhetikum angesprochen - „er wollte es probieren“.
Laut Ermittlungen soll die 41-Jährige ihre mitangeklagte damalige Kollegin um Unterstützung bei den Injektionen gebeten haben, weil sie im Umgang mit dem Arzneimittel nicht erfahren gewesen sei. Als der Mann bewusstlos wurde, hätten die Frauen umgehend Reanimationsmaßnahmen begonnen und die Feuerwehr alarmiert. Für den Prozess sind zunächst vier weitere Tage bis zum 21. Juli terminiert.
dpa
https://www.focus.de/panorama/mann-stir ... 141df.html
Domina-Prozess in Berlin
Ein Verhandlungssaal im Kriminalgericht Moabit
Monika Skolimowska/dpa
FOCUS-online-Redaktion
Montag, 08.06.2026, 15:50
Nach einem tödlichen Vorfall in einem Domina-Studio stehen zwei Sexarbeiterinnen vor dem Berliner Landgericht.
Die 41 und 42 Jahre alten Frauen sollen einem Gast ein Lokalanästhetikum verabreicht haben – wie mit ihm zuvor vereinbart, heißt es in der Anklage. Nach Injektionen sei er beim Sex kollabiert und wenig später gestorben.
Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge. Die Frauen hätten bei dem Geschehen im April 2024 in einem Studio in Berlin-Charlottenburg „grob sorgfaltswidrig“ außer Acht gelassen, dass die intravenöse Verabreichung des Mittels in der festgestellten Menge „erhebliche Risiken für die Gesundheit und das Leben des Mannes barg“, so die Staatsanwältin. Sie hätten in Kenntnis der Risiken gehandelt.
Verteidiger: „Über das Geschehen entsetzt“
Zu Prozessbeginn äußerten sich die Frauen zunächst nicht zu den Vorwürfen, allerdings kurz über ihre Anwälte zu ihren persönlichen Verhältnissen. Beide gaben an, nebenberuflich als Domina tätig gewesen zu sein. Für die 42-Jährige sagte ihr Anwalt, sie sei über das Geschehene entsetzt und wisse bis heute nicht, woran der Mann gestorben ist. Sie habe die Tätigkeit als Domina gänzlich aufgegeben und arbeite seitdem als Pflegehelferin.
Die 41-Jährige und der Gast hatten sich nach Angaben eines Verteidigers Anfang 2024 kennengelernt. Der 41-Jährige habe dann „mit privater Absicht angerufen“. Es sei zu regelmäßigen Treffen in einem Hotel gekommen. Schließlich habe der Mann von sich aus das Anästhetikum angesprochen - „er wollte es probieren“.
Laut Ermittlungen soll die 41-Jährige ihre mitangeklagte damalige Kollegin um Unterstützung bei den Injektionen gebeten haben, weil sie im Umgang mit dem Arzneimittel nicht erfahren gewesen sei. Als der Mann bewusstlos wurde, hätten die Frauen umgehend Reanimationsmaßnahmen begonnen und die Feuerwehr alarmiert. Für den Prozess sind zunächst vier weitere Tage bis zum 21. Juli terminiert.
dpa
https://www.focus.de/panorama/mann-stir ... 141df.html
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Re: Lokalnachrichten: Berlin
Sexarbeit im Berliner Kurfürstenkiez
Schutzraum für die einen, Störfaktor für die anderen
Mit der voranschreitenden Gentrifizierung im Kurfürstenkiez wird die Forderung nach Sperrbezirk lauter. Derweil sind Hilfsangebote für Sexarbeiter*innen bedroht.
17.6.2026
7:00 Uhr
Ein Bild eines Untersuchungszimmers und ein Bild von roten Schuhen an einem Gitter Bilder aus dem Frauentreff Olga, in dem seit 1987 Sexarbeiter*innen versorgt werden Foto: Doro Zinn (2)
Von Lilly Schröder
Die Huren sind seit 150 Jahren da, die Zugezogenen höchstens seit 15. Wer muss den Kiez räumen? Natürlich die Sexarbeiter*innen. Nach fast 40 Jahren verliert die Kurfürstenstraße mit dem Frauentreff Olga voraussichtlich eine der wichtigsten niedrigschwelligen Anlauf- und Beratungsstellen für drogenkonsumierende Frauen, Trans*frauen und Sexarbeiter*innen. Der Mietvertrag der Einrichtung läuft im Juli 2027 aus.
„Wenn der Frauentreff Olga wegfällt, ist niemand mehr da, der diese Menschen auffängt“, sagt Caspar Tate. „Dann werden Probleme, die man frühzeitig hätte bearbeiten können, eskalieren. Und für die Nachbarschaft werden die Konflikte präsenter.“ Tate ist Sexarbeiter und seit 2019 tätig bei Trans*sexworks, einer selbstorganisierten Beratungsstelle für Transfrauen. Er ist überzeugt: „Wenn Olga weg ist, werden einige Frauen auf der Straße sterben.“
Seit 1987 versorgt der Frauentreff Olga Sexarbeiter*innen, vor allem aus der Armutsprostitution, mit Kondomen, warmen Mahlzeiten, Kleidung und Konsumutensilien für den Drogengebrauch. Die Einrichtung stellt Duschen und Ruhemöglichkeiten, es gibt medizinische Unterstützung, Zugang zu Suchthilfe- und Ausstiegsangeboten. Mit dem Angebot werden täglich rund 80 Menschen erreicht. Darüber hinaus bieten Sozialarbeiter*innen Sprechstunden für Anwohner*innen an.
„Das große Ziel, ist im Kiez zu bleiben“, sagt Arthur Coffin vom Drogennotdienst, dem Träger von Olga. Klient*innen hätten sich in einem Brief direkt an den Vermieter gewandt und ihre Ängste geschildert, doch es habe kein Interesse an einem Gespräch gegeben. Eine Petition, die den Erhalt der Einrichtung fordert, zählt inzwischen über 2.500 Unterschriften. Der Titel lautet „Schutzräume statt Luxus-Café“, denn der Frauentreff soll einem Café weichen. Die Vermieterin sprach in dem Zusammenhang in einem Beitrag im RBB von einer „positiven Gentrifizierung“.
Anwohner*innen demonstrieren gegen Sexarbeiter*innen
Wie positiv die Verdrängung ist, ist umstritten. Fakt ist: In den vergangenen Jahren wurden Neubauten mit teuren Eigentumswohnungen hochgezogen, Traditionsorte wie das LSD-Kino und die Woolworth stehen vor dem Abriss, während Sternerestaurants und Designerlabels einziehen. Die Sexarbeiter*innen sind den Zugezogenen ein Dorn im Auge. Eine Sozialarbeiterin von Olga berichtet, dass diese in der Vergangenheit von Anwohner*innen mit Wassereimern überschüttet und mit Pizzen beworfen worden seien. Für den 25. Juni haben Anwohner*innen eine Demonstration auf dem Kirchplatz der Zwölf-Apostel-Gemeinde angemeldet unter dem Motto „Unser Kiez, unser Zuhause“. Sie fordern ein härteres Vorgehen gegen Drogenkriminalität sowie ein Sperrgebiet für Straßenprostitution in der Nähe von Kitas, Schulen und Seniorenheimen.
Für Arthur Coffin steht fest: „Es ist eindeutig ein Verdrängungskampf.“ Käufer*innen von Eigentumswohnungen seien luxuriöse Immobilien versprochen worden, ohne über den Kiez aufgeklärt worden zu sein. Manche von ihnen würden sich verhalten, als seien sie schon immer dort gewesen, kritisiert er. Ein Zugezogener sagte etwa dem RBB empört: „Das Olga hier direkt neben dem Wohngebiet anzusiedeln und zu dulden, das ist eine Farce.“
Caspar Tate von Trans*sexworks dreht den Spieß um: „Dieser Straßenstrich existiert seit 1885. Warum hat man ein Jugendzentrum und eine Kita an einen aktiven Straßenstrich gebaut? Warum sollen die Frauen, die hier über Generationen hinweg gearbeitet haben, ihren Arbeitsplatz verlieren?“ Er vermutet hinter den Demoanmelder*innen Zugezogene. Alteingesessene hätten eine höhere Akzeptanz gegenüber Sexarbeiter*innen. Auch wenn sie zunehmend frustriert seien, bestehe Einigkeit darin, dass die Ursachen von Armut und sozialen Problemen strukturell gelöst werden müssten.
Sebastian Walter, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Abgeordnetenhaus, teilt diese Einschätzung. „Es kommt zu mehr Verwahrlosung im Kiez, es halten sich mehr Menschen mit multiplen Problemen wie Drogen, Obdach- und Wohnungslosigkeit auf“, so der queerpolitische Sprecher. Ursache seien auch Verdrängungseffekte: Wenn anderswo geräumt werde, etwa am Zoo, oder der Görlitzer Park geschlossen wird, verschiebe sich das Geschehen dorthin. „Es braucht eine gesamtstädtische Strategie.“
CDU fordert Sperrbezirk
Anzeige
Die Berliner CDU fordert derweil ein stadtweites Verbot von Straßenprostitution. Im Wahlprogramm heißt es, sie werde zuerst im Kurfürstenkiez und rund um den Nollendorfplatz verboten. CDU-Fraktionschef Dirk Stettner sagte der B.Z.: „Die Frauen werden unter unfassbaren hygienischen Bedingungen ausgebeutet, Kinder und Jugendliche direkt mit gekauftem Sex, Drogen, Gewalt konfrontiert.“ Sein Fazit: „Wir müssen Straßenstriche in ganz Berlin verbieten.“
Caspar Tate, der Peer-to-Peer Beratung auf der Straße macht, widerspricht dieser Darstellung. Außerdem sei ein Sperrbezirk keine nachhaltige Lösung, so der Sexarbeiter: „Das Problem wird dadurch nur verlagert.“ Erste Sexarbeiter*innen seien bereits auf den Leopoldplatz ausgewichen. Das Problem ist, dort erreichen Hilfsangebote Sexarbeiter*innen nur schwerer. Ähnliche Kritik kommt von Linken, Grünen und SPD. Sie fordern starke Hilfsangebote und echte Ausstiegsperspektiven. Tate ergänzt: „Es braucht bessere Gesundheitsversorgung, einen wirksamen Schutz vor Gewalt, Ausbau von Streetwork und Notübernachtungen, die rund um die Uhr offen haben und auch Trans*menschen reinlassen.“
Doch selbst Versuche, eigene Strukturen zu schaffen, scheiterten. Trans*sexworks plante an der Froben- Ecke Bülowstraße das Nachtcafé Julia samt Beratungsstelle, Küche, Duschen und Schlafplätzen. Obwohl die Finanzierung durch Stadt und Bezirk gesichert war, zog die Gewobag den Mietvertrag im letzten Moment zurück. Stattdessen solle ein Zahnlabor einziehen, das sei für den „Grundbedarf im Kiez besser geeignet“. Inzwischen ist ein Friseur in den Räumen. Tate kann die Entscheidung nicht nachvollziehen: „Die Nachbarn haben das massiv unterstützt. Es wäre eine Entlastung für den Kiez gewesen.“
Die CDU will am Mittwoch in der Bezirksverordnetenversammlung die Einrichtung eines Sperrbezirks fordern, inklusive der Einstufung des Kiezes als kriminalitätsbelasteten Ort (KbO), was anlasslose Kontrollen ermöglichen würde. „Geht es der CDU noch um eine Lösung für den Kiez oder darum, Wahlkampf zu machen?“, fragt Grünen-Politiker Sebastian Walter. Für ihn steht fest: „Der Kiez ist herausfordernd und es muss mehr passieren, aber die Forderung eines Sperrbezirks löst keine Probleme, sondern führt nur zur Verdrängung und Illegalisierung.“
https://taz.de/Sexarbeit-im-Kurfuerstenkiez/!6187969/
Schutzraum für die einen, Störfaktor für die anderen
Mit der voranschreitenden Gentrifizierung im Kurfürstenkiez wird die Forderung nach Sperrbezirk lauter. Derweil sind Hilfsangebote für Sexarbeiter*innen bedroht.
17.6.2026
7:00 Uhr
Ein Bild eines Untersuchungszimmers und ein Bild von roten Schuhen an einem Gitter Bilder aus dem Frauentreff Olga, in dem seit 1987 Sexarbeiter*innen versorgt werden Foto: Doro Zinn (2)
Von Lilly Schröder
Die Huren sind seit 150 Jahren da, die Zugezogenen höchstens seit 15. Wer muss den Kiez räumen? Natürlich die Sexarbeiter*innen. Nach fast 40 Jahren verliert die Kurfürstenstraße mit dem Frauentreff Olga voraussichtlich eine der wichtigsten niedrigschwelligen Anlauf- und Beratungsstellen für drogenkonsumierende Frauen, Trans*frauen und Sexarbeiter*innen. Der Mietvertrag der Einrichtung läuft im Juli 2027 aus.
„Wenn der Frauentreff Olga wegfällt, ist niemand mehr da, der diese Menschen auffängt“, sagt Caspar Tate. „Dann werden Probleme, die man frühzeitig hätte bearbeiten können, eskalieren. Und für die Nachbarschaft werden die Konflikte präsenter.“ Tate ist Sexarbeiter und seit 2019 tätig bei Trans*sexworks, einer selbstorganisierten Beratungsstelle für Transfrauen. Er ist überzeugt: „Wenn Olga weg ist, werden einige Frauen auf der Straße sterben.“
Seit 1987 versorgt der Frauentreff Olga Sexarbeiter*innen, vor allem aus der Armutsprostitution, mit Kondomen, warmen Mahlzeiten, Kleidung und Konsumutensilien für den Drogengebrauch. Die Einrichtung stellt Duschen und Ruhemöglichkeiten, es gibt medizinische Unterstützung, Zugang zu Suchthilfe- und Ausstiegsangeboten. Mit dem Angebot werden täglich rund 80 Menschen erreicht. Darüber hinaus bieten Sozialarbeiter*innen Sprechstunden für Anwohner*innen an.
„Das große Ziel, ist im Kiez zu bleiben“, sagt Arthur Coffin vom Drogennotdienst, dem Träger von Olga. Klient*innen hätten sich in einem Brief direkt an den Vermieter gewandt und ihre Ängste geschildert, doch es habe kein Interesse an einem Gespräch gegeben. Eine Petition, die den Erhalt der Einrichtung fordert, zählt inzwischen über 2.500 Unterschriften. Der Titel lautet „Schutzräume statt Luxus-Café“, denn der Frauentreff soll einem Café weichen. Die Vermieterin sprach in dem Zusammenhang in einem Beitrag im RBB von einer „positiven Gentrifizierung“.
Anwohner*innen demonstrieren gegen Sexarbeiter*innen
Wie positiv die Verdrängung ist, ist umstritten. Fakt ist: In den vergangenen Jahren wurden Neubauten mit teuren Eigentumswohnungen hochgezogen, Traditionsorte wie das LSD-Kino und die Woolworth stehen vor dem Abriss, während Sternerestaurants und Designerlabels einziehen. Die Sexarbeiter*innen sind den Zugezogenen ein Dorn im Auge. Eine Sozialarbeiterin von Olga berichtet, dass diese in der Vergangenheit von Anwohner*innen mit Wassereimern überschüttet und mit Pizzen beworfen worden seien. Für den 25. Juni haben Anwohner*innen eine Demonstration auf dem Kirchplatz der Zwölf-Apostel-Gemeinde angemeldet unter dem Motto „Unser Kiez, unser Zuhause“. Sie fordern ein härteres Vorgehen gegen Drogenkriminalität sowie ein Sperrgebiet für Straßenprostitution in der Nähe von Kitas, Schulen und Seniorenheimen.
Für Arthur Coffin steht fest: „Es ist eindeutig ein Verdrängungskampf.“ Käufer*innen von Eigentumswohnungen seien luxuriöse Immobilien versprochen worden, ohne über den Kiez aufgeklärt worden zu sein. Manche von ihnen würden sich verhalten, als seien sie schon immer dort gewesen, kritisiert er. Ein Zugezogener sagte etwa dem RBB empört: „Das Olga hier direkt neben dem Wohngebiet anzusiedeln und zu dulden, das ist eine Farce.“
Caspar Tate von Trans*sexworks dreht den Spieß um: „Dieser Straßenstrich existiert seit 1885. Warum hat man ein Jugendzentrum und eine Kita an einen aktiven Straßenstrich gebaut? Warum sollen die Frauen, die hier über Generationen hinweg gearbeitet haben, ihren Arbeitsplatz verlieren?“ Er vermutet hinter den Demoanmelder*innen Zugezogene. Alteingesessene hätten eine höhere Akzeptanz gegenüber Sexarbeiter*innen. Auch wenn sie zunehmend frustriert seien, bestehe Einigkeit darin, dass die Ursachen von Armut und sozialen Problemen strukturell gelöst werden müssten.
Sebastian Walter, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Abgeordnetenhaus, teilt diese Einschätzung. „Es kommt zu mehr Verwahrlosung im Kiez, es halten sich mehr Menschen mit multiplen Problemen wie Drogen, Obdach- und Wohnungslosigkeit auf“, so der queerpolitische Sprecher. Ursache seien auch Verdrängungseffekte: Wenn anderswo geräumt werde, etwa am Zoo, oder der Görlitzer Park geschlossen wird, verschiebe sich das Geschehen dorthin. „Es braucht eine gesamtstädtische Strategie.“
CDU fordert Sperrbezirk
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Die Berliner CDU fordert derweil ein stadtweites Verbot von Straßenprostitution. Im Wahlprogramm heißt es, sie werde zuerst im Kurfürstenkiez und rund um den Nollendorfplatz verboten. CDU-Fraktionschef Dirk Stettner sagte der B.Z.: „Die Frauen werden unter unfassbaren hygienischen Bedingungen ausgebeutet, Kinder und Jugendliche direkt mit gekauftem Sex, Drogen, Gewalt konfrontiert.“ Sein Fazit: „Wir müssen Straßenstriche in ganz Berlin verbieten.“
Caspar Tate, der Peer-to-Peer Beratung auf der Straße macht, widerspricht dieser Darstellung. Außerdem sei ein Sperrbezirk keine nachhaltige Lösung, so der Sexarbeiter: „Das Problem wird dadurch nur verlagert.“ Erste Sexarbeiter*innen seien bereits auf den Leopoldplatz ausgewichen. Das Problem ist, dort erreichen Hilfsangebote Sexarbeiter*innen nur schwerer. Ähnliche Kritik kommt von Linken, Grünen und SPD. Sie fordern starke Hilfsangebote und echte Ausstiegsperspektiven. Tate ergänzt: „Es braucht bessere Gesundheitsversorgung, einen wirksamen Schutz vor Gewalt, Ausbau von Streetwork und Notübernachtungen, die rund um die Uhr offen haben und auch Trans*menschen reinlassen.“
Doch selbst Versuche, eigene Strukturen zu schaffen, scheiterten. Trans*sexworks plante an der Froben- Ecke Bülowstraße das Nachtcafé Julia samt Beratungsstelle, Küche, Duschen und Schlafplätzen. Obwohl die Finanzierung durch Stadt und Bezirk gesichert war, zog die Gewobag den Mietvertrag im letzten Moment zurück. Stattdessen solle ein Zahnlabor einziehen, das sei für den „Grundbedarf im Kiez besser geeignet“. Inzwischen ist ein Friseur in den Räumen. Tate kann die Entscheidung nicht nachvollziehen: „Die Nachbarn haben das massiv unterstützt. Es wäre eine Entlastung für den Kiez gewesen.“
Die CDU will am Mittwoch in der Bezirksverordnetenversammlung die Einrichtung eines Sperrbezirks fordern, inklusive der Einstufung des Kiezes als kriminalitätsbelasteten Ort (KbO), was anlasslose Kontrollen ermöglichen würde. „Geht es der CDU noch um eine Lösung für den Kiez oder darum, Wahlkampf zu machen?“, fragt Grünen-Politiker Sebastian Walter. Für ihn steht fest: „Der Kiez ist herausfordernd und es muss mehr passieren, aber die Forderung eines Sperrbezirks löst keine Probleme, sondern führt nur zur Verdrängung und Illegalisierung.“
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