KITZINGEN
„Rotlicht“ am Kitzinger Hafen?
Regierung muss über Sex-Filialen entscheiden
(mey) Sex-„Betriebe“ in Kitzingen sollen künftig in drei Gewerbegebieten ihre Dienste anbieten können: Diesen einstimmigen Beschluss fasste der Stadtrat am vergangenen Donnerstag. Ob die Etablissements des horizontalen Gewerbes im Lochweg, an der Flugplatzstraße oder am Floßhafen ihre Kunden empfangen dürfen, darüber entscheidet letztlich die Regierung von Unterfranken.
Gezerre um das Milieu
Das jetzt schon einige Zeit dauernde Gezerre um die Zukunft des Kitzinger Rotlicht-Milieus verdankt die Stadt ihrem vor 18 Jahren erteilten Freibrief für die eigentlich in Städten unter 30 000 Einwohnern verbotene Prostitution. Die damals von der Regierung abgesegnete Ausnahmegenehmigung – zu Gunsten liebesbedürftiger US-Soldaten – lässt sich nicht so leicht zurücknehmen.
Fazit der Regierung als Genehmigungsbehörde: Ein Verbot für ganz Kitzingen sei nicht mehr möglich, lediglich eine Ausweisung von Bereichen, in denen der Schutz der Jugend und Störungen von Wohnnachbarn weitgehend möglich sei, so Rechtsrätin Susanne Schmöger. Für CSU-Chef Hugo Weiglein war das im Gewerbegebiet Goldberg offensichtlich nicht gewährleistet, weswegen er das gestrichen wissen wollte – und dabei die einhellige Zustimmung des Gremiums fand.
Dass die Stadt mit der Prostitution ringt, liegt an etlichen Bauanträgen zur Eröffnung von Massage-Salons oder Hostessen-Services in Wohngebieten, wo die Stadt die teilweise „schwarz“ eröffneten Rotlicht-Filialen keinesfalls haben will.
http://www.mainpost.de/lokales/kitzinge ... 73,4253773
Sonderstatus für Soldaten = Staatlich tolerierte Bordelle.
Auch in Metropolen wie Frankfurt oder Ländern wie Thailand, war die Präsenz der Garnison der US-Armee letztlich der Auslöser und historische Grund für ein noch heute bestehendes Sexbusiness.
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LokalNachrichten: KITZINGEN
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Marc of Frankfurt
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Marc of Frankfurt
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Fast flächendeckender Sperrbezirk
KITZINGEN
Prostitution: In Kitzingen geht das Rotlicht aus
"In-Door-Prostitution" nur noch in Gewerbegebieten erlaubt -
Bestandsschutz für Villa 44
Die Zeiten, in denen sich Bordelle, Massage-Salons und Hostessen-Serviceangebote ungehindert in Kitzingen breit machen konnten, sind seit Freitag vorbei. Während Prostituierte bis dahin überall in der Stadt die käufliche Liebe anbieten durften, sind sie jetzt aus der Innenstadt verbannt worden.
Die Regierung von Unterfranken hat eine aus den Zeiten der US-Garnison stammende Verordnung über die Ausübung der Prostitution in Kitzingen geändert [Das Militär als Vater aller Dinge. Anm.]. Wie Rechtsrätin Susanne Schmöger in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag sagte,
Thema seit dem US-Abzug
Damit ist ein Thema vom Tisch, das den Stadtrat seit dem Abzug der Amerikaner im Juni 2006 intensiv beschäftigte. Das Ringen mit dem Rotlicht-Milieu entwickelte sich allerdings zu einer zähen Sache: Seit dem Abzug versuchte die Verwaltung, den vor 18 Jahren bei der Regierung beantragten Freibrief für die Prostitution in Kitzingen loszuwerden. Vor allem, weil sich seit 2005 immer mehr Hostessen-Dienste und Massagesalons in der Stadt breit machten.
Ausnahme beantragt
Der Kampf gegen die Prostitution in der Innenstadt war in Kitzingen jahrelang kein Thema. Angesichts von Tausenden von US-Soldaten war es die Stadt selbst, die für das Aufleuchten der Rotlichter sorgte: Mit einem amtlichen Antrag auf eine Ausnahme vom Verbot der Prostitution. Die Regierung von Unterfranken spielte mit, ließ 1989 eine Ausnahme von dem Grundsatz zu, nach dem in Städten unter 30 000 Einwohnern Prostitution prinzipiell verboten ist. [Kitzingen 21.000 Einwohner. Anm.] Nachdem die Amerikaner weg waren, sah man bei der Stadt auch nicht mehr den Bedarf für die Sex-Angebote.
Nicht ganz einfach zu lösen
Zu lösen war das Problem nicht ganz so einfach. Ein Anlauf bei der Regierung (2006) bescherte der Stadt Hausaufgaben: Die Stadt sollte erstmal jeden „bordellähnlichen Betrieb“ ausmachen und den – möglicherweise für die Nachbarn – störenden Verkehr, den der Autos, ermitteln. Mit den Ergebnissen der Bordell-Recherche ging's wieder zur Regierung. Die dämpfte die Erwartungen über ein schnelles und umfassendes Aus für die Rotlichter. Die Stadt müsse vorher klären, in welchem Umfang „in Kitzingen die Prostitution zugelassen werden soll“.
Das steht inzwischen fest. Das Rotlicht-Milieu wird es künftig nur noch in den drei genannten Gewerbegebieten geben und am Ende der Heinrich-Fehrer-Straße. Im Rest der Stadt gehen die Rotlichter aus.
http://www.mainpost.de/lokales/kitzinge ... 73,4719579
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Prostitution: In Kitzingen geht das Rotlicht aus
"In-Door-Prostitution" nur noch in Gewerbegebieten erlaubt -
Bestandsschutz für Villa 44
Die Zeiten, in denen sich Bordelle, Massage-Salons und Hostessen-Serviceangebote ungehindert in Kitzingen breit machen konnten, sind seit Freitag vorbei. Während Prostituierte bis dahin überall in der Stadt die käufliche Liebe anbieten durften, sind sie jetzt aus der Innenstadt verbannt worden.
Die Regierung von Unterfranken hat eine aus den Zeiten der US-Garnison stammende Verordnung über die Ausübung der Prostitution in Kitzingen geändert [Das Militär als Vater aller Dinge. Anm.]. Wie Rechtsrätin Susanne Schmöger in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag sagte,
- gilt damit seit dem 26. September:
In Kitzingen ist die so genannten In-Door-Prostitution – Abgebote von Sexdienstleistungen in geschlossenen Räumen – verboten.
Ausnahmen sind die Gewerbegebiete Lochweg Süd, Flugplatzstraße und Hafen sowie das seit Jahren bestehenden Bordell in der Heinrich-Fehrer-Straße. Hier besteht Bestandsschutz. Der gilt auch für andere in der Stadt offiziell genehmigten Rot-Licht-Betriebe, allerdings nur noch für ein Jahr.
Thema seit dem US-Abzug
Damit ist ein Thema vom Tisch, das den Stadtrat seit dem Abzug der Amerikaner im Juni 2006 intensiv beschäftigte. Das Ringen mit dem Rotlicht-Milieu entwickelte sich allerdings zu einer zähen Sache: Seit dem Abzug versuchte die Verwaltung, den vor 18 Jahren bei der Regierung beantragten Freibrief für die Prostitution in Kitzingen loszuwerden. Vor allem, weil sich seit 2005 immer mehr Hostessen-Dienste und Massagesalons in der Stadt breit machten.
Ausnahme beantragt
Der Kampf gegen die Prostitution in der Innenstadt war in Kitzingen jahrelang kein Thema. Angesichts von Tausenden von US-Soldaten war es die Stadt selbst, die für das Aufleuchten der Rotlichter sorgte: Mit einem amtlichen Antrag auf eine Ausnahme vom Verbot der Prostitution. Die Regierung von Unterfranken spielte mit, ließ 1989 eine Ausnahme von dem Grundsatz zu, nach dem in Städten unter 30 000 Einwohnern Prostitution prinzipiell verboten ist. [Kitzingen 21.000 Einwohner. Anm.] Nachdem die Amerikaner weg waren, sah man bei der Stadt auch nicht mehr den Bedarf für die Sex-Angebote.
Nicht ganz einfach zu lösen
Zu lösen war das Problem nicht ganz so einfach. Ein Anlauf bei der Regierung (2006) bescherte der Stadt Hausaufgaben: Die Stadt sollte erstmal jeden „bordellähnlichen Betrieb“ ausmachen und den – möglicherweise für die Nachbarn – störenden Verkehr, den der Autos, ermitteln. Mit den Ergebnissen der Bordell-Recherche ging's wieder zur Regierung. Die dämpfte die Erwartungen über ein schnelles und umfassendes Aus für die Rotlichter. Die Stadt müsse vorher klären, in welchem Umfang „in Kitzingen die Prostitution zugelassen werden soll“.
Das steht inzwischen fest. Das Rotlicht-Milieu wird es künftig nur noch in den drei genannten Gewerbegebieten geben und am Ende der Heinrich-Fehrer-Straße. Im Rest der Stadt gehen die Rotlichter aus.
http://www.mainpost.de/lokales/kitzinge ... 73,4719579
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