Unter dem folgenden Link findet ihr das Vortragsprotokoll von Monika Gerstendörfer zu ihrem Vortrag "Mythos Sexualität und Gewalt", der eine sehr wichtig Tatsache klar darstellt...
Hier ein Auszug daraus:
Um das durchzusetzen, ist es notwendig, wieder und wieder deutlich zu machen, daß Gewalt nichts mit Sexualität zu tun hat, denn diese Botschaft ist eine Propaganda, die praktische Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit von Frauen hat. Ja, mehr noch sie schaffte und schafft eine Lebenswirklichkeit für Frauen, die wir alle nicht wollen.
Wir werden dazu litaneihaft Dinge wiederholen müssen, aber es wird sich lohnen. Litaneihaft wiederhole ich daher auch ein drastisches Beispiel:
Wenn ein Mann spät nach Hause kommt und seine Frau empfängt ihn, indem sie ihm wortlos eine schwere Bratpfanne über den Kopf haut, dann würde kein vernünftiger Mensch auf die Idee kommen, dies als Kochen zu bezeichnen, da hier das Instrument zum Kochen umfunktioniert wurde in ein Instrument zur Gewaltausübung.
Soweit es mich betrifft : Ich hasse schon den blossen Gedanken an Gewalt gegen Frauen. Von daher finde ich den offenen Dialog zu diesem Thema sehr begrüßenswert und überaus wichtig.
Den Ausführungen der Frau Gerstendörfer in diesem Vortrag kann ich mich allerdings nur in einigen wenigen Punkten anschliessen, denn ihre Argumentation und zahlreiche Schlussfolgerungen sind propagandistisch, unsachlich (weil wiederholt polemisch) und unzureichend durchdacht.
Der Stil ihrer Auseinandersetzung mit diesem ohnehin sehr sensiblen Thema trägt deutlich feministisch-polarisierende Züge, und ich denke, dass eine solche Annäherung weder dem Dialog förderlich, noch in irgendeiner Weise problemlösungsorientiert ist. Bewusstseinsöffnung für Sachverhalte und Konflikte ist eine Sache, diese zusätzlich zu emotionalisieren ist jedoch eine andere.