Guten Morgen!
Angesichts der problematischen Vorstöße und Drohgebärden Sexarbeitende und/oder ihre Kund*innen kriminalisieren zu wollen, möchte ich gern eine Diskussion mit Euch anstoßen: Intersektionalität in der Sexarbeitsbewegung.
Die Sexarbeitsbewegung wird immer exklusiver und im Wortsinne ausschließender. In Deutschland kann ich dazu das jüngste Positionspapier der CDU/CSU anführen, aber auch Aussagen der SPD, die alle auf mehr Regulierung, Policing und Kontrollen hinauslaufen.
Statt diese Vorstöße zu entlarven scheinen sich bestimmte Strömungen in D dafür entschieden zu haben lobbyistisch mitzuschwimmen und keine große Kritik zu üben.
Ich beobachte, dass es in Österreich ähnliche Phänomene gibt, so ist mir letztens der BSÖ mit einer Position begegnet, der die Zwangsuntersuchung als Service und nicht als markanten Angriff auf die Menschenrechte wertet.
Ein großes Problem ist für mich, dass der Aktivismus pro Sexarbeit sehr weiß, sehr cis und sehr privilegiert ist. Es ist total nachvollziehbar, wieso das so ist, aber es ist wirklich veränderungswürdig.
Daher haben wir mit der Forscherin Jenny Künkel ein Format entwickelt, bei dem es uns als Podcast darum ging, einen Anfang Richtung mehr Intersektionalität zu machen. Dazu haben wir unterschiedliche Communities interviewt und aus diesen O-Tönen ein Video geschnitten, das wir gestern bei den Feministischen Aktionswochen Bochum vorgestellt und diskutiert haben.
Gern möchten wir auch mit Euch über das Thema ins Gespräch kommen:
https://whoroscope.eu/2021/03/12/inters ... -6-seance/
Das ist der Link zum Clip.
Die Zusatzmaterialien, alle Interviews und weiterführende Links findet Ihr hier:
http://whoroscope.eu/2021/03/10/6-seanc ... -1900-uhr/
Ich freue mich über Austausch,
Liebe Grüße an Euch!
Ruby
Intersektionalität in der Sexarbeitsbewegung
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MademoiselleRuby
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Re: Intersektionalität in der Sexarbeitsbewegung
Gleiches gilt für die Zwangsregistrierung von SexarbeiterInnen! In Wien muss man sich zum Beispiel bei der Polizei melden, um der Sexarbeit nachgehen zu können. Erst dann bekommt man die "Berechtigung zur Zwangsuntersuchung".MademoiselleRuby hat geschrieben: ↑13.03.2021, 10:28Ich beobachte, dass es in Österreich ähnliche Phänomene gibt, so ist mir letztens der BSÖ mit einer Position begegnet, der die Zwangsuntersuchung als Service und nicht als markanten Angriff auf die Menschenrechte wertet.
Auch, dass man in vielen Bundesländern eine Betreiber*In benötigt, um überhaupt einen Termin beim Gesundheitsamt zu erhalten, stört den BSÖ nicht im Geringsten....
Die Krönung des Ganzen: Sich als selbst als Berufsverband zu benennen. Aber um ehrlich zu sein: Wenn man die Hintergründe kennt, wundert es nicht wirklich.
christian