Ende der Solidarität statt unbürokratische Unterstützung:

Beiträge betreffend SW im Hinblick auf Gesellschaft bzw. politische Reaktionen
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fraences
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Ende der Solidarität statt unbürokratische Unterstützung:

Beitrag von fraences »

Perspektive für Sexarbeiter/innen: Hartz IV!

Wer als Sexarbeiter/in aufgrund der Schließung von Prostitutionsgewerben (Bordell, Club, Wohnungsbordell, Terminwohnung, Escort-Prostitutionsvermittlung) oder in einigen Bundesländern und Städten (Stuttgart, Karlsruhe) im Zusammenhang der Covid-19-Pandemie einem darüber hinausgehenden Verbot der Prostitutionsausübung unterliegt und seinen Lebensunterhalt (Miete, Lebensmittel etc.) für sich und seine Familie nicht mehr bezahlen kann, dürfte in der überwiegenden Zahl der Fälle zukünftig auf die Grundsicherung (Hartz IV) angewiesen sein.

Hier weiter lesen: https://www.donacarmen.de/ende-der-soli ... stuetzung/
Wer glaubt ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. (Albert Schweitzer)

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Tilopa
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Re: Ende der Solidarität statt unbürokratische Unterstützung:

Beitrag von Tilopa »

Danke, Fraences!

Ich finde es skandalös, wie SexarbeiterInnen (gerade auch MigrantInnen) hier mal wieder von der Politik ausgegrenzt und im Regen stehen gelassen werden, während bürgerliche Abolitionistinnen sich im "Home-Office" ins Fäustchen lachen und weiter vom Staat bezahlt werden. Aber sowas geht in Zeiten dieser hysterischen, vor Doppelmoral triefenden "Corona-Rettungsaktion" und dem damit einher gehenden krassen Entzug selbst unserer einfachsten Grundrechte leider völlig im Rauschen unter...

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Tilopa
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Re: Ende der Solidarität statt unbürokratische Unterstützung:

Beitrag von Tilopa »

Der BesD hat jetzt einen Nothilfe-Fonds für SexarbeiterInnen, die keinen Anspruch auf staatliche Hilfen haben, aufgelegt. Das teile ich doch gerne:
Liebe Freund*innen und Unterstützer*innen!

Wir wissen, dass die Zeiten für alle hart sind. Doch wir finden: Genau deshalb ist es gerade jetzt wichtig, dass wir zusammenhalten und jenen helfen, die sich nicht allein helfen können.

Ein hoher Anteil von Menschen in der Sexarbeit leben von der Hand in den Mund. Viele sind nicht krankenversichert, nicht angemeldet und bereits von Armut betroffen. Mit der deutschlandweiten Schließung aller Prostitutionsstätten, der Verschärfung von Arbeitsverboten, dem Rückgang der Nachfrage, sowie dem steigenden Risiko der Arbeitsausübung, kämpfen jetzt die Ärmsten der Armen um ihr Überleben.

Wir wollen helfen. Deshalb haben wir den BesD Nothilfe Fonds ins Leben gerufen.

Sämtliche Spenden gehen an Sexarbeitende in Notsituationen, die keinen Anspruch auf staatliche Hilfen haben. Jeder Betrag hilft. Aber auch öffentliche Aufmerksamkeit ist essentiell – wir freuen uns daher sehr, wenn ihr darüber mit euren Freunden sprecht und diesen Notfonds in euren digitalen Netzwerken so breit wie möglich weiterteilt und retweetet.

Bleibt gesund,

Euer BesD-Team
https://berufsverband-sexarbeit.de/inde ... fallfonds/