Internationaler Hurentag

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annainga
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Internationaler Hurentag

Beitrag von annainga »

Seit 1975 ist der 2. Juni jedes Jahres Internationaler Hurentag. Damals haben mehr als hundert Prostituierte eine Kirche in Frankreich besetzt, um auf ihre Situation hinzuweisen. Heute fordern die Huren zum Beispiel die rechtliche Gleichstellung ihrer Arbeit, damit sie gegenüber Freiern ihren Lohn einklagen können und krankenversichert sind. (wikipedia)

In der "roten Laterne" in Bochum hat Madonna den 15.-jährigen Geburtstag gefeiert und gleichzeitig in den internationalen Hurentag hineingefeiert.

Artikel folgt!

liebe grüße von annainga

KonTom
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Beitrag von KonTom »

Darf ich euch auf 2 interessante Artikel verweisen:

Rechtliche Hürden beseitigen


Prostitution ist Arbeit, sagen die Grünen Wien

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Marc of Frankfurt
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Zum intl. Hurentag in Frankfurt

Beitrag von Marc of Frankfurt »

Frankfurt

Freier sind nur Kunden

Aktion zum heutigen internationalen Hurentag


VON KATHARINA KÜTEMEYER

Ihr erster Freier schenkte ihr französisches Parfüm und teure Schokolade, in der er Geld versteckt hatte. Der Zweite bezahlte mit exquisiten Lederhandtaschen und nahm sie mit in ein Luxushotel. An den Dritten erinnert sie sich nicht mehr. Zu viele Jahre sind seitdem vergangen.

Jahre, in denen die Geschenke seltener wurden und sie immer professioneller. "Eine Frau, die in der Prostitution arbeitet, muss für alles Geld verlangen", sagt die heute 45-Jährige. Einfach mal so mit dem Freier Kaffee trinken gehen, das macht sie nicht mehr. Und Männer, die sie aus dem Milieu "retten" wollen oder sich aus falsch verstandener Zuneigung in sie verlieben, kennt sie zu genüge.

"Die Freier müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie Kunden sind", sagt Christiane Howe, Diplomsoziologin bei Context, einem Zusammenschluss von Prostitutionsverbänden. Die Männer müssten lernen, dass Huren und Stricher, Animierdamen und Callboys Dienstleister seien, die ihren Körper verkaufen wie andere ihre Putzkraft. Dass dabei Gefühle nur selten eine Rolle spielen, dass Kondom nun mal Pflicht und Respekt vor der Person selbstverständlich ist.

Statt die Freier jedoch zu stigmatisieren, wollen die Frankfurter Anlauf- und Beratungsstellen die Männer aufklären und sensibilisieren. "Freiersein" nannten sie ihre Aktion, als sie erstmals im Herbst 2005 in Kondomkostümen ins Bahnhofsviertel gingen und die Postkarten mit den zehn goldenen Regeln für Freier verteilten.

Und die meisten Männer reagierten positiv. "Sie empfanden es als Wertschätzung, dass sie als Kunden ernst genommen werden", erinnert sich Howe. Und selbst skeptische Bordellbesitzer, die ihr Geschäft gefährdet sahen, waren bald begeistert.

Anrufe von Männern

Seitdem haben die Sozialpädagogen bei "Tamara", einem Hilfe-und Beratungszentrum für Prostituierte, auch immer wieder Anrufe von Männern. Von Freiern, die sich auf die Aktion hin melden, Fragen stellen oder den Verdacht einer Zwangsprostitution hegen. "Unser Bekanntheitsgrad unter den Männern ist gestiegen", sagt Monika Hoffmann. Auch würden vermehrt Freier eine Prostituierte zum Beratungsgespräch begleiten. "Wichtig ist eben die Akzeptanz des Freiertums."

Jetzt, ein Jahr nachdem sie zur Fußballweltmeisterschaft das letzte Mal für "Freiersein" auf die Straße gingen, will "Tamara" die Freier wieder und noch weiter in den Mittelpunkt rücken - und zwar anlässlich des heutigen "Internationalen Hurentages" , der seit mehr als 30 Jahren im Zeichen der Sex-Arbeiter steht. Seit jenem denkwürdigen 2. Juni 1975, als sich 100 Prostituierte zum Streik entschlossen. Als sie eine Kirche in Lyon besetzten und sich gegen Polizeirepression und Rechtslosigkeit erhoben. Als sie sich und ihren Beruf plötzlich in das Bewusstsein der Öffentlichkeit schoben.

Quelle: fr-aktuell.de


www.freiersein.de
www.zefra.de/tamara




Querverweis:
Hurentag in Bochum





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Marc of Frankfurt
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Beitrag von Marc of Frankfurt »

Internationaler Hurentag:

Rechtliche Hürden beseitigen

SPÖ-Frauensprecherin Heinisch-Hosek erneuert Forderung, SexarbeiterInnen arbeits- und sozialrechtlich abzusichern



Wien - Den Internationalen Hurentag nahm sich SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek zum Anlass, um die Situation freiwilliger Sexarbeiterinnen zu thematisieren. "Die rechtlichen Hürden der freiwilligen und selbstbestimmten Sexarbeit müssen rasch beseitigt werden. Bessere arbeitsrechtliche und sozialrechtliche Absicherung sowie die Aufhebung der Sittenwidrigkeit zählen zu den wichtigsten Punkten", meinte Heinisch-Hosek am Freitag in einer Aussendung.

"Rechte und Unterstützung"

"Die politische Auseinandersetzung mit dem Thema Sexarbeit bedarf äußerster Sensibilität", betonte die SPÖ-Frauensprecherin. Alle Formen der sexuellen Ausbeutung, wie Frauenhandel, sexueller Missbrauch von Minderjährigen, sexuelle Ausbeutung von Drogenabhängigen und einiges mehr sind Gewalthandlungen. "Hier müssen alle gesetzlichen Maßnahmen ausgeschöpft werden, um den Opfern zu helfen und die Täter mit aller Härte zu bestrafen", so Heinisch-Hosek. "In diesem Bereich kann nur nach dem Leitsatz vorgegangen werden: Freiwilligen Sexarbeiterinnen ihre Rechte, sexuell ausgebeuteten Frauen jede Unterstützung."

In Österreich kann Sexarbeit seit 1975 legal ausgeübt werden, allerdings gibt es viele Einschränkungen. Auch regeln neun unterschiedliche Landesgesetze, wann, wo und von wem Sexarbeit ausgeübt werden kann. "Prinzipiell gehen Sexarbeiterinnen, die legal arbeiten, vielerlei Verpflichtungen ein, haben allerdings wenige bis gar keine Rechte", erläuterte Heinisch-Hosek. Sexarbeiterinnen sind seit 1984 einkommenssteuerpflichtig und können - seit 1998 - auch sozialversicherungsrechtlichen Schutz in Anspruch nehmen. Sexarbeit ist allerdings nach wie vor nicht als Gewerbe anerkannt.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Sittenwidrigkeit: laut einem Urteil des OGH aus dem Jahr 1989 sind Verträge, die sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt zum Inhalt haben, sittenwidrig. Sexarbeiterinnen können daher weder ein Dienstverhältnis als Sexarbeiterin eingehen noch als selbstständig Tätige ihr Honorar einklagen.

Hoher Migrantinnen-Anteil

Zwischen 70 und 80 Prozent aller Sexarbeiterinnen in Österreich sind Migrantinnen. Für sie hängt die Möglichkeit, Sexarbeit legal auszuüben vom Recht auf Aufenthalt und selbstständige Tätigkeit ab.

Heinisch-Hosek forderte daher erneut die Aufhebung der Sittenwidrigkeit, die rechtliche Absicherung der freiwilligen Sexarbeiterinnen, die Schaffung einer gesetzlichen Absicherung für Migrantinnen, die Vereinheitlichung der Ländergesetzgebung, die Erstellung relevanten Datenmaterials, sowie den Ausbau der Beratungs- und Informationszentren (wie SOPHIE, Lefö, maiz...) "mit dem Ziel, den Ausstieg und die Weiterbildung beziehungsweise Umschulung zu forcieren" und die Durchführung sensibilisierungs- und bewusstseinsbildende Kampagnen mit dem Ziel der Entstigmatisierung.

Verantwortlichkeit der Freier

"Auch die Kunden sollen nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Sie müssen sich vergewissern, dass die Sexarbeiterin ihrer Tätigkeit freiwillig und nicht illegal nachgeht und/oder minderjährig ist", betonte Heinisch-Hosek abschließend. (red)


Quelle



Mit 400 Leserkommentaren in 5 Tagen ... da staunt der SEXWORKER.AT Moderator




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Marc of Frankfurt
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Beitrag von Marc of Frankfurt »

Bericht von der Lesung am diesjährigen intl. Hurentag
veranstaltet von Hydra in einer Kirche in Berlin

http://www.schoeneberger-norden.de/fron ... idart=2197


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