Queere/lesbische Sexarbeit

Beiträge betreffend SW im Hinblick auf Gesellschaft bzw. politische Reaktionen
Bettina_MA
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Queere/lesbische Sexarbeit

Beitrag von Bettina_MA »

Hallo!

Ich habe mich bereits kurz vorgestellt hier.

Wie gesagt, möchte ich das Thema der Sexarbeit von Frauen* für Frauen* in nächster Zeit erforschen. Dazu brauche ich bitte eure Hilfe! Ich möchte dazu Frauen* interviewen, die damit Erfahrung bzw. Interesse daran haben und sich auf ein Interview von 1-2 Stunden mit mir treffen würden.
Ich halte mich noch bis Ende Juni in Berlin auf, danach in Wien - es wäre also günstig, wenn sich in diesen beiden Städten bis zum (Spät-)Sommer 3-4 Interviews ausgehen würden. Ich bin auch bereit zu reisen oder eine andere Möglichkeit der Kommunikation auszuhandeln...

Es geht mir vor allem darum, das Phänomen der "lesbian invisibility" in der sexwork zu thematisieren. Ich habe den Eindruck, dass in der sexwork Branche, genauso wie im Rest der Gesellschaft, queere bzw. lesbische Frauen* oft "übersehen" werden, da unsere Gesellschaft eben heteronormativ und patriarchal geordnet ist. Es werden fast alle Angebote, von Frauen* sowie von Männern*, nur für männliche* Kunden* gestellt...

Dazu möchte ich ein paar qualitative Interviews machen - d.h. es geht mir um die ausführliche Erläuterung von Erfahrungen von Einzelpersonen zu Politik, Infrastruktur und Arbeitsbedingungen in ö/d (Haupt-)Städten, Kund*innen, Anlaufstellen, Probleme aufgrund gesetzlicher/gesellschaftlicher Einschränkungen, Gender Aspekte..
Denn ich selbst kann als Außenstehende keine Erfahrung dazu einbringen, sondern nur Gelesenes und Gehörtes zu einer Gesamtarbeit zusammentragen und damit hoffentlich ein Stück weit zur Aufklärung beitragen.

Es geht mir dabei weder darum, eine "Helferinnen"position einzunehmen oder Sexarbeit zu problematisieren, wie ihr hoffentlich rauslesen konntet; wollte es nur nochmals betonen.
Die Schreibweise mit dem * verwende ich übrigens, weil ich nicht nur cis-Frauen (also Menschen, die mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurden und sich auch als Frau fühlen) in die Forschung miteinbeziehen möchte, sondern auch jene Menschen, die sich eben eher weiblich fühlen (egal welche biologischen Geschlechtsmerkmale vorhanden sind oder nicht) oder sich nicht in die binäre Norm Frau/Mann einordnen wollen.

Also, ich hoffe, dass ich das alles halbwegs verständlich erklären konnte (mir fehlt teils selbst noch der rote Faden, da ich gerade noch viel recherchiere) und hoffe, es gibt hier einige Frauen*, die mir mit einem Interview weiterhelfen können.
Des Weiteren freue ich mich sehr über jede Form von Feedback, Tipps, Kontakte und Diskussionsbeiträge!

Vielen Dank!!
Liebe Grüße, Bettina

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nicole6
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Beitrag von nicole6 »

ich habe dir eine pn geschickt.
Nicole

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Hamster
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Beitrag von Hamster »

@Bettina_MA

Lies auch das hier:

www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=12808

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Hamster
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Beitrag von Hamster »

@Bettina_MA

Interviewe doch besser die maennlichen Gynaekologen, Frauenaerzte, Urologen (bei SW besteht ja in Augen der Aussenstehenden "keine Schweigepflicht" bzgl. der Klienten. Ist ironisch gemeint.) , Bestatter, Friedhofsarbeiter, Kanalisationsarbeiter, Tierschlachter, Kammerjaeger, Kloputzer, Messieentruempler, Sittenkommissare, Tatortreiniger ..........
Diese Berufsgruppen sind doch viel interessanter fuer Euch Hobbyforscher und Neugierinterviewer.

Doris67
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Beitrag von Doris67 »

Meine Erfahrung ist, daß es für Sexarbeit von Frauen für Frauen so gut wie keinen Markt gibt, also kaum Nachfrage und daher auch kaum Angebot. Warum das so ist, ist eine andere, aber interessante, Debatte.
Mitglied der Confédération Nationale du Travail