Plädoyer für ein Prostitutionsverbot

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fraences
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Plädoyer für ein Prostitutionsverbot

Beitrag von fraences »



REUTLINGEN. Katrin Altpeter weiß beim Thema Prostitution, wovon sie spricht: Im vergangenen Jahr ist sie eine Nacht lang mit einer Sozialarbeiterin durch die Stuttgarter Rotlichtmeile gezogen, ging mit ihr auch in die Puffs und Bordelle rein. »Und was ich da gesehen habe – ich war entsetzt«, sagte die baden-württembergische Sozialministerin am vergangenen Freitagabend im Lobbyrestaurant »Unter den Leuten« (UdL) vor knapp 15 Besuchern.

Junge Frauen, die zwar laut Pass 18 Jahre alt sein sollten, aber den Körper eines pubertierenden Mädchens hatten, habe Altpeter da angetroffen. »Es gab auch Frauen, die schon länger in diesen Etablissements sind – erkannt hat man das sofort am Blick, der war gestorben, tot«, so Altpeter.

Die Ministerin zeigt sich überzeugt davon, dass »die Seele der Frauen bei der Prostitution kaputt geht«. 180 Euro zahlen sie oftmals pro Tag für ein Zimmer, als Gegenwert für ihre »Dienstleistung« erhalten die Prostituierten aber meist nicht mehr als 20 bis 30 Euro. Hinzu kommen Auswüchse wie eine Art Ebay für sexuelle Leistungen ab 3 Euro. Oder wie das Großbordell »Paradise« in Leinfelden, in der Nähe von Flughafen und Messe Stuttgart. »Es kann doch nicht sein, dass junge Männer ihren Junggesellenabschied dort feiern«, empört sich Altpeter. Deshalb müsse dringend ein Gesinnungswandel her. Und ein Verbot der Prostitution, vor allem mit dem Hinter-grund, dass Frauen dann besser ge-schützt würden.

Nicht auf einen Schlag
Altpeter kämpft für ein Prostitutionsverbot nach dem schwedischen Modell: Demnach würden Männer eine Straftat begehen, wenn sie sich »eine Frau kaufen und sie damit als Ware behandeln«. Klar ist ihr nach eigenem Bekunden aber auch, dass sie durch die Untersagung des ältesten Gewerbes der Welt – »das nichts anderes ist als die älteste Form der Unterdrückung der Frau« – die Menschheitsge-schichte nicht auf einen Schlag verändert werden könne. Viele Schritte müssten das Verbot begleiten.

Bedenken, dass Prostitution durch das schwedische Modell doch nur in den Untergrund, ins Internet und in Privathäuser verdrängt werde, sind auch im Lobbyrestaurant geäußert worden. Altpeter begegnete diesen Mutmaßungen mit der Aussage, dass für die Prostituierten gleichzeitig soziale Angebote gemacht werden müssten. Oftmals handle es sich bei den Frauen um junge Bulgarinnen, Rumäninnen und andere Nationalitäten, die Offerten müssten dafür sorgen, dass sie sich nicht mehr der Armutsprostitution hingeben müssten.

Die Diskussion schien am Freitag abzudriften bis hin zu Vergewaltigungen und Gräueltaten durch IS und Boko Haram, als schließlich einer der ganz wenigen Männer im Publikum sagte: Seiner Meinung nach hätten »Männer einfach eine andere Sexualität als Frauen – und die ist nun mal einfach da.«. Und er legte noch nach: »Männer haben nun mal andere Bedürfnisse als Frauen.« Dazu sagte Katrin Altpeter: »Und jetzt kommt gleich, dass Frauen nicht einparken können, oder?«

http://www.gea.de/region+reutlingen/reu ... 245089.htm
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Beitrag von Kasharius »

Wie postete es @Melanie doch neulich so treffend..."gähn"

Kasharius grüßt

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fraences
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Beitrag von fraences »

Zu mindestens ist die Altpeter ehrlicher als manch andere Politiker, die unter dem Deckmantel "Schutz" repressive Massnahmen gegen über die Ausübung der Prostitution der Gesellschaft vorgaukeln.

Bei solchen offenen Aussagen hat man mehr Chancen dagegen zu halten als die Scheinheilige "Schutzargumentationen."

Mir sind diese Abolistinnen viel lieber als die aalglatten Vertreter die sich als Gutmenschen und Retter aufspielen und leider viel zuspruch bekommen.

Liebe Grüße, Fraences
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Beitrag von Kasharius »

@freances

da hast Du absolut recht.

Kasharius grüßt