Soziale Evolution MetaMensch: sehr off-topic, aber spannend
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annainga
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Soziale Evolution MetaMensch: sehr off-topic, aber spannend
P.M. Magazin 01/2005
Evolutionsforschung
Das Lebewesen Menschheit
Auch wenn wir es nicht bemerken: Wir sind Mitspieler eines gigantischen Entwicklungsschritts der Evolution. So wie alle Lebewesen einmal aus der Verbindung von Einzelzellen entstanden sind, wird die gesamte Menschheit sich zu einem Wesen der nächsten Art zusammenschließen. Wissenschaftler sagen: Dieser Prozess hat schon begonnen. Die Spuren des »Metamenschen« lassen sich überall auf der Erde erkennen.
Können 5000 Laien gemeinsam ein Flugzeug steuern? Auf keinen Fall, werden Sie sicher antworten – bis Sie diese Szene in einem riesigen, abgedunkelten Auditorium in Las Vegas miterlebt haben: 5000 enthusiastische Menschen finden sich darin, in der Hand jeweils ein Pappkärtchen, das auf der einen Seite rot, auf der anderen grün gefärbt ist. Eine Kamera blickt von oben auf die tobende Masse und erfasst, wie viele Pappschilder mit der roten und wie viele mit der grünen Seite nach oben gereckt werden.
Angeschlossen an die Kamera ist ein Flugsimulator, der das Cockpit eines Flugzeugs auf eine riesige Leinwand projiziert. Jeder im Saal kann die Projektion sehen und blickt auf diese Weise virtuell aus der fliegenden Maschine; jeder ist ein kleiner Pilot. Gesteuert wird der Flieger vom Zahlenverhältnis zwischen roten und grünen Karten. Die rechte Hälfte des Saales bedient mit ihnen das Höhenruder, die linke Hälfte das Seitenruder. Kein Einzelner steuert diesen Flieger: Die Masse sitzt am Steuerknüppel.
Tief unten, winzig klein, sieht man eine Landebahn: Dort soll das Flugzeug niedergehen. Die Maschine schlingert. »Rot, rot, mehr rooot«, ruft eine Gruppe aus der rechten Saalhälfte und reckt die Karten hoch. »Mehr grün«, schallt es einen Moment später aus einer anderen Ecke zurück. Das Flugzeug schwankt und torkelt, es droht am Boden zu zerschellen, jede Bewegung wird durch Stöhnen und Laute aus der Masse begleitet. Kurz vor dem Aufprall reißen die Menschen den Flieger hoch. Er steigt und dreht eine Linkskurve. Kein Einzelner hat das entschieden. Alle haben es entschieden.
Die Maschine zieht eine große Schleife und fängt sich in einer stabilen Fluglage. Dann erfasst plötzlich, in einem mystischen Moment, ein gemeinsamer, unausgesprochener Gedanke die Masse: Looping! Können wir einen Looping fliegen? Die Maschine steigt und steigt, der Horizont kippt nach unten weg, der simulierte Flieger überschlägt sich und fängt sich wieder. Der Looping ist geglückt! In großer Erregung springen die Menschen auf, applaudieren, schreien. Alle sind ergriffen, von dem, was sie hier erleben: das Aufleuchten eines kollektiven Verstandes, das Sichtbarwerden einer Fähigkeit, die in keinem Einzelnen steckt, sondern in allen gemeinsam.
Die Menschen fühlten sich bei diesem Spiel, wie sich sonst vielleicht nur Bienen in einem Schwarm fühlen: Die Individuen wurden zu Mitgliedern einer Gemeinschaft, wurden Teil von etwas Größerem – sie wurden zum Bestandteil eines Lebewesens der höheren Ordnung!
Erstaunlicherweise kann ja ein Schwarm mehr als jedes seiner Mitglieder. »Ein einzelnes Stück Bienengehirn arbeitet mit einem Gedächtnis von sechs Tagen; der Schwarm als Ganzes operiert mit einem Gedächtnis von drei Monaten, zweimal so lange, wie eine Biene im Schnitt lebt«, schreibt der Wissenschaftsautor Kevin Kelly. Ein Bienenvolk (von Imkern »der Bien« genannt) ist ein eigenes Lebewesen – ein ganz anderes als die einzelne Biene: Das Volk ist ungefähr so groß wie ein Hund und zwei bis sieben Kilogramm schwer. Es vermehrt sich durch Paarung, zieht bei Gefahr um, verteidigt sich gegen Bären, frisst sich Vorräte für den Winter an – und lebt beliebig lange. Es hat sein eigenes Ge-dächtnis, seinen eigenen Stoffwechsel und ist »Warmblüter«: Im Inneren des Bienenstocks herrschen auch im Winter 30 bis 34 Grad Celsius.
Viele Wissenschaftler glauben, dass auch wir Menschen dabei sind, uns zu einem Lebewesen der nächsten Organisationsstufe zusammenzuschließen: »Eine Gesellschaft kann als vielzelliger Organismus angesehen werden, mit den Individuen in der Rolle der Zellen. Das Netzwerk der Kommunikationskanäle, die die Individuen verbinden, spielt die Rolle des Nervensystems für diesen Superorganismus«, meint Francis Heylighen, Kybernetiker an der Freien Universität Brüssel.
Der Biophysiker Dr. Gregory Stock geht sogar noch weiter: Er glaubt, dass der Zusammenschluss der Menschen zu einem neuen Lebewesen längst Realität ist. »Metamensch« nennt er dieses Wesen: die nächsthöhere Stufe des Menschen. »Das Entstehen des Metamenschen kündigt den Beginn einer neuen und fundamental unterschiedlichen Epoche an«, davon ist der Wissenschaftler überzeugt.
Der Metamensch ist ein einziges riesiges Lebewesen, das den ganzen Erdball umspannt. Seine Bestandteile sind alle Menschen auf diesem Planeten einschließlich aller von ihnen geschaffenen Strukturen. Alle Straßen zählen dazu, alle Häuser, alle Telefonleitungen, alle Computer, das Internet, Supermärkte, Müllkippen und Ölbohrstationen, ebenso Satelliten, Rinderfarmen oder Tiefseeboote. Selbst die Haustiere sind Teile des Metamenschen: eng verzahnt mit dem übergeordneten Gebilde und ohne dieses nicht mehr lebensfähig.
Viele Indizien sprechen dafür, dass dieses riesige, weltumspannende Gebilde gerade zu eigenem Leben »erwacht«: Vor unseren Augen vollzieht sich der nächste große Schritt der Evolution. Wir selbst, die »Zellen« des Metamenschen, bewegen uns zwar frei über die Erde, aber dennoch haben wir uns in den letzten Jahren weltweit immer stärker miteinander verbunden – so stark, dass wir längst in symbiotischer Gemeinschaft miteinander leben. Die Umgebung, in der wir gedeihen, ist nicht länger die Natur, sondern das Innere des Metamenschen: Städte, Häuser, Supermärkte. Die Fähigkeit zum Überleben in freier Wildbahn haben wir weitge-hend eingebüßt: Kaum jemand könnte ohne Hilfsmittel Feuer machen oder wüsste, welche Wildpflanzen essbar sind. Selbst unser Körper wäre den Strapazen des Lebens außerhalb der Zivilisation oft nicht mehr gewachsen.
Auch unsere Alltagshandlungen sind längst Handlungen des Metamenschen. Typisches Beispiel: Wir zeigen ein digital aufgenommenes Urlaubsfoto herum. Die Arbeit Tausender Menschen und Maschinen steckt in diesem unscheinbaren Vorgang: Kameras und Drucker mussten gebaut werden, elekt-ronische Schaltkreise entwickelt, Farben und Papiere hergestellt, Rohstoffe abgebaut und alles an den richtigen Ort transportiert werden. Währenddessen lief im Hintergrund eine riesige Maschinerie, um Zahlungen abzuwickeln, Steuern einzutreiben, Werbung zu schalten und Kantinenessen zu bereiten. Das Foto, das wir herumzeigen, könnte ohne diesen Hintergrund nicht existieren.
Je enger die Menschen miteinander verflochten sind, desto stärker spezialisieren sie sich – wie die Zellen eines Körpers. Vor zweihundert Jahren noch lebten die meisten Menschen als Bauern. Heute gibt es Gabelstaplerfahrer, Scheidungsanwälte und Bohrinseltaucher. 7173 Berufe listet die Bundesagentur für Arbeit auf, und im Hochtechnologiesektor sind die Aufgaben so spezialisiert, dass nur eine Hand voll Menschen weltweit in der Lage ist, sie zu erfüllen.
Diesem Trend zu Zusammenschluss plus Spezialisierung fällt zunehmend eine Fähigkeit zum Opfer, die noch vor einer Generation selbstverständlich war: Die Fähigkeit, selbst zu kochen. Immer mehr Menschen delegieren das Kochen an Spezialisten: Kantinenköche, Fertigpizza-Fabriken und Fast-Food-Ketten. In einigen Generationen wird die Fähigkeit, selbst ein Essen zu bereiten, so selten sein wie heute die Fähigkeit, Kühe zu melken.
Niemand kann sich dem stetig fortschreitenden Einfluss des Metamenschen entziehen. Natürlich sind die Menschen in den westlichen Industriestaaten stärker vernetzt als zum Beispiel ein Erdnussfarmer in Gambia. Aber auch ohne Telefon und Internet-anschluss ist sein Schicksal über die vielfältigen Kanäle des Metamenschen eng verbunden mit dem der amerikanischen Erdnussfarmer. Auch der Bauer in Gambia ist Bestandteil des Metamenschen.
Selbst unsere Gedanken sind nicht unsere eigenen, sondern Bruchstücke der Gedanken des Metamenschen. Schließlich sind wir alle einem ständigen Strom von Nachrichten, Filmen und Informationen aus allen Teilen der Welt ausgesetzt und formen daraus unser Weltbild. Niemand käme von allein auf die Idee, steigende CO2-Anteile in der Atmosphäre für ein Problem zu halten. Erst die Arbeit hochspezialisierter Wissenschaftler, verbunden mit einer weltumspannenden Kommunikationsmaschinerie, lässt einen so abstrakten Gedanken in unser aller Gehirnen präsent werden. Er wurde von keinem Menschen allein ersonnen, sondern ist im Zusammenspiel aller entstanden.
Wem die Vorstellung absurd erscheint, dass ein Zusammenschluss von Menschen ein neues, komplexeres Lebewesen ergeben kann, der muss sich nur die Geschichte der Lebewesen auf der Erde anschauen. In der Evolution gab es nämlich mehrfach Wendepunkte, an denen sich neue Komplexitätsstufen entfalteten: Vor 3,5 Milliarden Jahren entstanden die ersten Zellen. Vorher, so lautet die gängige Theorie, gab es im Urmeer nur Ansammlungen von Molekülen, von denen einige die seltsame Eigenschaft hatten, Kopien von sich selbst herzustellen. Indem sich etwa zehn Milliarden dieser Moleküle zusammenschlossen, entstanden die ersten Zellen – archaische Lebensformen, in denen sich die Moleküle fortan gemeinsam weiter vermehrten.
Der nächste Schritt vor circa 2,1 Milliarden Jahren führte wieder eine Komplexitätsstufe höher: Aus primitiven Zellen, den Prokaryonten, entwickelten sich höhere Zellen, die Eukaryonten. Diese unterscheiden sich von den Prokaryonten wie ein Bürohaus von einer Bauernkate. Die Eukaryonten sind etwa zehnmal so groß wie die Prokaryonten und besitzen in ihrem Inneren zahlreiche Unterstrukturen: winzige Organe, die für Energiegewinnung, Photosynthese, Fettspeicherung und vieles andere zuständig sind.
Möglich wurde dieser Komplexitätssprung, indem sich verschiedene Prokaryonten zu einem höheren Lebewesen zusammenschlossen. So gab es zum Beispiel Zellen, die ihre Energie aus dem Sonnenlicht zu gewinnen verstanden, aber für den anfallenden hochreaktiven Sauerstoff keine Verwendung hatten. Eine andere Zellsorte hingegen konnte diesen »Abfall« prächtig verwerten. Irgendwann nahm dann die das Sonnenlicht umwandelnde Zelle im Inneren der anderen Platz – und tauschte so Sauerstoff gegen den Schutz vor Umwelteinflüssen. Ein Lebewesen der nächsten Stufe war entstanden.
Auch der dann folgende Schritt der Evolution fügte mehrere bestehende Einheiten zu einem größeren Lebewesen zusammen: Vor circa 700 Millionen Jahren entstanden die Vielzeller – aufgebaut aus unzähligen spezialisierten Eukaryonten. Erst damit war die Grundlage für Tiere und Pflanzen gelegt, wie wir sie heute kennen. Auch unser eigener Körper besteht aus eukaryontischen Zellen: zehn Billionen insgesamt. Dennoch bleibt jede einzelne unserer Zellen ein eigenes Lebewesen mit Zellkern, Zellteilung, Stoffwechsel und Kommunikation. Im Inneren der Zellen finden sich sogar die Spuren vorangegangener Evolutionssprünge. So tun dort Mitochond-rien ihren Dienst: energieerzeugende Mini-Zellen, die vor Urzeiten als Prokaryonten eingewandert sind und noch immer ihr eigenes Erbgut mit sich führen.
Die Lebensdauer unserer Zellen ist deutlich kürzer als unsere eigene: Hautzellen überdauern vier Wochen, ein rotes Blutkörperchen 120 Tage und eine Leberzelle etwa zwölf Monate. Während seiner Lebenszeit wird unser Körper mehrfach runderneuert – eigentlich seltsam, dass wir uns dennoch immer als »derselbe« fühlen. Offensichtlich ist unsere Identität mehr als die Summe unserer Zellen. Warum also sollte der Metamensch nicht auch eine eigene Identität besitzen, unabhängig von seinen schnell vergehenden Bestandteilen, den Menschen und Maschinen? Mehr als sechs Milliarden Menschen gibt es auf der Welt und ein Vielfaches davon an Maschinen. Die daraus gewobene Struktur des Metamenschen ist mindestens so komplex wie unser eigener Körper.
Besonders komplex ist das Gehirn des Metamenschen: Es besteht aus den Gehirnen aller Menschen plus den verbindenden Kommunikationskanälen. Mit rasender Geschwindigkeit entwickeln sich gerade diese Verbindungen weiter: Allein im letzten Jahr wurden weltweit 24 Millionen neue Computer dauerhaft mit dem Internet vernetzt; die Zahl der in Deutschland angemeldeten Web-Adressen verdoppelte sich auf fast acht Millionen. Über immer mehr Kanäle können die Menschen miteinander Kontakt aufnehmen. Das ist vergleichbar mit jener Phase, die ein Mensch nach der Geburt durchläuft: Dann nämlich beginnen die Gehirnzellen, sich intensiv miteinander zu verknüpfen. Mit etwa 1000 anderen Zellen ist jede Gehirnzelle eines Neugeborenen verbunden – beim Erwachsenen sind es bis zu 250000! Ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit eines Gehirns ist nicht die Anzahl seiner Zellen, sondern der Grad ihrer Vernetzung.
Beim Menschen lassen sich Gedanken als Muster elektrischer Aktivitäten sichtbar machen. Je nach Inhalt des Gedankens werden dabei unterschiedliche Gehirnbereiche aktiv. Ganz ähnlich beim Metamenschen: Auch seine Gedanken breiten sich als Wellen von Aktivität aus – über den ganzen Erdball hinweg. So wogte im letzten Sommer der Gedanke »Griechenland ist Fußball-Europameister« durch das Gehirn des Metamenschen. Er bestand aus Gesprächen zwischen Fußballfans, aus Zeitungsartikeln und Filmen, aus elektrischen Signalen in Telefonleitungen und im Internet – und spiegelte sich schließlich in unzähligen Menschengehirnen wider.
Auch die menschlichen Lernfähigkeiten finden sich analog im Gehirn des Metamenschen – nur abermals gesteigert. Das menschliche Gehirn lernt, indem häufig benutzte Verbindungen zwischen zwei Nervenzellen verstärkt und wenig benutzte abgebaut werden: Oft wiederholte Muster werden sozusagen in die Gehirnstruktur »eingebrannt«. Etwas ganz Ähnliches geschieht im Gehirn des Metamenschen. Auch hier verstärken sich Verbindungen, die häufig genutzt werden: So werden viel gesehene Fernsehserien durch neue Folgen ausgeweitet, wenig gesehene eingestellt; wo viele mobil telefonieren, entstehen neue Sendemasten; wird eine Website oft angeklickt, rutscht sie in den Suchmaschinen nach vorn.
Belgische Wissenschaftler arbeiten sogar daran, das gesamte Internet auf diese Weise lernfähig zu machen. Ihre Idee: Häufig genutzte Links sollen sich automatisch selbst verstärken. Sie rücken auf den Seiten nach oben und werden prominenter dargestellt. Nicht genutzte verschwinden mit der Zeit ganz. So lernt das Internet von seinen Benutzern; so hinterlässt jeder Surfer eigenes Wissen im Netz.
Auch über den nächsten Schritt spekulieren die Wissenschaftler schon: Vielleicht lassen sich eines Tages die Gehirne der Menschen direkt mit dem Internet verbinden. Dann stünde das ganze weltweite Wissen als unser eigenes ständig zur Verfügung. Diese Fantasien mögen im Moment weit hergeholt erscheinen. Aber eine Verbindung zwischen Mensch und Maschine ist schon heute alltäglich: Ohne Probleme benutzen wir Hörgeräte, Prothesen, Herzschrittmacher, Computer, Telefone oder Fernsehen. Natürlich wird sich die Qualität dieser Geräte weiter steigern – und die Menschen werden sie nutzen, wenn sie vorteilhaft sind.
Eine beliebte Horror-Fantasie von Sciencefiction-Autoren wird dabei sicher nicht Realität: Dass »wild gewordene« Maschinen über den Menschen herfallen. Der einfache Grund: Menschen und Maschinen leben als Teile des Metamenschen in Symbiose. Sie sind aufeinander angewiesen – und dass der eine den anderen ausrotten könnte, ist so absurd wie die Vorstellung, dass unsere Leber über unsere Lunge herfällt. Nur zusammen werden beide überleben; geht es dem einen schlecht, leidet auch der andere.
Statt zum Showdown Mensch–Maschine wird es zum Gegenteil kommen: Beide werden sich immer enger zusammenschließen – so lange, bis auch die Fortpflanzung des Menschen nur noch in dieser Symbiose möglich sein wird. Schon jetzt beginnt der Metamensch, die Vermehrung des Menschen unter seine Kontrolle zu bringen. Das ist der nächste, folgerichtige Schritt auf dem Weg zu einem einheitlichen Lebewesen. Immer mehr Paare bekommen Kinder heute nur noch mithilfe des Metamenschen: mit Unterstützung durch einen ausgefeilten medizinischen Apparat. Deshalb wird es in künftigen Generationen viel mehr Menschen geben, deren Erbgut so beschaffen ist, dass sie allein keine Kinder zeugen können – mithilfe des Metamenschen aber schon. Schleichend und über viele Generationen hinweg wird der Metamensch so für die Vermehrung unser Spezies immer wichtiger werden, bis schließlich die Menschen wirklich zu einem höheren Lebewesen verschmolzen sind.
Leider werden wir dieses Lebewesen nie von außen betrachten können, da wir selbst immer Teil von ihm bleiben. So können wir über die Frage, wozu er auf der Welt ist, nur spekulieren. Eigentlich ist sein Leben (zumindest aus unserer Perspektive) recht langweilig: Der Erde verhaftet, umkreist er endlos die Sonne. Was könnte so ein Wesen begeistern? Vielleicht das: eine angeregte Unterhaltung mit seinesgleichen auf anderen Planeten.
Doch vermutlich wird ein interstellares Gespräch unter Metawesen für uns unbegreiflich bleiben – auch wenn wir noch so neugierig sind. Warum, zeigt der Blick »eine Etage tiefer«: Wenn wir mit einem anderen Menschen sprechen, gibt es keine einzige Zelle im Körper, die versteht, was vor sich geht. Aus Sicht einer Zelle ist schon Schall unvorstellbar – umso mehr Sprache. Selbst eine Zungenzelle hat keine Ahnung vom Sprechen, obwohl sie ständig daran beteiligt ist. So könnte es also sein, dass der Metamensch zu seinesgleichen Kontakt aufnimmt – ohne dass wir es je erfahren. Verrückter noch: Wir wissen nicht einmal, ob dieser Kontakt nicht jetzt schon besteht!
Dennoch können wir in das Wirken des Metamenschen Vertrauen haben. Mit seiner überlegenen Intelligenz wird er für sein eigenes Überleben sorgen – und damit auch für unseres. Auf lange Sicht wird er sogar die Kriege zwischen seinen »Zellen« beenden: Kein Organismus kann es sich leisten, dass seine Teile aufeinander einschlagen. Und wenn dann eines Tages Dinge oder Gedanken auftauchen, von denen niemand ahnt, wie sie auf die Erde gelangt sind, dann wissen wir: Es war der Metamensch. Es war das Zusammenwirken von uns allen, es war ein Aufleuchten von jener kollektiven Kraft, die größer ist als jeder von uns.
Autor(in): Nicolai Schirawski
Weitere Links
Die Evolution des globalen Gehirns
Evolutionsforschung
Das Lebewesen Menschheit
Auch wenn wir es nicht bemerken: Wir sind Mitspieler eines gigantischen Entwicklungsschritts der Evolution. So wie alle Lebewesen einmal aus der Verbindung von Einzelzellen entstanden sind, wird die gesamte Menschheit sich zu einem Wesen der nächsten Art zusammenschließen. Wissenschaftler sagen: Dieser Prozess hat schon begonnen. Die Spuren des »Metamenschen« lassen sich überall auf der Erde erkennen.
Können 5000 Laien gemeinsam ein Flugzeug steuern? Auf keinen Fall, werden Sie sicher antworten – bis Sie diese Szene in einem riesigen, abgedunkelten Auditorium in Las Vegas miterlebt haben: 5000 enthusiastische Menschen finden sich darin, in der Hand jeweils ein Pappkärtchen, das auf der einen Seite rot, auf der anderen grün gefärbt ist. Eine Kamera blickt von oben auf die tobende Masse und erfasst, wie viele Pappschilder mit der roten und wie viele mit der grünen Seite nach oben gereckt werden.
Angeschlossen an die Kamera ist ein Flugsimulator, der das Cockpit eines Flugzeugs auf eine riesige Leinwand projiziert. Jeder im Saal kann die Projektion sehen und blickt auf diese Weise virtuell aus der fliegenden Maschine; jeder ist ein kleiner Pilot. Gesteuert wird der Flieger vom Zahlenverhältnis zwischen roten und grünen Karten. Die rechte Hälfte des Saales bedient mit ihnen das Höhenruder, die linke Hälfte das Seitenruder. Kein Einzelner steuert diesen Flieger: Die Masse sitzt am Steuerknüppel.
Tief unten, winzig klein, sieht man eine Landebahn: Dort soll das Flugzeug niedergehen. Die Maschine schlingert. »Rot, rot, mehr rooot«, ruft eine Gruppe aus der rechten Saalhälfte und reckt die Karten hoch. »Mehr grün«, schallt es einen Moment später aus einer anderen Ecke zurück. Das Flugzeug schwankt und torkelt, es droht am Boden zu zerschellen, jede Bewegung wird durch Stöhnen und Laute aus der Masse begleitet. Kurz vor dem Aufprall reißen die Menschen den Flieger hoch. Er steigt und dreht eine Linkskurve. Kein Einzelner hat das entschieden. Alle haben es entschieden.
Die Maschine zieht eine große Schleife und fängt sich in einer stabilen Fluglage. Dann erfasst plötzlich, in einem mystischen Moment, ein gemeinsamer, unausgesprochener Gedanke die Masse: Looping! Können wir einen Looping fliegen? Die Maschine steigt und steigt, der Horizont kippt nach unten weg, der simulierte Flieger überschlägt sich und fängt sich wieder. Der Looping ist geglückt! In großer Erregung springen die Menschen auf, applaudieren, schreien. Alle sind ergriffen, von dem, was sie hier erleben: das Aufleuchten eines kollektiven Verstandes, das Sichtbarwerden einer Fähigkeit, die in keinem Einzelnen steckt, sondern in allen gemeinsam.
Die Menschen fühlten sich bei diesem Spiel, wie sich sonst vielleicht nur Bienen in einem Schwarm fühlen: Die Individuen wurden zu Mitgliedern einer Gemeinschaft, wurden Teil von etwas Größerem – sie wurden zum Bestandteil eines Lebewesens der höheren Ordnung!
Erstaunlicherweise kann ja ein Schwarm mehr als jedes seiner Mitglieder. »Ein einzelnes Stück Bienengehirn arbeitet mit einem Gedächtnis von sechs Tagen; der Schwarm als Ganzes operiert mit einem Gedächtnis von drei Monaten, zweimal so lange, wie eine Biene im Schnitt lebt«, schreibt der Wissenschaftsautor Kevin Kelly. Ein Bienenvolk (von Imkern »der Bien« genannt) ist ein eigenes Lebewesen – ein ganz anderes als die einzelne Biene: Das Volk ist ungefähr so groß wie ein Hund und zwei bis sieben Kilogramm schwer. Es vermehrt sich durch Paarung, zieht bei Gefahr um, verteidigt sich gegen Bären, frisst sich Vorräte für den Winter an – und lebt beliebig lange. Es hat sein eigenes Ge-dächtnis, seinen eigenen Stoffwechsel und ist »Warmblüter«: Im Inneren des Bienenstocks herrschen auch im Winter 30 bis 34 Grad Celsius.
Viele Wissenschaftler glauben, dass auch wir Menschen dabei sind, uns zu einem Lebewesen der nächsten Organisationsstufe zusammenzuschließen: »Eine Gesellschaft kann als vielzelliger Organismus angesehen werden, mit den Individuen in der Rolle der Zellen. Das Netzwerk der Kommunikationskanäle, die die Individuen verbinden, spielt die Rolle des Nervensystems für diesen Superorganismus«, meint Francis Heylighen, Kybernetiker an der Freien Universität Brüssel.
Der Biophysiker Dr. Gregory Stock geht sogar noch weiter: Er glaubt, dass der Zusammenschluss der Menschen zu einem neuen Lebewesen längst Realität ist. »Metamensch« nennt er dieses Wesen: die nächsthöhere Stufe des Menschen. »Das Entstehen des Metamenschen kündigt den Beginn einer neuen und fundamental unterschiedlichen Epoche an«, davon ist der Wissenschaftler überzeugt.
Der Metamensch ist ein einziges riesiges Lebewesen, das den ganzen Erdball umspannt. Seine Bestandteile sind alle Menschen auf diesem Planeten einschließlich aller von ihnen geschaffenen Strukturen. Alle Straßen zählen dazu, alle Häuser, alle Telefonleitungen, alle Computer, das Internet, Supermärkte, Müllkippen und Ölbohrstationen, ebenso Satelliten, Rinderfarmen oder Tiefseeboote. Selbst die Haustiere sind Teile des Metamenschen: eng verzahnt mit dem übergeordneten Gebilde und ohne dieses nicht mehr lebensfähig.
Viele Indizien sprechen dafür, dass dieses riesige, weltumspannende Gebilde gerade zu eigenem Leben »erwacht«: Vor unseren Augen vollzieht sich der nächste große Schritt der Evolution. Wir selbst, die »Zellen« des Metamenschen, bewegen uns zwar frei über die Erde, aber dennoch haben wir uns in den letzten Jahren weltweit immer stärker miteinander verbunden – so stark, dass wir längst in symbiotischer Gemeinschaft miteinander leben. Die Umgebung, in der wir gedeihen, ist nicht länger die Natur, sondern das Innere des Metamenschen: Städte, Häuser, Supermärkte. Die Fähigkeit zum Überleben in freier Wildbahn haben wir weitge-hend eingebüßt: Kaum jemand könnte ohne Hilfsmittel Feuer machen oder wüsste, welche Wildpflanzen essbar sind. Selbst unser Körper wäre den Strapazen des Lebens außerhalb der Zivilisation oft nicht mehr gewachsen.
Auch unsere Alltagshandlungen sind längst Handlungen des Metamenschen. Typisches Beispiel: Wir zeigen ein digital aufgenommenes Urlaubsfoto herum. Die Arbeit Tausender Menschen und Maschinen steckt in diesem unscheinbaren Vorgang: Kameras und Drucker mussten gebaut werden, elekt-ronische Schaltkreise entwickelt, Farben und Papiere hergestellt, Rohstoffe abgebaut und alles an den richtigen Ort transportiert werden. Währenddessen lief im Hintergrund eine riesige Maschinerie, um Zahlungen abzuwickeln, Steuern einzutreiben, Werbung zu schalten und Kantinenessen zu bereiten. Das Foto, das wir herumzeigen, könnte ohne diesen Hintergrund nicht existieren.
Je enger die Menschen miteinander verflochten sind, desto stärker spezialisieren sie sich – wie die Zellen eines Körpers. Vor zweihundert Jahren noch lebten die meisten Menschen als Bauern. Heute gibt es Gabelstaplerfahrer, Scheidungsanwälte und Bohrinseltaucher. 7173 Berufe listet die Bundesagentur für Arbeit auf, und im Hochtechnologiesektor sind die Aufgaben so spezialisiert, dass nur eine Hand voll Menschen weltweit in der Lage ist, sie zu erfüllen.
Diesem Trend zu Zusammenschluss plus Spezialisierung fällt zunehmend eine Fähigkeit zum Opfer, die noch vor einer Generation selbstverständlich war: Die Fähigkeit, selbst zu kochen. Immer mehr Menschen delegieren das Kochen an Spezialisten: Kantinenköche, Fertigpizza-Fabriken und Fast-Food-Ketten. In einigen Generationen wird die Fähigkeit, selbst ein Essen zu bereiten, so selten sein wie heute die Fähigkeit, Kühe zu melken.
Niemand kann sich dem stetig fortschreitenden Einfluss des Metamenschen entziehen. Natürlich sind die Menschen in den westlichen Industriestaaten stärker vernetzt als zum Beispiel ein Erdnussfarmer in Gambia. Aber auch ohne Telefon und Internet-anschluss ist sein Schicksal über die vielfältigen Kanäle des Metamenschen eng verbunden mit dem der amerikanischen Erdnussfarmer. Auch der Bauer in Gambia ist Bestandteil des Metamenschen.
Selbst unsere Gedanken sind nicht unsere eigenen, sondern Bruchstücke der Gedanken des Metamenschen. Schließlich sind wir alle einem ständigen Strom von Nachrichten, Filmen und Informationen aus allen Teilen der Welt ausgesetzt und formen daraus unser Weltbild. Niemand käme von allein auf die Idee, steigende CO2-Anteile in der Atmosphäre für ein Problem zu halten. Erst die Arbeit hochspezialisierter Wissenschaftler, verbunden mit einer weltumspannenden Kommunikationsmaschinerie, lässt einen so abstrakten Gedanken in unser aller Gehirnen präsent werden. Er wurde von keinem Menschen allein ersonnen, sondern ist im Zusammenspiel aller entstanden.
Wem die Vorstellung absurd erscheint, dass ein Zusammenschluss von Menschen ein neues, komplexeres Lebewesen ergeben kann, der muss sich nur die Geschichte der Lebewesen auf der Erde anschauen. In der Evolution gab es nämlich mehrfach Wendepunkte, an denen sich neue Komplexitätsstufen entfalteten: Vor 3,5 Milliarden Jahren entstanden die ersten Zellen. Vorher, so lautet die gängige Theorie, gab es im Urmeer nur Ansammlungen von Molekülen, von denen einige die seltsame Eigenschaft hatten, Kopien von sich selbst herzustellen. Indem sich etwa zehn Milliarden dieser Moleküle zusammenschlossen, entstanden die ersten Zellen – archaische Lebensformen, in denen sich die Moleküle fortan gemeinsam weiter vermehrten.
Der nächste Schritt vor circa 2,1 Milliarden Jahren führte wieder eine Komplexitätsstufe höher: Aus primitiven Zellen, den Prokaryonten, entwickelten sich höhere Zellen, die Eukaryonten. Diese unterscheiden sich von den Prokaryonten wie ein Bürohaus von einer Bauernkate. Die Eukaryonten sind etwa zehnmal so groß wie die Prokaryonten und besitzen in ihrem Inneren zahlreiche Unterstrukturen: winzige Organe, die für Energiegewinnung, Photosynthese, Fettspeicherung und vieles andere zuständig sind.
Möglich wurde dieser Komplexitätssprung, indem sich verschiedene Prokaryonten zu einem höheren Lebewesen zusammenschlossen. So gab es zum Beispiel Zellen, die ihre Energie aus dem Sonnenlicht zu gewinnen verstanden, aber für den anfallenden hochreaktiven Sauerstoff keine Verwendung hatten. Eine andere Zellsorte hingegen konnte diesen »Abfall« prächtig verwerten. Irgendwann nahm dann die das Sonnenlicht umwandelnde Zelle im Inneren der anderen Platz – und tauschte so Sauerstoff gegen den Schutz vor Umwelteinflüssen. Ein Lebewesen der nächsten Stufe war entstanden.
Auch der dann folgende Schritt der Evolution fügte mehrere bestehende Einheiten zu einem größeren Lebewesen zusammen: Vor circa 700 Millionen Jahren entstanden die Vielzeller – aufgebaut aus unzähligen spezialisierten Eukaryonten. Erst damit war die Grundlage für Tiere und Pflanzen gelegt, wie wir sie heute kennen. Auch unser eigener Körper besteht aus eukaryontischen Zellen: zehn Billionen insgesamt. Dennoch bleibt jede einzelne unserer Zellen ein eigenes Lebewesen mit Zellkern, Zellteilung, Stoffwechsel und Kommunikation. Im Inneren der Zellen finden sich sogar die Spuren vorangegangener Evolutionssprünge. So tun dort Mitochond-rien ihren Dienst: energieerzeugende Mini-Zellen, die vor Urzeiten als Prokaryonten eingewandert sind und noch immer ihr eigenes Erbgut mit sich führen.
Die Lebensdauer unserer Zellen ist deutlich kürzer als unsere eigene: Hautzellen überdauern vier Wochen, ein rotes Blutkörperchen 120 Tage und eine Leberzelle etwa zwölf Monate. Während seiner Lebenszeit wird unser Körper mehrfach runderneuert – eigentlich seltsam, dass wir uns dennoch immer als »derselbe« fühlen. Offensichtlich ist unsere Identität mehr als die Summe unserer Zellen. Warum also sollte der Metamensch nicht auch eine eigene Identität besitzen, unabhängig von seinen schnell vergehenden Bestandteilen, den Menschen und Maschinen? Mehr als sechs Milliarden Menschen gibt es auf der Welt und ein Vielfaches davon an Maschinen. Die daraus gewobene Struktur des Metamenschen ist mindestens so komplex wie unser eigener Körper.
Besonders komplex ist das Gehirn des Metamenschen: Es besteht aus den Gehirnen aller Menschen plus den verbindenden Kommunikationskanälen. Mit rasender Geschwindigkeit entwickeln sich gerade diese Verbindungen weiter: Allein im letzten Jahr wurden weltweit 24 Millionen neue Computer dauerhaft mit dem Internet vernetzt; die Zahl der in Deutschland angemeldeten Web-Adressen verdoppelte sich auf fast acht Millionen. Über immer mehr Kanäle können die Menschen miteinander Kontakt aufnehmen. Das ist vergleichbar mit jener Phase, die ein Mensch nach der Geburt durchläuft: Dann nämlich beginnen die Gehirnzellen, sich intensiv miteinander zu verknüpfen. Mit etwa 1000 anderen Zellen ist jede Gehirnzelle eines Neugeborenen verbunden – beim Erwachsenen sind es bis zu 250000! Ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit eines Gehirns ist nicht die Anzahl seiner Zellen, sondern der Grad ihrer Vernetzung.
Beim Menschen lassen sich Gedanken als Muster elektrischer Aktivitäten sichtbar machen. Je nach Inhalt des Gedankens werden dabei unterschiedliche Gehirnbereiche aktiv. Ganz ähnlich beim Metamenschen: Auch seine Gedanken breiten sich als Wellen von Aktivität aus – über den ganzen Erdball hinweg. So wogte im letzten Sommer der Gedanke »Griechenland ist Fußball-Europameister« durch das Gehirn des Metamenschen. Er bestand aus Gesprächen zwischen Fußballfans, aus Zeitungsartikeln und Filmen, aus elektrischen Signalen in Telefonleitungen und im Internet – und spiegelte sich schließlich in unzähligen Menschengehirnen wider.
Auch die menschlichen Lernfähigkeiten finden sich analog im Gehirn des Metamenschen – nur abermals gesteigert. Das menschliche Gehirn lernt, indem häufig benutzte Verbindungen zwischen zwei Nervenzellen verstärkt und wenig benutzte abgebaut werden: Oft wiederholte Muster werden sozusagen in die Gehirnstruktur »eingebrannt«. Etwas ganz Ähnliches geschieht im Gehirn des Metamenschen. Auch hier verstärken sich Verbindungen, die häufig genutzt werden: So werden viel gesehene Fernsehserien durch neue Folgen ausgeweitet, wenig gesehene eingestellt; wo viele mobil telefonieren, entstehen neue Sendemasten; wird eine Website oft angeklickt, rutscht sie in den Suchmaschinen nach vorn.
Belgische Wissenschaftler arbeiten sogar daran, das gesamte Internet auf diese Weise lernfähig zu machen. Ihre Idee: Häufig genutzte Links sollen sich automatisch selbst verstärken. Sie rücken auf den Seiten nach oben und werden prominenter dargestellt. Nicht genutzte verschwinden mit der Zeit ganz. So lernt das Internet von seinen Benutzern; so hinterlässt jeder Surfer eigenes Wissen im Netz.
Auch über den nächsten Schritt spekulieren die Wissenschaftler schon: Vielleicht lassen sich eines Tages die Gehirne der Menschen direkt mit dem Internet verbinden. Dann stünde das ganze weltweite Wissen als unser eigenes ständig zur Verfügung. Diese Fantasien mögen im Moment weit hergeholt erscheinen. Aber eine Verbindung zwischen Mensch und Maschine ist schon heute alltäglich: Ohne Probleme benutzen wir Hörgeräte, Prothesen, Herzschrittmacher, Computer, Telefone oder Fernsehen. Natürlich wird sich die Qualität dieser Geräte weiter steigern – und die Menschen werden sie nutzen, wenn sie vorteilhaft sind.
Eine beliebte Horror-Fantasie von Sciencefiction-Autoren wird dabei sicher nicht Realität: Dass »wild gewordene« Maschinen über den Menschen herfallen. Der einfache Grund: Menschen und Maschinen leben als Teile des Metamenschen in Symbiose. Sie sind aufeinander angewiesen – und dass der eine den anderen ausrotten könnte, ist so absurd wie die Vorstellung, dass unsere Leber über unsere Lunge herfällt. Nur zusammen werden beide überleben; geht es dem einen schlecht, leidet auch der andere.
Statt zum Showdown Mensch–Maschine wird es zum Gegenteil kommen: Beide werden sich immer enger zusammenschließen – so lange, bis auch die Fortpflanzung des Menschen nur noch in dieser Symbiose möglich sein wird. Schon jetzt beginnt der Metamensch, die Vermehrung des Menschen unter seine Kontrolle zu bringen. Das ist der nächste, folgerichtige Schritt auf dem Weg zu einem einheitlichen Lebewesen. Immer mehr Paare bekommen Kinder heute nur noch mithilfe des Metamenschen: mit Unterstützung durch einen ausgefeilten medizinischen Apparat. Deshalb wird es in künftigen Generationen viel mehr Menschen geben, deren Erbgut so beschaffen ist, dass sie allein keine Kinder zeugen können – mithilfe des Metamenschen aber schon. Schleichend und über viele Generationen hinweg wird der Metamensch so für die Vermehrung unser Spezies immer wichtiger werden, bis schließlich die Menschen wirklich zu einem höheren Lebewesen verschmolzen sind.
Leider werden wir dieses Lebewesen nie von außen betrachten können, da wir selbst immer Teil von ihm bleiben. So können wir über die Frage, wozu er auf der Welt ist, nur spekulieren. Eigentlich ist sein Leben (zumindest aus unserer Perspektive) recht langweilig: Der Erde verhaftet, umkreist er endlos die Sonne. Was könnte so ein Wesen begeistern? Vielleicht das: eine angeregte Unterhaltung mit seinesgleichen auf anderen Planeten.
Doch vermutlich wird ein interstellares Gespräch unter Metawesen für uns unbegreiflich bleiben – auch wenn wir noch so neugierig sind. Warum, zeigt der Blick »eine Etage tiefer«: Wenn wir mit einem anderen Menschen sprechen, gibt es keine einzige Zelle im Körper, die versteht, was vor sich geht. Aus Sicht einer Zelle ist schon Schall unvorstellbar – umso mehr Sprache. Selbst eine Zungenzelle hat keine Ahnung vom Sprechen, obwohl sie ständig daran beteiligt ist. So könnte es also sein, dass der Metamensch zu seinesgleichen Kontakt aufnimmt – ohne dass wir es je erfahren. Verrückter noch: Wir wissen nicht einmal, ob dieser Kontakt nicht jetzt schon besteht!
Dennoch können wir in das Wirken des Metamenschen Vertrauen haben. Mit seiner überlegenen Intelligenz wird er für sein eigenes Überleben sorgen – und damit auch für unseres. Auf lange Sicht wird er sogar die Kriege zwischen seinen »Zellen« beenden: Kein Organismus kann es sich leisten, dass seine Teile aufeinander einschlagen. Und wenn dann eines Tages Dinge oder Gedanken auftauchen, von denen niemand ahnt, wie sie auf die Erde gelangt sind, dann wissen wir: Es war der Metamensch. Es war das Zusammenwirken von uns allen, es war ein Aufleuchten von jener kollektiven Kraft, die größer ist als jeder von uns.
Autor(in): Nicolai Schirawski
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Die Evolution des globalen Gehirns
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Forschung zu Gaja und MetaMensch
Zum ersten post: Ein faszinierender Artikel.
Er erinnert mich an folgenden Tierversuch:
Es gibt eine Haustierbesitzerin, die hat einen sprechenden Papagei und wie die meisten Haustierbesitzer eine persönliche Beziehung zu ihm.
Da das Tier sprechen kann und irgendwie auch ihre Gefühle wahrnimmt sagt er dann z.B. schonmal sowas wie "Na du trauriges Mädchen", wenn sie völlig erschöpft nach hause kommt.
Der Test sollte jetzt zeigen, ob diese Tier-Mensch-Verbindung auch nichtlokal d.h. über Distanz existiert.
Dazu wurden Bilder ausgesucht, die bestimmte Emotionen hervorrufen. Mal schaun ob das Tier die Emotionen der Betrachterin auch aus der Ferne erspürt.
Dann wurden Tier und Mensch in getrennten Testlabors mit Videokamera beobachtet und immer dann, wenn die Besitzerin ein Bild aus einem Umschlag nahm und auf das Bild reagierte lies auch eine verbale Reaktion des Tiers nicht lange auf sich warten.
Mehr ... | Noch mehr ... | English
Das morphische Feld als eine Theorie des Metaorganismus'.
www.sheldrake.org
Ein Thema, das mich sehr beschäftigt, da ich kommerziell mit vielen Menschen eine intime d.h. zellinformierende Beziehung eingehe.
Ich finde es gar nicht off-topic.
Auch dein zweites posting kenne ich in einer prostitutionsspezifischen Variante - also sehr on-topic: Irgendwo hat mal einer ausgerechnet, das wir alle von Huren abstammen. D.h. in jedem Stammbaum läßt sich bis zur ziebten Generation irgendwo eine Prostituierte finden ...
P.S.
Habe mir erlaubt den Thead umzubenennen (Dein Original: sehr off-topic, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten).
Wenn jemand unter zeitdruck die x.000 SEXWORKER.AT posts durchsucht nach wertvoller info, wird er höchstwahrscheinlich nur auf aussagekräftige inhaltliche Überschriften klicken denke ich.
@ all
Bitte wählt "SPRECHENDE ÜBERSCHRIFTEN", die den Inhalt des Posts wiedergeben und ändert sie später gegebenenfalls, damit der Inhalt der Diskussion deutlich erkennbar wird.
Das erhöht die Findwahrscheinlichkeit und den Wert von SEXWORKER.AT ungemein. Danke für Eure Mithilfe.
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Es gibt eine Haustierbesitzerin, die hat einen sprechenden Papagei und wie die meisten Haustierbesitzer eine persönliche Beziehung zu ihm.
Da das Tier sprechen kann und irgendwie auch ihre Gefühle wahrnimmt sagt er dann z.B. schonmal sowas wie "Na du trauriges Mädchen", wenn sie völlig erschöpft nach hause kommt.
Der Test sollte jetzt zeigen, ob diese Tier-Mensch-Verbindung auch nichtlokal d.h. über Distanz existiert.
Dazu wurden Bilder ausgesucht, die bestimmte Emotionen hervorrufen. Mal schaun ob das Tier die Emotionen der Betrachterin auch aus der Ferne erspürt.
Dann wurden Tier und Mensch in getrennten Testlabors mit Videokamera beobachtet und immer dann, wenn die Besitzerin ein Bild aus einem Umschlag nahm und auf das Bild reagierte lies auch eine verbale Reaktion des Tiers nicht lange auf sich warten.
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Ein Thema, das mich sehr beschäftigt, da ich kommerziell mit vielen Menschen eine intime d.h. zellinformierende Beziehung eingehe.
Ich finde es gar nicht off-topic.
Auch dein zweites posting kenne ich in einer prostitutionsspezifischen Variante - also sehr on-topic: Irgendwo hat mal einer ausgerechnet, das wir alle von Huren abstammen. D.h. in jedem Stammbaum läßt sich bis zur ziebten Generation irgendwo eine Prostituierte finden ...
P.S.
Habe mir erlaubt den Thead umzubenennen (Dein Original: sehr off-topic, aber ich wollte es euch nicht vorenthalten).
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annainga
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RE: Soziale Evolution MetaMensch: sehr off-topic, aber spann
einen eigenen thread wars mir nicht wert, aber ich wollte es dennoch ins forum stellen:
Wie viele Männer braucht die Frau?
Einen, zwei - oder vielleicht zehn: Werden Frauen nur mit mehreren Männern gleichzeitig glücklich? Evolutionsbiologen und Sexualforscher behaupten, dass sie von Natur aus promisk sind und deshalb nur schwer treu sein können.
Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist längst nicht so groß wie gemeinhin angenommen. Zumindest das Klischee vom triebgesteuerten Mann auf der Suche nach vielen Partnerinnen und der treuen Frau kann man getrost vergessen. Wissenschaftliche Studien zeigen: Der Hang zu mehreren Liebhabern ist in den weiblichen Genen verankert. Aus Sicht der Evolutionsbiologen und -psychologen gibt es für die Promiskuität der Frauen - Sex mit verschiedenen Partnern - gute Gründe, die vor allem auf die erfolgreiche Reproduktion abzielen. In Deutschland ist rund jede(r) Zweite schon mindestens einmal in einer Beziehung fremdgegangen. Eine Untersuchung des Göttinger Psychologen und Paartherapeuten Ragnar Beer (2007) ergab zum Beispiel, dass 45 Prozent der Frauen in der aktuellen Partnerschaft untreu waren. Andere aktuelle Studien kommen teilweise auf niedrigere Zahlen. Die Statistiken sind natürlich grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, denn wer gesteht schon gerne einen Seitensprung ein? Einig sind sich die meisten Wissenschaftler heute aber, dass beide Geschlechter ähnlich oft fremdgehen. "Männer und Frauen sind gleichermaßen untreu, das Verhältnis ist in etwa 50 zu 50", sagt auch Psychotherapeut und Buchautor Wolfgang Krüger aus Berlin.
http://www.pm-magazin.de/r/gute-frage/w ... t-die-frau
deckt sich mit meinen erfahrungen aus dem freundes- und bekanntenkreis und ja ich gestehe, auch mit meinem verhalten ;-)
lieben gruß, annainga
Wie viele Männer braucht die Frau?
Einen, zwei - oder vielleicht zehn: Werden Frauen nur mit mehreren Männern gleichzeitig glücklich? Evolutionsbiologen und Sexualforscher behaupten, dass sie von Natur aus promisk sind und deshalb nur schwer treu sein können.
Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist längst nicht so groß wie gemeinhin angenommen. Zumindest das Klischee vom triebgesteuerten Mann auf der Suche nach vielen Partnerinnen und der treuen Frau kann man getrost vergessen. Wissenschaftliche Studien zeigen: Der Hang zu mehreren Liebhabern ist in den weiblichen Genen verankert. Aus Sicht der Evolutionsbiologen und -psychologen gibt es für die Promiskuität der Frauen - Sex mit verschiedenen Partnern - gute Gründe, die vor allem auf die erfolgreiche Reproduktion abzielen. In Deutschland ist rund jede(r) Zweite schon mindestens einmal in einer Beziehung fremdgegangen. Eine Untersuchung des Göttinger Psychologen und Paartherapeuten Ragnar Beer (2007) ergab zum Beispiel, dass 45 Prozent der Frauen in der aktuellen Partnerschaft untreu waren. Andere aktuelle Studien kommen teilweise auf niedrigere Zahlen. Die Statistiken sind natürlich grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, denn wer gesteht schon gerne einen Seitensprung ein? Einig sind sich die meisten Wissenschaftler heute aber, dass beide Geschlechter ähnlich oft fremdgehen. "Männer und Frauen sind gleichermaßen untreu, das Verhältnis ist in etwa 50 zu 50", sagt auch Psychotherapeut und Buchautor Wolfgang Krüger aus Berlin.
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Aoife
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Re: RE: Soziale Evolution MetaMensch: sehr off-topic, aber s

Da wir schon off topic sind vielleicht auch interessant:annainga hat geschrieben:Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist längst nicht so groß wie gemeinhin angenommen.
Dieser gemeinhin angenommene Unterschied wurde erst in der Neuzeit erfunden - "Männer vom Mars und Frauen von der Venus" als Schlagwort.
Im Mittelalter und auch noch in der frühesten Neuzeit ging man keineswegs von einem grundsätzlichen Unterschied aus, sondern man sah die Geschlechter als unterschiedliche Ausprägung der gemeinsamen Wurzel "Mensch sein".
Und die Idee der "natürlicherweise keuschen und treuen Frau" fand erst im 19. Jahrhundert unter den weißen protestantischen Mittelschichtfrauen Verbreitung, ist frei erfunden und macht uns in Form der an diese Religion glaubenden ProstitutionsgegnerInnen noch immer zu schaffen.
Was übrigens keineswegs bedeuten soll, dass Männer und Frauen grundsätzlich absolut gleich seien, die mittelalterliche Vorstellung unterschiedlicher Ausprägungen des Menschen ist wohl sehr viel näher an der wissenschaftlichen Realität als die später folgenden Ideologien prinzipieller Unterschiedlichkeit oder allumfassender Gleichheit.
Liebe Grüße, Aoife
It's not those who inflict the most, but those who endure the most, who will conquer. MP.Vol.Bobby Sands
'I know kung fu, karate, and 37 other dangerous words'
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annainga
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RE: Soziale Evolution MetaMensch: sehr off-topic, aber spann
ja, auch ein guter gedanke. daran sieht man, wie hilfreich es sein kann, in geschichte aufzupassen!
die unterschiede in mathematikfähigkeiten zum beispiel sind innerhalb einer frauengruppe und innerhalb einer männergruppe sehr viel stärker ausgeprägt als die unterschiede zwischen den geschlechtern.
generell mag ich dieses vereinheitlichen und schubladendenken "frauen sind ....." "männer sind ....." nicht. und deshalb gefiel mir dieser artikel.
lieben gruß, annainga
die unterschiede in mathematikfähigkeiten zum beispiel sind innerhalb einer frauengruppe und innerhalb einer männergruppe sehr viel stärker ausgeprägt als die unterschiede zwischen den geschlechtern.
generell mag ich dieses vereinheitlichen und schubladendenken "frauen sind ....." "männer sind ....." nicht. und deshalb gefiel mir dieser artikel.
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Aoife
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Re: RE: Soziale Evolution MetaMensch: sehr off-topic, aber s

Ganz klar - zwar kann man Eigenschaften statistisch in "eher männlich" und "eher weiblich" trennen, bei einer durchschnittlichen Frau findet man dann jedoch 25 bis 35 % "männliche" Eigenschaften (und umgekehrt natürlich auch).annainga hat geschrieben:generell mag ich dieses vereinheitlichen und schubladendenken "frauen sind ....." "männer sind ....." nicht. und deshalb gefiel mir dieser artikel.
Die männlich-weiblich-Verteilung entspricht also nicht 2 Schubladen, sondern eher zwei Sandhäufen, die zwar schon 2 getrennte Gipfel haben, aber ohne Zwischenraum dazwischen, sondern mit einem relativ hohen Übergangsbereich vom einen zum anderen Haufen.
Und für diejenigen, die English lesen können hier diese Betrachtung noch auf mehrere Dimensionen ausgeweitet:
http://www.transgendercare.com/guidance/multi.htm
Ist dort zwar im Zusammenhang mit Transsexualität dargestellt, IMHO jedoch auch von grundlegendem Interesse bei der Betrachtung der Geschlechter.
Liebe Grüße, Aoife
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Ariane
- PlatinStern

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- Registriert: 14.03.2008, 12:01
- Wohnort: Berlin
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apropos Off-Topic:
bin eh ein Cyborg; was geht mich der Meta-Mensch an? Die nächst-höhere Stufe? Sehe gerade in Echtzeit dabei zu, wie das syrische Regime Jagd auf die eigenen Bürger macht oder in Ostafrika Menschen verrecken, die USA sich nun auch offiziell in ein Entwicklungsland verwandeln.
Was gab's sonst noch? Ach ja, ein keinesfalls durchgeknallter Norweger, jeder Forscher, der sich mit malignem Narzissmus beschäftigt hat wohl seine Freude dran. Wissenschaftler sind meist Zyniker und im Regelfall Männer mit Durchsetzungsstärke und kleinen Eiern, deshalb wird in der Wissenschaft auch nur die Vernichtung optimiert und Auftragsarbeiten prämiert. Meine Meinung.
Ansonsten halte ich es mit Richard Dawkins.
PS: Tippe auf einen Aufguss von kollektiven Gedächtnis-Gewaber a la Aby Warburg, C.G. Jung, Halbwachs, Hegel, um nur einige durchgeknallte Knall-Chargen aus dem letzten Jahrhundert zu nennen.
schönen Gruss von der Frontline
ariane
bin eh ein Cyborg; was geht mich der Meta-Mensch an? Die nächst-höhere Stufe? Sehe gerade in Echtzeit dabei zu, wie das syrische Regime Jagd auf die eigenen Bürger macht oder in Ostafrika Menschen verrecken, die USA sich nun auch offiziell in ein Entwicklungsland verwandeln.
Was gab's sonst noch? Ach ja, ein keinesfalls durchgeknallter Norweger, jeder Forscher, der sich mit malignem Narzissmus beschäftigt hat wohl seine Freude dran. Wissenschaftler sind meist Zyniker und im Regelfall Männer mit Durchsetzungsstärke und kleinen Eiern, deshalb wird in der Wissenschaft auch nur die Vernichtung optimiert und Auftragsarbeiten prämiert. Meine Meinung.
Ansonsten halte ich es mit Richard Dawkins.
PS: Tippe auf einen Aufguss von kollektiven Gedächtnis-Gewaber a la Aby Warburg, C.G. Jung, Halbwachs, Hegel, um nur einige durchgeknallte Knall-Chargen aus dem letzten Jahrhundert zu nennen.
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Re: RE: Soziale Evolution MetaMensch: sehr off-topic, aber s

das ist eine wirklich anschauliche erklärung, weshalb soviel mädchen besser in mathematik sind als jungen. die ergebnisse liegen ja sowieso sehr eng zusammen.Aoife hat geschrieben:sondern eher zwei Sandhäufen, die zwar schon 2 getrennte Gipfel haben, aber ohne Zwischenraum dazwischen, sondern mit einem relativ hohen Übergangsbereich vom einen zum anderen Haufen.
lieben gruß, annainga
(@ariane, um meta-dimension gehts schon gar nicht mehr, ist halt ein anderer blickwinkel als deiner. ich würde gern mal einen beitrag von dir lesen, in dem du dich nicht darüber beklagst wie konkurrent frauen sind und wie schlecht die meisten menschen)
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Ariane
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