ein recht und gerechtigkeit für mädchen die kontrollkarte

Geschäfte, Internet-Shops, Dienstleister, Beamte... wo habt ihr Diskriminierung oder unangemessenes Verhalten erfahren? Wo hat es euch besonders gut gefallen, bzw. stimmte das Preis/Leistungs-Verhältnis?
katja
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ein recht und gerechtigkeit für mädchen die kontrollkarte

Beitrag von katja »

sorry wenn ich in falsche forum bin aber Elisabeth wir mich schon dort hinschieben wo diese beitrag gehört...


also langsam bekomme ich ein grosses wut nicht nur wegen klienten/gästen,sonder algemein auf denn stadt österreich und polizei und finanzamt...
wo gibt überhaupt ein bischen gerechtigkeit für damen/mädchen die brav sind und grüne karte habe und steuernummer...
nicht genug das es langsam aber fast 100% alle gäste die uns besuchen irgend etwas ohne wollen oder küssen,die preise bei manchen damen finde ich persönlich schon lärcherlich denn welche mädchen die steuer zahlt und inserate,wohnung,esse,strom und zimmergeld abgibt sich leisten kann pro stunde 65 € mit griechisch,naturfranzösisch (FO, Französisch ohne Schutz),küssen zu leisten...alleine wenn man inserate in bazar und sexmagazin hat ist es menge geld und keine dame kann mich 100 % sagen das sie heut zu tage mehr als 2000 € verdient ohne das sie etwas von diesen sachen nicht anbieten muss(griechisch,ohne service,küssen,naturfranzösisch (FO, Französisch ohne Schutz))...

wann wird entlich diese stadt ordung in diese system machen und alle damen ohne karte ordentliche strafe geben denn wenn wir nicht zu untersuchung gehen bekommen wir auch strafe und ich finde es ungerecht das meiste betriebe wie bars und massagelokale so leicht davon kommen ohne grosse razia und ohne steuerrückstandt.
heut zu tage bars und massage studio werden schon vorher gewarnt wegen kontrolle von polizei oder steuer...
ich finde es scheisse gegenüber die was grüne karte besitzen und brav steuerzahlen...

wenn schon jeder von uns geld will soll sich kümmen das die damen /mädchen die sich nicht anpassen wollen ich wieder schleichen es reicht schon das es so viele damen ohne gummi anbieten.

alleine was auf der strasse für mädchen gibt die machen alles um wenig geld aber kontrollkarte haben die auch nicht und wer bekomm es von finanz. spüren nur die braven...

polizei sollte sich mehr bemühen die bekommen auch geld von unseren steuergelden und politiker sollen etwas unternehmen es gibt schon zu viele damen in wien und zu wenig die es bereit sind offiziel zu machen...
MACHT ENTLICH DAS DIE MÄDCHEN WAS GRÜNE KARTE UND STEUERNUMMER HABEN AUCH ARBEIT HABEN denn bald werden nur damen überbleiben die keine karte wollen und steuernummer auch nicht...

frühe hat es auch funktioniert mit denn kontrollen warum jetzt nicht...weil viele polizisten sich bestechen lassen und politiker ist es auch scheiß egal...

stadt österreich wir immer beschiessener...
9 jahre in diesen job(was ich auch liebe )aber langsam ist es qual wenn man weniger verdient als putzfrau...
traurig aber war...

bevor ich ohne schutz arbeite gehe ich normal arbeiten denn es hat sicherlich kein sinn diesen job weiter zu ausüben wenn die meisten männer schwanz gesteuert sind und denken nicht mal fragen ob die dame kontrollkarte hat...
probiert das fragen in einen massage studio oder in bar dann wird ihr eine sicherlich nette überraschung erleben...kenne paar freunde die es am gürtel gemacht haben einmal hat der chef gekommen mit zwei bodygard und hat gebeten das ise denn lokal verlassen und in anderen haben bekommen 2 flaschen sekt gratis...da sind sie lieber in einen hostessenlokal gefahren dort haben die grüne karten bekommen sogar zusehen...
auhc wenn die damen kotrollkarte haben besitzen die meisten keine steuernummer ich finde es nicht gerecht...und die damen die genauso brav sind wie ich denken sicherlich das gleiche...stadt österreicht akzeptiert keine prostituierten also warum will von uns geld...wer geld will soll sich besser kümmern...



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hello katja

Beitrag von ex-oberelfe »

Nun, ich denke prinzipiell genauso wie Du!!!
Nur, solange die Damen, die die grüne Karte besitzen diskriminiert werden und sich das immer wieder zwischen uns Frauen herumspricht, wird es immer wieder schwierig sein, jemanden dazu zu bewegen, dies tatsächlich zu tun.
Solange es diese Doppelmoral gibt, wird es immer wieder schwierig sein, den Damen klar zu machen, wie wichtig es ist, die Karte in diesem Job zu haben, wenn sie Angst davor haben.
Angst vor der Diskriminierung, Stigmatisierung und davor, irgendwann in der Zukunft auf die Vergangenheit angesprochen zu werden.
Solange weiter diese Horrorgschichtln ihre Runde machen, werden sie sich immer weiter weigern, so ist das leider.
Ich habe auch die Karte gemacht und ich bin auch mit vielem nicht einverstanden gewesen, aber wenn ich das mache, dann steh ich auch dazu, hab ich mir gedacht, habe aber auch ein Jahr dazu gebraucht, um diesen Schritt zu gehen.
Das mit dem Ohne-Service haben wir ja schon oft genug durchgekaut, und mir wird jedesmal wieder übel bei dem Gedanken, wieviele Männer es tatsächlich gibt, die das wollen ;-(
Nun, was tun dagegen, ich denke auch, dass die Polizei da härter durchgreifen sollte, aber letztendlich ist eine Straf- und Diskriminierungspolitik immer der falsche Weg, eine Aufklärungskampagne mit Hilfe der Polizei wäre da schon sinnvoller finde ich.
Oder was sagt ihr dazu? :014
Lg OE
<i>::: Jasmin war SexarbeiterIn, später BetreiberIn und bis Ende 2010 für das Sexworker Forum mit besonderen Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit tätig :::</i>

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ms9
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Schwarze Schafe

Beitrag von ms9 »

Verstehen tue ich es auch nicht.

Da prangt z.B. bei einer großen Wiener Escortagentur auf deren Homepage seit gut zwei Jahren das Foto einer Frau, die mir ganz stolz erzählt hat, dass sie weder den Deckel hat noch Steuern oder Sozialabgaben in Ö zahlt. Zu Spitzenzeiten hat sie um die 16.000 EUR pro Monat (wie gesagt steuerfrei) verdient und bringt das verdiente Geld so alle 3-4 Monate in ihre östliche Heimat. (Ich nehme an, dass das kein Einzelfall ist).

Dabei müsste es doch fürs Finanzamt ein leichtes sein bei einer Betriebsprüfung der Agentur die Realnamen und Adressen der zu vermittelnden Damen zu bekommen. (Falls sich die Agentur darauf auszureden versucht, dass das alles Fakes sind, wäre auch gleich eine Betrugsanzeige gegen die Agentur angebracht.) Damit könnte das Finanzamt leicht überprüfen, ob die betreffenden Damen Abgaben in Ö zahlen und falls nicht, diese von Amts wegen festsetzen und eintreiben und falls das erfolglos ist das Visum aberkennen und abschieben.

Zumindest in diesem Bereich scheint es doch nicht so schwer zu sein die schwarzen Schafe zu erwischen, soferne man das wollte. Oder habe ich da etwas übersehen?

So gesehen verstehe ich auch Katjas Ärger über die laxe Bürokratie. Ob dagegen - liebe Oberelfe - eine Aufklärungskampange was nützt, würde ich aber eher bezweifeln.

sixela
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Beitrag von sixela »

Also ich kann mir schon vorstellen, warum so viele Mädchen (sprich Ausländerinnen) sich die grüne Karte nicht abholen.

Das mit dem Steuern und Sozialabgaben ist Grund Nummer 2. Tatsächlich ungerecht gegenüber den Ehrlichen.

Grund Nummer 1 ist aber wohl, dass fast keine einzige Nicht-Österreicherin, die nicht schon früher zugewandert ist, hier als Sexworkerin arbeiten darf (außer mit dem berüchtigten "Tänzerinnenvisum", das sie aber an einen Club bindet und alleine deshalb schon fragwürdig ist). Für Ausländer, die nicht aus den "alten" 15 EU-Staaten kommen, gilt nämlich praktisch ein Arbeitsverbot, soferne sie nicht mit Österreichern oder Ausländern mit Aufenthaltstiteln verheiratet, keine sog "Schlüsselkräfte" oder Saisonniers sind. Das Ausstellen der Grünen Karte gilt aber praktisch als Arbeitsaufnahme. "Neue" nicht-österreichische Sexworkerinnen haben daher gar keine andere Wahl als als "Touristinnen" schwarz zu arbeiten. Erst wenn man die Zuwanderung in diesem Bereich liberalisiert (z.B. durch Definition als "Schlüsselkräfte" - warum nicht?), wird dieses "Incentive" (oder auch die Ausrede) für "Schwarzarbeit" wegfallen.
Die Welt ist umso freier, je weniger Religion und je mehr Sex praktiziert wird

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ms9
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Beitrag von ms9 »

sixela hat geschrieben:Erst wenn man die Zuwanderung in diesem Bereich liberalisiert (z.B. durch Definition als "Schlüsselkräfte" - warum nicht?), ...
Und warum? Hast Du schon alle rd. 7.000 in Wien ansässigen Sexworker, alle rd. 140 Wiener Escort-Agenturen, ... etc. durch, dass Du "Nachschub" aus dem Osten brauchst? :003
Als Schlüsselkraft definiert der Gesetzgeer einen Ausländer oder eine Ausländerin .... [mit folgenden] Kriterien ...:
  • die Beschäftigung hat eine besondere, über das betriebliche Interesse hinausgehende Bedeutung für die betroffene Region oder den betroffenen Teilarbeitsmarkt oder
  • die Beschäftigung trägt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze oder zur Sicherung bestehender Arbeitsplätze bei oder
  • die Beschäftigung hat einen Transfer von Investitionskapital nach Österreich zur Folge.
Quelle: AMS
Welches dieser Kriterien trifft auf SW zu? Oder gehts - wie in vielen anderen Branchen - doch nur darum durch Billigimporte die Preise der Arbeitskräfte im Inland zu drücken (Lohndumping), damit die Kunden es halt noch ein bisserl billiger bekommen?
Zuletzt geändert von ms9 am 24.12.2005, 03:43, insgesamt 1-mal geändert.

Sigma
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Beitrag von Sigma »

@katja:
Nun, zum einen arbeiten viele SW einfach "schwarz", also ohne irgendwelche Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen. Das ist mittlerweile sehr oft der Fall und betrifft alle Branchen, nicht nur die SW.

Was die Preise anbelangt, so spielen hier viele Faktoren mit. 2000€ erscheinen dir nicht viel, aber das kann es durchaus sein. Erst kürzlich habe ich eine Rumänin getroffen, die in ihrer Heimat ganze 60€ pro Monat verdient hat (als Kellnerin, zusätzlich noch Trinkgeld). Wenn sie hier sparsam lebt und kein Studio hat, kann sie sicherlich mit 1000€ sparen ---> das sind immerhin mehr als 16 Monatslöhne und das auch nur, wenn man von 2000€ pro Monat ausgeht, doch wir wissen wohl alle, daß da mehr drinnen ist.

Wer als SW also gar nicht vor hat, hier länger zu verweilen und dementsprechend Abstriche bei Wohnung und allg. Lebensstandard machen kann, für den sind selbst solche Beträge unheimlich viel Geld.


Politisch gesehen ist die gesamte Thematik ausgesprochen heikel. Keine Regierung könnte entsprechende Kontrollen sinnvoll rechtfertigen. Es stimmt zwar, daß durch die Schwarzarbeit dem Staat Einnahmen entgehen, nur bewegt sich das in lächerlich geringen Größen. Die paar tausend Euro sind den Aufwand in Wirklichkeit nicht wert, vorallem wenn man bedenkt, wieviel mehr Geld andersowo hinterzogen wird.

Kontrollen bezüglich Service sind sowieso ein Problem. Stell dir mal vor, du bist gerade mit einem Kunden beschäftigt und es pocht laut an der Tür "Polizei! Präservativkontrolleeeeeeeeeeeeeeeeee!!!" - auch nicht das, was du dir wünscht, oder?

Was die Tätigkeit als SW anbelangt und somit auch die Kontrollkarte, steht man vor der Herausforderung, daß Sex an sich logischerweise nicht verboten ist. Wenn ich also irgenwo mit einem Mädl auf ein Zimmer gehe und ungeschützen Verkehr habe, ist das erlaubt, kann ja auch meine Freundin sein oder ein Onenightstand. Die Gerichte müßten jetzt also beweisen, daß sie a) nicht meine Freundin ist und b), daß ich dafür bezahlt habe. Damit macht man sich ganz und gar nicht beliebt! Es soll ja auch normale Paare geben, die einmal für ein paar Stunden ein Ausweichquartier benötigen z.B. weil beide noch bei den Eltern wohnen oder ein so dringendes Bedürfnis verspüren, daß sie nicht in die weiter entfernte Wohnung fahren wollen, was logischweise erlaubt ist.

Fraglich ist auch, wer überhaupt bestraft werden sollte, denn ohne Bestrafung würde niemand ein entsprechendes Gesetz beachten. Der Kunde, der keine Ahnung hat, wie so eine Kontrollkarte aussieht und der keine Möglichkeit hat, deren Echtheit zu überprüfen? Dem kann man irgendeinen Wisch vorhalten. Bleibt nur mehr der SW selbst über und dem muß man die Tätigkeit als SW erst einmal nachweisen, was ein ziemlicher Aufwand ist, der genaugenommen durch nichts zu rechtfertigen ist, solange es jede Menge weit schwerwiegenderer Straftaten gibt.


Ich verstehe voll und ganz, daß die Situation für dich unbefriedigend ist, doch fürchte ich, daß das auch weiterhin so bleiben wird, wenn es nicht sogar schlimmer wird. Keine politische Partei wird dieses heiße Eisen angreifen, wenn sie es nicht wirklich muß.
Jeder will alt werden, niemand will alt sein.

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Beitrag von sixela »

@ms9, im Gegensatz zu dir werde ich die Diskussion jetzt nicht auf die persönliche Ebene umleiten (ich habe das auch nicht nötig, von mir wurde noch keine Sexworkerin übervorteilt, du kannst jede einzelne fragen.....)

Ein Schwarzmarkt entsteht, wenn a) zu wenige "legale" Arbeitskräfte in diesem Bereich zur Verfügung stehen, b) der davon umfaßte Bereich für daraus ausgeschlossene Gruppen besonders attraktiv scheint, c) die Preise als zu hoch empfunden werden, d) Steuern und Abgaben als die Existenz gefährdend empfunden werden oder e) ein sonstwie geschützer Bereich besteht. Nicht immer ist die klügste Variante, darauf mit Razzien zu begegnen.

a) und b) trifft auf den Bereich Sexworking in Wien meines Erachtens zu, bei vielen zugegebenermaßen auch c (obwohl ich das in der Regel nicht so empfinde). Denn die Zahl von 7.000 ist erstens spekulativ, und selbst wenn sie stimmen würde, bleibt sie nur durch starke Fluktuation so hoch. Wir alle kennen wohl zauberhafte Mädchen und Frauen, die 10, 15 Jahre und länger das Service auf großartige Weise anbieten, aber sie sind doch die Ausnahme von der Regel. Die meisten Mädchen sind doch nur im Zeitraum von wenigen Wochen bis zu 2, 3 Jahren aktiv. Es gibt kaum eine Dienstleistung, die so sehr vom Wechsel lebt (und das auch unabhängig davon, ob Kunden ständig "Nachschub" wollen, was sicherlich auch der Fall sein wird). Und da es heutzutage verhältnismäßig wenige Österreicherinnen gibt, die diesen Job ausüben wollen, wird man auch Ausländerinnen beschäftigen müssen bei dem riesigen potentiellen Kundenstock einer Großstadt. Schließlich (das zu Punkt b) sind auch 2-3000 Euro für viele Osteuropäerinnen (die nicht hier leben wollen, sondern ihren Lebensmittelpunkt weiterhin in Rumänien und sonstwo sehen und immer nur wenige Wochen hierher kommen) und noch mehr für Mädchen aus der Dritten Welt viel Geld, worauf Sigma schon hinwies. Dass es für unsere Verhältnisse eher wenig ist, liegt ja im übrigen kaum an der großen Konkurrenz, sondern an der Zuhälterei, die in diesen Kreisen leider noch weit verbreitet ist. Es soll ja beispielsweise viele geben, die der Escortagentur UND zusätzlich einem "Freund" Geld abliefern...

Danke für die Aufzählung der Kriterien für Schlüsselkräfte, die halt nur zeigen, dass das AMS eine sehr beschränkte Definition hat. Nicht nur Manager, hochwertige Techniker und bestimmte Akademiker sind eben Schlüsselkräfte, sondern es gibt sie auch in anderen Bereichen. Beispiel Kranken- und Altenpflege! Da haben wir ein RIESIGES Loch in Österreich, weil ebenfalls zu wenige Einheimische diesen Beruf lernen wollen und wir willige Ausländer/innen nicht hereinlassen. Das hat kürzlich sogar die Innenministerin zugegeben und will das ändern. Aus von mir oben genannten Gründen könnte man daher sehr wohl auch eine Definition für Sexworkerinnen finden. Guten Ansässigen nehmen sie ja den Job in Wirklichkeit nicht weg.
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Beitrag von ms9 »

@sixela:

Sorry, falls ich Dir in der Hitze der Diskussion zu Nahe getreten bin. War nicht meine Absicht. Ausserdem habe ich den Eindruck, dass dieses Them eh' mehr uns Kunden bewegt, als die Betroffenen. Also wenden wir uns in den letzten Tagen des Jahres lieber den angenehmen Dingen des Lebens zu. :002

Ich wünsche Dir - obwohl Du ja so wie ich Weihnachten nicht feierst - ein vergnügliches verlängertes Weihnachts-Wochenende.

LG
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Lady Katarina
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Beitrag von Lady Katarina »


Grüß Euch,

eine interessante Diskussion, die sich hier entwickelt hat.

Es gehört vieles, sehr vieles geändert.

Es gehört einmal damit angefangen, daß dieser Beruf endlich nicht mehr SITTENWIDRIG ist und genauso wie jeder andre auch anerkannt wird.

Steuern darf man zahlen, sich von den Ämtern schikanieren lassen, jedoch Rechte hat Frau null.
So kanns nicht angehen.

Wir sind polizeilich vermerkt. Das wird nie! mehr aus den Akten genommen. Auch wenn man es veranlaßt.
Wir können zB auch nicht, wenn wir von einem Gast nicht bezahlt wurden für eine Leistung, das Geld einklagen.
Es gibt keine Möglichkeit, jemanden anzumelden udgl.


Das nächste Problem, weil es kein GEWERBE ist, können alle Ausländer ohne Arbeitserlaubnis hier als Prostituierte arbeiten.
Bitte jetzt nicht falsch verstehen. Ich hab nichts gegen ausländische Bürger.

Jedoch habe ich sehrwohl etwas dagegen, wenn ich auf die Visite komme, dort unter 50 Frauen eine österreicherin sehe. Dann weiß ich, warum Katja sagt, daß sie nichts mehr verdient.
Denn für alle diese Frauen ist ein Betrag von 1000 Euro im Monat, wie oben erwähnt, eine horrorgroße Summe.

Und solange dieser Beruf immer noch als sittenwidrig gilt, wird es eben immer Frauen geben, die sich keine karte holen, weil sie nicht polizeilich als Hure, unter diesen Umständen, gebrandmarkt sein wollen.
Was ich ganz klar verstehen kann.

Was die Geschichte mit OHNE GUMMI angeht.

Verbote halte ich hier für völlig sinnlos. Ich kann ja auch nicht einem Menschen bei Strafe verbieten, wenn er über die Straße geht, und nicht nach rehts und links sieht.
Es würd nichts nützen. Und dafür sind doch bitteschön erwachsene Menschen selber verantwortlich.

Nein, ich denke die Ansätze sind ganz anders wo zu suchen.
Und solange so eine derartige Doppelmoral und Verurteilung von seitns der Behörde und dem Staat herrscht, wird es immer wieder Frauen geben, die nicht dazu stehen können.

Und "schwarzarbeiter" gibt es in jeder Berufssparte. Das hat nichts mit dem Bizz zu tun, sondern mit der Einstellung des Einzelnen.

Ich wünsch Euch was,
Katarina










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Elisabeth
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Beitrag von Elisabeth »

Hallo Lady Katarina!

Willkommen zurück :) Danke, dass du gleich so viel Zeit geopfert hast und so viel gepostet hast.

Alles Liebe,
Lisa
Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Hubertus
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Beitrag von Hubertus »

grüß dich KATJA- liebe Forumsmitglieder

zuerst einmal, hoffe ich natürlich dass ihr mich durch meine stellungnahme nicht GLEICH ABSCHIESST, jedoch betrachte ich durch meinen jetzigen beruf das ganze natürlich von 2 seiten.

ich stimme dir vollends betreffend kontrolle zu, denn von meiner seite aus müsste, sollte, wesentlich strenger und geziehlter kontrolliert werden, jedoch wie du selbst beschrieben hast, herrscht leider auch in diversen " brachen" eine nicht korrekte haltung von institutionen und personen.

ich selbst musste diese erfahrung machen, wenn man sich zusehr einmischt denn im hintergrund herrschen oftmals verbindungen die man nicht erwarten würde.

da ich nunmehr als lehrtrainer tätig bin für langzeitarbeitslose und mir die finanziellen Perspektiven auch bekannt sind, und nicht nur von den arbeitslosen sondern auch von dem " normalverdiener" - sprich: Handwerker, Verkäufer........... stellt sich für mich die Frage ob das preisleistungsverhältnis überhaupt noch in unserem system zusammenpasst.

voriges jahr, ende november war ein bericht im stern tv über das preisleistungsverhältnis der SW, und es gab (gibt) ein studio wo durch vorlage des dokumentes harz4 bezieher die dienste der damen um 25 euro in anspruch nehmen konnten.

nicht nur das sondern eine weihnachtsaktion startete für einen quicki um 15euro.

bedenkt man dass ein arbeitsloser im schnitt 600 euro pro monat verdient kann der sich die dienste um 150 euro sicherlich nicht leisten.
desweiteren wenn man bedenkt dass ein durchschnittsarbeiter 1200-1500euro im monat verdient so sind 100- 150 euro für eine stunde eine menge geld und dieser kann sich wiederum die dienste nicht leisten.

bedenkt man weiterhin, daß wenn man für 100euro für eine halbe stunde bezahlt ein arbeiter dafür lange arbeiten muss ist vielen dieses service einfach zu teuer und wechseln daher zu diversen ausweichmöglichkeiten.

eine neue agentur zb. verlangt für ein mädchen für 2 stunden 650euro, für 3 stunden 800euro, für 4 stunden 900euro........... und somit sellt sich die frage wer kann sich das überhaupt noch leisten??

aus interesse rief ich bei einem studio an(1.bez.) und fragte bezüglich preise nach:
eine halbe stunde massage mit HE 100 euro, da stellt sich wiederum die frage nach welchen kriterien richten sich die preise????

in früheren jahren in der zeit vom schilling ( gott hab in selig ) bekam man ein volles service um 1000 S. heutzutage sind es mittlerweile 100- 150 euro oder mehr das sind 1400- 2000S.

sorry- ich weis man sollte nicht mehr umrechnen jedoch..........

bezüglich ohne schutz:
dies ist sicherlich ein "himmelfahrtskommando ", jedoch solange das angebot besteht von den damen und nicht ein umdenken stattfindet - sprich- ohne kondom geht gar nichts, nicht einmal oral wird sich auch dahingehend nichts ändern.

ich möchte natürlich betonen, dass dieser job sicherlich eines der schwersten ist, jedoch solange sich die preise nicht ändern wird sich auch an der illegalität nichts ändern.

hoffe ihr seid jetzt nicht bös auf mich doch die diskussion über die preise entstammt auch zum teil aus verschiedenen gesprächen.

liebe grüße
hubertus

Ellena
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Ich bin: ehemalige SexarbeiterIn

HIER GIBT ES MEINUNGS-FREIHEIT !

Beitrag von Ellena »

Ich glaube dies im Sinne ALLER Forumsmitglieder so zu manifestieren.
Natürlich denken Sexworkerinnen an die "Andere" Seite sprich an die Kunden, ohne die wir uns einen anderen Job suchen müssten.
Ich verstehe ganz genau was du meinst.
*es gibt viele Billig-Angebote an der Ecke. Nur findest du die Damen eher nicht im Net mit Hompage und teurer Werbung.

Die Damen, die ein eigenes Studio führen (aus eigener Erfahrung) und Internetpräsenz und Werbung in verschiedenen Werbeplattformen haben, müssen auch die Kosten dafür tragen, die seit der Euro Umstellung ebenfalls zugenommen haben.
Sie wollen den Gästen und sich selbst ein angenehmes Ambiente und ein ruhiges Terrain (keine Türglocke und kein Telefon) seine Lust auszuleben bieten, dies Alles muss finanziert werden. Und wie du dir denken kannst sind diese Unkosten sehr hoch.
Ich für meine Person habe sicher sehr genau kalkuliert, komm aber mit niedrigeren Preisen auch nicht aus dem "Schneider".
Liebe Grüsse Ellena

Man muss immer beide Seiten sehen, und die andere seite dann auch noch begutachten!

Ria

nun....

Beitrag von Ria »

Das Problem ist nicht, das es genug gibt die halt billig anbieten, das Problem ist, das es überhand genommen hat. Und das liegt nun mal daran, das die Grenzen offen sind. Und jeder kleine Möchtegernstrizzi nutzt das aus und dadurch der Preiskampf. Aber wenn jemand darüber steht und sicherlich sich die meisten Kunden, die sich zum Großteil auf der STrasse etwas "kaufen", ohnedies nicht vorstellen können und wollen. Mag ein wenig diskriminierend klingen, aber ist so.

Diejenigen, die eben für sich selber ihre eigenen Werbungen, Internetpräsenz machen, die sprechen auch weitaus andere Klientel an.

Es ist auch das Problem, wie erwähnt wurde, das es nun mal kein Gewerbe ist. Was ja so oder so hirnrissig ist, denn es ist nun mal das älteste Gewerbe der Welt und sogar der Kaiser Franz hat es nicht verpönt. Das tat dann im Laufe der Wandlung der Nachkomme, denn es war ja schmutzig. Und ist es bis heute noch. Anstatt das man ein wenig Hirn einschaltet. Würde man es als Gewerbe anerkennen, schaut die Welt auch anders aus. Denn auch hier spielt ein Faktor wieder eine Rolle. Nämlich der, das man sich frei bewegen kann.

Doch deswegen wird der Kampf der Strasse nicht weniger. Deswegen wird es im Laufe der Zeit noch mehr geben, die schwarz arbeiten, eben weils nur ein paar Wochen hier sind.

Es gibt ja heute auch in dem Sinn mehr Angebote als vor einigen Jahren, weil es leider Gottes viele eben nur bis zum Möchtegernstrizzi schaffen, weil der ihnen günstig Drogen verkauft.

Und bezüglich Euro und Schilling. Man darf ihn nicht vergleichen. Sicher verdient ein Arbeitssuchender (es gibt keine Arbeitslosen) nur die Hälfte, als er vorher hatte. Und wenns viel ist dann eben um die 600 Euro. Also der Durchschnitt. Aber ein Arbeitssuchender geht auch zu keiner Frau, die eben nicht auf der Strasse ist, wäre er im Berufsleben auch nicht.

Diejenigen, die weitaus mehr Bezugsgeld haben, die gehen hie und da zu der "teureren" weil er sich Qualität erwartet. Das war so und bleibt so.

Heute sind 1000 Euro umgerechnet 1300 Schilling (über den Daum die Ziffer), nur das ist der grosse Unterschied. Mit 1300 Schilling ging ich früher einmal in der Woche einkaufen für 2 Erwachsene und einem Windelgackser. Sprich....Windeln, Flascherlzeugs,Schnuller und und ....Lebensmittel für die ganze Woche inkl Getränke. Zigaretten, Sprit und halt mal was zum Anziehen oder Friseur....ich kam mit 1300 Schilling locker durch. Mir blieb sogar immer was über bis zum nächsten Freitag. Heute geht man einkaufen für 1 Erwachsenen und 1 Kind, das normal mit isst. Man lässt 80 Euro dort. Und hat aber nur das Notwendigste. Ok, es kommt der Kater dazu....aber der hält sich noch im Rahmen.

Es wurde alles teurer und es ist nicht angepasst wie man so großartig erzählt hat. Deswegen darf man auch net sagen, das wenn jemand 100 Euro verlangt es 1300 Schilling wären. Die 100 Euro reichen für das Wochenende und da bleibt nichts über.

Und noch einmal, das der Schwarzmarkt nun mal die Oberhand gewonnen hat, liegt eben daran, das die Grenzen offen sind, das zuviele Möchtegernstrizzis unterwegs sind, zuviele Drogensüchtige auf der Strasse jobben für ihre Rationen.

Nur wie gesagt, die Kunden, die sich auf der Strasse ihre Erfüllung suchen, die würden so oder so zu keiner gehen, die nicht auf der Strasse ist und die eben vielleicht dadurch etwas mehr bieten kann.

Wie gesagt, geprangert kann ruhig werden, bin ohnedies nur heute nacht unterwegs.....

Aber wer weiß, vielleicht wird es ja doch noch Gewerbe. Irgendwann wird unsere tolle Regierung wohl mal in der jetzigen Zeit leben müssen. Schließlich und endlich sagt auch keiner etwas, wenn man täglich einen ONS hat (nicht ich, aber gibt ja genug, die das so ausleben). Erinnert mich grad an "ehrenwertes Haus".....

Nein, es wird einfach Zeit das wirklich mal die Regierung munter wird, denn dadurch erreichen sie zwei Ziele. Nummero eins, ein gewisser Teil der Schwarzarbeit geht zurück, weil man es eben ausüben darf......und die Finanz reibt sich die Hände.

Und sicherlich, jeder halbwegs intelligente Mensch, wird keinem was schenken, wenn man selber nichts geschenkt bekommt und erwarten darf.

Du darfst dies nicht und jenes nicht, aber zahlen darfst....so wie so.....

Aber wer weiß..........

lg
Ria

ComplimentsToJoeBell
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Beitrag von ComplimentsToJoeBell »

Lady Katarina hat geschrieben:
...
Was die Geschichte mit OHNE GUMMI angeht.

Verbote halte ich hier für völlig sinnlos. Ich kann ja auch nicht einem Menschen bei Strafe verbieten, wenn er über die Straße geht, und nicht nach rehts und links sieht.
Es würd nichts nützen. Und dafür sind doch bitteschön erwachsene Menschen selber verantwortlich.

Nein, ich denke die Ansätze sind ganz anders wo zu suchen.
...

Ich glaube nicht, dass man da auf lange Sicht ohne Verbote auskommen wird. Mit Vernunft wird da ganz sicher nix gehen, weil wenn die im Spiel wäre, dann würde das ja gar nicht passieren. Bezüglich der Verbote glaube ich, dass da möglicherweise noch ganz andere kommen könnten. In der EU wird von anderen Ländern ein Totalverbot ins Spiel gebracht (Schweden z.B.) Ohne dass ich besonders glaube, dass das kommt, denke ich trotzdem, dass auch stärkere Verbote in verschiedener Art kommen könnten. Die Sachen, die letztes Jahr mit den Minderjährigen hochgekommen sind (war damals tagelang im Standard, Falter etc.) haben mehr Wirbel gemacht, als man glaubt, und eine Gesellschaft geht nicht beliebig lange an sowas vorbei. Ich selbst würde Verbote eher nicht wollen. Was ohne-Ficken betrifft schon. Da könnten die Bullen ruhig anfangen, alle Firmen, die sowas machen einfach hochgehen zu lassen, da würde das bald aufhören.

Gerhard C7
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Beitrag von Gerhard C7 »

Ich muß Franc 100% rechtgeben, er spricht mir aus der Seele. Das ist die EU. Die Österreicher die es sich einfach nicht mehr leisten können und gleichzeitig die Prostituierten aus dem Osten, die sehr wohl eine Kontrollkarte haben (hört man in der Neutorgasse überhaupt noch deutsch?) aber keine (!) Steuer zahlen da sie wieder zurück fahren. Wanderarbeiter die Mc Sex anbieten. Mit € 3000,- ist die Rumänien in ihrer Heimat die Größte. Dagegen kann man nichts machen. Das, genau das ist die EU. Vielleicht passt sich alles in 10 Jahren an. Warscheinlich sogar. Aber bis dahin......