Rechte von Sexarbeiter*innen stärken: Linke fordert mehr Hilfen und bessere Sichtbarkeit

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deernhh
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Rechte von Sexarbeiter*innen stärken: Linke fordert mehr Hilfen und bessere Sichtbarkeit

Beitrag von deernhh »

Rechte von Sexarbeiter*innen stärken: Linke fordert mehr Hilfen und bessere Sichtbarkeit
10. März 2026


Natalia Wilhelmi & Katrin Lohse

Ist Deutschland der „Puff Europas“? So sieht es Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Die CDU-Politikerin fordert ebenso wie ihre Parteifreundin Nina Warken ein Verbot des Sexkaufs in Deutschland. Angesichts der Debatte über den Umgang mit Sexarbeit hat der Landesvorstand der Linken sich nun klar positioniert.

Dabei steht für Hamburgs Linke fest: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten unterliegen patriarchalen Machtverhältnissen ebenso wie kapitalistischer Ausbeutung und restriktiven Grenz- und Aufenthaltsregimen. Eine linke Position kann nur Solidarität mit statt einer Stigmatisierung von Sexarbeiter*innen sein. Die Linke fordert Bürgerschaft und Senat daher auf, Kontaktverbotsverordnung und Sperrgebietsverordnung abzuschaffen, Opfern von Menschenhandel eine Aufenthaltsstatusgarantie zu gewähren, NGO-Beratungsstrukturen für Sexarbeiter*innen - insbesondere für trans* Personen und solche in prekären Lebenssituationen - zu verstärken und Behördenmitarbeiter*innen im diskriminierungssensiblen Umgang mit Sexarbeiter*innen zu schulen.

Dazu Natalia Wilhelmi, Sprecherin für Feminismus im Landesvorstand der Linken: „Für uns stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Beschäftigten im Mittelpunkt. Fest steht: Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung müssen klar bekämpft werden. Das geht aber nicht durch Verdrängung oder ‚Sexkaufverbote‘, die Schutz und Beratung dann massiv erschweren. Nur über die Entkriminalisierung der Sexarbeit kann die strukturelle Gewalt in diesem Gewerbe wirksam bekämpft werden. Sexarbeitende brauchen Rechte und Sichtbarkeit als Voraussetzung für wirksamen Schutz.“

Dazu Katrin Lohse, Sprecherin für Queerpolitik im Landesvorstand der Linken: „Queere Sexarbeiter*innen und vor allem trans* Personen sind bei ihrer Arbeit einem noch weiter erhöhten Gewaltrisiko ausgesetzt. Für uns ist klar: Sexarbeit*innen müssen sozial abgesichert sein, ihre Rechte, ihr Schutz und ihre Selbstorganisation sind zentraler Bestandteil im Kampf gegen Patriarchat, staatliche Unterdrückung, Rassismus und Rechtsruck. Hamburgs Senat muss die Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeiter*innen verbessern!“

https://www.die-linke-hamburg.de/aktuel ... htbarkeit/

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deernhh
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Re: Rechte von Sexarbeiter*innen stärken: Linke fordert mehr Hilfen und bessere Sichtbarkeit

Beitrag von deernhh »

23. Juni 2026
Solidarität mit Sexarbeiter*innen

Beschluss des Bundesparteitages am 21. Juni 2026

Solidarität mit Sexarbeiter*innen, für Rechte und Sichtbarkeit − Gegen Patriarchat, staatliche Repression und Menschenhandel

Mit besonderem Fokus auf migrantische und rassifizierte Sexarbeiter*innen − gegen Kriminalisierung und rassistische Migrationspolitik

Der Kampf gegen Sexismus, Queerfeindlichkeit, patriarchale Gewalt und Ausbeutung kann nicht getrennt vom Kampf gegen staatliche Repression, rassistische Migrationspolitik und soziale Ungleichheit geführt werden. Besonders migrantische Frauen, queere, trans* und nichtbinäre Personen und Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus sind von mehrfachen Machtverhältnissen betroffen: Von patriarchaler Gewalt, ökonomischer Ausbeutung im kapitalistischen System und von nationalstaatlichen Grenz- und Kontrollregimen.

Sexarbeit ist kein isoliertes Phänomen, sondern eingebettet in patriarchale Machtverhältnisse, kapitalistische Ausbeutungslogiken und restriktive Grenz- und Aufenthaltsregime. Gerade deshalb braucht es eine linke Position, die Solidarität mit statt Stigmatisierung von Sexarbeiter*innen ins Zentrum stellt. Wir stehen an der Seite aller Personen, die als Sexarbeiter*innen tätig sind.

Der Kampf gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung (sog. Zwangsprostitution) ist zwingend notwendig und muss konsequent geführt werden. Gleichzeitig ist klar: Dieser Kampf kann nicht über Kriminalisierung, Verdrängung oder „Sexkaufverbote“ gewonnen werden. Repressive Maßnahmen führen nicht zur Abschaffung von Gewalt, sondern verlagern sie in unsichtbare, unkontrollierbare Räume. Dort steigen Abhängigkeiten, Ausbeutung und Gewalt – während der Zugang zu Beratung, Schutz und Unterstützung massiv erschwert wird. Die Linke lehnt das sogenannte „Nordische Modell“ (Sexkaufverbot) als Regulierungsansatz für Sexarbeit ab.

Menschenhandel ist kein Randphänomen, sondern Ausdruck struktureller Gewalt. Er entsteht dort, wo Menschen entrechtet sind: durch Armut, Flucht, fehlende Aufenthaltsperspektiven, keine Arbeitserlaubnis und permanente Angst vor staatlicher Verfolgung. Besonders migrantische und illegalisierte Sexarbeiter*innen sind gefährdet, weil sie Gewalt kaum anzeigen können, ohne Repression, Abschiebung oder Strafverfolgung zu riskieren. Staatliche Kontrolle wird so selbst Teil des Gewaltverhältnisses.

Als Linke halten wir fest: Der Kampf gegen Menschenhandel muss parallel zur Entkriminalisierung von Sexarbeit geführt werden. Diese beiden Ziele widersprechen sich nicht – sie bedingen einander. Nur dort, wo Sexarbeit sichtbar, rechtlich abgesichert und entstigmatisiert ist, können Ausbeutungsstrukturen erkannt, bekämpft und aufgebrochen werden. Entkriminalisierung ist keine Verharmlosung von Gewalt, sondern eine Voraussetzung für wirksamen Schutz.

Dabei ist es notwendig anzuerkennen, dass Sexarbeit kein einheitliches, homogenes Feld ist. Sexarbeit als solche ist sehr vielfältig. Sie reicht von Formen der Sexarbeit, die von einem hohen Grad an Selbstbestimmung geprägt sind, bis hin zu prekären armuts- und ausbeutungsgeprägten Situationen, die gleichwertige Beachtung verdienen.

Diese Vielschichtigkeit darf weder romantisiert noch negiert werden. Eine linke Analyse muss Widersprüche aushalten: Sexarbeit kann Ort massiver Gewalt und Ausbeutung sein, kann aber auch Handlungsspielräume eröffnen oder gar ein Lebensentwurf sein. Politische Antworten müssen sich an den realen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Betroffenen orientieren.

Zentral ist dabei die Migrations- und Arbeitspolitik. Restriktive Aufenthaltsgesetze und der Ausschluss vom regulären Arbeitsmarkt zwingen Menschen in prekäre Abhängigkeiten. Der Zugang zu sicheren Aufenthaltsrechten und Arbeitserlaubnissen ist daher ein entscheidender Schutz vor Menschenhandel und Ausbeutung. Dieser Zugang darf nicht an Kooperation mit Polizei oder Strafverfolgungsbehörden gekoppelt sein. Menschenrechte dürfen nicht von Verwertbarkeit oder Aussagebereitschaft abhängig gemacht werden. Die Diskriminierung von Sexarbeiter*innen auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, ihr fehlender Zugang zu Versicherungen oder Bankdienstleistungen und gesellschaftliche Ausschlüsse sind bislang folgenlos. Die Benachteiligungen müssen ein Ende haben. Besonders betroffen von Ausbeutung und Entrechtung sind migrantische Sexarbeiter*innen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus. Arbeitsverbote, aufenthaltsrechtliche Unsicherheit und die Angst vor Abschiebung erschweren es vielen Betroffenen, sich gegen Gewalt, Ausbeutung und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen zu wehren. Deshalb fordern wir den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Beratung, arbeitsrechtlichem Schutz und sozialer Absicherung unabhängig vom Aufenthaltsstatus.

Migrantische Sexarbeiter*innen erleben häufig Mehrfachdiskriminierungen aufgrund von Herkunft, Sprache, Geschlecht, Aufenthaltsstatus oder Armut. Eine wirksame Politik gegen Ausbeutung muss diese Lebensrealitäten berücksichtigen und darf Diskriminierungsformen nicht isoliert voneinander betrachten.

Besondere Schwierigkeiten ergeben sich für Sexarbeitende aus anderen EU-Ländern. Viele verfügen über keine feste Meldeadresse in Deutschland, wodurch die Zuständigkeit der Finanzämter unklar sein kann.

Mindestens 16,2 Prozent der Sexarbeitenden sind nicht krankenversichert (Evaluation des ProSchG, 2025). Vor allem Sexarbeitende ohne Papiere oder mit finanziellen Herausforderungen sind davon betroffen. Missstände wie diese machen deutlich, wie dringend es notwendig ist die Rechte derjenigen, die in der Sexarbeit tätig sind, in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen.

Dazu zählen nicht nur das Recht auf Beratung, sondern auch auf einen diskriminierungsfreien Zugang zum Wohnungsmarkt, zu gesundheitlicher Versorgung sowie zu sozialer Absicherung insgesamt. Insbesondere die soziale Absicherung, die im Rahmen einer allgemeinen Verbesserung für alle Selbstständigen dringend gelöst werden muss, ist eine zentrale Problemstellung für Sexarbeitende. Hinzu kommen der Mangel an bezahlbaren Arbeitsräumen und die anhaltende gesellschaftliche Stigmatisierung von Personen, die Sexarbeit erbringen. Wenn es Regelungsbedarf gibt, muss er sich auf die Stärkung der Rechte und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Prostituierten beziehen, die ihre sexuelle Selbstbestimmung garantieren.

Zu bedenken ist darüber hinaus eine queerpolitische Perspektive, da insbesondere trans* und queere Personen oft durch Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt und unzureichende medizinische Versorgung in prekäre Lebenssituationen geraten. Trans* und queere Personen üben nicht nur überdurchschnittlich oft Sexarbeit als Überlebensstrategie aus – sie sind in dieser Arbeit auf Grund von Queerfeindlichkeit auch einem erhöhten Gewaltrisiko ausgesetzt.

Staatliche Repression − in Form von Sperrgebieten, Polizei- und Zollkontrollen, gesundheitsrechtlichen Sonderauflagen und aufenthaltsrechtlicher Überwachung − multipliziert patriarchale Macht. Sie diszipliniert Körper und Sexualität, statt Gewalt zu bekämpfen. Ein „Sexkaufverbot“ fügt sich nahtlos in diese Logik ein: Es kriminalisiert indirekt Sexarbeiter*innen, entzieht ihnen Handlungsspielräume und erhöht das Gewaltpotenzial durch Unsichtbarkeit.

Ein konsequenter queerfeministischer und linker Ansatz stellt sich dem entgegen. Er erkennt an, dass Sexarbeit in unterschiedlichen Formen existiert und dass Selbstbestimmung unter ungleichen Bedingungen immer widersprüchlich ist. Er setzt nicht auf Moralisierung, Verbote oder Kontrolle, sondern auf Rechte, soziale Absicherung, Schutz, Selbstorganisation und reale Alternativen. Wir erkennen Sexarbeit als Arbeit an, jedoch wird dieser in den meisten Fällen als notwendige Überlebensstrategie nachgegangen. Daraus folgt, dass die Politik in der Verantwortung ist, Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeiter*innen zu verbessern.

Menschen in der Sexarbeit brauchen Beratungsangebote, Unterstützung, wenn sie sich gegen Missstände wehren wollen und ggf. die Legalisierung ihres Aufenthaltsstatus, damit sie keine Angst haben müssen, abgeschoben zu werden, wenn sie Hilfe suchen. Es muss darum gehen, die Rechte von Sexarbeiter*innen zu stärken, anstatt sie stereotypisch zu Opfern zu erklären.

Für alle in der Sexarbeit tätigen Menschen (Frauen, Männer, transidente Menschen und non-binäre Menschen) muss der Schutz der allgemeinen Menschenrechtsverträge gewährleistet werden. Sei es das Recht auf Gesundheit, der Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, das Recht auf sichere und faire Arbeitsbedingungen, die Umsetzung des Diskriminierungsverbots oder ein geschlechtsstereotypfreier Zugang zu den eigenen Rechten.

Solidarität mit Sexarbeiter*innen ist daher kein Nebenwiderspruch linker Politik. Sie ist ein zentraler Bestandteil des (Klassen) Kampfes gegen Patriarchat, staatliche Unterdrückung, Rassismus und den gesellschaftlichen Rechtsruck. Wer Gewalt bekämpfen will, muss Machtverhältnisse angreifen und das heißt: Entkriminalisieren, absichern, sichtbar machen und die strukturellen Ursachen von Ausbeutung beseitigen.

Forderungen

Um diese Ziele zu erreichen, fordert Die Linke:

Ein eigenständiges und sicheres Aufenthaltsrecht für alle von Menschenhandel , Zuhälterei und Ausbeutung betroffenen Personen, unabhängig von ihrer Aussagebereitschaft und Kooperation mit Strafverfolgungsbehörden.

Die Einführung eines Zeugnisverweigerungsrechts für alle Berater*innen, um das Vertrauensverhältnis zwischen Ratsuchenden und Berater*innen nicht zu zerstören.

Alle gesetzgeberischen Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel durch ein gezieltes Monitoring zu begleiten.
Einfach zugängliche Informationen an Deutschen Botschaften im Ausland zur Aufklärung über sichere und selbstbestimmte Wege der Arbeitsmigration nach Deutschland sowie über Arbeitsrechte, einschließlich in der Sexarbeit.

Entkriminalisierung und rechtliche Gleichstellung von Sexarbeit
Entkriminalisierung von Migration

Bessere gesundheitliche Versorgung von Sexarbeitenden durch einen niedrigschwelligen Zugang zur gesundheitlichen und ärztlichen Versorgung in der jeweiligen Muttersprache für alle Sexarbeiter*innen, auch für Menschen ohne Papiere.

Finanzielle und soziale Absicherung während Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit für alle Solo-Selbständigen.
Abschaffung der Ordnungswidrigkeit und damit einhergehender Bußgelder bei fehlender Anmeldung von Sexarbeiter*innen nach ProSchG.

Die Abschaffung von repressiven Sonderregelungen, die Sexarbeiter*innen kontrollieren und marginalisieren, wie Sperrgebietsverordnungen und Kontaktverbote.
Sensibilisierung von Polizei und Behörden sowie Schutz vor Willkür durch Behörden sowie Racial Profiling. In diesem Sinne ebenfalls klare Beschwerdemechanismen bei Fehlverhalten von Behörden.

Aufnahme von Sexarbeit unter sozialem Status im Rahmen einer Reform ins AGG und Landesantidiskriminierungsgesetze.
Ombudstellen für Konflikte zwischen Arbeiter*innen und Betreiber*innen und Portalbetreibenden (Im Falle von z.B. zu hohen Mieten, Gängelung etc.).

Der Ausbau von Schutzräumen für Sexarbeiter*innen in prekären oder gewaltvollen Situationen.

Für alle selbständig in der Sexarbeit Tätigen perspektivisch bezahlbare Wege in die Zweige der Sozialversicherungssysteme sicher zu stellen und Anerkennung ihrer Freiberuflichkeit. Die Beitragszahlungen müssen sich dabei an den tatsächlichen Einkommen orientieren. Eine finanzielle Überforderung ist auszuschließen.

Zugang zu solidarischer gesetzlicher Gesundheitsversorgung für alle, unabhängig von Aufenthaltsstatus und Erwerbsform
Eine Sozialversicherung durch eine Sozialkasse für Menschen in der Sexarbeit, damit diese einen ähnlichen Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung genießen wie Arbeitnehmende
Erleichterung der Aufnahme in die Gesetzliche Krankenversicherung für migrantische Selbständige in Deutschland,

Zugang zu Arbeitserlaubnissen/Arbeitsvisa und sicherem Aufenthaltsstatus für migrantische Menschen, um Abhängigkeiten und Ausbeutung zu reduzieren.

Ausgestaltung von Aufklärung und Beratung durch flächendeckende Etablierung von Peer-Arbeit und vertrauensbasierte, niedrigschwelligen, ergebnisoffene und diskriminierungsfreien Sozialarbeit, die ohne Zwang erfolgt, also sich an den Maßstäben Freiwilligkeit, Bedarfsorientierung und Anonymität orientiert. Sowie Orientierungsberatung und Unterstützung bei Umorientierung und Ausstieg.
Diskriminierungssensible und ergebnisoffene Beratungs- und Schulungsangebote für Beratende, Kund:innen und Betreiber:innen in Bezug auf Intersektionalität, rassistische und sexistische Zuschreibungen in der Sexarbeit.

Die Einbeziehung von Sexarbeiter*innen und ihren Selbstorganisationen in alle politischen Entscheidungen, die ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen betreffen.

Schutz vor Polizeigewalt, rassistischen Kontrollen und aufenthaltsrechtlicher Repression für Sexarbeiter:innen.
Die Schaffung von sicheren, selbstbestimmten und gesundheitsgerechten Arbeitsbedingungen in der Sexarbeit. Dazu gehören insbesondere der Schutz vor Gewalt, die Gewährleistung von Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Stärkung der Rechte von Sexarbeiter*innen gegenüber Betreiber*innen und Kund*innen.

Umfassende Maßnahmen zur Entstigmatisierung von Sexarbeit und Sexarbeiter*innen ein und fordern die Entwicklung entsprechender Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen.
Niedrigschwelligen und diskriminierungsfreien Zugang zu steuerlicher Erfassung und selbständiger Tätigkeit ein, insbesondere für migrantische Sexarbeiter*innen innerhalb der EU.

Wir setzen uns für einen uneingeschränkten Zugang zu Rechtsschutz und Arbeitsgerichtsbarkeit für Sexarbeiter*innen ein – unabhängig von Aufenthaltsstatus – sowie für wirksame Möglichkeiten zur Durchsetzung von Ansprüchen.​​​​​​​

Unterstützung von kollektiven und selbstorganisierten Arbeitsformen von Sexarbeiter*innen.
Eine klare Positionierung der Partei gegen Kund:innenkriminalisierung und andere strafrechtliche Kriminalisierungsmodelle der Sexarbeit.

https://www.die-linke.de/partei/parteid ... iterinnen/