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 Aoife Aoife setzt sich aktiv für die Rechte von SexarbeiterInnen ein
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BeitragVerfasst: 2010-11-27, 04:21  Beitrag #21/40     Titel:  RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

FPÖ: Winter: Land Steiermark fördert käufliche Liebe
Utl.: Steuerzahler darf für gewerbsmäßige Prostitution tief in die Tasche greifen =

Wien (OTS) - Das Grazer Unternehmen "alpha nova" spezialisiert
sich auf persönliche Assistenz- und Hilfeleistungen für Menschen mit
Behinderung. Dabei hat es scheinbar eine besondere Marktlücke in
diesem Segment entdeckt. Österreichweit ermöglicht es behinderten
oder älteren Personen nämlich gewerbsmäßigen Sex, der sogar noch vom
Steuerzahler mitfinanziert wird. Das Sozialressort des Landes
Steiermark subventioniert die emsigen Liebensdiener.

Mit der "Libida-Sexualbegleitung" können Frauen und Männer mit
Behinderung ab dem 19. Lebensjahr, grundsätzlich aber alle Personen
in diesem Alter, ihre sexuellen Bedürfnisse stillen. Mittels
ausgebildeter Sexualbegleiter des Unternehmens werden dem Kunden
erotisch-sexuellen Erfahrungen auf einfühlsame Weise geboten. Dafür
müssen je nach Verhandlungsgeschick zwischen 70 und 100 Euro pro
Stunde berappt werden, Fahrt- und Raumkosten können das Liebesspiel
allerdings noch empfindlich verteuern. In finanziellen Härtefällen
sei aber gnädigerweise eine Unterstützung der Fachstelle ".hautnah.
für Sexualität, Beziehung, Behinderung" möglich.

Für die steirische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dr. Susanne Winter
ergibt sich angesichts des dubiosen Sachverhalts dringender
Klärungsbedarf. Sie spricht von Prostitution auf Kosten des
steirischen Steuerzahlers: "Grundsätzlich ist die Rücksichtnahme auf
die persönlichen Bedürfnisse von Menschen mit Handicap lobenswert,
allerdings scheint hier ein juristisches Wurmloch zu existieren, weil
die vom Steuerzahler subventionierten, gewerbsmäßigen sexuellen
Dienstleistungen ausnahmslos von allen Personen ab dem 19. Lebensjahr
in Anspruch genommen werden können. Und ob Sex für 100 Euro pro
Stunde wirklich als sozialer Dienst zu bezeichnen ist, wage ich zu
bezweifeln", so Winter.

Bereits 2007 wurde in einer öffentlichen Diskussion über das Thema
spekuliert, ob die rechtliche Situation die Arbeit diese
Sexualassistenten in der Steiermark überhaupt zulässt. Damals einigte
man sich, einen entsprechenden Lehrgang zur Ausbildung solcher
Sexarbeiter erst nach dem Zustandekommen einer rechtlichen Grundlage
zu starten. Bis heute wurde jedoch keine verbindliche und
rechtskonforme Lösung durchgesetzt. Dennoch hat die
"Libida-Sexualbegleitung" 90.000 Euro vom ehemaligen Soziallandesrat
Kurt Flecker (SPÖ) erhalten. Und für einen Teilnehmer an der
Sexual-Akademie erhält die "alpha nova Betriebsgesellschaft" jeweils
950 Euro Kursgebühr pro Person.

Rückfragehinweis:

~
Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at


Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/....foerdert-kaeufliche-liebe


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Verfasst: 2010-11-27, 04:21  Beitrag #     Titel:  Nach untenNach oben

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BeitragVerfasst: 2010-11-27, 19:05  Beitrag #22/40     Titel:  Re: RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

          Image
Angie_Escort hat folgendes geschrieben:
Versuchter Mord an Prostituierter

Eine bulgarische Prostituierte ringt im LKH Graz um ihr Leben. Ein unbekannter Täter hat Samstagabend versucht, die 29-Jährige in ihrem Appartement in einem so genannten Laufhaus umzubringen.


Der Täter ist gefasst und zu dem Angriff auf die SexarbeiterIn geständig - Er wird zur Zeit auch noch einer weiteren Straftat (Mord an einer Bäuerin/Gestern verübt) dringend verdächtigt und verhört.

christian


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BeitragVerfasst: 2010-11-29, 18:04  Beitrag #23/40     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

29.11.2010

"Waldmensch" beging Bluttat in Laufhaus "aus Wut"

Eiskalt und ohne Reue hat sich der "Waldmensch" Friedrich O. einen Tag nach seiner Festnahme am Sonntagnachmittag beim Verhör im Landespolizeikommando in Graz präsentiert. Er gab die Bluttat an einer Prostituierten zu und schilderte detailliert, wie er die 29-Jährige in einem Grazer Laufhaus töten wollte - demnach sei er plötzlich aus unerklärlichen Gründen wütend geworden. Indes tauchen Zweifel daran auf, dass der 48-Jährige auch etwas mit dem Mord an einer Landwirtin in der Buckligen Welt zu tun hat.


Nach der Festnahme und anschließender Vernehmung in Niederösterreich war der Mann am Sonntagvormittag von steirischen Kriminalbeamten abgeholt und nach Graz gebracht worden: "Er ist ruhig im Wagen gesessen, hat nicht gesprochen", berichtete Oberst Alois Eberhart.

Opfer dürfte über den Berg sein

Gesprächiger war er danach bei der Einvernahme. Der Verdächtige schilderte genau, was sich am Abend des 20. November im Laufhaus in der Prankergasse abgespielt hatte - wie er die bulgarische Prostituierte, die er bereits seit zwei Monaten kannte, mit dem Kabel eines Bügeleisens erdrosseln wollte und dann auch noch mit einem Stanleymesser auf sie einstach. Das Opfer dürfte mittlerweile über den Berg sein, muss aber noch im Grazer LKH bleiben. Die 29-Jährige hat noch immer Probleme beim Sprechen. Nach der Bluttat sei der 48-Jährige mit dem Zug nach Wiener Neustadt gefahren und habe sich zu Fuß in die Bucklige Welt durchgeschlagen, die er aus seiner Vergangenheit kennt.
Nach der Einvernahme wurde der "Waldmensch" nicht in seine "Heimat" Karlau, sondern in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht. Oberst Eberhart: "Er ist ja jetzt ein Untersuchungshäftling. In dieser Woche werden wir mit ihm eine Tatrekonstruktion machen."

Mordverdacht nicht erhärtet

Den Mord an der 71-jährigen Landwirtin in Kirchberg am Wechsel hatte der Verdächtige gegenüber niederösterreichischen Beamten geleugnet. "Dass er als Täter infrage kommt, ist ein bisschen in die Ferne gerückt", so Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt Niederösterreich am Montag. Der "Waldmensch" habe "glaubwürdig" geschildert, wo er sich in den vergangenen Tagen aufgehalten habe. Der 48-Jährige habe ausgesagt, dass er die Gegend um Kirchberg am Wechsel nicht sonderlich gut kenne und sich in Gebieten aufgehalten habe, die ihm besser vertraut seien. Tatsächlich ist der abgelegene Bauernhof, wo die Tat passierte, rund 30 Kilometer von Kirchschlag in der Buckligen Welt entfernt, wo der 48-Jährige am Samstag aufgegriffen wurde.

Auch die zwei bisher eingetroffenen Hinweise, wonach der Verdächtige in der Nähe des Tatortes gesehen worden sei, hätten sich als nicht "treffsicher" bzw. ausreichend für einen Tatverdacht herausgestellt. Ein Verfahren in der Mordsache wurde gegen O. bisher jedenfalls nicht eingeleitet. Noch genauer untersucht wird von den Beamten jetzt das Umfeld der getöteten Landwirtin. Sowohl im Bekannten- und im Verwandtenkreis als auch im engsten Umfeld werde ermittelt. Die Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden.

Im Zuge der Ermittlungen hat die Polizei am Samstag ein aktuelles Foto (siehe rechtes Bild) des Verdächtigen veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Gesucht werden Personen, die den Mann am Freitag, dem 26. November, gesehen haben. Sie mögen sich unter der Telefonnummer 059133/30-3333 melden.

http://www.krone.at/Nachrichten/Wal....such_in_Graz-Story-232975


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BeitragVerfasst: 2011-01-19, 00:44  Beitrag #24/40     Titel:  RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

Paar zwang Rumäninnen zur Prostitution

In Graz ist ein Ehepaar festgenommen worden, das zwei junge Frauen aus Rumänien nach Österreich gelockt und hier zur Prostitution in einem Laufhaus gezwungen hatte. Einige der Kunden wurden auch erpresst.

Die jungen Frauen wurden gezwungen, in einem Laufhaus als Prostituierte zu arbeiten.

Unter Vorwand nach Österreich gelockt
Der Mann und die Frau, 40 und 30 Jahre alt, beide stammen ebenfalls aus Rumänien, lockten im April 2008 eine 21-Jährige und ein Jahr später eine 22-Jährige aus ihrer Heimat nach Österreich - unter dem Vorwand, sie als Kindermädchen für ihre drei minderjährigen Kinder zu beschäftigen.

Kaum waren die jungen Frauen angekommen, wurden sie gezwungen, in einem Laufhaus als Prostituierte zu arbeiten - der überwiegende Teil ihres Einkommens wurde ihnen abgenommen.

Die 21-Jährige wurde zudem auch an vermögende Kunden in Österreich und Monte Carlo vermittelt: Dabei musste die Frau den Kunden große Geldbeträge und Geschenke entlocken, die sie dann dem Ehepaar auszuhändigen hatte. In einem Fall wurde ein Kunde sogar mit der Vernichtung seiner Existenz bedroht und zur Finanzierung einer teuren Mietwohnung erpresst.

Auch Notstandshilfe bezogen
Obwohl der 40-jährige Rumäne nach eigenen Angaben durch Schwarzarbeit pro Jahr zwischen 50.000 und 100.000 Euro verdiente, bezog er auch eine Notstandshilfe.


Grenzüberschreitender Prostitutionshandel, schwerer und gewerbsmäßiger Betrug, Erpressung und Hehlerei.

Verschafften sich bis zu 400.000 Euro
Das Paar wurde nach umfangreichen Ermittlungen aufgrund eines vertraulichen Hinweises bereits Mitte Dezember 2010 festgenommen, dies wurde aber erst jetzt bekanntgegeben. Seitens der Ermittler wird geschätzt, dass sich die beiden Verdächtigen durch ihre Taten seit April 2008 zwischen 250.000 und 400.000 Euro verschafften.

Nicht geständig
Das nicht geständige Ehepaar wurde nach den Einvernahmen wegen grenzüberschreitenden Prostitutionshandels, schweren und gewerbsmäßigen Betruges, Erpressung und Hehlerei in die Justizanstalt Graz Jakomini überstellt; die drei kleinen Kinder des Paares wurden bei einer Pflegefamilie untergebracht

---------------------

Was im Artikel natürlich nicht steht und so dem Auge der Bevölkerung verborgen bleibt: Da Sexarbeit in Österreich als sittenwidrig gilt, haben die beiden Opfer (die Frauen, die unter falschen Versprechungen nach Österreich gelockt wurden) keinen Anspruch auf den Verdienst, den sie erwirtschaftet haben... Wenn sie beim Prozess noch in Österreich sein sollten (was ich für unwahrscheinlich halte) könnten sie versuchen Schmerzengeld einzufordern. Jedoch wird bereits der Staat die möglicher Weise vorhandenen Guthaben der Täter als Einnahmen aus gesetzeswidrigen Handlungen abgeschöpft haben....

Auch wenn ich die Liste der Vorwürfe lese, welche den vermeindlichen Tätern vorgehalten werden, steigen mir die Grausbirnen auf.... Grenzüberschreitender Prostitutionshandel, schwerer und gewerbsmäßiger Betrug, Erpressung und Hehlerei - kein Wort von Freiheitsberaubung... kein Wort von Vergewaltigung (Zwangsprostitution ist nichts Anderes)....

Und vom Opferschutz zu reden kann ich mir ohnehin sparen - der ist in Österreich ja nicht einmal ansatzsweise vorhanden....


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BeitragVerfasst: 2011-01-19, 11:13  Beitrag #25/40     Titel:  Re: RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

Zwerg hat folgendes geschrieben:
Opferschutz [...] der ist in Österreich ja nicht einmal ansatzsweise vorhanden


Nach einem Übereinkommen des Europarates (Art 15, Council of Europe Convention on Action against Trafficking in Human Beings) hätten die beiden Opfer gegenüber dem Bund (Republik Österreich) einen Anspruch auf faire Entschädigung.


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BeitragVerfasst: 2011-04-20, 01:53  Beitrag #26/40     Titel:  Illegale Prostitution in Büro für Heiratsvermittlung  Nach untenNach oben

Graz: Geheimbordell in Graz geschlossen
http://www.kleinezeitung.at/steierm....ll-graz-geschlossen.story


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BeitragVerfasst: 2011-04-21, 21:55  Beitrag #27/40     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Vom Steuerzahler bezahlte Liebesdiener sind ausgebucht


Prostitution ist ein Geschäft mit vielen Seiten. Eine davon, allerdings eine ganz legale, findet man in der Steiermark vor.

Männer und Frauen mit Behinderung, praktisch allerdings alle Personen, können ab dem 19. Lebensjahr mittels eigens ausgebildeten „Sexualbegleitern“ ihre sexuellen Bedürfnisse stillen.

Zwischen 70 und 100 Euro pro Stunde kostet das Liebesspiel, Fahrtkosten und Unterbringung noch nicht mit einberechnet. In finanziellen Härtefällen werden Vergünstigungen gewährt.


Die vom Steuerzahler geförderten Liebesdiener gibt es nicht nur für Behinderte.
Foto: Tomizak / flickr

Das gewerbsmäßige und damit unter den Begriff Prostitution fallende Sexangebot wird zusätzlich noch vom Sozialressort des Landes Steiermark gefördert.

90.000 Euro aus dem Steuertopf bekam die „Libida-Sexualbegleitung“ vom damaligen Landesrat Kurt Flecker (SPÖ).

Für die Ausbildung der Sexualassistenten kassiert die „alpha nova www.alphanova.at Betriebsgesellschaft“ aus Kalsdorf bei Graz, die seit 2009 neben normalen Hilfeleistungen für behinderte Menschen auch diese spezielle Form der Hilfeleistung anbietet, 950 Euro Kursgebühr pro Teilnehmer. Bevorzugt werden Männer und Frauen, die Erfahrung mit Körperarbeit im weitesten Sinne haben.

Wie der ORF jetzt berichtet, erleben die Liebesdiener einen besonderen Boom. Im Jahr 2010 wurden österreichweit 585 Sexualbegleitungen von 148 Menschen in Anspruch genommen.

Umgerechnet gab es also rund 4 Schäferstündchen pro Klient, die von einer oder einem der 7 ausgebildeten Assistenten vollzogen wurde.

Die Kunden, so steht es im Jahresbericht der eigens dafür eingerichteten Fachstelle „.hautnah.“, waren vorwiegend Männer, aber auch Frauen und Paare buchten Sexualassistenz. 71% buchten die spezielle Form der Dienstleistung gleich mehrmals.


Die Sexualassistenz für Menschen mit Behinderung würde nicht nur „ein Nachholen vieler fehlender Entwicklungsschritte in der sexuellen Lerngeschichte ermöglichen“, sondern auch „einen Beitrag zur Prävention von sexueller Gewalt“ liefern und baue oftmals „aggressive, autoaggressive oder depressive Verhaltensformen ab“.

Weil die österreichweite Nachfrage nach Sexualbegleitungsstunden derzeit kaum bewältigbar sei, laufe seit Herbst 2010 ein zweiter Lehrgang mit 6 Frauen und 3 Männern.

Daneben biete man seit kurzem auch so genannte „Erotic-Workshops“ an, einen Abend, „an den Frauen und Männer mit Behinderung in einer besonderen Atmosphäre willkommen sind“. Die Teilnehmer hätten dort, so steht es auf der Internetseite der „Libida-Sexualbegleitung“, nicht nur die Möglichkeit Fragen zu stellen, sondern „auch die Möglichkeit bei einem sinnlichen Gruppenangebot teilzunehmen“.

Für die Teilnahme an dem Erotik-Workshop werden 25 Euro verrechnet.


www.unzensuriert.at/content/004108-....besdiener-sind-ausgebucht


www.libida-sexualbegleitung.at



[layout Marc]


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BeitragVerfasst: 2011-04-22, 10:25  Beitrag #28/40     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Vom steuerzahler bezahlte Liebesdiener? Schäferstündchen?

Super vor Respekt strotzende öffentlich-rechtliche Berichterstattung.


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BeitragVerfasst: 2011-04-23, 01:58  Beitrag #29/40     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Der Artikel enthält einige "Unschärfen" - Es ist nicht die Dienstleistung als Solches Subventioniert - sondern die Ausbildung zur SexualbegleiterIn welche dort von Fachleuten (Auch unsere Katarina König war unter den Vortragenden) durchgeführt wird.

Auch die genannten Zahlen entsprechen mit Sicherheit nicht der Realität - wie fast immer, wenn Zahlen in Zusammenhang mit einer auch nur im Entferntesten mit Sexarbeit zu tun habenden Tätigkeit genannt werden!

christian


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BeitragVerfasst: 2011-10-30, 18:50  Beitrag #30/40     Titel:  RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

Steiermark: Schüsse vor Bordell, Prostituierte entführt

30.10.2011 | 15:10 | (DiePresse.com)

Der Hausherr des Bordells und ein Gast wurden von den Tätern niedergeschlagen. Eine bundesweite Fahndung läuft.

Wilde Szene haben sich am Sonntag in den frühen Morgenstunden in und vor einem Bordell in der Obersteiermark abgespielt. Vier bis fünf Unbekannte kamen in das Lokal und verlangten beim Gastwirt nach einer bestimmten Prostituierten. Als er keine Auskunft geben wollte, wurde er sowie ein anderer Gast zusammengeschlagen. Anschließend holten sie die gesuchte Frau aus einem oberen Stockwerk und nahmen sie mit. Bevor die Räuber davonfuhren, schossen sie noch auf die Reifen eines vor dem Bordell abgestellten Autos.

Wolfgang Summer vom Landeskriminalamt Steiermark bestätigte Medienberichte, wonach die Tätergruppe zwischen 4.00 Uhr und 4.30 Uhr bewaffnet in den Erotik-Club in Traboch (Bezirk Leoben) kam. Als sich der Hausherr, ein 40-jähriger Rumäne, nicht kooperativ zeigte, schlugen die Unbekannten mit ihrer Waffe zu. Ein 35-jähriger Gast, der Freund einer Prostituierten des Hauses, wurde ebenfalls niedergeschlagen. Die 30-jährige Freundin des Gastwirts musste die Täter dann zum Zimmer jener Slowakin führen.

Nachdem sich die Unbekannte noch Geldbörsen und Handys der Opfer geschnappt hatten, nahmen sie die 21-jährige Prostituierte mit vor die Tür. Dort schossen sie dreimal auf die Reifen des Autos, damit ihnen niemand folgen konnte. Anschließend dürften sie in einem silbernen Wagen der Marke Audi mit Wiener Kennzeichen davongefahren sein. Eine Alarmfahndung verlief bisher negativ, nun wird bundesweit nach den Tätern gesucht, so Summer.

Ersten Informationen zufolge dürfte einer der Räuber ein Verhältnis mit der Prostituierten gehabt haben. Ob es sich um eine Entführung handle, oder die Slowakin freiwillig mit den Tätern fuhr, sei noch nicht klar. Die beiden niedergeschlagenen Männer und die Freundin des Gastwirts kamen mit leichten Verletzungen davon.

http://diepresse.com/home/panorama/....l-Prostituierte-entfuehrt


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BeitragVerfasst: 2011-10-31, 16:17  Beitrag #31/40     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Wie Heute zu Mittag bekannt wurde, scheint die oben genannte Tat kurz vor der Aufklärung zu stehen. Laut einem Radiobericht handelte es sich bei den mutmaßlichen Tätern unter Anderem um den Freund und den Vater der SexarbeiterIn. Die Frau dürfte wohlauf sein

christian


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BeitragVerfasst: 2011-11-02, 16:29  Beitrag #32/40     Titel:  RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

Nach verschleppter Prostituierten
Verdächtige in U-Haft genommen
01. November 2011 14:46

*

Steirische Polizei forscht nach möglichen fünften Täter

Graz - Jene vier Verdächtigen, die eine 21-jährige Prostituierte Sonntag früh aus einem Bordell in der Obersteiermark entführt haben sollen, sind in Untersuchungshaft genommen worden. Wolfgang Summer vom Landeskriminalamt Steiermark erklärte am Dienstag, dass außerdem nach einem möglichen weiteren Verdächtigen, der mit einem eigenen Fahrzeug beim Tatort gewesen sein soll, gesucht werde.

Bei den Einvernahmen hätten einige der mutmaßlichen Täter - darunter der Vater, der Cousin und der Lebensgefährte des Opfers - widersprüchliche Angaben über einen weiteren Komplizen gemacht. Er dürfte mit einem silbernen VW Golf vor Ort bei der Erotik-Bar in Traboch (Bezirk Leoben) gewesen sein.

Die vorerst unbekannten bewaffneten Täter waren am Sonntag gegen 4.30 Uhr in das Bordell gekommen und verlangten nach "Malvina". Als sich der Hausherr, ein 40-jähriger Rumäne, nicht kooperativ zeigte, schlugen ihm die Unbekannten mit einer Waffe auf den Kopf. Ein 35-jähriger Gast, der Freund einer Prostituierten des Hauses, wurde ebenfalls niedergeschlagen. Die 30-jährige Freundin des Gastwirts musste die Täter dann zum Zimmer jener Slowakin führen. Nachdem sich die Männer noch Geldbörsen und Handys der Opfer geschnappt hatten, nahmen sie die 21-jährige Prostituierte mit vor die Tür. Dort schossen sie dreimal auf die Reifen eines abgestellten Autos.

Gut zwölf Stunden später konnte die Polizei vier Verdächtige und die Slowakin in Wien ausforschen. Die mutmaßlichen Täter sind der 47-jährige Vater der Prostituierten, ihr Freund, ein 52-jähriger in Wien lebender gebürtiger Slowake mit österreichischer Staatsbürgerschaft, ein 36-jähriger ebenfalls in Wien wohnhafter Serbe sowie der 34-jährige Cousin der Frau aus der Slowakei. Das 21-jährige Opfer schwächte bei den Einvernahmen den Überfall ab und will nicht entführt worden, sondern freiwillig mitgegangen sein. Das Quartett bestritt ebenfalls eine Entführung.(APA)

http://derstandard.at/1319181716169....chtige-in-U-Haft-genommen


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BeitragVerfasst: 2012-11-19, 17:06  Beitrag #33/40     Titel:  Frauenhandel-Opfer erhielt Schadenersatz  Nach untenNach oben

Frauenhandel-Opfer erhielt Schadenersatz

Eine Frau aus Bulgarien (30), die in Österreich jahrelang als Prostituierte ausgebeutet worden war, hat in einem Urteil des Landesgerichts Graz 54.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld zugesprochen bekommen. Eine Premiere.

Es sei das erste derartige Entscheidung in Österreich, so die NGO Lefö-IBF, die die Frau bei ihren gerichtlichen Verfahren begleitet hat. Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig. Die Tätergruppe hat gegen die Entscheidung des Zivilgerichts berufen.

Die Täter sind nach Angaben von Lefö-IBF (Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels) im Jahr 2009 im Rahmen eines Strafprozesses rechtskräftig wegen Menschenhandels verurteilt und zur Zahlung von 10.000 Euro Schmerzensgeld verpflichtet worden. Zur Durchsetzung weiterer Ansprüche wurde die heute 30-jährige Bulgarin auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Nach Angaben von Evelyn Probst von Lefö sind die 10.000 Euro in den 54.000 Euro inkludiert.

Die Interventionsstelle bezeichnet das Urteil wegweisend. "Es ist ein wesentlicher Schritt bei der Erlangung der Opferrechte", erklärt Probst am Donnerstag. "Denn für das Wiedererlangen der Würde und den Weg in die Selbstständigkeit der Betroffenen hat die Entschädigung große Bedeutung."

Die Folgen von Ausbeutung - nicht nur durch Prostitution, sondern auch in anderen Bereichen wie etwa Hausarbeit - seien verheerend. "Die Frauen tragen meist schwere psychische Folgeerscheinungen davon, viele leiden unter Angstzuständen und Depressionen." Finanzielle Schäden, verbunden mit der Unsicherheit bezüglich der Zukunft, stellten für die Betroffenen ebenfalls eine immense Belastung dar.

http://www.salzburg.com/nachrichten....ielt-schadenersatz-36201/


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Gesplittet: 2012-11-19, 17:11 Uhr von Zwerg
Von Beitrag LokalNachrichten: SALZBURG aus dem Forum Sexarbeit Lokal
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BeitragVerfasst: 2013-05-25, 01:29  Beitrag #34/40     Titel:  RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

Im Laufhaus etwas zur Arbeitslose dazuverdient

Eine 30-jährige Grazerin hatte sich in einem Laufhaus als Prostituierte Geld zur Arbeitslosenunterstützung dazuverdient und wurde anonym angezeigt. Vor Gericht wurde die Frau am Mittwoch freigesprochen.

Durch eine anonyme Anzeige erfuhr das Arbeitsmarktservice (AMS) davon, und die Sache ging weiter zur Staatsanwaltschaft. Am Mittwoch stand die 30-Jährige wegen Betrugs vor Gericht, wurde aber freigesprochen.

Die junge Frau, die zeitweise auch als Tagesmutter tätig war, hatte drei Monate lang Arbeitslosengeld bezogen, zusätzlich arbeitete sie ab und zu in einem Laufhaus als Prostituierte. Der 30-Jährigen war die Sache sichtlich peinlich, sie wollte einen Ausschluss der Öffentlichkeit, was Richter Gernot Patzak ablehnte: "Da ist nichts mit Intimsphäre, es geht nur um Ihre Arbeit. Das ist ein anerkannter Beruf, da wird niemand rot darüber", meinte er.

Die Frau gab an, sie habe nur ganz selten in dem Laufhaus gearbeitet, die Zimmermiete von 70 Euro aber immer bezahlen müssen, egal ob sie anwesend war oder nicht. Eigentlich habe sie insgesamt nur rund zehn Tage dort gearbeitet, und sehr wenig verdient. "Ich war unter der Geringfügigkeitsgrenze", betonte sie unter Tränen. "Sie können sich verantworten, wie sie wollen, aber tun's mich nicht anlügen", so die Anweisung des Richters.

Letztendlich gab die Vertreterin des AMS an, dass ihr Betrieb nicht geschädigt worden sei und die Frau noch immer das Geld bekomme. "Ich habe das nicht gemacht, um jemanden zu schädigen, ich bin seit der Scheidung einfach nicht mehr auf die Beine gekommen", schluchzte die Angeklagte, die freigesprochen wurde. Der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab, daher ist das Urteil nicht rechtskräftig.

http://www.kleinezeitung.at/steierm....ent.story?obref=obnetwork


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BeitragVerfasst: 2014-09-13, 11:43  Beitrag #35/40     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

12.9.2014

Flüchtlingsherberge im steirischen Bordell

Die Betreiberin eines Laufhauses in einem kleinen Ort bei Graz bietet 40 Plätze für Asylwerber an. Das Land Steiermark ist dafür, der Bürgermeister will nicht


Graz - "Ich will ja wirklich nur helfen", beteuert Renate K. Als sie im August gehört habe, dass das Innenministerium dringend Unterkünfte für Flüchtlinge suche, habe sie nicht lange überlegt. Ihr Haus verfüge über tipptop ausgestattete Zimmer, drinnen sei vor kurzem alles frisch ausgemalt worden, mit einigen Adaptierungen wäre die Immobilie, die an der Bundesstraße in Weitendorf am Grazer Stadtrand steht, "eine ideale Herberge für Asylsuchende".

Zudem: Das Haus sei rundum beliebt - bei Männern der Umgebung und auch gut Situierten und durchaus bekannten Persönlichkeiten aus Graz. Seit 60 Jahren ist ihr Etablissement als Bordell geführt, seit einigen Jahren läuft es unter "Laufhaus Studio6 - Das absolute Männertainment".

"A Puff, des geht net"

"Es wären 20 Zimmer vorhanden für 35 bis 40 Personen. Keine Frage, von der abgelegenen Lage und den Räumlichkeiten her wäre das eine sehr brauchbare Unterkunft für Asylwerber", sagt der Referatsleiter für Flüchtlingsangelegenheiten in der steirischen Landesregierung, Günther Bauer. Land und Laufhausbetreiberin sind sich also einig, allein der Bürgermeister von Weitendorf, Franz Plasser (ÖVP), ist dagegen.

"Er hat gleich gesagt, um Gottes willen, nächstes Jahr sind Gemeinderatswahlen, da brauch ich kein Ausländerheim im Ort", erinnert sich Renate K. Der Bürgermeister bestreitet, strikt Nein gesagt zu haben, aber "an sich bin ich schon der Meinung: A Puff als Asylheim, das geht irgendwie net". Nur weil da jemand Miete kassieren wolle mit einem Flüchtlingsheim, das wolle man so auch nicht durchgehen lassen. Außerdem seien 40 Flüchtlinge für den Ort zu viel. Der Gemeinderat sei jedenfalls sehr skeptisch, "niemand hat a Freud' damit".

Gute Kunden

"A geh", sagt Renate K. "die Männer in der Gegend haben doch nur Angst, dass ihnen ihr Spielzeug weggenommen wird. Wenn's nur weibliche Asylantinnen wären, hätten sie wahrscheinlich nichts dagegen. Die Frauen, die hier arbeiten, sind außerdem ja auch zu 90 Prozent Ausländerinnen. Dagegen haben sie nie etwas gehabt. Sie wollen halt lieber ein Laufhaus als ein Flüchtlingsheim." Sie habe jedenfalls ihr Angebot auch an das Innenministerium und an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) per E-Mail weitergeleitet. Bisher habe sie noch kein Feedback erhalten.

Günther Bauer vom Flüchtlingsreferat will mit den Ortspolitikern noch einmal verhandeln und versuchen, sie umzustimmen.

Weitendorf, sagt Bauer, steht für viele andere Orte in der Steiermark. Gut 70 Angebote für Immobilien habe er aktuell auf dem Tisch liegen, 250 Asylwerber könnten umgehend aufgenommen werden. Bauer: "Aber in fast allen Fällen lehnen die Bürgermeister ab."

http://derstandard.at/2000005516725....ge-im-steirischen-Bordell


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BeitragVerfasst: 2014-10-06, 08:26  Beitrag #36/40     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

05.10.2014

Bordelle unter der Lupe

Zwischen Hochzeiten und verschlossenen Zimmertüren, alten Bekannten und neuen Gesichtern: Die Kriminaldienstgruppe Hartberg kontrolliert mehrmals im Monat die Bordelle im Bezirk.


Diana lehnt an der Wand, die Hände verschränkt, die schwarzen Locken umspielen ihre Schultern. Unter ihrem schwarzen Kleid leuchtet ein BH in knalligem Pink. Sie zieht am Saum des kurzen Kleides, wippt mit den Füßen. Aus Ungeduld oder Nervösität. "Alles gut?", fragt Josef Gruber. Daumen nach oben, ein Lächeln, "alles gut", sagt Diana. Ein Künstlername, den sie sich selbst gegeben hat. Ihr echter steht auf den Papieren, die Gruber gerade überprüft.

Mit seinem Kollegen Florian Schantl kontrolliert er das Bordell in Greinbach und die Frauen, die hier arbeiten. Es ist die erste Station in einer langen Nacht im Rotlichtmilieu im Raum Hartberg.

Seit vielen Jahren, mehrmals im Monat, legen die beiden Gruppeninspektoren der Polizei Hartberg 200 Kilometer zurück, fahren von Bordell zu Laufhaus zu Bordell. Immer unangekündigt, fast überall willkommen und freundlich begrüßt, mancherorts argwöhnisch beäugt.

In Greinbach wird ihnen bereitwillig jede Tür geöffnet. Vom Kaiserzimmer inklusive mit blauem Samt überzogenem Thron bis zum Whirlpoolraum - jedes der 13 Zimmer wird von Gruber und Schantl überprüft. Zum einen, ob sich darin eine illegale Arbeiterin versteckt, zum anderen die hygienischen Zustände.

Freundinnen

Es ist kurz vor 21 Uhr, unter der Woche, Monatsende. Keines der Zimmer ist belegt, es ist nicht viel los. Insgesamt 20 Frauen arbeiten hier, an diesem Tag sind es 13. Die "Mädels" nennt sie Bordellbetreiber K. nicht Prostituierte. Sie warten auf Kunden. Nicht Freier.

Für Lisa ist es der erste Tag. Während Schantl ihren Reisepass mit einer Lupe auf seine Echtheit überprüft, fragt Gruber sie aus. Name, Wohnort, Vornamen der Eltern. Sie antwortet in gebrochenem Deutsch. Später, auf der Inspektion, werden sie ihre Daten in den Fahndungscomputer eingeben und überprüfen, ob sie gesucht wird, so wie bei jeder neuen Frau.

Für Dana ist es der letzte Tag. Sie heiratet einen ihrer Stammkunden, einen guten Mann, keinen Strizzi, sagt K. Das habe es schon öfters gegeben, auf manchen Hochzeiten waren er und die "Mädels" eingeladen. "Es ist ein hartes Geschäft, aber familiär. Die Frauen sind auch Freundinnen", erzählt K.
"Freundschaft und Freiheit, das ist den Damen wichtig", sagt A. In seinem Bordell in Buch-St. Magdalena sind die Frauen - wie üblich im Bezirk - selbstständig, frei, sie bestimmen ihren Preis, können gehen, wann sie wollen, sagt er. Viele bleiben.

Mit einem Familienbetrieb vergleicht J. seine Bordelle und Laufhäuser in Pinggau und Schäffern. Die Frauen arbeiten sehr lange hier, sagt J. So lange, dass Schantl und Gruber sie bereits kennen. "Manche sind schon ewig im Bezirk", sagt Gruber, während er die Gesundheitsausweise der Frauen in Pinggau durchsieht.

Deckelkontrolle

Im "Deckel" stehen die wöchentlichen Untersuchungen bei der Amtsärztin und die Blutabnahmen alle sechs Wochen. Die Ausweise mit den Fotos werden kontrolliert und so die Anwesenheit der gemeldeten Prostituierten überprüft. Auf den ersten Blick erkennen Gruber und Schantl eine Dame nicht, auf den zweiten schon. "Einmal blond, einmal schwarz, wenn sie ihre Haare färben, kennt man sie nicht", sagt Gruber mit einem Schmunzeln.

Er kann auch anders. In einem Bordell im Süden stehen sie vor verschlossenen Zimmertüren, eine Frau nennt ihre Daten nur widerwillig, Gruber wird eine Spur dienstlicher. Nur hier gibt es Probleme. Nicht zum ersten Mal. Die Polizisten werden wieder kommen. "Es hat im Bezirk schon Anzeigen gegeben", sagt Schantl.

Die Kontrollen seien wichtig, für alle. Betreiber, die nichts zu verbergen haben, Freier, Prostituierte. Für die Frauen, deren Heimat meist weit entfernt im Osten Europas ist, sehen sich Gruber und Schantl als Vertrauenspersonen.

Die beiden sind aufmerksam, hören zu, achten bei der Kontrolle darauf, ob die Frauen zurechtkommen, ob ihnen etwas fehlt. "Alles gut?", fragen sie. Die Antwort ist stets die gleiche: Ein Lächeln, "alles gut".

http://www.kleinezeitung.at/steierm....bordelle-unter-lupe.story


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BeitragVerfasst: 2015-02-26, 12:59  Beitrag #37/40     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

26.2.2015

Die Steiermark hat die meisten Bordelle

120 genehmigte Bordellbetriebe gibt es im Land und etwa zehn Laufhäuser. Straßenprostitution gibt es kaum noch.


Offensichtlich blüht das Geschäft in der steirischen Rotlichtszene. Denn in unserem Bundesland gibt es im Österreichvergleich die meisten Bordellbetriebe. 120 sind es zurzeit, wie Oberst Alois Eberhart vom Landeskriminalamt bestätigt. Dazu kommen noch rund zehn Laufhäuser, verteilt auf das ganze Bundesland, und ein Sauna-Klub in Graz-Liebenau. Die Straßenprostitution existiert kaum noch.

Dafür kommt dem Internet eine immer größere Rolle zu. Immer mehr Kunden suchen sich die Kontakte im Internet und gehen mit den Prostituierten in die Laufhäuser. Im Laufhaus bleiben sie anonym.

"Die Bordellbetriebe werden von uns monatlich mindestens ein Mal kontrolliert", sagt Eberhart. Im Landeskriminalamt ist eine eigene Gruppe, die Prostitution, Zuhälterei und Menschenhandel bekämpft. Unterstützt werden die Kriminalisten von speziell geschulten Beamten der Polizeiinspektionen.

70 Prozent Rumäninnen

Die Prostituierten kommen zu 70 Prozent aus Rumänien, der Rest aus Ungarn, der Slowakei, der Dominikanischen Republik. Nur etwa drei bis vier Österreicherinnen seien als Prostituierte registriert.

Nicht nur die in den Bordellen beschäftigten Prostituierten müssen sich laufend einer gesundheitlichen Kontrolle unterziehen, sondern auch die Frauen, die sich in Laufhäusern eingemietet haben. Denn auch die Laufhäuser stehen im Fokus der Rotlichtermittler.

Die Prostituierten kommen privat oder über Agenturen nach Österreich. "Aber es gibt auch noch den Menschenhandel", sagt ein Kriminalist. "Tätergruppen schleusen Frauen in die Steiermark, um sie der illegalen Prostitution zuzuführen, Gott sei Dank können wir immer wieder solche Fälle aufdecken."
Oft bleibt es in solchen Fällen nicht "nur" bei Zuhälterei und illegaler Prostitution. Meist kommen noch Gewaltausübung und Erpressung dazu.

http://www.kleinezeitung.at/s/steie....-hat-die-meisten-Bordelle


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BeitragVerfasst: 2018-05-07, 15:45  Beitrag #38/40     Titel:  RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

GrazStadt zahlt Prostituierten rund 216.000 Euro zurück

Magistrat Graz hat für Gesundheitscheck zu Unrecht kassiert. Die Rückzahlungen leerten das Sparbuch des Gesundheitsamtes.
=======================
So steht es zumindest in der kleinen Zeitung (PayArtikel) frei zu lesen...

Na ja - wenn die Steirer so agieren wie die Salzburger, mache ich mir weniger Sorgen um die Stadtkassa.... eher um unser Rechtsverständnis. Bisher haben die Salzburger es meisterlich verstanden ihrer (gesetzlichen) Verpflichtung (Rückzahlung illegal erhobener Gebühren) zu umgehen bzw. nur zum kleinstmöglichen Teil zu erfüllen.....


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BeitragVerfasst: 2018-05-08, 16:54  Beitrag #39/40     Titel:  RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

Grazer Gesundheitsamt zahlte Prostituierten 216.000 Euro zurück

Prostituierte hatten zu Unrecht für den vorgeschriebenen Gesundheitscheck bezahlen müssen. Dem Amt geht nun das Geld aus Graz – Gesundheitschecks für Prostituierte sind in Graz vorgeschrieben.

Zehn Jahre lang hat das Gesundheitsamt dafür eine Aufwandsentschädigung verlangt – die, wie sich 2015 herausstellte, allerdings nicht verlangt werden kann. Damals stellte ein Anwalt der Stadt eine Klage in Aussicht, sollte diese nicht für seine 15 Mandantinnen eine Rückerstattung vornehmen. Es kam zu einem Vergleich, der auch für weitere Prostituierte Gültigkeit hat, berichtet die "Kleine Zeitung". Laut dem Bericht drohen dem Gesundheitsamt wegen der getätigten Rückzahlungen nun finanzielle Schwierigkeiten. 2015 gingen demnach 76.000 Euro als Sammelzahlung an die 15 Beschäftigten eines Rotlichtbetriebs, die protestiert hatten. Bis 2017 soll das Amt weitere 140.000 Euro an Betroffene überwiesen haben. Keine Zahlungen mehr Betroffene Frauen konnten sich melden, das Gesundheitsamt sei bei der Abwicklung behilflich gewesen, heißt es gegenüber dem STANDARD.

Die Auszahlung sei persönlich und bar oder auf das angegebene Konto erfolgt. Das Amt rechnet mit keinen weiteren Zahlungen. Während die Einnahmen durch die Aufwandsentschädigungen ins Globalbudget der Stadt flossen, beglich die Rückzahlungen nun großteils das Amt. Diesem drohen deswegen nun finanzielle Probleme, die Rücklagen seien "so gut wie aufgebraucht", sagt Hanno Wisiak, Sprecher des Gesundheitsstadtrats Robert Krotzer (KPÖ). Laut "Kleiner Zeitung" eine Folge der budgetären Probleme: Dem Gesundheitsamt fehlen die 20.000 Euro für den Fortbestand des Kinderärztlichen Notdiensts, für den es nun eine Spende geben könnte –

DER STANDARD berichtete. Wisiak hofft, dass die schwarz-blaue Stadtkoalition im künftigen Budget die aufgebrauchten Rücklagen im Gesundheitsamt mitdenkt. "Es müssen nämlich die Räumlichkeiten der Impfstelle umgebaut werden. Baulich ist sie der steigenden Nachfrage kaum noch gewachsen." (lhag, 7.5.2018)

https://derstandard.at/200007931631....rten-216-000-Euro-zurueck


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BeitragVerfasst: 2018-05-09, 14:13  Beitrag #40/40     Titel:  Re: RE: LokalNachrichten: GRAZ & STEIERMARK  Nach untenNach oben

          Image
Zwerg hat folgendes geschrieben:
Damals stellte ein Anwalt der Stadt eine Klage in Aussicht, sollte diese nicht für seine 15 Mandantinnen eine Rückerstattung vornehmen.
Es kam zu einem Vergleich, der auch für weitere Prostituierte Gültigkeit hat, ......2015 gingen demnach 76.000 Euro als Sammelzahlung an die 15 Beschäftigten eines Rotlichtbetriebs, die protestiert hatten. Bis 2017 soll das Amt weitere 140.000 Euro an Betroffene überwiesen haben. .......

https://derstandard.at/200007931631....rten-216-000-Euro-zurueck


Ich will keines Falls Jemand etwas unterstellen! Ich verstehe es nur nicht wirklich.....

An wem wurde das Geld (Sammelzahlung) ausbezahlt? Tatsächlich an die SexarbeiterInnen bei welchen zu Unrecht kassiert wurde???

Und wenn 15 SW 76 000,- erhalten haben und der Rest knapp das Doppelte, so gäbe es in Graz nur 45 SexarbeiterInnen?

Es wird sicherlich daran liegen, dass mein Verstand nicht mehr der Jüngste ist und ich deshalb so Manches nicht verstehe.... oder kann es sein, dass ich richtig liege und das da der Wurm drin ist bzw. sein könnte.

christian knappik


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