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BeitragVerfasst: 2011-10-12, 07:09  Beitrag #1/7     Titel:  LokalNachrichten: ST.GALLEN & OSTSCHWEIZ  Nach untenNach oben

Die Olma und das Sexgewerbe


ST.GALLEN.
Wenn Olma ist, reiben sich alle Verkäufer in der Stadt die Hände. Auch Prostituierte und Nachtclubs hoffen wegen der Messe auf mehr Kunden. Um die Nachfrage zu befriedigen, reisen in dieser Zeit mehr Frauen aus Osteuropa ein.

«Mit der Olma bricht für uns eine der besten Zeiten im Jahr an», sagt die Besitzerin eines Nachtclubs im Linsebühl-Quartier. In der Hoffnung auf männliche Olma-Besucher, bei denen das Geld locker sitzt, hat sie laut eigenen Angaben das Programm ihres Clubs ausgebaut: «Normalerweise machen bei uns vier Frauen Tabledance. Während der Olma sind es bis zu acht.»

Verhalten positive Erwartungen hat der Betreiber eines Escort-Service in Bruggen: «Die Hotels sind immer voll während der Olma. Wir hoffen darum, dass mehr Hotelbesuche bei uns gebucht werden.» Sein Betrieb frage aber bei den Kunden jeweils nicht nach, warum sie in der Stadt sind. «Diskretion ist sehr wichtig im Escort-Geschäft. Daran ändert auch ein Anlass wie die Olma nichts.»

Sexgewerbe will seinen Anteil

«An Grossanlässen wie der Olma, der Offa oder dem St. Galler Fest stellen wir allgemein eine Zunahme der Geschäftstätigkeit im Sexgewerbe fest. Am extremsten ist das aber während der Fasnacht», sagt die Sozialarbeiterin Nane Geel. Sie leitet Maria Magdalena, die kantonale Beratungsstelle für Frauen im Sexgewerbe, die im Linsebühl beheimatet ist. «Die ganze Stadt profitiert von der Messe. Es ist logisch, dass auch das Sexgewerbe ein Stück vom Kuchen will», sagt Geel.

Wie stark die Zunahme während der Olma in Zahlen ist, kann Geel aber nicht abschätzen. Der Grund ist, dass das Sexgewerbe in St. Gallen über die ganze Stadt verteilt und deshalb kaum zu überblicken sei. «Grosse Sexbetriebe gibt es eher auf dem Land. In St. Gallen passiert viel im Verborgenen, in Wohnungen und kleineren Studios», sagt Geel.

In dieser heterogenen Szene wechseln auch die Prostituierten häufig. «Ich habe keine Ahnung, was die Olma ist. Ich und meine Kollegin sind zum ersten Mal in St. Gallen», sagt eine deutsche Prostituierte am Telefon. Eingemietet ist sie zwar an der St. Jakob-Strasse, ganz in der Nähe der Olma-Messen. Heutzutage sei aber Werbung im Internet viel wichtiger als die Lage. In zwei Wochen ziehe sie ausserdem weiter nach Zürich, sagt sie. Viele der angefragten Prostituierten wollen zudem gar nicht über ihr Geschäft sprechen – immer mit dem Verweis auf Diskretion. «Wir haben viele Stammkunden. Es geht mir deshalb gar nicht darum, möglichst viele Olma-Besucher anzulocken», sagt der Betreiber eines Studios im Lachen-Quartier.

Viele Polinnen und Ungarinnen

Nane Geel weist zudem darauf hin, dass betrunkene Freier ein Risiko sind: «Wenn viel Alkohol im Spiel ist wie an der Olma, kommt es schnell zu Unvorsichtigkeiten. Freier <vergessen> dann, sich beim Sex zu schützen.» Maria Magdalena intensiviert ihre Arbeit während Grossanlässen deswegen aber nicht: «Wir sind für die Sexarbeiterinnen und nicht für die Freier da. Präventionsarbeit machen wir bei den Frauen sowieso das ganze Jahr über», sagt Geel.

Das Sexgewerbe muss – wie jeder andere Wirtschaftszweig – Arbeitskräfte anmelden, die aus dem Ausland in die Schweiz kommen. Bürger aus EU/EFTA-Staaten haben dank den bilateralen Verträgen das Recht, insgesamt 90 Tage pro Jahr in der Schweiz bewilligungsfrei zu arbeiten (mit der Ausnahme von Bulgarien und Rumänien). «Wir nehmen vor der Olma eine leichte Zunahme von Prostituierten wahr, die sich im Kanton St. Gallen anmelden», sagt Daniela Ittensohn, Abteilungsleiterin Ausländer/Gewerbe beim kantonalen Amt für Wirtschaft. Die meisten von ihnen kämen aus Polen und Ungarn. Die 90-Tage-Frist werde selten ausgeschöpft. «Die meisten Frauen reisen nach etwa 20 Arbeitstagen wieder aus», sagt Ittensohn. Wobei sich die Zahlen kurzfristig ändern können: Arbeitet eine Prostituierte in einem Salon, der einem Schweizer gehört, muss sie sich erst am Tag ihrer Ankunft anmelden.


http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/s....Sexgewerbe;art197,2690082


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Verfasst: 2011-10-12, 07:09  Beitrag #     Titel:  Nach untenNach oben

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BeitragVerfasst: 2012-03-06, 11:31  Beitrag #2/7     Titel:  RE: LokalNachrichten: ST.GALLEN & OSTSCHWEIZ  Nach untenNach oben

Erotiktempel ja, Sexboxen nein


ST.GALLEN. Die Stimmbürger von Zürich befinden am 11. März über die Einführung eines Strichplatzes mit Sexboxen. In St. Gallen ist eine solche Einrichtung kein Thema. Aber das erotische Gewerbe ist auch hier starken Veränderungen unterworfen.


Verrichtungsboxen heissen etwas unerotisch die Gemächer, in welche der Zürcher Strassenstrich verlegt werden soll. Tatsächlich zeigt ein Kartonmodell vorerst bloss überdachte Garagenplätze. «Sexboxen kommen für St. Gallen aber ohnehin nicht in Frage», sagt Susanne Gresser von Maria Magdalena, der kantonalen Beratungsstelle für Frauen im Sexgewerbe. Der Grund: In St. Gallen gibt es keinen Strassenstrich, der stört und in Verrichtungsboxen verlagert werden müsste.

Knapp 30 erotische Betriebe
Verboten wäre er nicht. Er hat in den 1970er-Jahren auch schon an wechselnden Orten stattgefunden. Susanne Gresser erinnert sich an 10 bis 15 Frauen, die im Linsebühl auf zirkulierende Kunden gewartet haben. Irgendwann ist der Strassenstrich aber verschwunden, möglicherweise, weil die soziale Kontrolle zu gross war im Vergleich zu einer Grossstadt.

Wenn Männer heutzutage in St. Gallen ein käufliches Sexerlebnis suchen, finden sie es ausschliesslich hinter Fassaden, vorwiegend in Bars und in Sexsalons. Es sind knapp 30 erotische Betriebe, die Maria Magdalena kennt, im ganzen Kanton sind es rund 80. Diese Zahl hat sich nicht gross verändert. 2004 waren es 72 Lokalitäten mit ebenfalls knapp einem Drittel aus der Hauptstadt.

Wie im Gastgewerbe
Hingegen wechseln im ältesten Gewerbe der Welt oft die Betreiber. Gresser vergleicht das Kommen und Gehen mit jenem in der Gastronomie. «Es kann sein, dass wir diese Woche auf ein Erotiklokal aufmerksam werden, nächste Woche aber niemand mehr dort anzutreffen ist.» Für viele sei die Versuchung gross, in diese Branche einzusteigen, aber die Konkurrenz sei eben auch schon da.

Es geht aber auch anders: Der Night-Club Tiffany behauptet sich bereits seit rund 30 Jahren an der Lämmlisbrunnenstrasse. Ketten indessen haben sich nicht breit gemacht. «Vereinzelte Betreiber fassten schon in Zürich und Bern Fuss, aber eine flächendeckende Ladenkette à la Beate Uhse ist mir im Sexgewerbe unbekannt», sagt Susanne Gresser.

«In Rotmonten kaum möglich»
Ein eigentliches Zentrum wie in Zürich an der Langstrasse und am Sihlquai fehlt in St. Gallen ebenfalls. Die entsprechenden Etablissements und Bars verteilen sich auf die Achse Langgasse-Linsebühl-Zürcherstrasse. Kaum gefragt sind Wohnungen und Häuser auf den Anhöhen. Wegen der hohen Mieten und der Bevölkerung. Wo das Sexgewerbe Tradition hat, leben Anwohner, Sexarbeiterinnen und andere Berufsleute wie selbstverständlich nebeneinander. Das «Kaffeehaus» an der Linsebühlstrasse 77 liegt zum Beispiel gleich vis-à-vis eines Sexsalons. «Das wäre in Rotmonten kaum möglich», sagt Gresser.

Viele Kunden kommen aus Diskretionsgründen von auswärts. So sieht Susanne Gresser im Rheintal primär Autos mit Vorarlberger, Bündner und Appenzeller Nummernschildern stationiert. In St. Gallen ist die Herkunft, wegen fehlender Parkplätze vor den Salons, schwieriger zu eruieren.

Mit und ohne Schäferstündchen
Zu unterscheiden gilt es zwischen Lokalen, in denen Geschlechtsverkehr möglich ist, und solchen, die ausschliesslich Table-Dance und Striptease bieten. Bei letzteren, die einen Drittel des Angebots ausmachen, kann es vorkommen, dass sich eine Gruppe von Männern einen vergnüglichen Abend gönnt. Bei jenen mit Schäferstündchen ist die Hemmschwelle höher, erscheinen Kunden meistens einzeln. Eine grössere Schar brächte wohl auch den Betrieb an die Kapazitätsgrenze.

Ein Gruppentarif ist ohnehin nicht zu erwarten. Der Markt bestimmt die Preise. «Französisch» beispielsweise kostet zwischen 50 und 100 Franken. Den Unterschied macht «mit» oder «ohne» Kondom aus. Die Prostituierten, vorwiegend aus Osteuropa (seltener als früher auch aus der Schweiz), wollen Geld nach Hause bringen. «Wenn eine Sexarbeiterin 200 bis 300 Franken am Tag verdient, ohne Kondom aber das Doppelte», sagt Gresser, «dann ist bei ihr die Versuchung gross, das Risiko auf sich zu nehmen.»

http://www.thurgauerzeitung.ch/osts....boxen-nein;art197,2892068


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BeitragVerfasst: 2012-03-16, 02:13  Beitrag #3/7     Titel:  RE: LokalNachrichten: ST.GALLEN & OSTSCHWEIZ  Nach untenNach oben

SEXCLUB-BETREIBER
Kampf gegen illegale Sex-Studios


Im St. Galler Sexmilieu tobt ein Preiskrieg. Nun haben Sexclub-Betreiber eine IG gegründet: Diese will illegale Prostitution den Behörden melden.

IG Erotikgewerbe Ostschweiz nennt sich der Zusammenschluss von fünf Sexclub-Betreibern aus der Region. Ihr Ziel ist es, illegalen Zuhälterbanden aus Osteuropa – vor allem aus Ungarn – das Handwerk zu legen. Wie TVO berichtete, organisieren diese Zuhälter Wohnungen, in denen sie Landsfrauen illegal anschaffen lassen – oft zu einem Bruchteil der ortsüblichen Preise.

Kostet eine halbe Stunde normalerweise 150 Franken, bieten diese Osteuropäerinnen ihre Dienste bereits ab 50 Franken an. «Der Preisdruck ist mörderisch», sagt ein Vertreter der IG Erotikgewerbe. «Innerhalb der letzten vier Jahre haben sich die Tarife ohnehin schon halbiert. Und nun kommen noch solche Preisdrücker.» Darunter würden nicht zuletzt die Frauen in den legalen Betrieben leiden.

Polizei ist über die Initiative erfreut

Die IG sammelt deshalb Adressen von illegalen Betrieben und übergibt diese den Behörden. Bereits hat sie beim Amt für Wirtschaft, beim Migrationsamt und bei der Polizei eine Liste mit sechs Etablissements eingereicht.

Bei der Polizei zeigt man sich erfreut über die Initiative der IG: «Wir werden den Hinweisen nachgehen», sagt Polizeisprecher Hans­peter Krüsi. Die Polizei nehme zwar laufend Kontrollen im Sex-Milieu vor. «Doch», so Krüsi, «gegen illegale Clubs können wir nur dann vorgehen, wenn wir auch wissen, wo sie sich befinden.»

http://www.20min.ch/news/ostschweiz....gale-Sex-Studios-18263807


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BeitragVerfasst: 2012-03-20, 08:13  Beitrag #4/7     Titel:  RE: LokalNachrichten: ST.GALLEN & OSTSCHWEIZ  Nach untenNach oben

Guten Morgen, mit den Keys "IG Erotikgewerbe Ostschweiz" habe ich versucht eine entsprechende Aktions-Webseite der Betreiber dieser Initiative zu finden. Leider verlinken Newsseiten auf ander Newsseiten, so dass ich auch die Namen der 5 erwähnten Gründerunternehmen nicht finden kann.

Ich würde auf meiner CH-Rotlicht Seite gerne einen Link zu dieser Aktion setzen.

Wer kann mir einen Tipp geben oder Kontakt schaffen.

Herzlichen Dank
AK


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BeitragVerfasst: 2013-11-04, 13:32  Beitrag #5/7     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

3.11.2012

Sexgeschäft im Rheintal boomt

Im St. Galler Rheintal gibt es 30 Bordelle. Auf Vorarlberger Seite kein einziges - zumindest bisher. Im Ländle steht ein historischer Entscheid an, der im Rotlichtmilieu gespannt erwartet wird.


Die Vorarlbergerin Cornelia Sallmayer geschäftet seit über sechs Jahren im St. Galler Rheintal mit der käuflichen Liebe. In der Kontaktbar Las Palmas in Sennwald beschäftigt sie jeweils drei bis vier Prostituierte. Sie ist längst nicht die einzige Vorarlbergerin, die auf St. Galler Seite des Rheins Sexgeschäfte betreibt. Hinter dem neuen Sauna-Club Palladium in Au stehen Investor Andreas Tomaschek und Betreiberin Heidi Hambach, beide von ennet der Grenze. Und im «StudioX», seit zehn Jahren in Au, beantwortet eine freundliche Frau mit Vorarlberger Dialekt den Anruf. Knapp die Hälfte der 30 Etablissements im Rheintal werden von Österreichern betrieben.

Grund für die Vorarlberger Vorherrschaft im Rheintaler Sexgewerbe ist die Verdrängung. Im «Ländle» ist die Prostitution ausserhalb legaler Einrichtungen verboten -und diese legalen Einrichtungen gibt es nicht. Geht es nach Hermann Hahn, wird sich das bald ändern. Der Bludenzer Gastronom will in Hohenems ein «Nobeletablissement» eröffnen. Mit seiner Vision vom «ersten legalen Bordell in Vorarlberg» stösst er bei den lokalen Behörden auf Ablehnung. Sie haben ihm die Bewilligung verwehrt, genauso wie die Rekursinstanz. Noch hat Hahn sein Bordell nicht aufgegeben. Beim obersten Gericht Österreichs hat er Beschwerde eingelegt. Der Entscheid des Gerichts wird in den nächsten Tagen erwartet. «Fällt dieser zugunsten des Bordells, ginge ein Ruck durchs Ländle», sagt ein Vorarlberger Journalist, der die Entwicklung seit Jahren verfolgt. «Weiteren einschlägigen Etablissements würden Tür und Tor offen stehen.» Hahn wäre das gerade recht. Ihm geht es darum, «die Scheinheiligkeit in Vorarlberg auszulöschen». Die Prostitution finde heute im Verborgenen statt.

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/s....l-boomt;art122380,3591887


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BeitragVerfasst: 2014-09-16, 13:04  Beitrag #6/7     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

16.9.2014

Gericht stoppt käuflichen Sex in St.Galler Villa

ST.GALLEN. Die Umnutzung einer Liegenschaft in einen Erotikbetrieb ist in der reinen Wohnzone nicht zulässig. Mit diesem Urteil stützt das St.Galler Verwaltungsgericht einen Entscheid des Baudepartements. Die erotischen Dienstleistungen in einer St.Galler Villa bleiben damit verboten.


Die Mieterin des stattlichen Grundstücks am Rande der Stadt St.Gallen verschwieg der Vermieterin die geplante Nutzung der Villa nicht; so wurde im Mietvertrag festgehalten, dass die Liegenschaft für "erotische Dienstleistungen im kleinen Rahmen genutzt werden dürfe.

Laut Betriebskonzept sind eine bis fünf Damen anwesend, die vorwiegend auf Voranmeldung hin an Werktagen von 9 bis 19 Uhr Gäste aus der "Mittel- und Oberschicht" empfangen. Am Wochenende und an "heiligen Feiertagen" bleibt der Betrieb geschlossen.

Nachträgliches Baugesuch

Im Mai 2012 reichte die Mieterin ein nachträgliches Baugesuch für die Nutzungsänderung der Liegenschaft ein. Ein Nachbar erhob daraufhin Einsprache gegen das Baugesuch und beantragte die Verweigerung der Baubewilligung.

Die Baukommission der Stadt St.Gallen hiess die Einsprache im März 2013 teilweise gut und bewilligte das Baugesuch nur unter Bedingungen und Auflagen. Ein Erotikbetrieb dieser Grösse mit maximal fünf Damen im Tagesbetrieb sei in der Wohnzone grundsätzlich zonenkonform. Eine Vergrösserung und längere Betriebszeiten wären unzulässig.

Sexgewerbe wurde vorsorglich verboten

Der Nachbar gab sich im Kampf gegen den Erotikbetrieb nicht geschlagen. Das Baudepartement hiess seinen Rekurs gegen die Baubewilligung gut. Dies mit der Begründung, der Erotikbetrieb in der Wohnzone sei zonenwidrig. Das Departement verbot vorsorglich die sexgewerbliche Nutzung der Liegenschaft.

Das Verwaltungsgericht bestätigte dieses Verbot. Im Juli 2013 wurde es unangefochten rechtskräftig.

Ideelle Immissionen

Die Betreiberin des Erotikbetriebs versuchte in der Folge, mit einer Beschwerde ans Verwaltungsgericht eine Umnutzung in einen Tagesbetrieb für maximal fünf Angestellte zu erwirken. Das Verwaltungsgericht wies diese Beschwerde nun ab. Gewerbebetriebe seien in der Wohnzone ausschliesslich zugelassen, wenn sie nicht störten, heisst es im Urteil vom 19. August. In der Literatur werde die Auffassung vertreten, dass sich Massagesalons in Wohnzonen, wenn sie auch noch so diskret in Erscheinung treten, regelmässig als unzulässig erwiesen, heisst es in der Begründung.

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seien auch ideelle Immissionen (etwa seelisches Empfinden) zu berücksichtigen, die aus der blossen Vorstellung darüber entstehen, was im Innern eines benachbarten Gebäudes von sich geht.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann ans Bundesgericht weitergezogen werden.

http://www.thurgauerzeitung.ch/osts....r-Villa;art122380,3956788


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BeitragVerfasst: 2017-07-30, 14:33  Beitrag #7/7     Titel:  RE: LokalNachrichten: ST.GALLEN & OSTSCHWEIZ  Nach untenNach oben

Kontaktaufnahme im Sexgewerbe schwieriger
24.05.2017 09:37

Für «Maria Magdalena», Beratungsangebot für Frauen im Sexgewerbe in St.Gallen mit Schwergewicht Prävention, wird die Aufgabe nicht einfacher. Die Kontaktaufnahme gestaltet sich nach Teamleiterin Susanne Gresser viel schwieriger.
Maria Magdalena. «Dies vor allem, weil die Mobilität der Sexarbeiterinnen in letzter Zeit wesentlich grösser geworden ist. Wir stellen häufige Neueröffnungen fest, Schliessungen und einen kontinuierlichen Wechsel bei den Sexarbeitenden», berichtet Gresser, die wir aufgrund des neuen Tätigkeitsberichtes dazu befragt haben. So werde es komplizierter, bei den Sexarbeitenden Vertrauen zu schaffen, um einen engeren Kontakt und ihnen den Zugang zu den institutionalisierten Beratungsangeboten zu ermöglichen. Es gebe nur noch sehr wenige Etablissements, wo jahrelang die gleichen Frauen arbeiten: «Sie wechseln häufig ihren Arbeitsort oder sind hier nur für kurze Zeit über das hier bestehende Meldeverfahren tätig, um dann wieder in ihr Heimatland zu reisen.» Das sei auch darauf zurückzuführen, dass heute vier Fünftel der Sexarbeitenden aus Europa stammen, davon die meisten aus dem östlichen Bereich. Für sie sei es einfacher, wieder nach Hause zu reisen als für jene aus dem fernen Afrika und Asien, die früher in diesem Gewerbe zahlreicher waren und hohe Reisekosten bestreiten mussten.

Ohne Schutz wird öfters nachgefragt

Ein weiteres Phänomen in diesem Gewerbe ist gemäss «Maria Magdalena»-Teamleiterin die gesteigerte Nachfrage von Kunden nach Geschlechtsverkehr ohne Schutz. Nicht selten wird wegen des starken Konkurrenzdrucks auch in der Werbung Sex ohne Kondom angeboten. Nun gibt es aber keine Kondompflicht und auch «Maria Magdalena» kann den Schutz nicht vorschreiben. Aber die Beratung wird nach Gresser intensiv betrieben: «Es werden die möglichen Übertragungswege nicht nur von HIV, sondern auch von anderen Geschlechtskrankheiten wie Tripper und Syphilis erklärt. Besonders beim Oralsex besteht ein grosser Informationsbedarf. Die «Safer Sex»-Regeln gelten auch beim Oralsex, denn manche Geschlechtskrankheiten führen nicht über das Blut zu einer Ansteckung, sondern schon über die Schleimhaut.»
Das Wissen über Prävention ist bei den Sexarbeiterinnen sehr unterschiedlich, in Bezug auf die Arbeit eher lückenhaft. Sie sind sich oft über die Infektionswege und der Bedeutung der Intimpflege nicht bewusst. Viele Sexarbeiterinnen suchen auch keine Arztpraxis auf. Um ihnen den Zugang zur medizinischen Grundversorgung zu ermöglichen, wird mit Arztpraxen zusammengearbeitet, welche Sexarbeitende auch ohne Krankenversicherung, das heisst gegen Barbezahlung, behandeln. Ausserdem wird ihnen im Kanton St.Gallen die Möglichkeit geboten, sich im Kantonsspital gratis auf HIV und Syphilis und seit Mitte letzten Jahres auf weitere Geschlechtskrankheiten testen zu lassen. Auf Wunsch werden sie zum Spital begleitet. Dank der Zusammenarbeit mit der Infektiologie ist es auch möglich, mit den Fachpersonen des Studienzentrums «STAR Trial» Testaktionen in den Erotiklokalen durchzuführen.

Prävention als primärer Auftrag

Gesamthaft ist die Prävention im Sexgewerbe der primäre Auftrag von «Maria Magdalena». Auf die Förderung eines risikoarmen und gesundheitsbewussten Sexualverhaltens legt das Beratungsteam denn auch höchste Priorität. Letztes Jahr ist das Thema anderthalb Mal häufiger angesprochen worden als im Vorjahr. Doch zur Beratung gehören auch die professionelle Arbeitshaltung allgemein, Fragen des Rechts, insbesondere des Ausländerrechts, und die heute vorhandenen behördlichen Auflagen, sowie soziale Probleme. Obwohl heute Sexarbeit verstärkt wie jede andere Arbeit angesehen wird, haben die Frauen in diesem Gewerbe besondere Schwierigkeiten zu meistern und erfahren nicht immer den ihnen gebührenden Respekt. Die Arbeit wird nach wie vor in versteckter Form ausgeübt und auch den nächsten Verwandten nicht bekannt gegeben. Die Unkosten sind hoch, so muss für ein Zimmer in Untermiete häufig rund hundert Franken pro Tag bezahlt werden. Es ist wichtig, dass sich die Frauen auch über solche Probleme aussprechen können. Nicht zur Aufgabe von «Maria Magdalena» gehört dagegen, illegal anwesende Personen aufzuspüren. Dafür sind das Ausländeramt und die Polizei zuständig. Auf Wunsch wird den angetroffenen Frauen jedoch das Meldeverfahren erläutert.

Häufiger in Untermiete

Gresser stellt auch eine neue Art von Salonbetrieben fest, die die Kontaktaufnahme ebenfalls erschwert. Vermehrt gibt es Wohnungen, welche von einer Person gemietet und an Sexarbeitende untervermietet werden. Diese mieten sich in solchen Wohnungen tage- oder wochenweise ein Zimmer und arbeiten als selbständig Erwerbende. Die Vermieter solcher Wohnungen sehen sich nicht als Arbeitgeber, was rechtlich zumindest umstritten ist, sind meistens nicht vor Ort anzutreffen und bleiben für die Beratungsstelle unbekannt. Viel einfacher ist es für «Maria Magdalena», in Lokalen zu wirken, in welchen die für den Betrieb zuständige Person das Angebot kennt und eine »Brücke» zu den neuen Sexarbeitenden schlagen kann. Solche Lokale sind seltener geworden.

Franz Welte

http://www.st-galler-nachrichten.ch....rbe-schwieriger-00114321/


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