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 fraences fraences setzt sich aktiv für die Rechte von SexarbeiterInnen ein
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BeitragVerfasst: 2014-12-04, 15:21  Beitrag #141/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

Ob es bei diesem Prozeß noch um Wahrheitsfindung geht .....

ROTLICHTPROZESS
Staatsanwalt bezeichnet Anwalt als Flegel

Von BARBARA KIRCHNER

DÜSSELDORF –
136 Tage verhandelt man nun im Rotlichtprozess und die Nerven liegen blank. Am Dienstag zofften sich wieder einmal Staatsanwalt Peter Großbach und der Verteidiger vom Hauptangeklagten Thomas M. (49), Benedikt Pauka. Großbach beschimpfte sein Gegenüber als „Flegel“.
Im Zeugenstand saß Großbachs Kollege, Oberstaatsanwalt Stefan Trunk. Er hatte damals die Ermittlungen nach den spektakulären Durchsuchungen in den ehemaligen Wollersheim-Puffs geleitet. Und dabei hatte er auch ein Gespräch mit einer Zeugin geführt.
Pauka fühlte ihm auf den Zahn, stellte Fragen die Großbach rügte. Als dieser erneut in die Befragung eingriff, meinte Pauka: „Wir sind schon zwei Schritte weiter. Wohl geschlafen oder?“
Richter Markus Fuchs schaltete sich ein: „Herr Pauka, Ihr Ton lässt zu wünschen übrig. Sie waren jetzt drei Tage nicht da. Das haben alle genossen. Sie lachen ja gerne über ihre Scherze. Aber nicht alle finden das lustig.“ Und dann setzte Großbach noch einen drauf: „Dass sie ein Flegel sind, habe ich schon gemerkt.“
Ansonsten brachte die Aussage von Stefan Trunk nicht viel. An die meisten Zusammenhänge konnte sich der Ermittler nicht erinnern.

http://www.express.de/duesseldorf/r....flegel,2858,29220776.html


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Verfasst: 2014-12-04, 15:21  Beitrag #     Titel:  Nach untenNach oben

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BeitragVerfasst: 2015-01-06, 14:45  Beitrag #142/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

Düsseldorfs teuerster Prozess
Rotlicht-Prozess: Noch 121 Verhandlungstage

Von BARBARA KIRCHNER

Der Hauptangeklagte Thomas M. im sogenannten „Rotlicht-Prozess“, der kein Ende nehmen will.


Das neue Jahr hat begonnen. Und Richter Markus Fuchs verplant es schon mal komplett: Er hat den sogenannten „Rotlicht-Prozess“ schon bis in den Januar 2016 terminiert. 121 weitere Verhandlungstage! Drei Tage die Woche. Außer in den Sommerferien. So etwas gab’s noch nie.

Damit ufert das Mammutverfahren endgültig aus. Seit eineinhalb Jahren sind von den 29 Kunden, die an der Rethelstraße angeblich ausgenommen wurden, nur sechs Fälle abgeschlossen.

Doch die angeblichen Betrogenen wirkten nicht immer überzeugend. Vier Freier demontierten sich selbst. Ein Geschäftsmann, der behauptete, unter Koks gesetzt worden zu sein, wurde per Haarprobe als Dauerkonsument enttarnt.

Ein Programmierer kam mit 2,56 Promille zum Gericht und gab zu: „Ich bin Alkoholiker.“

Ein Augenarzt schrieb, nachdem er angeblich um 7220 Euro erleichtert wurde, Liebes-SMS an die Prostituierte, behauptete aber trotzdem: „Man hat mir etwas eingeflößt.“ Und ein Hotelmanager musste zugeben, dass er schon vor dem Puffbesuch ordentlich gesoffen hatte.

Eineinhalb Jahre brauchte man für diese Zeugen bisher. Weitere 23 Fälle sind noch zu klären, und der Richter kündigte an: „Um ein bandenmäßiges Vorgehen festzustellen, muss man sich auch die über 250 eingestellten Fälle anschauen.“

Ein üppiges Programm also. Und damit kein Verhandlungstag verloren geht, wird jedem der jetzt noch fünf Angeklagten ein dritter Verteidiger beigeordnet.

Mit neun Angeklagten hatte man angefangen. Zwei erkrankten, eine Bardame steht kurz vor der Entbindung. Und eine Prostituierte wurde freigesprochen.

Weil Puff-Chef Thomas M. (49) in Haft sitzt, muss zügig verhandelt werden.

http://www.express.de/duesseldorf/d....ngstage,2858,29488068.htm


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BeitragVerfasst: 2015-03-03, 12:30  Beitrag #143/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

Rotlicht-Prozess läuft wohl noch ein Jahr


Düsseldorf. Das Verfahren um den angeblichen Serien-Betrug an Besuchern von Bordellen an der Rethelstraße zieht sich hin. Die Prozesskosten könnten bis nächsten März mehr als 1,5 Millionen Euro betragen. Von Wulf Kannegiesser

Anwälte, die in Prozesspausen beieinander stehen, besprechen meist die aktuelle Entwicklung des Strafverfahrens. Aber beim so genannten Rotlicht-Prozess um angeblichen Serien-Banden-Betrug an Bordellbesuchern der Rethelstraße, der seit Mitte 2013 läuft, ist das längst anders. Plaudern Anwälte in einer der unzähligen Prozessunterbrechungen miteinander, geht es immer öfter um private Themen wie die Grippewelle, die Urlaubsplanung oder welche Route zum Landgericht morgens staufrei ist.

Und weil es hier dauernd neue Verhandlungspausen gibt und kaum noch wahrnehmbare Fortschritte beim Prozessthema, trudelt der Mammutprozess seit Monaten vor sich hin. Und das Landgericht hat schon weitere Termine bis weit in den März hinein festgelegt - und zwar in den März des nächsten Jahres. Die Prozesskosten von mindestens 6000 Euro pro Tag dürften dann mehr als 1,5 Millionen Euro betragen. Zahlbar aus der Staatskasse, so lange kein rechtskräftiges Urteil gegen einen Angeklagten vorliegt. Doch ob und wann es dazu kommt, ist ungewiss.

Verfahren geht kaum voran
Rethelstraße: Der Rotlicht-Prozess: Eine Chronik

Schier endlose Scharmützel zwischen den Verteidigern mit dem Gericht oder den beiden Staatsanwälten um beinahe jede formal-juristische Kleinigkeit, außerdem säumige Zeugen, die reihenweise verspätet erscheinen oder erst im dritten Anlauf und sich dann regelmäßig auf Erinnerungslücken berufen - die Gründe, warum es in diesem Prozess kaum noch vorangeht, sind vielfach. Und stets bemüht sich der Vorsitzende Richter Markus Fuchs, weiterhin allen möglichen Anträgen, Anregungen oder Vorschlägen von Verteidigern, von Opferanwälten, von Zeugenbeiständen oder Angeklagten nachzukommen.

Zeitweise wurde die Verhandlung um einen angeblichen Serienbetrug an 29 Bordellbesuchern sogar vom Kleinkind einer Angeklagten abhängig gemacht: Weil jene Frau für ihr Töchterlein keine Tagesmutter fand, brachte sie ihr Kind flugs mit zum Prozess. Die Verhandlung kam also nur so lange voran, wie das Kind in seinem rosafarbenen Wägelchen still vor sich hin schlummerte.

Erst drei von 29 Fällen abgehandelt

Von ursprünglich neun Angeklagten sind aktuell ohnehin nur noch vier übrig. Alle anderen Verfahren wurden abgetrennt oder endeten in einem Fall sogar mit Freispruch. Von 29 Fällen, in denen Freier in diesen Bordellen durch K.O.-Tropfen, Alkohol oder Drogen angeblich willenlos gemacht - und deren Kreditkarten dann illegal bis ans Limit belastet wurden, hat das Landgericht in den bisherigen 129 Prozesstagen gerade mal drei Fälle komplett abgehandelt. Und eine Tendenz von Staatsanwaltschaft, Gericht oder Verteidigern, den Prozessablauf gegen den hauptangeklagten Bordell-Chef Thomas M. (49) abzukürzen oder doch bündiger zu gestalten, zeichnet sich aktuell nicht ab.

So konnte sich auch am Montag eine Ex-Prostituierte ungehindert auf angebliche Erinnerungslücken berufen, sobald es um die spezielle "Behandlung" eines mutmaßlich betäubten und dann abgezockten Bordellgastes ging. Das Gericht verzichtete darauf, die Zeugin zwischendurch an ihre Wahrheitspflicht im Zeugenstand zu erinnern - was in der Folge prompt dazu führte, dass die Verteidiger eine Vielzahl von Nachfragen an diese Zeugin stellten.

Am Dienstag soll dieser Prozess fortgesetzt werden. Falls nicht doch irgendein Grund wieder mal dazu führt, dass der Verhandlungstag abgesagt wird.


http://www.rp-online.de/nrw/staedte....ch-ein-jahr-aid-1.4916356


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BeitragVerfasst: 2015-03-03, 19:42  Beitrag #144/151     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

damit hätten viele Aussteigerinnen finanziert werden können.


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BeitragVerfasst: 2015-03-04, 01:17  Beitrag #145/151     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

ehemaliger_User: Und noch mehr vernünftige Einstiegsberatungen. (Was wohl auch so manche Ausstiegsberatung unnötig gemacht hätte.)


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BeitragVerfasst: 2015-03-05, 18:14  Beitrag #146/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

Düsseldorf: Rethel-Bordelle sollen Sozialbeiträge in Millionenhöhe nachzahlen

Düsseldorf. Sozialabgaben von 8,3 Millionen Euro für die jahrelange Tätigkeit von nicht selbstständig arbeitenden Prostituierten soll die Bordellbetriebs-GmbH von der Rethelstraße (PRD) nach einem Urteil des Sozialgerichts nachzahlen. Diese Entscheidung wurde am Donnerstag bekannt.

Die Umsetzung dürfte aber schwer fallen: Die PRD-GmbH (Pensionsbetriebe Rethelstraße Düsseldorf) befindet sich in der Insolvenz, die Insolvenzmasse soll bei 100.000 Euro liegen. Laut Sozialgericht haben Prostituierte in dortigen Etablissements zwischen 2005 und 2011 keineswegs als Selbstständige gearbeitet und die PRD habe dafür nur Zimmer zur Verfügung gestellt. Das hatte die PRD vorgetragen.

Die Richter befanden aber, dass die Frauen in den Rethelstraßen-Bordellen genauen Verhaltensregeln (so genannten Goldenen Regeln des Hauses) unterworfen waren, wonach sie kein Geld entgegen nehmen durften und die Arbeitszeiten strikt einzuhalten hatten.


In der Gesamtschau sei laut Urteil von abhängigen Beschäftigungen auszugehen, für die Sozialabgaben zu entrichten seien. Ursprünglich hatte die Rentenversicherung fast 20 Millionen Euro von der PRD-GmbH einfordern wollen, 7,5 Millionen Euro davon als Säumniszuschläge.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte....-nachzahlen-aid-1.4922736

Hier das Urteil:
http://openjur.de/u/762301.html


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BeitragVerfasst: 2016-04-14, 06:28  Beitrag #147/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

Ich frage mich, wo hier die rechtliche Verhältnismäßigkeit ist?

Der Prozeß im Rethelfall ist immer noch nicht abgeschlossen.Mittlerweile sind 4 Jahre vergangen und ein Ende ist nicht abzusehen.

Thomas M., der Hauptangeklagte im sogenannten Rotlicht-Prozess. Seine Briefe an Freunde und Familie wirbelten gestern viel Staub auf und sorgten für Ärger.
Foto: Uwe Schaffmeister
Düsseldorf -
Das war ein richtiges Eigentor, das sich Thomas M. (50), Hauptangeklagter im sogenannten Rotlicht-Prozess, geschossen hat: Bei Durchsuchungen von Zelle, Haus und einem Bekannten von M. fand die Staatsanwaltschaft Briefe, die ohne Kontrolle aus dem Knast geschmuggelt wurden. Der Inhalt prekär.

Die Staatsanwaltschaft wertete das als Aufforderung, Zeugen, die aussagen sollen, zu beeinflussen. In den Briefen gebe es Anweisungen dazu. So bot man einer Dame aus dem horizontalen Gewerbe an, ihr beruflich wieder auf die Beine zu helfen.

Der Anwalt von M. sieht darin nichts Verfängliches. Zwar sei es nicht in Ordnung, Post aus dem Knast zu schmuggeln.

Aber inhaltlich habe man hauptsächlich Privates geschrieben.

Womöglich, weil der Postweg über Zensur so lange dauert. Für die beiden Mitangeklagten sollte das Konsequenzen haben. Denn auch sie sollen für M. tätig geworden sein.

Die Staatsanwaltschaft beantragte deshalb die Haftbefehl erneut in Vollzug zu setzten. Der Richter lehnte das ab. Demnächst wird man die Angeklagten im Saal trennen.

http://www.express.de/duesseldorf/r....lle-geschmuggelt-23876936


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BeitragVerfasst: 2016-08-27, 06:52  Beitrag #148/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

„Rotlicht-Prozess“ Richter macht Angebote – um das Schweigen zu brechen

Düsseldorf -
Vielleicht wird es ja doch keine unendliche Geschichte …
Am Donnerstag tat sich was im sogenannten „Rotlicht“-Prozess: Richter Markus Fuchs gab nach drei Jahren Verhandlungsdauer bekannt, mit welchen Strafen zwei der Angeklagten rechnen können, falls sie ein Geständnis ablegen. Endlich mal Klartext!
Im Juni 2013 begann das Mammutverfahren. Den damals neun Angeklagten wurde bandenmäßiger Betrug, Körperverletzung und Raub vorgeworfen. In den sogenannten „Wollersheim-Puffs“ an der Rethelstraße sollen Prostituierte, Wirtschafter und Chef Thomas M. (51) Freier im großen Stil betäubt und abgezockt haben.
Schar der Angeklagten schrumpfte
Doch die Schar der Angeklagten schrumpfte. Gründe: Ein Freispruch, Krankheiten und Schwangerschaft. Am Ende saßen nur noch drei auf der Anklagebank.
Am Donnerstag überraschte Richter Markus Fuchs mit einem Verständigungsvorschlag. Auf Wunsch der Angeklagten, die nach so vielen Verhandlungstagen offenbar nervlich am Ende sind.
Bei einem Wirtschafter (35) blieben demnach von den vielen Vorwürfen vier Fälle hängen: Bandenmäßiger Betrug, Erpressung.
Die vorgeschlagene Strafe bei einem Geständnis: Drei Jahre und zehn Monate bis zu vier Jahre und vier Monate. Alle anderen Fällen würde man einstellen. Verzweifelt schlug er die Hände über den Kopf zusammen.
Knapp zwei Jahre davon hat er schon in Untersuchungshaft gesessen.
Sein Kollege (33) wäre bei einem Geständnis mit bis zu viereinhalb Jahren dabei. Er hat 25 Monate U-Haft hinter sich.
Angeblicher Kopf der Bande schwieg bisher
Das alles hat aber auch noch einen entscheidenden Hintergrund. Man hofft so, an Thomas M., den angeblichen Kopf der Bande, heranzukommen. Der hat bisher geschwiegen.
Kundenkontakt hatte er nie. Aber er soll von den Machenschaften seiner Mitarbeiter gewusst, sie geduldet und natürlich auch davon profitiert haben. Wenn die jetzt ein Geständnis ablegen, könnte das auch gegen Thomas M. verwendet werden. Das große Schweigen wäre gebrochen.
Jetzt haben alle Beteiligten noch Zeit bis Ende September, um sich zu überlegen, ob sie auf den Vorschlag des Gerichts eingehen.
Der Prozess geht also erst einmal weiter.


http://www.express.de/duesseldorf/-....eigen-zu-brechen-24648320


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BeitragVerfasst: 2017-07-11, 12:39  Beitrag #149/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

Freier im Bordell betäubt: Lange Haftstrafen gefordert


Bordell
In Bordellen der Landeshauptstadt sollen Freier reihenweise mit Drogen betäubt worden sein, um sie finanziell auszuplündern. Foto: dpa
DÜSSELDORF. Fünf Jahre nach dem sogenannten Düsseldorfer Rotlicht-Skandal hat die Staatsanwaltschaft eine lange Haftstrafe für den Hauptangeklagten beantragt. In Bordellen in Düsseldorf sollen reihenweise Freier mit Drogen betäubt und ausgeplündert worden sein. Die Stadt hatte danach vier Etablissements geschlossen.

Nach mehr als dreieinhalb Jahren Prozessdauer und weit über 250 Prozesstagen hatten am Montagabend in einem der längsten Strafprozesse des Landgerichts die Plädoyers begonnen.

Der damalige Eigentümer der Bordelle soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für neun Jahre und einen Monat hinter Gitter. Er sei wegen räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Waffenrecht überführt. „Er hat die Tatabläufe gewollt und gebilligt. Er ist der Kopf der Bande”, sagten die Staatsanwälte.

Strafverschärfend müsse sein Verhalten nach der Tat gewertet werden: So habe er Zeugen zu Falschaussagen angestiftet und ein Millionenvermögen beiseite geschafft. Ermittler hatten aus dem Gefängnis geschmuggelte Briefe sichergestellt, in denen die Rotlichtgröße Mittelsmänner anwies, Zeugen zu kontaktieren, damit sie vor Gericht ihre Aussagen abschwächen. Die Plädoyers der Verteidigung und der Nebenklage stehen an diesem Dienstag und eventuell weiteren Tagen an.

Die Ankläger beantragten für einen mutmaßlichen Komplizen vier Jahre Haft. Er habe wenigstens ein Teilgeständnis abgelegt und bemühe sich um einen Beruf abseits des Rotlichtmilieus.

In einem Fall seien mehr als 22 000 Euro von der Kreditkarte eines Geschädigten abgebucht worden. Besucher der Häuser hätten über Herzrasen, Schwindel und Erinnerungslücken geklagt. In einem Fall habe sich ein Besucher auf eigene Faust einem Drogentest unterzogen und sei positiv auf Kokain getestet worden.

In einem Fall habe eine Prostituierte aus Versehen ein präpariertes Glas Champagner ausgetrunken und dann über gesundheitliche Beschwerden geklagt, die eine Woche angedauert hätten. Vor Gericht habe sie dann ihre Aussage, wie vom Angeklagten gewünscht, abgeschwächt.

Im vergangenen Oktober war bereits ein ehemaliger Bordell-Mitarbeiter zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Verfahren gegen fünf weitere Angeklagte war abgetrennt worden. Eine Bardame war freigesprochen worden.

Der Skandal um die Rotlicht-Betriebe in Düsseldorf hatte hohe Wellen geschlagen. Zeitweise hatte die Polizei eine Telefon-Hotline geschaltet, unter der sich Bordell-Besucher melden konnten, die den Verdacht hatten, betäubt und ausgeplündert worden zu sein. Um die Stammkunden nicht zu verprellen, waren offenbar gezielt weit gereiste Freier wie etwa Messebesucher aus Übersee ausgewählt worden. Die Stadt hatte die Betriebe im Juli 2012 für mehrere Monate geschlossen, später wurden sie insolvent.

http://www.aachener-nachrichten.de/....rafen-gefordert-1.1667427


5 Jahre Untersuchungshaft hat mit Rechtsstaatlichkeit nix mehr zu tun!


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BeitragVerfasst: 2017-07-12, 10:04  Beitrag #150/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

„Rotlicht-Prozess“ Verteidigung plädiert auf Freispruch! –[B]

Düsseldorf -
Was passierte in den Puffs an der Rethelstraße? Wurden hier zwei Dutzend Freier mit KO-Tropfen betäubt und abgezockt?
Seit 313 Verhandlungstagen muss sich das Düsseldorfer Landgericht mit diesen Fragen beschäftigen. Doch jetzt, nach über vier Jahren ist mit den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung endlich ein Ende in Sicht!
Anwälte fordern Freispruch
Für die Anwälte von Tom M. war die Lage am Dienstag ganz klar: „Herr M. war in den 28 angeklagten Fällen nie selbst anwesend und er hat auch keine Planung von Straftaten in Auftrag geben.“ Deshalb beantragten die Verteidiger für den Hauptangeklagten im Rotlicht-Prozess auch nur eines: Freispruch.
Ganze 111 Minuten dauerte das Plädoyer der beiden Anwälte am Abend, in dem sie alle Vorwürfe behandelten und auch den Prozess noch einmal kritisierten: „Wir hatten es hier mit einem sehr ungewöhnlichen Verfahren zu tun, weil das Gericht wegen Versäumnissen auch selbst Ermittlung nachholen musste.“
Vor dieser „Abrechnung“, hatten die Anwälte der angeblich abgezockten Rethelstraßen-Freier ihre Schlussworte gesprochen, mit teilweise überraschenden Aussagen. So forderte ein Anwalt, dass Tom M. auch im Falle einer Verurteilung zunächst aus der U-Haft entlassen wird. Diese sei nach über vier Jahren nicht mehr gerechtfertigt.
Die Höhe des Strafmaß überließen die Vertreter der Nebenkläger dem Gericht. Das muss jetzt nach den Plädoyers, auch über die Forderung der Staatsanwaltschaft beraten. Die hatte am Montagabend für Tom M. neun Jahre und ein Monat Haft und für den zweiten Angeklagten, einem ehemaligen Mitarbeiter von M., vier Jahre Haft beantragt.
Nächste Woche soll es mit dem Mammut-Prozess dann endlich zu Enden gehen. Aktuell plant der Richter damit, das Urteil am Freitag, den 21. Juli, zu verkünden.
Was im Prozess schon alles passiert ist
Der Prozess rund um die Rethelstraße ist eine echte Mammut-Veranstaltung!
Nach vier Jahren Prozessdauer und 313 Prozesstagen hatten am Montagabend in einem der längsten Strafprozesse des Landgerichts die Plädoyers begonnen.
Ursprünglich waren neun Menschen angelegt. Im vergangenen Oktober war bereits ein ehemaliger Bordell-Mitarbeiter zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Verfahren gegen fünf weitere Angeklagte war abgetrennt worden. Eine Bardame wurde freigesprochen. Bert Wollersheim, zu Beginn der Ermittlungen mal kurzzeitig festgenommen, ist lange wieder auf freiem Fuß. Telefon-Protokolle der Polizei bewiesen, dass er an den Vorgängen in den Bordellen unschuldig war.
Zwei Richter, drei Anwälte und eine Angeklagte wurden Vater beziehungsweise Mutter. Sieben Babys wurden geboren.
Der Strafprozess hatte am 1. Juli 2013 begonnen. Seither seien rund 200 Zeugen vernommen worden, sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag.

http://www.express.de/duesseldorf/-....-auf-freispruch--27957042


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BeitragVerfasst: 2017-07-21, 14:09  Beitrag #151/151     Titel:  RE: polizeiliche Razzien um Bordellgesetz zu rechtfertigen  Nach untenNach oben

Rotlicht-Prozess in Düsseldorf
Gut acht Jahre Haft für Ex-Bordellchef



Düsseldorf. Weil der Betreiber der ehemaligen Luxus-Bordells an der Rethelstraße Freier erst mit K.o.-Tropfen betäubt und dann abgezockt haben soll, wurde er am Freitag zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Beide Angeklagte kommen am Freitag auf freien Fuß.
Für den Düsseldorfer Rotlicht-Skandal ist ein ehemaliger Bordellchef zu acht Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Landgericht sprach den 52-Jährigen am Freitag nach mehr als vier Jahren Verhandlungsdauer wegen räuberischer Erpressung, Betruges und gefährlicher Körperverletzung schuldig. Auch wenn er am Freitag verurteilt wurde, kommt Tom M. dennoch am Freitag auf freien Fuß. Denn das Gericht hat mit dem Urteil die Haftbefehle aufgehoben.

Gleiches gilt auch für den letzten verbliebenen Mitangeklagten. Er wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sehe keine Verdunkelungsgefahr mehr, hieß es.


In Bordellen der Landeshauptstadt waren zahlreiche Freier mit Drogen betäubt und ausgeplündert worden. Die Stadt hatte daraufhin vier Etablissements geschlossen.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den damaligen Eigentümer der Bordelle neun Jahre und einen Monat Haft beantragt, seine Verteidiger einen Freispruch.

Das Verfahren begann mit der Hauptverhandlung am 1. Juli 2013 gegen neun Angeklagte; beteiligt waren auch sechs Nebenkläger. In der Anklage vom 21. Februar 2013 war den Angeklagten unter anderem schwere räuberische Erpressung und Bandenbetrug vorgeworfen worden.

Sie sollten in einer Vielzahl von Fällen Bordellkunden der Rethelstraße in den Jahren 2011 und 2012 durch die heimliche Vergabe von K.o.-Mitteln "abgezogen" haben, indem ihre Kreditkarten zu Unrecht belastet wurden. Am 22. November 2014 hat das Gericht eine Angeklagte freigesprochen, weil ihr die Tat nicht nachgewiesen werden konnte. Gegen fünf Angeklagte hat die Kammer das Verfahren wegen Krankheit bzw. Schwangerschaft abgetrennt und ausgesetzt. Einen weiteren Angeklagten hat das Gericht nach einem Teilgeständnis am 13. Oktober 2016 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

Das Strafverfahren ist mit 316 Verhandlungstagen in einem Zeitraum von über vier Jahren das längste Strafverfahren des Landgerichts Düsseldorf in jüngerer Zeit. Das teilte das Gericht mit. Es wurden mehr als 200 Zeugen aus dem In- und Ausland vernommen und viele Sachverständige gehört.

Die Verhandlung war so langwierig und schwierig, weil sich zum einen die Zeugen wegen Alkoholisierung bzw. Betäubungsmittelkonsums nur lückenhaft an die Geschehnisse erinnern konnten, so ein Gerichtssprecher. Viele Zeugen nahmen von ihrem Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch und nicht ausgesagt. Zum anderen seien über 250 Anträge gestellt worden, denen die Kammer habe nachgehen und ausländische Zeugen teilweise mehrfach vernehmen müssen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der Rotlicht-Prozess: Eine Chronik

http://www.rp-online.de/nrw/staedte....cht-prozess-aid-1.6963115


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