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 Aoife Aoife setzt sich aktiv für die Rechte von SexarbeiterInnen ein
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BeitragVerfasst: 2014-04-06, 09:13  Beitrag #141/159     Titel:  Re: RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

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Arum hat folgendes geschrieben:
Die heilige deutsche Kultur wird anscheinend von diesen Huren vollends zertrampelt. Daraus spricht letztendlich kein allzu grosses Selbstvertrauen. Das deutet eher auf eine ernsthafte, sehr tiefgreifende Identitätskrise hin. Es zeigt die schwache innere Verfassung dieser Prostitutionsbekämpfer, sowie die Bigotterie ihrer Kulturverehrung. Man würde fast meinen, die lieben die deutsche Kultur nicht richtig, sonst würden sie ihretwegen weit mehr inneres Vertrauen an den Tag legen


Dem stimme ich völlig zu lieber Arum!

Allerdings ist das kein rein deutsches Phänomen - weltweit beruht die Akzeptanz von "Obrigkeit" auf der von dir beschriebenen "schwachen inneren Verfassung", irrationalen (aber sehr gezielt geschürten) Ängsten was alles passieren könnte wenn nicht *jemandem* erlaubt wird das alles zu kontrollieren.

Liebe Grüße, Aoife


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Verfasst: 2014-04-06, 09:13  Beitrag #     Titel:  Nach untenNach oben

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BeitragVerfasst: 2014-04-06, 09:23  Beitrag #142/159     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Aoife: Stimmt. Aber die deutsche Regelungs- und Kontrollwut ist doch sehr speziell im Vergleich zu anderen Ländern. Dieser (Un)Geist scheint unverändert zu herrschen, siehe schon http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untertan


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BeitragVerfasst: 2014-04-12, 02:14  Beitrag #143/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Sperrbezirk soll ausgeweitet werden
Mit dem Welterbestatus gegen Prostitution


Die Stadt Regensburg will den Sperrbezirk für Prostituierte erweitern. Ob die geplante Verordnung einer Klage standhält, ist indes unsicher. Die Regensburger Sprecherin vom „Berufsverband erotischer und sexueller Dienstleistungen“ sieht Prostituierte durch die Ausweitung des Sperrbezirks kriminalisiert.

„Wir brauchen Regeln, die uns schützen und keine, die uns schwächen“, sagt Tanja. Die 52jährige ist seit sieben Jahren Sexarbeiterin in Regensburg und sitzt Vorstand des „Berufsverbands erotischer und sexueller Dienstleistungen“. Mit einer Ausweitung des Sperrbezirks werde kein einziger Fall von Menschenhandel oder Gewalt gegen Prostituierte verhindert, sagt sie. „Stattdessen werden wir kriminalisiert.“
„Bei Regeln für das Metzgerhandwerk fragt man auch den Berufsverband.“

Weil Prostituierte auch in Privatwohnungen oder Hotelzimmern gebucht werden, seien sie gezwungen immer mal auch in den Sperrbezirk zu gehen. „Sonst haben sie ja keine Möglichkeit, Geld zu verdienen.“ Solche Prostitution werde denn auch nach der Erweiterung des Sperrbezirks stattfinden. „Nur bin ich dann rechtlos.“ Etwa dann, wenn ein Freier die Bezahlung verweigert, droht oder gewalttätig wird. Zwar könne die Betroffene dann schon die Polizei einschalten. Allerdings hat sie sich dann selbst eines Vergehens schuldig gemacht, das zunächst als Ordnungswidrigkeit, im Wiederholungsfall als Straftat gewertet wird, die mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft werden kann.

„Es wäre schön, wenn man darüber auch mit uns geredet hätte. Es werden ja auch keine Regelungen für das Metzgerhandwerk beschlossen, ohne dass man darüber mit dem zuständigen Berufsverband spricht.“
„Nicht angebrachte Doppelmoral“

Doch weder mit ihr noch mit anderen Prostituierten, Bordellbetreibern oder Vermietern von Modellwohnungen gab es von städtischer Seite Gespräche. „Uns fehlen die Ansprechpartner“, so Rechtsreferent Dr. Wolfgang Schörnig am Donnerstag im Regensburger Stadtrat. In den 80ern war Schörnig Leiter des Ordnungsamtes. Damals habe man noch Ansprechpartner gehabt. Diese seien aber im Zuge der Liberalisierung und des Wegfalls der Meldepflicht für Prostituierte beim Gesundheitsamt weggefallen. „Wir haben keinen Bezugspunkt mehr“, so Schörnig.
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Am Donnerstag beschlossen die Stadträte des Verwaltungsausschusses mit großer Mehrheit, eine Erweiterung des Sperrbezirks zu beantragen. Die alte Verordnung läuft nach 20 Jahren aus. Über eine Verlängerung und die nun mehrheitlich gewünschte Erweiterung muss die Regierung der Oberpfalz entscheiden. Lediglich Richard Spieß (Linke) und Margit Kunc (Grüne) stimmten dagegen, eine Ausweitung zu beantragen. Kunc sprach in diesem Zusammenhang von einer „nicht angebrachten Doppelmoral“.

Zum Teil hysterisch war im Vorfeld des Beschlusses die Diskussion über die möglichen Folgen des Ende der alten Verordnung gelaufen. „Gibt es bald einen Straßenstrich neben dem Kinderspielplatz?“, wurde da unter anderem gefragt.
„Ich könnte bändeweise Fotografien vorlegen.“

Noch-CSU-Fraktionschef Christian Schlegl wusste am Donnerstag zudem von „massiven Beschwerden“ zu berichten, die ihn allwöchentlich bei der Bürgersprechstunde erreichen würden. „Ich könnte bändeweise Fotografien von Bürgern vorlegen, die sich in ihrer Privatsphäre gestört fühlen“, so Schlegl. Leider hatte er am Donnerstag weder den Ordner mit den Beschwerden noch die erwähnten Fotobände dabei.

Doch irgendwie scheint Schlegl der einzige zu sein, den diese Beschwerden erreichen. Weder die Ordnungsbehörden der Stadt Regensburg noch die Polizei können diesen Eindruck bestätigen. Konkrete Ermittlungsverfahren zur „Gefährdung des öffentlichen Anstandes/ Jugendschutzes“ seien nicht bekannt, heißt es in einer Stellungnahme der Polizei gegenüber der Stadt. „Im Grundsatz will das Milieu ungestört arbeiten.“ Auch die Kriminalität im Umfeld von Prostitution scheint demnach eine eher marginale Rolle zu spielen. Und insbesondere der Straßenstrich ist in Regensburg so gut wie nicht vorhanden. Der Polizei sind lediglich vier Prostituierte bekannt, die noch in diesem Bereich arbeiten.
Schwerpunkt Wohnungsprostitution

Das bestätigt auch Tanja. „Die Freier mögen es diskret. Sie möchten nicht auf Bekannte oder Kollegen treffen.“ Auch das Geschäft in Bars, Clubs und Bordellen gehe deshalb zurück. Der Schwerpunkt liege bei der Wohnungsprostitution. Hier gebe es etwa 60 bis 80 Wohnungen in Regensburg, in denen meist eine, oft aber auch zwei bis drei Frauen arbeiten würden. Die Polizei spricht von 18 Betreibern solcher Modellwohnungen, die im Schnitt 350 Euro pro Woche von den Prostituierten verlangen würden.

Probleme mit Anwohnern gebe es erst, wenn diese Wohnungen sichtbar werden, sagt Tanja. So sei das etwa am Hohen Kreuz gewesen, wo CSU-Stadträtin Bernadette Dechant seit einigen Jahren Sturm gegen Wohnungsprostitution läuft. Dort hätten ein paar Damen plötzlich angefangen mit Herzchen und Beleuchtungen im Fenster zu werben. Das sei schlicht dumm, so Tanja. „Die Wohnungen am Hohen Kreuz gab es schon zehn Jahre. Da hat sich nie jemand aufgeregt. Erst als sie sichtbar wurden. Dann gehen die Leute dagegen vor.“

Ebenso sei es problematisch, wenn sich zu viele solche Wohnungen am selben Ort konzentrieren. Dann komme es zum Laufhaus-Effekt. Freier, die herumlaufen und nach der richtigen Wohnung suchen. „Das geht nicht. Ich bin mir aber sicher, dass man hier mit den Betreibern reden könnte.“
Welterbe contra Dienstleistungsfreiheit?

Entsprechende Gespräche gab es aber, wie schon erwähnt, nicht. Dafür liegt mit dem Beschluss vom Donnerstag nun der Antrag auf Erweiterung des Sperrbezirks auf dem Tisch. Schon bisher war jede Form von Prostitution – also auch der Besuch einer Prostituierten im Hotelzimmer – im Altstadtbereich verboten. Diese Zone soll nun unter anderem auf Stadtamhof, die Wöhrde und das Bahnhofsgebiet erweitert werden.

Die wichtigste Frage bei der Ausarbeitung der neuen Verordnung für Rechtsreferent Schörnig war, ob diese auch Klagen standhalten wird. Da Prostitution seit 2001 als normales Gewerbe gesetzlich geschützt sei, könne es nur Einschränkungen geben, wenn dem wichtige gesetzliche Güter und Gründe des öffentlichen Wohls – etwa der Jugendschutz – entgegenstünden.
Prostitution in Regensburg und die geplante Erweiterung des Sperrbezirks. Karte: Stadt Regensburg (zum Vergrößern klicken)

Prostitution in Regensburg und die geplante Erweiterung des Sperrbezirks. Rot markiert sind die geplanten Erweiterungsflächen. In der engeren Sperrzone ist keinerlei Prostitution erlaubt. Außerhalb davon nur in geschlossenen Räumen. Die Markierung “Ausnahme von der weiteren Sperrzone” bezeichnet den Bereich, in dem Straßenprostitution künftig noch erlaubt sein soll. Karte: Stadt Regensburg (zum Vergrößern klicken)

Das Bauordnungsrecht, mit dem es früher noch möglich war, Wohnungsprostitution zu verbieten sei mittlerweile eine „sehr, sehr stumpfe Waffe“. Begründet werden soll die nun gewünschte Ausweitung im Wesentlichen mit dem Status Regensburgs als Weltkulturerbe. Die Verwaltung habe sich – nach Vorgesprächen mit der Regierung – mit dieser Verordnung „so weit vorgetastet als vertretbar“, so Schörnig.

Fraglich ist indes, ob die Verordnung auch europarechtlich standhält. In Sexarbeiterinnen-Foren wird bereits seit längerem darüber debattiert, inwieweit eine Einschränkung der Prostitution durch kommunale Sperrbezirke mit der EU-Dienstleistungsrichtlinie, Niederlassungs- und Gewerbefreiheit vereinbar ist. Eine entsprechende grundsätzliche Entscheidung gibt es auf EU-Ebene dazu noch nicht, allerdings könnte eine solche – im Erfolgsfall – das generelle Aus für Sperrbezirke bedeuten. Nicht nur in Regensburg.

Hier gibt es laut Polizei etwa 100 Prostituierte. Das seien allenfalls die offiziell sichtbaren Frauen, sagt dagegen Tanja. „Sie brauchen nur ins Internet zu gehen. Da finden Sie hunderte von Anzeigen. Alle diese Frauen werden mit der Ausweitung zusätzlich kriminalisiert.“

http://www.regensburg-digital.de/mi....en-prostitution/11042014/


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BeitragVerfasst: 2014-09-29, 08:13  Beitrag #144/159     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

29.9.2014

Prostitution während des Oktoberfests 2014

After-Wiesn: Sex! - Der AZ-Bordell-Report


Wenn die Zelte auf der Wiesn schließen, geht es in den Clubs und Bars erst los. Auch in den Bordellen der Stadt herrscht Hochbetrieb. Die AZ hat sich dort mal umgeschaut.

München - Weiß-blaue Wimpelketten hängen vor den rotlackierten Wänden, von der verspiegelten Decke baumeln hellblaue Papierfächer. Ein bisschen bayerisches Flair inmitten von rotem Lack und Leder. Es ist 23 Uhr, die großen Wiesn-Zelte haben gerade geschlossen. Wenn sich die Theresienwiese leert, beginnt in Münchens ältestem Bordell, dem Leierkasten, die Rush-Hour.

"Du merkst einfach, dass mehr los ist in der Stadt. Vor allem an den Wochenenden wird s hier richtig voll. Die wollen hier noch ein bisschen weiterfeiern" Olaf G. (Name geändert) betreibt den Leierkasten, erst im Juni ist er nach einer Großsanierung neu eröffnet worden (AZ berichtete). Es ist die erste Wiesn im neuen Laden. Das Geschäft brummt.

Der tätowierte Hüne sitzt in seinem Büro im Erdgeschoss des Bordells. Die Musik aus der Bar schallt dumpf herüber. Immer wieder geht die Tür auf. Frauen kommen herein, holen Mülltüten und Küchentücher. Auf einem großen Monitor verfolgt der Betreiber das Geschehen im Leierkasten: Kameras überwachen Flure und die Bar.

Es läuft erst an. Eine Frau im Bikini tanzt an einer der Stangen. Im Flur schwankt ein Mann in Lederhose bedrohlich, einzig die Wand hinter ihm verhindert, dass er umkippt. "Die kommen schon noch", sagt G.. Er wird recht behalten.

Das Geschäft mit dem After-Wiesn-Sex ist lukrativ.

Prostituierte aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland reisen an, um während der Wiesn in München zu arbeiten, sagt Polizeisprecher Werner Kraus. "Wir schätzen, dass die Zahl der Prostituierten in den zwei Oktoberfestwochen um 70 bis 100 Prozent steigt", sagt Kraus. Genau könne man es gar nicht sagen.

Wer nur während der Wiesn in München arbeiten will, bekommt im Leierkasten kein Zimmer. Es gibt schlicht keinen Platz. Knapp 40 Frauen arbeiten im Leierkasten - alle selbstständig, alle freiwillig und bei der Polizei registriert, heißt es. "Bei uns geht jede, die anfängt erst mal zur Sitte", sagt Betreiber Olaf G.. Erst dann kann sie eines der 38 Zimmer im Leierkasten auf Tagesbasis mieten und bekommt einen Zimmerschlüssel an einem langen roten Schlüsselband mit dem Schriftzug des Bordells ausgehändigt. Es ist eine Absicherung für ihn. Wenn die Polizei sagt, es sei alles in Ordnung, dann werde das ja auch so sein. Dass sein Haus sauber sei, darauf legt er großen Wert.

Groß geändert haben sie im Leierkasten nichts für die Wiesn. Das Oktoberfest ist ein Selbstläufer. Ein bisschen Deko und an den Wochenenden Freibier an der Bar. "Wiesnbier natürlich", sagt der Betreiber. Viel trinken die meisten Besucher hier ohnehin nicht mehr. Wer nach der Wiesn hier anstrandet, hat meist schon die ein oder andere Maß intus. "Wir reinigen die Toiletten jede Stunde, das ist auch notwendig", sagt Olaf G..

In den zwei oberen Stockwerken liegen die Zimmer. Die Bodenfliesen glänzen frisch poliert, die Wände des schmalen Gangs sind rot gestrichen. Vor den Zimmern sitzen Frauen auf Barhockern. Die Beine übereinandergeschlagen warten sie auf Freier. Neben den Zimmertüren hängen kleine Bildschirme. Wechselnde Fotos zeigen die aktuelle Mieterin des jeweiligen Zimmers: in Strapsen, oben ohne, mal von der Seite, mal von vorne. Manche Frauen haben ihre Gesichter auf den Bildern verpixelt.

Gleich am Anfang des Gangs liegt Michelles Zimmer. Das breite Bett füllt den Raum fast aus. Auf dem Nachttisch stehen mehrere Flaschen Babyöl griffbereit, ein Paar Handschellen liegt auf der dünnen Matratze.

Michelle ist zierlich, die dunklen Haare fallen offen auf ihre nackten Schultern. In ihrer Arbeitskleidung sitzt sie auf dem Bett. Unterwäsche, sehr knapp, mit viel Spitze - wie bei den meisten hier. Dass sie über 40 ist, sieht man ihr nicht an. 20 Jahre sei sie schon im Geschäft, erzählt sie. Dieses Jahr sei es ihr siebtes Oktoberfest.

Sie entschuldigt sich für den Geruch im Zimmer. Ein Bote hat gerade Essen geliefert, viel Zeit dafür hat sie nicht. Ihre Tage während der Wiesn sind lang: "Ich fange so gegen halb zehn an und arbeite bis morgens, zwischendurch ein paar Stunden Schlaf." Gut doppelt so viele Freier habe sie während der Wiesn.

Es ist kurz nach Mitternacht. An ihrer geöffneten Tür laufen immer mehr Männer vorbei, schauen kurz rein und gehen weiter zum nächsten Zimmer. Viele der Freier tragen Tracht an diesem Abend - auch die Touristen, berichtet Michelle. In den vergangenen Tagen hatte sie Kunden aus Kanada, Finnland, Schweden und Italien. Für die wird die neue Lederhose dann nach ein paar Maß auch mal zum Hindernis, erzählt sie. "Die Träger und die Knöpfe, alles nicht so einfach wenn die betrunken sind."

Der Pegel ist schon viel höher während der Wiesn. "Es gibt schon auch Besoffene, die laufen oben durch die Gänge und klopfen an die Türen", erzählt G. - richtig Ärger mit betrunkenen Freiern gebe es aber selten, man setzt auf Deeskalation. Für den Fall, dass eine der Frauen auf ihrem Zimmer Probleme mit einem Freier bekommt, ist in jedem Zimmer ein Notknopf neben dem Bett angebracht. Wird der gedrückt, ertönt im Büro ein Alarm, auf einem kleinen Monitor erscheint die Zimmernummer und einer der Security-Mitarbeiter eilt zur Hilfe. Genutzt werde der Knopf zum Glück nur selten, heißt es im Leierkasten.

"Viele sagen auch: Weißt du, ich bin eh betrunken, lass uns ein bisschen reden. Gestern hab ich drei Mal nix gemacht", erzählt Michelle. Bezahlen müssen die Männer dann trotzdem.

Zeit ist Geld - während der Wiesn erst recht.

Polizeisprecher Werner Kraus hat selbst lange bei der Sitte gearbeitet. Dass betrunkene Freier nur reden wollen, ist nicht die Regel. "Wenn der Alkoholpegel steigt, ist oft auch das Aggressionspotenzial erhöht - betrunkene Freier, die randalieren oder gewalttätig werden, gibt es immer wieder", sagt Kraus. Für anschaffende Frauen, die auf sich allein gestellt sind und nicht in einem Bordell oder Laufhaus mit Security arbeiten, wird es dann schnell gefährlich.

1 Uhr. Die Bar im Leierkasten ist voll. Dicht gedrängt stehen Männer von Anfang 20 bis deutlich über 60 an der Bar. Viele Trachtler, nur die wenigsten sind alleine gekommen. Dazwischen stehen leicht bekleidete Frauen, die Schlüssel zu ihren Zimmern griffbereit. Aus den Boxen dröhnt lauter Elektro, zwei Italiener in Lederhosen probieren es mit schreien.

Hier finden Sie alle News rund um das Oktoberfest 2014

In der Mitte der Bar tanzt eine junge Frau, sie trägt Hotpants und ein knappes Bikini-Oberteil. Sie zwinkert einer Gruppe von Trachtlern zu, die prosten, noch etwas schüchtern, mit Bierflaschen zurück. Das rote Schlüsselband hat sie um ihr Handgelenk gewickelt. Es dauert noch ein bisserl, bis es zum Einsatz kommt.

Auf dem Parkplatz halten die Taxis im Minutentakt. Erst im Morgengrauen werden die Letzten den Leierkasten verlassen. Ein oder zwei Stunden nur wird geschlossen und geputzt – dann beginnt hier der nächste Wiesn-Sause.

http://www.abendzeitung-muenchen.de....70-907a-7e3cc3fce00d.html


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BeitragVerfasst: 2014-10-13, 07:42  Beitrag #145/159     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

13.10.2014

Pläne für "Mega-Bordell"

Puff in Perlach: Angst vor "kleiner Reeperbahn"

München - Im Perlacher Gewerbegebiet will ein Groß-Bordell eröffnen. Die Chancen stehen gut - auch wenn Lokalpolitiker Angst vor einer Abwertung des Gebietes haben.


Der Stadt liegt ein entsprechender Antrag auf Nutzungsänderung eines ehemaligen Bürogebäudes an der Hofer Straße 19 vor. Unter der Adresse firmieren bereits einige Damen aus dem Rotlichtgewerbe. Nun soll dort ein Bordell- und Massagebetrieb eröffnet werden, der sich über insgesamt fünf Stockwerke und 40 Zimmer erstreckt.

Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach (BA 16) befürchtet, das mit einem solchen "Mega-Bordell" dieser Teil des Gewerbegebiets weiter in Richtung Rotlicht-Viertel abrutschen könnte. Zumal es gegenüber auch bereits einen FKK-Club gibt. Dass die vorhandenen Etablissements bislang keine nennenswerten Probleme bereiten, könnte allerdings dem Vorhaben durchaus zugute kommen. Im BA wird die beantragte Nutzungsänderung jedoch mit Nachdruck abgelehnt. Man will "keine kleine Reeperbahn" in Perlach, wie der stellvertretende BA-Chef Guido Bucholtz (parteilos) erklärte.

Neben dem befürchteten "Trading-Down-Effekt" für die umliegende Bebauung trug BA-Planungsausschuss-Sprecher Wolfgang Thalmeir (CSU) noch weitere Gegenargumente vor. So müsste der gesamte, zumeist nächtliche An- und Abfahrtsverkehr über enge Wohnstraßen abgewickelt werden. In unmittelbarer Nähe liegen Schulen, Sportanlagen und ab nächstem Jahr noch eine Gemeinschaftsunterkunft für 275 Flüchtlinge. Bei der Stadt tut man sich allerdings schwer mit einer Ablehnung. Das Etablissement liege im Gewerbegebiet, wo eine solche Nutzung erlaubt sei, erklärt die Sprecherin des Planungsreferats, Karla Schilde.

http://www.merkur-online.de/lokales....r-reeperbahn-4113010.html


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BeitragVerfasst: 2014-10-14, 07:55  Beitrag #146/159     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

14.10.2014

Angst vor "kleiner Reeperbahn"

Aufstand gegen das neue Rotlicht-Viertel in Perlach

München - Ein riesiges Haus der Lust soll es werden. Und genau das finden viele Anwohner in Perlach gar nicht lustig.


Es geht um die Hofer Straße im Perlacher Gewerbegebiet. Dort wird bald ein riesiges Freudenhaus mit Massagebetrieb entstehen. Über fünf Stockwerke hinweg, mit gleich 40 Zimmern. Nur: Der Bezirksausschuss sieht deswegen nun rot. "Wir müssen aufpassen, dass wir hier keine kleine Reeperbahn werden", schimpft BA-Chef Guido Bucholtz (parteilos) gegenüber der tz. "Wir wollen dieses Etablissement hier bei uns nicht!"

Der Streit um das Mega-Freudenhaus: Tatsache ist, dass der Stadt ein entsprechender Antrag auf Nutzungsänderung des ehemaligen Bürogebäudes vorliegt. Heißt: Ein Unternehmen will dort Prostituierte und Freier im großen Stil unterbringen. Bei der Stadt tut man sich schwer, diese Anfrage abzulehnen, weil solch ein Freudenhaus in einem Gewerbegebiet nunmal generell erlaubt ist.

"Das Problem ist aber, dass wir hier ja eh schon einen FKK-Club haben", erklärt Guido Bucholtz. Daher lehnte der Bezirksausschuss das neue Bordell auch einstimmig ab. "Es gibt zu der Adresse an der Hofer Straße auch nur eine Zufahrtsstraße", so Bucholtz. "Da wird es zwangsläufig Probleme mit den vielen Autos geben, die dort hinwollen."

Der ganze - meist nächtliche - An- und Abfahrtsverkehr müsse über enge Wohnstraßen abgewickelt werden. Dies sei eine extreme Belastung für all die Anwohner. "Das wird richtig laut." Zudem gebe es in dem Viertel viele leer stehende Büroräume, die dann gar nicht mehr zu vermitteln wären. "Dann will doch keiner mehr hierher ziehen, wenn alles zum Rotlicht-Bezirk wird. Ich sehe das sehr kritisch." Doch Bucholtz ist Realist: "Ich befürchte, dass die Stadt da wenig machen kann."

Das sagen die Nachbarn

Zieht die Gegend runter

"Ich bin hier in der Nähe aufgewachsen und wohne jetzt in Neubiberg. Ich habe bisher noch nie davon gehört, dass das Rotlicht-Gewerbe im Industriegebiet Probleme gemacht hätte. Aber ich habe die Befürchtung, dass es die ganze Gegend runterzieht, wenn dort ein großes Bordell aufmacht. Das könnte für Probleme sorgen - zumal sich in direkter Nachbarschaft eine Kita befindet"

Susi Z. (30, Name geändert), Neubiberg

Zu viele Männer lungern rum

"Ich wohne nur ein paar Hundert Meter von dem Bordell entfernt. Insbesondere nachts gehe ich sehr ungern durch die Straße, an der sich das Gewerbe niederlassen will. Da fühle ich mich unsicher. Hier lungern sehr viele Männer rum. Sie werden von Taxis abgesetzt oder sitzen ewig in ihren Autos und beobachten die Straße. Wir haben schon genug Rotlicht-Gewerbe in Perlach. Das Bordell kann sich doch auch woanders niederlassen, oder?"

Anja M. (24), Studentin, Perlach

Mache lieber einen Umweg

"Grundsätzlich meide ich die Hofer Straße in Perlach. Wenn ich zum Beispiel nachts an der S-Bahn-Station Perlach ankomme, dann nehme ich lieber einen längeren Umweg in Kauf, nur um nicht durch die Straße gehen zu müssen. Dort ist es komischerweise dunkler als in allen anderen Straßen in Perlach. Die Stadt sollte dort ein paar Laternen aufstellen. Mittlerweile sind sogar schon Freundinnen von mir angesprochen worden, ob sie in dem Bordell arbeiten möchten."

Anne R. (20), Studentin, Perlach

Keine Probleme mit dem Plan

"Das neue Bordell stört mich nicht. Mir sind auch bisher keine Probleme mit dem Gewerbe bekannt. Ich wohne seit 1988 in Altperlach, nur gut fünf Minuten von dem Industriegebiet weg. Ein paar Mal habe ich mich schon beim Einkaufen im Lidl mit den Damen, die im Rotlicht-Gewerbe abreiten, unterhalten. Die sind alle sehr nett. Ich finde, das Bordell wäre dort gut aufgehoben."

Richard W. (64), Rentner, Altperlach

http://www.tz.de/muenchen/stadt/ram....rtel-perlach-4116627.html


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BeitragVerfasst: 2014-12-05, 09:28  Beitrag #147/159     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

4.12.2014

Hofer Straße: Bordell bereits in Betrieb

München - Aufregung um ein geplantes Bordell an der Hofer Straße in Perlach. Der Betrieb läuft schon, nur bisher ohne Genehmigung.


Die Aufregung um ein geplantes Großbordell an der Hofer Straße in Neuperlach war eigentlich überflüssig. Denn das Haus wird bereits in dieser Form genutzt – bislang allerdings ohne entsprechende Genehmigung. Die Lokalbaukommission (LBK) wusste auch, dass im eigentlich als Glücksspielhalle deklarierten Gebäude zum größten Teil Rotlichtgewerbe residiert.

In dem Anwesen befinden sich im Erdgeschoss eine Spielhalle und ein Bistro, in den Obergeschossen Bordelle. Der Bau sei 2012 als Geschäftshaus mit Spielhalle, Bistro, Softwareentwicklung und Betriebsleiterwohnung genehmigt worden, erklärt der Leiter der LBK, Cornelius Mager. Inzwischen seien in den drei Obergeschossen aber von der Baugenehmigung abweichende Nutzungen eingezogen.

Der LBK liege nun ein Änderungsantrag vor, der im Moment geprüft werde. Darin enthalten ist auch die Beurteilung, ob in der Hofer Straße das Gebot der Rücksichtnahme die grundsätzliche Zulassung von Bordellen in Gewerbegebieten aufhebe.

Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach hatte befürchtet, dass das Gebiet weiter abrutschen werde und andere Firmen verschrecken oder vertreiben könnte. Zudem hatte man auf Schulen, Sportanlage und die für 2015 geplante Flüchtlingsunterkunft in der näheren Umgebung hingewiesen.

http://www.merkur-online.de/lokales....dell-genutzt-4505564.html


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BeitragVerfasst: 2015-01-02, 13:13  Beitrag #148/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Vielen Dank an Steffen, der mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hat.




Nürnberger Hure: "Das Geld ist nur Mittel zum Zweck"
Zum internationalen Hurentag ein Gespräch mit der Prostituierten "Mel"


Interview von Stefan Hofer

NÜRNBERG - Melanie "Mel" Hubmann (Name geändert) ist Hure durch und durch. Seit 1998 offeriert die 44-Jährige ihren Körper, nimmt Geld für Sex. Sie arbeitete in Bordellen in Hamburg, Edinburgh und Hannover. 2007 zog sie nach Nürnberg. Hier empfängt sie ihre Freier in einem kleinen Appartement. Die großgewachsene Frau - rot gefärbte lange Haare, markantes Unterlippenpiercing, gemachte Brüste - ist gerne Hure. Im Interview spricht sie über devote Fantasien, gegenseitigen Respekt und Alice Schwarzer.

nordbayern.de: Guten Tag Frau Hubmann. Dem Klischee nach hat eine Hure den ganzen Tag entweder Sex oder raucht. Was haben Sie heute gemacht?

Melanie "Mel" Hubmann: Hallo. Du darfst mich auch duzen und „Mel“ nennen. Heute habe ich an meinem Wohnmobil gebastelt und meine Dusche geputzt. Danach war ich zu Hause bei meinem Sohn und habe mit meinen Katzen geschmust. Die letzte Nacht hatte ich zweimal Sex mit einem Kunden aus Ulm.

nordbayern.de: Du machst das nur nebenbei?

"Mel": Wenn ich den Job hauptberuflich machen würde, was ich nur drei Jahre gemacht habe, dann müsste ich sehr viel Zeit investieren. Weil man nie weiß, wann die Leute kommen. Es ist wie Bereitschaftsdienst, du reißt unglaublich viele Stunden ab, aber weißt nie, was passiert. Ich habe jetzt eine kleine Firma und kann es mir einteilen. Wenn ich keine Lust habe, gehe ich gar nicht erst ans Telefon. Ich mache das nicht mehr des Geldes wegen. Das Geld ist Mittel zum Zweck in dem Fall.
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nordbayern.de: Das musst Du bitte erklären.

"Mel": Mir ist aufgefallen, dass es Männern leichter fällt, eine Frau zu respektieren, wenn sie für Sex bezahlen, als wenn ich als Frau mit ihnen einen One Night Stand habe. Zum einen sind mir schon Männer davongelaufen, die vielleicht selber nur Sex wollten, aber die es nicht gepackt haben, dass eine Frau ihnen gesagt hat, dass sie auch nur Sex will. Sie hatten wohl Angst, die Verlierer zu sein. Und alle, die das angeblich ganz toll fanden, dass ich nur Sex will, haben sich am Ende als Stalker herausgestellt. Das Geld erlaubt mir außerdem, dass ich in meinem anderen Job nur Arbeiten mache, die ich will. Insofern bin ich schon ein wenig darauf angewiesen.

nordbayern.de: Eine Hure mit Abitur, die Spaß am Sex hat und die sich um Geld wenig schert. Bleiben wir einmal beim Klischee: Das hört sich nach einer absoluten Ausnahme an. Du warst jahrelang in verschiedenen Bordellen tätig und hast viele Damen kennengelernt. Warum gehen Prostituierte anschaffen?

"Mel": Ich kann das Klischee schon bestätigen: Es sind oft Frauen, die nichts gelernt haben, weil sie aus einem sozial schwachen Milieu kommen. Die Arroganz, die manchmal aus ihnen spricht, wenn sie über Kunden reden: Das ist ein hauptsächlicher Grund, warum sie es machen. Also nicht nur, weil sie das Geld verdienen wollen, sondern weil sie auch ein Machtgefühl genießen wollen, das sie anders nie erlangen würden. Wobei das häufiger zu Problemen führt, weil sie ihr Selbstbewusstsein gewinnen aus einer Sache, für die sie sich gesellschaftlich schämen. Deshalb geben ganz wenige zu, dass sie es wegen was anderem machen als Geld. Aber die, die ich kennengelernt habe, haben da alle auch ihr Ego befriedigt.

nordbayern.de: Der Internationale Hurentag am 2. Juni soll an die Diskriminierung von Prostituierten durch die Gesellschaft und die oft ausbeuterischen Lebens- und Arbeitsbedingungen erinnern. Kannst Du Dich an konkrete Situationen erinnern, in denen Du Dich in irgendeiner Weise als Hure diskriminiert oder ausgebeutet fühltest?

"Mel": Ja, im Ausland, in Großbritannien, genauer in Schottland. Dort war ich ein Jahr lang tätig (Anm. d. R.: 2004), da war es nicht erlaubt. Ich durfte Gäste nicht ohne Weiteres ablehnen. Es gab relativ wenig Puffs, es gibt da nur Saunaclubs. In Edinburgh gab es drei, zwei gehörten ein und derselben Person. Die Frauen, die für ihn arbeiteten, hat er ständig unter Druck gesetzt. Er hatte sie in der Hand. In Deutschland ist es genau andersherum. Hier lassen sich die Puffbetreiber von den Mädels mittlerweile alles gefallen. Die können da Regeln aufstellen, da macht jede, was sie will. Als Puffbetreiber ist man ja heute schon dankbar, wenn ein Mädel überhaupt regelmäßig kommt.

nordbayern.de: Was sagst Du zum Thema Zwangsprostitution?

"Mel": Mir ist bisher keine Frau begegnet, die das wirklich unfreiwillig gemacht hat. Ok, als deutsche Frau komme ich in so einen Puff gar nicht rein, wo Zwangsprostitution herrscht. Das werden aber dann auch sicher keine angemeldeten Etablissements sein, sondern illegale.

nordbayern.de: Wer oder was führte Dich eigentlich damals ins Rotlicht-Milieu?

"Mel": Geld war der kleinste Aspekt. Mich hat es mit 25 schon gereizt, aber damals hatte ich noch viel zu viel Angst vor „den bösen Zuhältern“. Mit 28 bin ich dann einfach in einen Puff gegangen. Ich habe festgestellt: „Den bösen Zuhälter“ gibt es so einfach nicht. Das ist übrigens auch eine der ersten Aussagen, die ich im Milieu von anderen Huren gehört habe: Dass Zuhälter von Huren gemacht werden. Und die schlimmsten Zuhälter sollen angeblich Frauen sein. Habe ich aber nie erlebt.

norbayern.de: Was belastet Dich an Deinem Job?

"Mel": Dass mir Frauen mit so viel Misstrauen begegnen, macht mich traurig. Einer Frau fällt es wesentlich leichter, eine „Schlampe“ zu respektieren und zu bewundern, dass die so tough ist, mit Männern das zu machen, was viele Männer mit Frauen machen. Aber sie ist durch das gesellschaftliche Empfinden so stark beeinflusst, dass sie sich extrem dagegen wehrt, einer Hure nur ansatzweise über den Weg zu trauen. Und unter Huren ist keine Freundschaft möglich, weil Konkurrenz da ist. Ich hatte selten Freundinnen.

nordbayern.de: Die Feministin und Autorin Alice Schwarzer geißelt Prostitution. Was hältst Du von ihren Thesen?

"Mel": Ich finde Alice Schwarzers Einstellung sehr gefährlich. Sicherlich ist das teilweise sehr mitreißend für Frauen, die sich zu schwach in der Gesellschaft vertreten fühlen. Alice Schwarzer verwechselt genauso wie ihr Lieblingsgegner Bushido sexuelle Spielarten mit mangelndem Respekt dem anderen Geschlecht gegenüber. Die Spielarten sind bei genauerer Betrachtung oft genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich befürchtet.

nordbayern.de: Wie meinst Du das?

"Mel": Alice Schwarzer gibt vielen Frauen, die devote Fantasien haben, das Gefühl, schlechter zu sein als andere. Man wird ja fast gebrandmarkt, wenn man vor Emanzen sagt, dass man sich beim Sex gerne eine knallen lässt. Ein devotes sexuelles Bedürfnis kann dem Wunsch entspringen, einmal nicht erleben zu wollen, wie der Partner versucht, es einem die ganze Zeit recht zu machen. Stattdessen will man vielleicht dessen ganze Leidenschaft und Gier auf den eigenen Körper spüren. Macht sich die Frau klar, dass dies ein vollkommen egoistisches Bedürfnis ist, wäre sie vielleicht eher in der Lage, dazu auch mit Stolz zu stehen und sich nicht emanzipatorisch unterlegen zu fühlen. Das gilt übrigens auch umgekehrt, wenn der Mann der devote Part ist.

nordbayern.de: Du sagtest vorhin, das Geld sei für Dich nur Mittel zum Zweck. Was muss geschehen, damit der „Zweck“ in Zukunft auch ohne das Mittel Geld erfüllt werden kann und somit Prostitution nicht mehr nötig ist?

"Mel": Wenn wir alle einfach unserem Körpergefühl vertrauen dürften, wäre dieser Job gar nicht existent. Aber solange Frauen ihre Wertigkeit darin finden, Männer zu manipulieren, indem sie sich sexuell möglichst zurückhalten und Männer ihre Wertigkeit darin finden, es Frauen zu besorgen, ist für mich Prostitution die einzige Möglichkeit, auf direktem Wege zu meinen sexuellen Bedürfnissen zu kommen, ohne dass ich lange drum herumreden muss. Ein Freier behandelt mich respektvoller als ein Mann, für den ich beim ersten Date umsonst die Beine breit mache. Statt direkt Sex mit einem Mann zu haben, muss ihn die Frau erst am Haken haben. Ich finde es schade, dass man als Frau nicht ebenso das Recht hat, den Mann auszuprobieren, bevor man überhaupt weiß, ob man sich für ihn interessiert.


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BeitragVerfasst: 2015-03-30, 00:20  Beitrag #149/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

TZ-Serie "Das Bahnhofsviertel"
Der Rotlicht-Report


München - Fernweh ist oft nicht die einzige Sehnsucht der Leute, die man rund um den Bahnhof trifft. Seit jeher finden sich in diesem Viertel die verschiedensten Rotlicht-Etablissements. Um die geht es in dieser Folge.

Die Musik plätschert leise im Hintergrund. Tina Turner singt über das Städtchen Nutbush. Zwischendurch übertönt eine Reihe spitzer Schreie die Unterhaltung der Gäste an der Bar. Das dazugehörige, sehr fleischhaltige und rhythmisch bewegte Menü auf dem großen Monitor schräg über den beiden tief dekolletierten Bardamen nimmt kaum einer wahr. So was gibt’s auch daheim am Computer. Die hungrige Meute, meist mittleren bis fortgeschrittenen Alters, wartet auf ganz andere Action. Auf die echten Mädels, auf echte nackte Haut und Live-Tabledance. Willkommen im Club der Männer, die ganz offensichtlich ziemlich unter Druck stehen. Und die ordentlich dafür löhnen, das Etablissement ein paar Stunden später noch druckvoller wieder zu verlassen.

Zumindest, wenn alles streng nach Recht und Gesetz geht. Denn auch im Bahnhofsviertel gilt die fast allgegenwärtige Münchner Sperrbezirks-Verordnung. Die besagt, dass „sowohl die Ausübung (Geschlechtsverkehr, Handmassage) als auch die Anbahnung … von entgeltlichen sexuellen Dienstleistungen“ verboten ist. Und das nicht nur in den schummrigen Separees in den einschlägigen Nachtclubs in der Schiller- oder Goethestraße, sondern auch in FKK-Clubs, Saunen, Massage-Praxen, Hotelzimmern oder bei Hausbesuchen in Privatwohnungen.

Viel Luft für die (legale) Lust bleibt da im Dunstkreis des Hauptbahnhofs eigentlich nicht. Aber in der Praxis hat man als interessierter Beobachter nicht den Eindruck, dass sich die Vergnügungssuchenden da­ran wirklich ernsthaft stören würden. Man muss halt wissen, wo man hingehen muss. Und findet dann vielleicht in einem einschlägigen Kino mit pflegeleicht bezogenen Stühlen den einen oder die andere mit ähnlichen Interessen. Und wenn’s gleich ein paar Interessierte mehr sind, stört das die Beteiligten üblicherweise auch nicht groß. Sehen und gesehen werden: Auch das gehört dazu zum Amüsement im Bahnhofsviertel. „Wer das nicht mag, der soll halt daheim bleiben“, meint ein leicht angegrauter Münchner grinsend – und schaut gleich wieder zu, wie sich zwei bis vor wenigen Minuten Unbekannte verschiedenen Geschlechts ganz schnell ganz nahe kommen.

Die Beamten vom Münchner Kommissariat K 35 (Menschenhandel, Prostitution, Zuhälterei) bekommen immer wieder mal Hinweise auf einschlägige Sittenverstöße. Immer wieder mal wird der eine oder andere Club durchsucht, werden etwa Abzockereien mit ausgespähten Scheck- oder Kreditkartendaten angezeigt. Oder werden, vor allem zur Wiesn-Zeit, Damen auf offener Straße mit noch offeneren Angeboten aufgegriffen. Doch im Prinzip ist die Szene im Bahnhofsviertel überschaubar und etwa im Vergleich zu Frankfurt oder Hamburg fast schon brav – das bestätigen auch die „seriösen“ Nachbarn, der Bezirksausschussvorsitzende Alexander Miklosy oder das Kreisverwaltungsreferat (KVR). Seit den Säuberungs- und Verbotsaktionen des früheren KVR-Chefs Peter Gauweiler (CSU) ist das Geschäft mit der Lust relativ leicht in einigermaßen geordneten Bahnen zu halten.

Solo-Kabinen, Porno-Filme, Striptease und mehr oder weniger erotisch wirkende und textilarme Verrenkungen an der Tanzstange: Wer das im Bahnhofsviertel erleben will – und vielleicht auch noch ein bisschen mehr –, muss einigermaßen bei Kasse sein. Weit verbreitet ist das Gutschein-System: Der Eintritt in ein Pärchen- und Single-Kino kostet beispielsweise 15 bis 17 Euro, dafür gibt es zwei Softdrinks an der Bar oder vor der Leinwand. Das übrige Programm gestaltet der Zufall – oder eine Verabredung über ein einschlägiges Dating-Portal. Zehn Euro Eintritt verlangt etwa ein Club an der Goethestraße, einen Tabledance können die Gäste ab 30 Euro buchen. Getränke gehen extra – 0,33 Liter Bier für 5,50 oder ein 0,75 Liter-Fläschchen Louis Roederer Cristal Rosé zu 1450 Euro.

Wenn’s ein bisschen mehr sein darf, kann der Gast zum Beispiel in einem Club in der Schillerstraße die durstigen Damen mit sechs Litern Schaumwein für 3510 Euro bei Laune halten. Und in einer Bar freut sich das charmante Personal über ein Gläschen Prosecco für 38 und noch viel mehr über eines mit Champagner für 70 Euro.

Was diese Investitionen außer einem immer leereren Geldbeutel im Normalfall einbringen, beschreibt das Internet-Portal Toytown Germany in seiner Ratgeber-Rubrik „Strip-Clubs und Bars mit Striptease-Shows in München“ so: „Die Mädchen bieten Dir einen privaten Tanz an. Dafür musst Du ihnen einen teuren Drink kaufen. Dann holen sie Dich hinter einen Vorhang für – einen privaten Tanz. Und für sonst gar nichts …“
So sündig war es früher
+
© Gebhardt

Die Bilder schwarz-weiß, die Fantasien umso bunter … Im Jahr 1976 machte Rotlicht-Größe ­Walter Staudinger (73) die erste Peepshow ganz Europas auf – hier bei uns in München, an der Bayerstraße. Wer nicht bloß sehen, sondern auch tun wollte, konnte in den Leierkasten (damals noch an der Zweigstraße, quer zur Bayerstraße) gehen. Als die Polizei die Prostituierten an der Ausübung ihres Gewerbes hinderte, gab’s spontane Demos.
Nur schauen...

Was ist im Sperrbezirk eigentlich (noch) erlaubt? In Strip- oder Animierbars dürfen die Damen mit den Gästen zum „privaten Tanz“ in ein Separee gehen. Werden sie bei mehr persönlicher Zuwendung ertappt, steht Ärger ins Haus. Beim ersten Mal geht es mit einem 300-Euro-Bußgeld noch ziemlich glimpflich ab. Wer einschlägig vorbelastet ist, begeht eine Straftat, für die der Richter sogar eine Haftstrafe verhängen kann. Schwieriger ist die Strafverfolgung nach der Erfahrung der Behörden bei verbotener Prostitution in Privatwohnungen oder Massage-Salons. Dass Sex zum Geschäftskonzept gehört, lässt sich den Ertappten oft nicht nachweisen – und die Ver- oder Untermieter zeigen sofort die Hausordnung vor, in der das natürlich alles ausdrücklich verboten ist.

https://www.tz.de/muenchen/stadt/tz....licht-report-4864167.html


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BeitragVerfasst: 2015-04-17, 07:57  Beitrag #150/159     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

16.4.2015

Vergewaltigung und Prostitution in der Bayernkaserne?

München - Anschuldigungen wegen sexueller Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen und Prostitution in der Bayernkaserne beschäftigen die Münchner Behörden.

Frauenverbände schlagen Alarm: In der Bayernkaserne gebe es unter den Flüchtlingen tagtäglich Vergewaltigungen und Prostitution! Eine Helferin vor Ort sagt sogar: "Wir sind das größte Bordell der Stadt." Die Landtags-SPD flankiert die Aktion mit einer Anfrage an die Staatsregierung.

Die Sexualdelikte prangert das "Aktionsbündnis für Flüchtlingsfrauen" an - das Bündnis besteht aus Helferinnen etwa des Sozialdienstes katholischer Frauen, des Hilfsvereins Condrobs, des Frauenvereins IMMA und der lesbischen Beratungsstelle Letra. "Beobachtungen in der Bayernkaserne zeigen, dass tagtäglich Vergewaltigungen, sexuelle Gefälligkeitsdienstleistungen und Prostitution stattfinden", stellen sie fest. Ein großes Problem sei auch die Gewalt in den Familien. Der sozialpolitische Sprecher der Landtags-SPD, Hans-Ulrich Pfaffmann, berichtet sogar von Zwangsprostitution! Es gebe auch Hinweise auf eine mögliche Beteiligung von Wachdiensten. Dabei sind viele Frauen vor Krieg, Mord und Gewalt in ihren Heimatländern geflohen!

Die Ursache sehen die Helferinnen in der Unterbringung: Männer seien mit einem Anteil von 80 Prozent unter den Flüchtlingen in der Überzahl. Die Geschlechter würden absichtlich selten getrennt. Selbst im Haus 18 nur für Frauen hätten Männer Zutritt. Die Betroffenen würden aus Angst nie zur Polizei gehen. Tatsächlich führt die Staatsanwaltschaft kein Ermittlungsverfahren. Die Regierung von Oberbayern erklärt: "In der Bayernkaserne wie in anderen Unterkünften kommt es vereinzelt zu Vorwürfen, auch im Bereich der Sexualdelikte." Die neuen Vorwürfe würden an die Polizei weitergeleitet.

http://www.tz.de/muenchen/stadt/bay....hoerden-meta-4915400.html


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BeitragVerfasst: 2015-05-20, 21:56  Beitrag #151/159     Titel:  Polizei befreit Lamm aus Bordell  Nach untenNach oben

Zitat:
Was wollte die Prostituierte mit dem Tier? | Polizei befreit Lamm aus Bordell

München – Määäh! Eine Prostituierte (25) hat sich in dem Bordell Virgin Suite in Pasing eine seltsames Haustier gehalten: Die Dame beherbergte in ihrem Zimmer ein Lamm!

Erst drei Wochen alt ist das Tier, das die Polizei sofort mit auf die Wache nahm. Weil ihm der Magen knurrte, wurde es von einer Polizeibeamtin mit der Flasche gefüttert.

► Sonntag hatte die Prostituierte im Edelbordell Virgin Suite angefangen zu arbeiten. Bei ihrem Einzug brachte sie das schneeweiße Lamm namens Birke mit.

Der Bordellbetreiberin wurde das tierische Zusammenleben schnell zu bunt: Sie rief die Polizei. Außerdem soll die Liebesdame regelmäßig Marihuana konsumiert haben.

Besonders kurios: Zur Bestätigung ihrer Personalien hatte die Prostituierte der Polizei einen Brief eines Veterinäramts in Nordrhein-Westfalen überreicht. Daraus ging nicht nur der Name der Dame, sondern auch diverse Verstöße gegen das Tierschutzgesetz hervor.

Die Gründe, warum die 25-Jährige mit einem Lamm zusammen lebte, sind derzeit noch unklar.
Birke ist wohlauf, wurde vom Tierheims München schon an ein liebevolles Zuhause mit anderen Lämmern vermittelt.

http://www.bild.de/regional/muenche....halten-41027348.bild.html


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BeitragVerfasst: 2015-05-21, 09:52  Beitrag #152/159     Titel:  (Kein Titel)  Nach untenNach oben

Beamte der Münchner Drogenfahndung statteten einer Prostituierten eines Bordells im Stadtteil Pasing am Montagabend einen Besuch ab. Ihnen war zu Ohren gekommen, dass die 25-Jährige gern einmal einen Joint rauche, schreibt die Münchner «Abendzeitung». Tatsächlich fanden sie im Zimmer der Frau Marihuana.

Doch die Frau war nicht die einzige, die Gras mochte: Die Polizisten fanden im Zimmer nämlich auch ein drei Wochen altes Lamm. Was die Frau damit wollte, konnten sich die Beamten zunächst nicht erklären. Laut der «Bild»-Zeitung kam der Hinweis auf den Drogenbesitz und das Lamm von der Bordellbesitzerin, der das Ganze zu bunt geworden war. Die Prostituierte habe einen Tag zuvor begonnen, dort zu arbeiten. Bei ihrem Einzug habe sie Birke - so der Name des Schäfchens - mitgebracht. Woher sie das kleine Lamm hatte, ist unklar.

Zuvor als Schäferin gearbeitet

Um die Personalien zu klären, zückte die Prostituierte einen Brief des Veterinäramts von Nordrhein-Westfalen. Daraus konnten die Beamten nicht nur die Namen von Tier und Halterin entnehmen, sondern auch, dass die Frau bereits in der Vergangenheit gegen den Tierschutz verstossen hatte.

Bis vor wenigen Wochen habe die Prostituierte als Schäferin gearbeitet, schreibt die Münchner «Abendzeitung». Doch ihre Tiere liess sie verwahrlosen und hungern, weshalb sie ihr entzogen wurden. Seither habe sie eigentlich keine Tiere mehr halten dürfen.

Happy End für Birke

Doch dazugelernt hat die Frau offenbar nichts: Auch Birke sei abgemagert gewesen, schreibt die «Bild». Auf der Polizeiwache sei es mit der Flasche gefüttert worden. Mittlerweile lebt Birke auf einem Bio-Bauernhof in der Region München. (vro)

http://www.msn.com/de-de/nachrichte....dell/ar-BBk3xFC?ocid=iehp


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BeitragVerfasst: 2015-07-14, 07:22  Beitrag #153/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Aus der BILD vom 13.07.2015

ZU LAUT GESTOEHNT?

WILDES CAM-GIRL VON PRUEDER NACHBARIN GEJAGT

Ampfing - Veraengstigt schaut Cam-Girl Natalie Hot (22) durch die blutverschmierte Glassplitter ihrer Haustuer.

Weil einer prueden Nachbarin Natalies naechtlicher Erotik-Chat mit Maennern im Internet zu heiss war, wollte sie der Erotik-Darstellerin in der beschaulichen bayerischen Kleinstadt Ampfing an die Waesche.

AGGRO-ATTACKE AUF CAM-GIRL!

Natalie, die gelernte Hauswirtschafterin ist und mit buergerlichem Namen Stefanie heisst, zu BILD:

"Ich habe mit einem Kunden geschrieben. Der normale Chat kostet 99 Cent pro Minute, ein Privatchat ist fuer 3,99 Euro zu haben. Ploetzlich habe ich Schreie gehoert. Ich bin runter zur Haustuer. Draussen stand meine Nachbarin und beschimpfte mich als 'Schlampe'."

Dann rastet die angetrunkene Abbruchunternehmerin Marion K. (44) vollkommen aus. Natalie: "Sie hat die Glasscheibe der Haustuer eingeschlagen und sich dabei verletzt." Mit blutenden Haenden beschmiert die Angreiferin die Hauswand und das Auto von Natalie.

Das Erotikmodel schliesst sich im Wohnzimmer ein, alarmiert die Polizei. Beamte ruecken an, beruhigen die Tobende und fuehren sie in ihre eigene Wohnung. Ein Notarzt versorgt die Wunden.

Das Motiv der Angreiferin?

Unklar, ob sie sich von Natalies Stoehnen belaestigt fuehlte. Fest steht, dass Marion K. das Erotik-Model stoppen moechte. Die Unternehmerin hat 15 Unterschriften von Anwohnern gesammelt, damit Natalie ihre Erotik-Chats beendet.

Doch das Model denkt gar nicht daran: "Ich habe die gewerbliche Nutzung meiner Wohnung regulaer angemeldet. Jetzt muss ich die Tuer auswechseln. Ich habe meine Nachbarin wegen Sachbeschaedigung angezeigt."


www.bild.de/bild-plus/news/inland/c....nversionToLogin.bild.html


Diese Nachricht kommt auch heute im Fernsehen bei RTL "Punkt 12" um 12.00 Uhr.


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BeitragVerfasst: 2015-11-11, 23:18  Beitrag #154/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Stadt Schweinfurt will das Rotlicht ausknipsen
Hannes Helferich

Die Nutzung des Wohnhauses Dittelbrunner Straße 10 „zum Zweck der Prostitution“ dürfte die Wellbau Consulting mit Sitz in der Schweiz teuer zu stehen kommen.

Die Stadt Schweinfurt hatte den bordellähnlichen Betrieb Ende 2014 erstmals untersagt und für den Fall der Zuwiderhandlung zunächst ein Zwangsgeld von 20 000 Euro angedroht.

Am 15. April 2015 legte die Stadt mit einer weiteren Zwangsgeldforderung von 30 000 Euro nach, weil das Rotlicht-Gewerbe unter neuem Namen weiterlief. Die Wellbau reichte gegen beide Bescheide mit der zwangsgeldbewehrten Schließungsaufforderung Klage ein, die diese Woche am Verwaltungsgericht (VG) Würzburg verhandelt wurde.

Ein Urteil gibt es noch nicht. Die 4. Kammer machte aber deutlich, dass sie der Argumentation der Stadt zuneigt. Und das hieße: Der Betrieb muss schließen und die Wellbau Consulting zahlen, 50 000 Euro.

Bei einer Polizeikontrolle öffneten Prostituierte die Tür

Für das Grundstück im Eigentum der Wellbau waren mehrere Gewerbe angemeldet, unter anderem für den Betrieb von Wellnesseinrichtungen sowie gewerbliche Zimmervermietung. Im Internet war die Adresse mit „Haus Laplaya - Bordell- und Escortservice in Schweinfurt“ beworben.

Im ersten Bescheid vom 13. November und einem zweiten mit Datum 18. Dezember 2014 untersagte die Stadt das. Dagegen ging die Wellbau zunächst mit einem Antrag auf aufschiebende Wirkung vor. Als der vom VG Würzburg abgelehnt wurde, folgte eine Beschwerde, die der Verwaltungsgerichtshof München zurückwies.

Am 15. April 2015 erfolgte auf Veranlassung der Stadt eine erste Kontrolle durch die Kripo Schweinfurt. Weil eine Hausdame und zwei Prostituierte angetroffen wurden, der bordellähnliche Betrieb also mitnichten beendet war, schickte die Stadt noch am gleichen Tag den nächsten Bescheid mit der Forderung los, den Betrieb nun innerhalb zwei Tagen einzustellen.

Dem Betreiber drohen hohe Zwangsgelder

Falls nicht Folge geleistet werde, mache das Zwangsgeld nun weitere 30 000 Euro aus. Am 24. April 2015 ergab sich für die erneut tätigen Kripobeamten das gleiche Bild. Wieder waren Prostituierte anwesend.

Die Wellbau begründet ihre Klage damit, dass im Anwesen seit „mehr als zehn Jahren der Prostitution nachgegangen werde“. Der jeweilige Betreiber habe „nicht unerhebliche Steuerzahlungen geleistet“, zu Beanstandungen sei es „niemals gekommen“, auch nicht zu Beeinträchtigungen der Wohnruhe „etwa durch „Milieu-typische Straftaten“.

Außerdem habe die Wellbau den Bordellbetrieb mit Wirkung zum 31. März 2015 abgemeldet. Es werde nun ein baurechtlich zulässiger Masssagesalon betrieben.

Stadt: Nachbarn haben sich beklagt

Das sei eben nicht der Fall, sagt die Stadt. Sie sah die Nutzung als bordellähnlichem Betrieb unter dem neuen Namen „Massage Laplaya“ fortgesetzt. Das sei aber wegen der fehlenden Genehmigung und des „überwiegend durch Wohnen geprägten Gebiet“ rechtswidrig und nicht zulässig.

Auch sei ein Bordellbetrieb „gegenüber der legalen Wohnnutzung“ und hinsichtlich der Wohnqualität „in höchstem Maß rücksichtlos“. Durch die eindeutige Beleuchtung der Fenster im Anwesen komme dies besonders zum Ausdruck. Außerdem hätten sich Nachbarn beim Ordnungsamt regelmäßig über Störungen beklagt.

Wortgefechte zwischen den Parteien beim Prozesstermin

Bei der Verhandlung vor der 4. Kammer kam es zu einem Wortgefecht zwischen dem Stadtjuristen, Sicherheitsreferent Jan von Lackum, und dem Wellbau-Anwalt Michael Schulze (Schweinfurt) zur Frage der grundsätzlichen Zulässigkeit der Klage.

Die Stadt hegte und hegt außerdem Zweifel an der dem Rechtsanwalt erteilten Prozessvollmacht. Auch die Kammer verhehlte nicht, dass sie wegen des offensichtlichen Wechsel in der Schweizer Geschäftsführung hier Probleme sieht.

Von Lackum nannte beide Zwangsgeldandrohungen zulässig und geboten, weil der erste in die Schweiz geschickte Bescheid wegen dieser unklaren Zuständigkeit nicht abgeholt und zurückgesandt worden war. Er sprach von einem Versuch, sich für „Behörden unzustellbar zu machen“.

Schulze versuchte durch Vorlage neuer Unterlagen die Unklarheiten seiner – allerdings auf den Prozess beschränkten – Vollmacht auszuräumen. Er legte dem Gericht auch Dokumente bezüglich der neuen Geschäftsführung vor. Entscheidend dürfte das fürs Urteil nicht sein.

Übrigens: Am 5. November 2015 fand eine weitere Polizeikontrolle im Haus Dittelbrunner Straße 10 statt. Angetroffen wurden – nach Informationen der Stadt beim Prozess – erneut „mehrere Prostituierte und eine Hausdame“. Der Vorsitzende ließ protokollieren: Das Anwesen stellt sich weiter als Bordellbetrieb dar.

http://www.mainpost.de/regional/sch....Consulting;art742,8999359


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BeitragVerfasst: 2016-04-29, 13:44  Beitrag #155/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Aktualisiert: 29.04.2016 - 12:24
POLIZEI ERWISCHT DREI FRAUEN
ILLEGALE PROSTITUTION NAHE MOOSBURG

Moosburg - Eine 39-Jaehrige aus dem Landkreis Freising bot ihren Koerper in einem Pornokino an. Die Polizei erwischte ausserdem zwei Frauen in den Landkreisen Erding und Ebersberg.

Ermittlungen der Kripo Erding fuehrten jetzt zu drei Anzeigen gegen Frauen, die ihre "Dienste" in einschlaegigen Internetportalen angeboten hatten und unter anderem im Raum Moosburg und Erding verbotswidrig entgegen der jeweiligen Sperrbezirksverordnung ausuebten.

Erwischt wurde eine 39-Jaehrige aus dem Landkreis Freising, die ihren Koerper in einem Pornokino nahe Moosburg feil bot. Zwar konnte ihr keine beharrliche Begehung der Verstoesse nachgewiesen werden, trotzdem wird die Tat als Ordnungswidrigkeit mit einer erheblichen Geldbusse verfolgt.

Ausserdem handelte es sich um eine 21-Jaehrige, die ihre sexuellen Leistungen in einem Hotel in Erding anbot. Wie sich herausstellte, wurden die Internetkontakte und die Treffzeiten von ihrem Freund, einem 25-Jaehrigen aus dem Landkreis Ebersberg, organisiert. Bei einer daraufhin durchgefuehrten Durchsuchung von dessen Wohnung konnten noch 50 Gramm Marihuana aufgefunden werden, weshalb sich der junge Mann auch wegen einer Straftat nach dem Betaeubungsmittelgesetz verantwortem muss.

Professionell arbeitete eine 39-Jaehrige aus Bamberg, die von den Fahndern der Kripo Erding in einem Hotel in Erding in flagranti erwischt wurde. Aufgrund ihrer Aufzeichnungen gehen die Ermittler davon aus, dass sie waehrend des zurueckliegenden Jahres Einnahmen im fuenfstelligen Eurobereich durch Prostitution erwirtschaftete.

Die Kripo Erding weist ausdruecklich darauf hin, dass in den Landkreisen Freising, Erding und Ebersberg die Ausuebung der Prostitution aufgrund der Sperrbezirksverordnungen verboten ist.

Rubriklistenbild: ©dpa

www.merkur.de/lokales/freising/land....ahe-moosburg-6357556.html


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BeitragVerfasst: 2017-01-31, 00:40  Beitrag #156/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Kein Platz für die leichten Mädchen?

Ab 30000 Einwohnern ist sie in bayerischen Städten erlaubt. Warum Landsbergs OB Neuner am Verbot festhalten will. Von Dieter Schöndorfer



Oberbürgermeister Mathias Neuner möchte verhindern, dass in Landsberg Prostituierte ihrem Gewerbe nachgehen dürfen.
Foto: Anne Wall (Symbolfoto)
Landsberg ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Das mag an den meisten Sonnenstunden liegen, die so manche Erhebung zu belegen vermag, an der schmucken, romantischen Altstadt oder an sonst als angenehm empfundenen Umständen. Sie alle machen die 29027 Einwohner zählende Kleinstadt zum Ziel von Begehrlichkeiten mannigfaltiger Natur – auch derer von Gewerbetreibenden, die bislang im Stadtgebiet nicht oder nur temporär zu finden waren: der Prostituierten. Die dürften sich nämlich laut einer Verordnung der Bayerischen Staatsregierung bald in der Lechstadt niederlassen – wenn der 30000. Bürger der Stadt offiziell begrüßt wird. Jetzt hat Oberbürgermeister Mathias Neuner ein Rundschreiben an Institutionen und Einrichtungen des öffentlichen Lebens herausgegeben und die Verantwortlichen um deren Meinung zum Thema gebeten.

Ab 30 000 Einwohnern nämlich, so besagt die Verordnung der Bayerischen Staatsregierung über das Verbot der Prostitution vom 14. März 1989, ist die Prostitution in dafür ausgewiesenen Gebieten einer Stadt erlaubt. Das brachte Landsbergs OB Mathias Neuner nun offenbar ins Grübeln. Geht es nämlich mit der Ausweisung von Wohngebieten so zügig voran wie bisher, hat die Stadt diese Grenze bald erreicht.

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Mathias Neuner zur Seite steht Ernst Müller, der Chef des Amts für Sicherheit und Ordnung. Mit dem Thema „Prostitution“ hatte auch er sich bislang nicht auseinandergesetzt. Inzwischen ist das nachgeholt und Müller weiß, dass es neben der Bayerischen Verordnung auch ein Bundesgesetz gibt, das ermöglicht, unter Umständen die Zulassungsgrenze weiter nach oben zu setzen. Dabei handelt es sich um das Einführungsgesetz zum Strafgesetzbuch, Artikel 297, Verbot der Prostitution.

Darin steht sinngemäß, dass eine Landesregierung zum Schutz der Jugend oder des öffentlichen Anstandes für das ganze Gebiet einer Gemeinde bis zu 50000 Einwohnern verbieten kann, der Prostitution nachzugehen. Und Müller weiß auch: „Bundesrecht bricht Landesrecht.“

Mathias Neuner wollte sich aber frühzeitig ein Stimmungsbild verschaffen und ließ daher Ende des Jahres verschiedenste Einrichtungen, Organisationen oder Stellen des öffentlichen Lebens anschreiben (Schreiben liegt der Redaktion vor). Er vertritt darin die Position, das Verbot von Prostitution in Landsberg aufrecht erhalten zu wollen. „Aus unserer Sicht ist auch nach Überschreiten der 30000-Einwohner-Grenze ein Verbot der Prostitution für das gesamte Stadtgebiet einschließlich der Ortsteile notwendig.“ Zur Begründung führt der OB unter anderem den Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstands an, wie auch die kleinstädtische und damit überschaubare Struktur, aufgrund derer „ein Landsberger derartige Einrichtungen ohnehin eher nicht aufsuchen würde, da er befürchten müsste, hierbei erkannt zu werden.“ Auch eine nur teilweise Freigabe der Prostitution hält er für wenig wünschenswert. So befänden sich zum Beispiel in Gewerbegebieten Einrichtungen, die von jungen Menschen genutzt werden wie etwa Fitnessstudios, Gast- oder Sportstätten. Kurzum: Das Stadtoberhaupt positioniert sich klar gegen die Freigabe der Prostitution.

Rund 30 Verantwortliche solcher erwähnten „sensiblen Örtlichkeiten“ wie Schulen, Kindergärten oder Pfarrgemeinden ließ der OB anschreiben, den Rücklauf schätzt er auf „15 bis 20 Antworten“. Einer, der geantwortet hat, ist der Leiter der Mittelschule, Christian Karl-stetter. Der wunderte sich ob der Anfrage seitens der Stadt, würde er doch lieber seine Meinung zu Angelegenheiten abgeben, „die unsere Aufgabe und Verantwortung betrifft“. In der Haltung Neuners sieht er das St. Florians-Prinzip, wenn man das Problem auf Augsburg und München verlagere: „Auch dort gibt es Kinder und Jugendliche.“

Da ist er mit dem evangelischen Pfarrer Detlev Möller einer Meinung. Für den geht es um einen Abwägungsprozess zwischen einer freien Entscheidung mündiger Bürger und dem sittlichen Schutz der Bevölkerung, vor allem Jugendlicher. „Angesichts dessen, was heute per Internet möglich ist, wage ich aber zu behaupten, dass die sittliche Gefährdung der Bevölkerung durch die Zulassung eines Bordells nicht wesentlich erhöht wird.“ In einer offenen Stadt sollte eher zu akzeptieren sein, dass es sich bei Sexualität um ein menschliches Grundbedürfnis handle. So gehe es eher um die Schaffung von Bedingungen, dass erwachsene Menschen in geschützter Weise ihre Bedürfnisse leben können. Durch ein Verbot bestehe die Gefahr, dass dies unter fragwürdigen Umständen stattfinde.

Für Ordnungsamtschef Ernst Müller ist es auch weniger die Prostitution an sich, die er für problematisch hält. „Ich sehe die Gefahr der damit verbundenen Begleiterscheinungen wie etwa die Zuhälterei.“ Der Leiter des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums, Bruno Bayer, steht auf dem Standpunkt, dass „Gesetze auch in Landsberg gelten“. Man sollte daher als Gesellschaft den Rahmen des Verträglichen suchen und so die geeignete Form eines Miteinanders finden.

Ernst Müller kündigt gegenüber dem Landsberger Tagblatt an, den Stadträten im März die unterschiedlichen Aspekte und Gesetzesvorgaben zusammengefasst zu präsentieren. Der muss dann darüber beraten, ob ein entsprechender Antrag zum weiteren Verbot der Prostitution in Landsberg an die Regierung von Oberbayern gestellt wird.

http://www.augsburger-allgemeine.de....-Maedchen-id40372227.html


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BeitragVerfasst: 2017-02-08, 22:17  Beitrag #157/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Kriminelle Prostituiertenbande aus Ungarn nach Gemälderaub festgenommen

08. Februar 2017

Nach umfangreichen Ermittlungen der Münchner Polizei, konnt eine vierköpfige ungarische Einbrecherbande, bestehend aus zwei Männern und zwei Frauen, wegen einer Vielzahl von Wohnungseinbrüchen ermittelt werden. Zudem konnten alle Bandenmitglieder festgenommen werden.

Ein offensichtlich wohlhabender Mann wird auf einer gutaussehenden Dame in einer Bar angesprochen. Sie schmeichelt ihm und lässt sich auf ihn ein. Was der Mann nicht weiß, die Dame ist eine ungarische Prostituierte, welche diese Masche mit ihrer vierköpfigen Bande durchzieht, um an seine wertvollen Gemälde zu kommen. Was nach Hollywood klingst, ist so im vergangenen Jahr in München vorgefallen.

Die Prostituierten bauten nach dem ersten Treffen eine Beziehung zu den Männern auf und wohnten mehrere Tage bei den späteren Opfern, um die Vermögensverhältnisse genau zu durchleuchten und die Aufbewahrungsorte der Wertgegenstände zu finden. Nachdem sich die Prostituierten das Vertrauen der Opfer erschlichen hatten, lockten sie diese an den Tattagen unter einem Vorwand aus deren Wohnung, um deren Abwesenheit sicherzustellen. Anschließend brachen die anderen Bandenmitglieder in die Wohnung der Opfer ein. Diese Tatmethode wurde von der Bande bei mindestens drei Einbrüchen angewandt.

Im September 2015 wurde in eine Wohnung in der Münchner Innenstadt eingebrochen. Hierbei wurden unter anderem zwei sehr wertvolle Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert entwendet. In Zusammenarbeit mit der ungarischen Polizei konnten die beiden Ölgemälde in Budapest bei einem 44-jährigen ungarischen Staatsbürger aufgespürt und sichergestellt werden. Dieser hatte keinen Kontakt zu den Prostituierten.

Bei dem 44-Jährigen wurde auch eine Vielzahl weiterer Gegenstände sichergestellt. Mehrere dieser sichergestellten Gegenstände konnten daraufhin als Tatbeute weiteren Münchner Wohnungseinbrüchen zugeordnet werden. Ermittlungen der Polizei im Umfeld des 44-Jährigen ergaben Bezüge zu zwei in München wohnenden, 37 und 47 Jahre alten Prostituierten aus Ungarn.

Mitte April 2016 wurden schließlich aufgrund der bislang gesammelten Beweise mehrere Wohnungen in München durchsucht. Hierbei konnte erneut umfangreiches Diebesgut aus Wohnungseinbrüchen in München sichergestellt werden.

Zudem konnte eine der beiden Prostituierten angetroffen und festgenommen werden. Aufgrund der Beweislage wurde Haftbefehl gegen die Dame erlassen. Durch die Staatsanwaltschaft München wurde daraufhin ein europäischer Haftbefehl gegen die drei Mittäter der Dame beantragt, der durch das Amtsgericht München erlassen wurde. Alle Bandenmitglieder wurden jetzt gefasst und festgenommen. Aktuell können der Bande zehn Wohnungseinbrüche nachgewiesen werden, die in wechselnder Zusammensetzung, jedoch mindestens zu Dritt ausgeführt worden waren. Zudem konnte den beiden Damen noch ein Handtaschendiebstahl nachgewiesen werden.

Die zwei Damen gaben an, sich aufgrund der Vielzahl der Delikte, nicht mehr an jede einzelne Tat genau erinnern zu können. Aufgrund dieser Aussagen ist von einer hohen Dunkelziffer weiterer Delikte auszugehen, die von dieser Bande begangen wurden.

https://www.muenchen.tv/kriminelle-....raub-festgenommen-207790/

http://www.sueddeutsche.de/muenchen....einbrecherbande-1.3369770

https://www.welt.de/regionales/baye....ierten-die-Opfer-aus.html

https://www.tz.de/muenchen/stadt/fe....-in-muenchen-7376495.html


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BeitragVerfasst: 2017-02-20, 23:16  Beitrag #158/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Zwei Drittel der KREISBOTEN-Leser für Rotlicht in Landsberg

Landsberg – Die KREISBOTEN-Leserinnen und -Leser haben entschieden: 61 Prozent sprachen sich dafür aus, dass Prostitution nach Überschreiten der 30.000-Einwohner-Marke in der Lechstadt zugelassen werden sollte. Insgesamt haben bis vergangenen Freitag 2.269 Personen auf www.kreisbote.de abgestimmt.

Landsberg könnte bald 30.000 Einwohner erreicht haben. Ab dieser Grenze wäre Prostitution im Stadtgebiet zulässig. Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) sieht allerdings die Jugend und den öffentlichen Anstand durch solch eine Gewerbeansiedlung gefährdet. Er verwies auf andere Kommunen, die das Verbot von Prostitution auch über 30.000 Einwohner aufrechterhalten. Außerdem sieht Neuner ohnehin keinen Bedarf für derartige Einrichtungen in seiner Stadt: „Wegen der kleinstädtischen und damit überschaubaren Struktur würde ein Landsberger derartige Einrichtungen eher nicht aufsuchen, da er befürchten müsste, hierbei erkannt zu werden“, schrieb der OB an verschiedene öffentliche Einrichtungen.

Der KREISBOTE fragte daraufhin seine Leserinnen und Leser in einer Online-Umfrage um ihre Meinung. Das Ergebnis: 2.269 beteiligten sich an der Umfrage, insgesamt 1.386 sprachen sich für Prostitution in Landsberg, 883 dagegen aus. Auch in den sozialen Netzwerken wurde fleißig diskutiert. Einige führten hier an, dass die entsprechende Gewerbesteuer der Stadt sicherlich zum Vorteil gereichen würde oder dass dadurch neue Jobs geschaffen würden. Andere wiederum folgten der Argumentation Neuners und verwiesen auf derartige Einrichtungen in Augsburg oder München.


https://www.kreisbote.de/lokales/la....ht-landsberg-7383226.html


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BeitragVerfasst: 2017-03-05, 01:14  Beitrag #159/159     Titel:  RE: Lokalnachrichten: MÜNCHEN & BAYERN  Nach untenNach oben

Mann will Prostituierte zu ungeschütztem Sex zwingen

Zwei Prostituierte trafen sich mit einem Mann in einem Hotel nahe des Münchner Hauptbahnhofes. Dort wollte er laut Polizei ungeschützten Sex - und würgte eine der beiden Frauen.

Ein 48-jähriger Mann aus Kirchseeon hat am Dienstagabend laut Polizei von zwei Prostituierten ungeschützten Geschlechtsverkehr verlangt und eine der beiden Frauen gewürgt. Die Prostituierten, eine 39-jährige Ungarin und ihre 30-jährige Kollegin, boten am Münchner Hauptbahnhof ihre Dienste an und vereinbarten mit dem Mann geschützten Sex in einem nahegelegen Hotel. Das teilte die Polizei mit. In dem Hotel forderte der Mann dann ungeschützten Geschlechtsverkehr, woraufhin es zum Streit kam.

48-Jähriger will ungeschützten Sex mit zwei Prostituierten: Frauen können fliehen

Der Mann würgte die 39-Jährige nach Angaben der Polizei, ließ dann aber von selbst wieder von ihr ab. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die 30-Jährige im Badezimmer, wurde auf das Geschehen aufmerksam und eilte der 39-Jährigen zu Hilfe. Schließlich gelang es den beiden Frauen, aus dem Zimmer zu flüchten und die Polizei zu verständigen.

Die Beamten nahmen den Mann fest und lieferten ihn in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München ein. Die 39-jährige Frau wurde bei dem Vorfall nicht verletzt. AZ


http://www.augsburger-allgemeine.de....x-zwingen-id40754826.html


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