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 Klaus Fricke Klaus Fricke setzt sich aktiv für die Rechte von SexarbeiterInnen ein
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BeitragVerfasst: 2016-09-21, 15:03  Beitrag #181/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben

Erstaunliche Verengung

Nachdem obiger Kommentar vom Weser-Kurier nicht freigeschaltet wurde, vielleicht weil zuviele Links enthalten waren (obwohl der Weser-Kurier diese nicht nur zulässt, sondern Quellenangaben wünscht), vielleicht, weil er vorgeblich das Thema des WK Artikels nicht (ausreichend) behandelt (siehe Netiquette des WK: http://www.weser-kurier.de/startsei....KURIER-_arid,1213381.html ), hatte ich einen weiteren Kommentar zum Vorgang auf die Internetseite des WK gestellt. In ihm stelle ich den Bezug zum Artikel deutlich her. Er wurde ebenfalls nicht freigeschaltet. Herrn Theiner, den Autoren des Artikels habe ich daraufhin mit Mail angeschrieben.

Sofern die Kommentare vom WK weiterhin nicht freigeschaltet werden, setzt sich damit die erstaunliche Verengung der Diskussion um Formen der Verbringung in Ausbeutungsverhältnisse (sogenannter Menschenhandel) fort. Zur Erinnerung, die Institutionen, die den öffentlichen Auftrag haben, den sogenannten Menschenhandel, also die Verbringung in Ausbeutungsverhältnisse in Bremen zurückzudrängen, insbesondere der Runde Tisch Menschenhandel und die im wesentlichen aus öffentlichen Mitteln finanzierte Bremer Beratungsstelle für die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution (BBMeZ) beschäftigten sich in der Vergangenheit mit der Verbringung von Menschen zur Ausbeutung in das Feld der erotisch und sexuellen Dienste, die von Ihnen nicht einmal sexuelle Ausbeutung genannt werden, wie es der § 232 StGB vorsieht, sondern Sexarbeit diffamierend das Etikett Zwangsprostitution erhalten (siehe u.a.: http://www.bremische-buergerschaft.....17_Drs-18-1786_58c1d.pdf, Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE, Strategien zur Bekämpfung von Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft).

Die Verengung der Diskussion und Bekämpfung von Formen der Verbringung in Ausbeutungsverhältnisse, wie sie sich bisher seitens der Bremer Verantwortlichen nachzeichnen lässt, wie sie sich in der Verengung der Diskussion um die Bremerhavener Vorgänge der Ausbeutung durch die Verbringung in den Sozialhilfebezug zu wiederholen scheinen, verdeutlichen, dass der Menschenhandelsbegriff ein Ideologem ist, das wegen seiner Assoziation mit dem Sklaven-, Frauen- und Mädchenhandel demagogisch genutzt wird, um emotionale Betroffenheit zu erzeugen, die gepaart mit der so ausgelösten Verachtung, rationale Diskussionen nicht zulässt, da das Bild des missbrauchten und entrechteten Mädchens so das ist, das sehr viele Menschen imaginieren, wenn von Sexarbeit die Rede ist.

Ich lehne den Begriff des Menschenhandels grundsätzlich ab und schlage daher vor in Zukunft anstelle dessen von der Verbringung in Ausbeutungsverhältnisse zu sprechen und zu schreiben.

Hier der zweite nicht freigeschaltete Kommentar


http://www.weser-kurier.de/bremen/b....ztuerk-_arid,1460677.html vom 2016-09-20


Ausbeutung durch
Verbringung in den
Sozialhilfebezug
(AVS)


»Wie berichtet, war Öztürk zeitweilig 2. Vorsitzender von ABI und damit Stellvertreter seines Vaters Selim Öztürk. ABI und ein weiterer Verein namens "Gesellschaft für Familie und Gender Mainstreaming" sollen massenhaft Zuwanderer aus Bulgarien nach Bremerhaven g_e_l_o_c_k_t und sie dort zum Schein mit Arbeitsverträgen ausgestattet haben, die zum Bezug ergänzender Sozialleistungen berechtigten.« (Hvhbh K.F.)

Der Vorwurf ist also, dass (im wesentlichen) Bulgar_innen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen mit List angeorben / dazu veranlasst / gebracht wurden nach Bremerhaven zu kommen. Sie wurden in die AVS gelockt. Veranlassung (Anwerbung) zur Einreise in die Ausbeutung ist Menschenhandel, so der Entwurf zur Reform des entsprechenden Strafrechts. In diesem Reformentwurf heißt es:
»§ 232 Menschenhandel - (1) Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer eine andere Person unter Ausnutzung ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage oder ihrer Hilflosigkeit, die mit dem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist, oder wer eine andere Person unter einundzwanzig Jahren anwirbt, befördert, weitergibt, beherbergt oder aufnimmt, wenn 1. diese Person ausgebeutet werden soll … 2. diese Person in Sklaverei, Leibeigenschaft, Schuldknechtschaft oder in Verhältnissen, die dem entsprechen oder ähneln, gehalten werden soll…« ( siehe https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gese....blicationFile&v=1 , S. 4 f)

Die betroffenen Bulgar_innen wurden angeworben / veranlasst / gelockt um
a) sie in einen betrügerischen Sozialhilfebezug zu bringen,
b) sich aus den Sozialhilfemitteln, die die Bulgar_innen erhielten, zu bereichern,
c) die Bulgar_innen damit aktiv einer ökonomische Situation zuzuführen, die unterhalb des Sozialhilfebezuges, das als Existenzminimum zu verstehen ist, liegt, denn ihnen wurde die Verpflichtung auferlegt, Teile ihrer Sozialhilfemittel an die Organisierenden dieser Verbringung nach Bremerhaven zu zahlen, womit diese Teile dann nicht zur Sicherung des Lebensunterhaltes verwandt werden konnten,
d) sich ihrer als Mieter_innen im eigenen Besitz befindlicher Immobilien zu bedienen,
e) sich Scheinangebote von Unterricht bezahlen zu lassen und den Berechtigten diese Qualifizierung vorzuenthalten.

Zusammengefasst kann das als Ausbeutung betrachtet werden, die organisiert mit erheblicher Energie von einem Netzwerk Beteiligter zur verwerflichen Bereicherung betrieben wurde. Dabei wurden Beträge erwirtschaftet, die in einem groben Missverhältnis zu erbrachten Leistungen standen. Die betroffenen Bulgar_innen wurden demnach, so die Verdachtslage, zum Zwecke der Ausbeutung nach Bremerhaven gelockt, wurden durch Anwerbung dazu gebracht bzw. dazu veranlasst nach Bremerhaven zu kommen, sich dabei ihrer ökonomischen Notlage in Bulgarien bedienend, um erhebliche Profite zu erwirtschaften.

Die Form der Ausbeutung ist dabei kreativ-perfide und wird vom Menschenhandels-Strafrecht, selbst im Reformentwurf (s.o.) noch nicht berücksichtigt, auch wenn sie viele der Tatbestand-, Tathandlung- und Tatzweckmerkmale enthält, die der dieser Entwurf nennt.

Trotzdem ermittelt die Staatsanwaltschaft lediglich wegen Sozialhilfebetrug und lässt die Dimension des Menschenhandels, und der Organisierten Kriminalität (OK) unberücksichtigt. Warum? OK wird wie folgt definiert

»
Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig
a) unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen,
b) unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder
c) unter Einflussnahme auf Politik, Massenmedien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft
zusammenwirken.
«
(Gemeinsame Richtlinien der Justizminister/-senatoren und der Innenminister/-senatoren der Länder über die Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei bei der Verfolgung der Organisierten Kriminalität In: Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren Anhang E Nr. 2.1. Stand: 2008)

Auch der Weser-Kurier erwähnt diese Dimensionen nicht, obwohl in der parlamentarsichen Diskussion des Vorgangs, die durch Die Linke angestoßen wurde, ausdrücklich von Ausbeutung die Rede ist und es den klaren Verdacht gibt, dass die Bulgar_innen dazu veranlasst, dazu gebracht, der Weser Kurier sagt "gelockt" wurden. Warum werden diese Dimensionen der Verbringung in die Ausbeutung (durch Anwerbung) und der OK nicht erwähnt?

Soweit das Menschenhandelsrecht und der Entwurf zu dessen Reform den AVS Spezialfall der Verbringung in die Ausbeutung bisher nicht erfasst, - dass ist tatsächlich so - wieso wird dies nicht umgehend und mit Nachdruck von Bremer Seite angemahnt, die im Justizminsterium des Bundes in Arbeit ist? Wieso wird dazu nicht auch der Anklageweg wegen Menschenhandels in die Ausbeutung und zusätzlich oder alternativ der der OK seitens der Bremer Staatsanwaltschaft (zur Erinnerung: die Staatsanwaltschaft ist nicht weisungsunabhängig wie die Richterschaft, sie steht also unter direktem Einfluss seitens der Verwaltung, die wiederum was die Verwaltungsspitzen angeht, politisch besetzt wird) gegangen?

Wie verhält sich der Runde Tisch Menschenhandel Bremen zu den mutmasslichen Straftaten der Verbringung in die Ausbeutung? Ist er nicht zuständig? Wenn ja wieso? Weil der derzeitige Straftatbestand des sogenannten Menschenhandels die AVS nicht umfasst? Hält der Runde Tisch gegen den Menschenhandel sich nicht für zuständig, weil das Gesetz unzureichend ist? Welche Hilfe hat die Bremer Beratungsstelle für die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution (!) - BBMeZ den Betroffenen angeboten? Oder ist sie, ausgestattet mit öffentlichen Geldern, nicht zuständig? Wenn ja wieso? Weil das Gesetz die AVS nicht erwähnt? Hält die BBMeZ sich daher nicht für zuständig und bietet den Betroffenen keine Hilfe an? Und es sei erinnert, die BBMeZ bietet ledigich weiblichen Betroffenen Hilfe an, ist also ein Verein, der Diskriminierung von männlichen Betroffenen zur Grundlage seiner Tätigkeit gemacht hat (siehe: www.inneremission-bremen.de/beratun...._und_zwangsprostitution/,
»Die Beratungsstelle BBmeZ ist eine Anlaufstelle für Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind und/oder zur Prostitution gezwungen wurden.«, abgerufen am 21.09.2016, ca 14:45 Uhr )

Viele Fragen. Sorgfältige journalistische Recherche und Informationsaufbereitung ist - fern des Ansehens von Personen und Ämtern - notwendig.

Klaus Fricke
SIB-SWinfo[at]gmx[dot]de

weitere Quellen
www.weser-kurier.de/bremen/bremen-s....%80%9C-_arid,1445643.html
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=152354#152354 - Beitrag #178/180
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=142547#142547 - Beitrag #644/655
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=144448#144448 - Beitrag #647/655
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=152357#152357 - Beitrag #655/655



Hier der Text der Email an Herrn Theiner

Bezug: http://www.weser-kurier.de/bremen/b....ztuerk-_arid,1460677.html

Sehr geehrter Herr Theiner,

mit Interesse verfolge ich die vermutlich betrügerisch angelegte Verbringung von im Wesentlichen Bulgar_innen in den Bezug von Sozialleistungen nach Bremerhaven durch die Vereine ABI und "Gesellschaft für Familie und Gender Mainstreaming" (im Folgenden GFGM). Ihr o.g. Bericht legt es nahe, dass es einen begründeten Verdacht gibt, dass in organisierter Form Straftaten von nicht geringen Umfang über eine längere Dauer von einer Gruppe von Täter_innen begangen wurden, mit der diese auch
»unter Einflussnahme auf Politik, ... öffentliche Verwaltung, ... oder Wirtschaft zusammenwirkten.« (Teil der Definition des Begriffes Organisierte Kriminalität durch die »Gemeinsame Richtlinien der Justizminister/-senatoren und der Innenminister/-senatoren der Länder«), dass es sich um Organisierte Kriminalität (im Folgenden OK) handeln könnte. Diese Thematik sollte im öffentlichen Raum, also insbesondere im für Bremen wesentlichen Printleitmedium Weser -Kurier Aufmerksamkeit erhalten.

Wie sie schreiben, ist auch die Annahme berechtigt, dass die betroffenen Bulgar_innen, von deren Sozialleistungsbezügen die o.g. Vereine sich mutmasslich einen Teil auszahlen ließen, zu diesem Zweck nach Bremerhaven gelockt wurden. Die Bulgar_innen wurden, sofern diese Annahme richtig ist, durch List dazu veranlasst bzw. gebracht ihr Land zu verlassen und nach Bremerhaven zu ziehen, um dort die Ausbeutung ihres Sozialhilfebezugs zu ermöglichen. Dabei nutzten die Täter_innen augenscheinlich die wirtschaftliche Notlage dieser Bulgar_innen aus. Damit sind Tatbestand-, Tatmittel- und Tatzweckmerkmale erfüllt, die der Reformentwurf des Menschenhandelsstrafrechts (siehe https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gese....blicationFile&v=1 , S. 4 f ) nennt.

Menschenhandel, auch wenn dieser Begriff von mir als problematisch begriffen und abgelehnt wird, ist, sie werden mir zustimmen, eine schwere Straftat. Er ist nachhaltig zu bekämpfen ist. Dort wo das bisherige Strafrecht oder auch das Opferschutzrecht unzureichend ist, sind Reformbemühungen notwendig und sollten diese Reformbemühungen in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erhalten. Dabei sollten auch Formen der Verbringung in Ausbeutungsverhältnisse (diesen Begriff bevorzuge ich) berücksichtigt werden, die bisher unbekannt waren. Zu diesen neuen Formen gehört, so die bisherigen Verdachtselemente über die sie berichten sich als richtig erweisen, die vorliegende kreativ-perfide "Bremerhavener" Form, die ich als Ausbeutung durch Verbringung in den Sozialhilfebezug - AVS bezeichne. Ich denke auch das sollte im öffentlichen Raum, also insbesondere im für Bremen wesentlichen Printleitmedium, in die Diskussion eingebracht werden.

In meinem Kommentar zu ihrem Artikel "Patrick Öztürk ist der Schaden egal" (Interview mit S. Böschen, http://www.weser-kurier.de/bremen/b....%80%9C-_arid,1445643.html ) hatte ich die Berücksichtigung der Thematik Verbringung in Ausbeutungsverhältnisse bereits angemahnt, jedoch ohne auf die Thematik der Organisierten Kriminalität zu verweisen.

Beide Thematiken - Ausbeutungsverhältnisse und OK - hatte ich in zwei Kommentaren zu ihrem Artikel »Neue Vorwürfe gegen Patrick Ötztürk« aufgenommen. In ihm habe ich auch detaillierter auf den Reformentwurf zum einschlägigen Strafrecht hingewiesen, der von Bedeutung für die aktuelle Diskussion um die Strafverfolgung von Ausbeutungstatbeständen insgesamt, insbesondere aber von solchen ist, von denen aus anderen Staaten stammende Menschen betroffen sind. Ergänzt hatte ich dies mit Verlinkungen zur Diskussion um Verbringung in Ausbeutungsverhältnisse auf der Plattform sexworker.at.

Leider wurden meine diesbezüglichen Kommentare bislang nicht vom Weser-Kurier freigeschaltet. Die dringend erforderlich Diskussion um die strafrechtliche Behandlung von Ausbeutungsverhältnissen, die faktisch wohl im wesentlichen Menschen aus anderen Staaten treffen, wird damit nicht gefördert. Die Chance zur ebenfalls dringend erforderlichen Sensibilisierung für diesen Themenbereich wird so, trotz der Aufmerksamkeit, die dieser Fall hat, nicht genutzt. Erstaunlich wie ich finde, für eine den Menschen- und Grundrechten sich verpflichtet fühlende Redaktion, wie die des Weser Kurier, die doch jegliche Verbringung in Ausbeutungsverhältnisse ablehnen und soweit ihr bekannt, öffentlich machen sollte. Ich würde mich freuen zu erfahren, welche Gründe dafür massgeblich waren.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Fricke


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Verfasst: 2016-09-21, 15:03  Beitrag #     Titel:  Nach untenNach oben

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BeitragVerfasst: 2016-12-24, 19:21  Beitrag #182/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben

Querverweis
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=153334#153334


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BeitragVerfasst: 2017-01-07, 00:27  Beitrag #183/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben

siehe Online Ausgabe (Link oben rechts) aktuell 8 Kommentare 06.01.2017 ca 23:30 Uhr


Baubehörde weist Stellungnahme zurück
Oelkers-Villa darf Bordell werden
Weser-Kurier, Jan Oppel, 06.01.2017,

Aus der Oelkers-Villa an der Duckwitzstraße darf ein Großbordell werden.
Ein Schlichtungsverfahren hat die Stellungnahme des Neustädter Beirats abgelehnt.

Noch ist es ruhig in der Oelkers-Villa. Das Haus an der Duckwitzstraße Nummer 69 steht leer, Fenster und Türen sind verschlossen. Bald soll hier ein Großbordell eröffnen, mit der Ruhe wäre es dann vorbei. Der Neustädter Beirat hatte die Baupläne in einer Stellungnahme abgelehnt. Ein Schlichtungsverfahren ergab: Die Villa darf ein Bordell werden. Nur eine Klage von Anwohnern oder benachbarten Geschäften könnte jetzt noch die Eröffnung verhindern. "Wir wollen kein Bordell an dieser Stelle", sagt Beiratssprecher Jens Oppermann (SPD). Nicht selten kämen die Betreiber solcher Etablissements aus dem Bereich der organisierten Kriminalität "oder zumindest aus der Grauzone". Aus diesem Grund habe sich der Bauausschuss des Beirats einstimmig dagegen ausgesprochen.

Kinder- und Familienzentrum nur 200 Meter entfernt
In ihrer Stellungnahme hatten die Beiratsmitglieder den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr unter anderem dazu aufgefordert, zu prüfen, ob das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden könne. Außerdem liege das Kinder- und Familienzentrum Grolland weniger als 200 Meter von der Oelkers-Villa entfernt. Dazu würde das beantragte Bauvorhaben die Entwicklung des benachbarten Einkaufszentrums und des nahe gelegenen Lloyd-Industrieparks konterkarieren. Die Innenbehörde solle ferner prüfen, ob Erkenntnisse über Verbindungen des Bauherrn oder des Betreibers zur organisierten Kriminalität, insbesondere zur Rockergruppierung Hells Angels, vorlägen. Die Schlichter der Baubehörde weisen die Stellungnahme zurück: "Insbesondere die isolierte Lage des Standorts, nämlich die trennende Wirkung der Schnellstraße B 75 sowie durch den Flusslauf der Grollander Ochtum führen gerade nicht zu einer direkten Störung der sich jeweils anschließenden Wohngebiete", heißt es in der Begründung.

Änderung des Bebauungsplans ist nicht sinnvoll
Die Hauptnutzung werde sich auf die Abendstunden konzentrieren und sich somit auch nicht negativ auf die sozialen Einrichtungen in der näheren Umgebung auswirken. Eine vom Beirat ebenfalls geforderte Änderung des Bebauungsplans werde nicht als sinnvoll angesehen. Die vermuteten Verbindungen ins kriminelle Milieu seien Sache der Polizei. "Aus unserer Sicht musste der Antrag rechtlich genehmigt werden", sagt Jens Tittmann, Sprecher der Baubehörde. "Nach dem bestehenden Bebauungsplan war eine Ablehnung nicht möglich." Für das Grundstück gelte ein alter Bebauungsplan aus dem Jahr 1987, das Gebiet sei demnach als Gewerbegebiet ausgewiesen. Nach neuerem Baurecht käme man wohl zu einer anderen Antwort, aber dort gelte nun einmal der alte Plan. Für den Antragsteller gelte der Bestandschutz. Nun müssen noch die Brandschutzauflagen der Feuerwehr umgesetzt werden, sagt Tittmann. "Wir rechnen damit, dass wir die Baugenehmigung im Februar erteilen werden."

Viele Pläne für die Oelkers-Villa
Für die Oelkers-Villa am Ufer der Ochtum gab es schon viele Pläne. Vor zwei Jahren sollte in das Gebäude eine Beratungsstelle für Drogenabhängige und eine Methadon-Ausgabestelle einziehen. Daraus wurde nichts, ebenso wie aus der Idee, aus dem Gebäude eine Flüchtlingsunterkunft zu machen. Als Eigentümer des Teilgrundstücks ist seit dem 7. November die Klassvilla Grundbesitz GmbH mit Hauptsitz in Bremen im Grundbuch eingetragen. Der Bauantrag sieht ein Laufhaus mit zwei Etagen und insgesamt 24 Zimmer mit Doppelbetten vor. Das Gebäude soll künftig "Eros-Center" heißen. Im Erdgeschoss ist eine Bar mit Tresen und Lounge geplant, auf jeder Etage soll es einen Bereich mit weiteren Bars sowie einen Konferenzraum mit jeweils acht Plätzen geben.

Größe und Lage sind problematisch
Stefanie Möller sitzt für die Linke im Neustädter Beirat. Wie die übrigen Lokalpolitiker steht auch sie dem Bordell kritisch gegenüber. Für Möller sind vor allem die Größe und die Lage des geplanten Laufhauses problematisch. "Wenn die Bremer kleinere Bordelle im Stadtkern nicht haben wollen, bekommen sie eben größere am Stadtrand", sagt Möller. Sie spielt damit auf das geplante Bordell im Buntentorsteinweg 40 an, gegen das Anwohner erfolgreich protestiert hatten. Diese Form der Prostitution habe für die Frauen und ihre Arbeit aber negative Folgen: In Wohngebieten seien die Sexarbeiterinnen deutlich sicherer als etwa in Gewerbegebieten oder auf abgelegenen Grundstücken wie dem der Oelkers-Villa. Das neue Prostitutionsgesetz, das im Sommer in Kraft treten soll, begünstige durch seine strengen Auflagen aber vor allem größere Häuser. Die Linken-Politikerin befürchtet, dass sich dadurch die Situation vieler Sexarbeiterinnen weiter verschlechtern könnte.

Sicherheitsbehörden müssen Betreiber prüfen
Bei der Vergabe von Genehmigungen an Bordellbetreiber sollten die Behörden künftig auch Meinungen von Beratungsstellen für Sexarbeiterinnen einholen, findet Möller. Prostitution sei in Deutschland zwar legal, die Sicherheitsbehörden müssten jedoch sehr genau prüfen, ob die Betreiber aus dem Bereich der organisierten Kriminalität kämen. Bislang halten sich in dieser Sache lediglich Gerüchte. Die Bremer Polizei möchte sich nicht näher zu den möglichen Betreibern des geplanten Bordells äußern. "Wir haben das Objekt im Blick", heißt es aus der Pressestelle. Zu den näheren Hintergründen und möglichen Betreibern des Bordells wolle man sich aber nicht äußern.


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BeitragVerfasst: 2017-01-07, 18:40  Beitrag #184/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben

alle Links aktuell abgerufen

editiert am 08.01.2017



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Kommentare zum oben zitierten Artikel "Oelkers-Villa ...."

Weser_Kurier: »Der Kommentar von Kl.Fricke vom 08.01.2017 10:26 wird erst nach Freigabe durch die Redaktion veröffentlicht.

Teil1: fragen
Im Anschluss an sachdienliche Kritik von Frau Möller habe ich Fragen an die Investoren des neuen "Eros-Center", die, auch wenn die Investoren sie nich beantworten, von öffentlichem Interesse sein könnten. Und: ich diskutiere gerne weitere Fragen, sofern der Weser-Kurier, z.B. Herr Oppel, denkt, dies könnte hilfreich sein, um a) die Öffentlichkeit im Sinne dessen zu unterrichten, was die ganze Wahrheit braucht, b) überhaupt einen sachlichen Zugang zu allen Fragen zu eröffnen, die mit gewerblicher Tätigkeit im Bereich erotischer und sexueller Dienste verbunden sind, c) an die Stelle der Generalverdächtigung "Rotlichmillieu" und "organisierte Kriminalität" einen diffamierungsfreien, differenzierten , profaktischen Zugang zu diesem Wirtschaftsfeld zu öffnen. Meine Email Adresse Herr Oppel finden Sie am Ende meines folgenden Kommentars (Teil 3)

- Werden die geplanten 24 Arbeitszimmer eigene sanitäre Einrichtungen haben?
- Welche Mieten werden für diese 24 Arbeitsorte kalkuliert?
- Werden die Mietenden an den durch sie eventuell generierten gastronomischen Einnahmen beteiligt?
- Verfügen die Arbeitszimmer über Wlan, Telefon, Audiogeräte, DVD, TV?
- Welche Hausordnung ist vorgesehen?
- Welchen Pflichten, die aus der Hausordnung o.ä. hervorgehen, haben die Mietenden zu genügen? (Vorgaben zur Arbeitskleidung, Anwesenheit, Bewerbung der Dienste?)
- Sind sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse für Sexarbeitende beabsichtigt?
- Ist eine transparente Betriebsführung im Sinne der Kriterien geplant, die auf der Platform www.sexworker.at (siehe: www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=13346 und www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=13338 ) diskutiert werden.
- Werden den Mietenden alle Vertragsunterlagen auch in deren Muttersprache zur Verfügung gestellt?
- Werden den Mietenden aktuelle Diskussionen um die Sexarbeit, die von rechtlicher Bedeutung sein können, in ihrer Muttersprache zur Verfügung gestellt?
Beabsichtigen die zukünftigen Betreiben sich z.B. an den Kosten zu beteiligen, die aus dem Betrieb der Platform www.prostituiertenschutzgesetz.info/ (inklusive deren Führung in unterschiedlichen Sprachen) ergeben?
- Sollen Pro-SW-Verbände durch Beiträge seitens der zukünftigen Betreibenden unterstützt werden?
- Unterstützen die zukünftigen Betreibenden die Initiative zur Einrichtung eines Runden Tisches Sexarbeit in Bremen?

Die Beantwortung dieser Fragen könnte Aufschluss darüber geben, ob es den Betreibenden des zukünftigen "Eros-Center" neben der Ihnen gegönnten Rendite, um die Belange der Branche sexuelle und erotische Dienste, insbesondere aber auch der Sexarbeitenden, die ihre Infrastruktur nutzen werden / nutzen müssen, geht, sie also gewillt sind eine Balance zwischen eigener Rendite und den Interessen der Branche insgesamt und den Interessen der Sexarbeitenden im Besonderen herzustellen. Damit könnten sie "sozialdemokratischer" sein als die endsolidarisierte SPD es derzeit ist, unter deren Regierungsbeteiligung die Spaltung in Arm und Reich, Fahrt aufgenommen hat (siehe: Stellungnahme des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband e.V. zum Entwurf eines 5. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung, Stand: 04.01.2017, http://infothek.paritaet.org/pid/fa....Stellungnahme_5_ARB-E.pdf )

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Weser_Kurier: »Der Kommentar von Kl.Fricke vom 08.01.2017 10:27 wird erst nach Freigabe durch die Redaktion veröffentlicht.


Teil 2: konzentrieren
Nach der Helenenstraße, die Ergebnis polizeirechtlicher Veränderung in Richtung auf Kasernierung von Sexarbeitenden zwecks besserer Überwachung war und die im Ergebnis zu einem Konzentrationsprozess der Sexarbeit führte, durch den sich der damalige Eigentümer/Inhaber der Immobilien in der Helenenstraße, staatlich subventioniert wirtschaftlich sanieren konnte (siehe: de.wikipedia.org/wiki/Helenenstra%C3%9Fe_(Bremen) , Link bitte komplett kopieren und einsetzen ), scheint sich mit dem geplanten "Eros-Center" ein weiteres Beispiel solcher, durch rechtliche Regulierung der Sexarbeit ausgelöster Konzentration, die potenten Risikoinvestoren Renditen verspricht, anzudeuten.

Sei es drum. Nennt sich beschönigend formuliert Marktwirtschaft, ist im Wesen Kapitalismus und folgt dessen Profit-Orientierung. Alle, die die Ausbeutung von Sexarbeitenden kritisieren, sollten also nicht vergessen, zuerst die dem Verwertungsprinzip / - primat folgende Wirtschaftsordnung abzuschaffen, in der wir leben. Die erotisch-sexuellen Dienste machen nur einen Bruchteil der Geschäfte aus, die im Rahmen dieser Wirtschaftsordnung als BIP erfasst werden. Die Klage sollte also entsprechend laut gegen die Wirtschaftsordnung insgesamt und entsprechend leiser gegen die Renditen erfolgen, die im BIP Randbereich Sexarbeit erwirtschaftet werden. Die Überwindung des Verwertungsprimats realisiert sich nicht in der Abschaffung der Sexarbeit, auch wenn nicht wenige sich "links" nennende Menschen sich diesem "Heil" verschrieben haben.

Frau Möller gehört augenscheinlich, ihre sachlichen Einwände zum "Eros-Center" zeigen dies - insbesondere ihr Hinweis auf den notwendigen Schutz kleiner Arbeitsorte für Sexarbeit, die den dortigen Sexarbeitenden Gestaltungsspielräume geben, die ein Großbetrieb eher nicht bieten kann - nicht zu jenen sich "links" nennenden Menschen, die den gesellschaftlichen Hauptwiderspruch, der die Überwindung des Systems der Ausbeutung auszulösen verspricht, in der Sexarbeit sehen und ihrer Energien auf deren Abschaffung (Abolitionismus), anstatt auf die Abschaffung ausbeuterischer Verhältnisse in Gänze, also auf die Vergesellschaftung des Mehrwertes zu richten.


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Weser_Kurier: »Der Kommentar von Kl.Fricke vom 08.01.2017 10:29 wird erst nach Freigabe durch die Redaktion veröffentlicht.


Teil 3: bedenken
Kleine Arbeitsorte, bieten Sexarbeitenden nicht nur potentiell, sondern real - so zumindest die Situation in Bremen, die ich recht gut kenne - einen großen Spielraum für die selbstbestimmte Gestaltung ihrer Tätigkeit. Diese kleinen Betriebe - eine nicht unwahrscheinlich Wirkung des neuen Sexarbeitsrechtes - werden vielfach kaum überlebensfähig sein. Die kritisch-sachlichen Anmerkungen von Frau Möller, die in diese Richtung deuten, die den Erhalt dieser Arbeitsorte nahelegen, begrüsse ich. Auch wenn es andere Strömungen (siehe oben verlinkte Berichterstattung und Kommentare) in Ihrer Partei gibt. Unter der Parole »Kein Bordell, nirgendwo!« werden diese vorgetragen. Das Menschenrecht auf selbstbestimmte Sexualität, zu dem auch die Freiheit gehört, mit den eigenen sexuellen Ressourcen den Lebensunterhalt zu sichern, das Menschenrecht auf freie Wahl des Berufs Sexarbeit, verweigert diese Parole. Das Verbot von Sexarbeitsorten schafft eine Rechtssituation, die jenseits des Menschenrechtes auf individuell freie Lebensführung liegt. Die Wiederkehr des Totalitären, des ideologisch "fundierten" Despotismus.

Die ersten, die von einer solchen Abschaffung der Sexarbeit seitens sogenannter "Linker" existenziell betroffen sein werden, und dass ist das besonders erschreckende an dieser vorgeblich "linken", vorgeblich fortschrittlichen Politik, werden Menschen sein, die sich der Armut ihrer Herkunft durch die Wanderung in die Sexarbeit nach Deutschland widersetzen, sich handelnd (nicht gehandelt) von den »Ketten« befreien, gegen die Marx/Engels im Kommunistischen Manifest agitierten. Wer in der warmen Stube gesicherter deutscher Existenz sitzt, sollte über die Arroganz nachdenken, die die Diskussion um z.B. gegenderte / genderfreie Toiletten, verbunden mit den Bemühungen um die Abschaffung der Sexarbeit für die Menschen beinhaltet, die sich handelnd, durch Wanderung, durch Flexibilität, durch Engagement, durch Wagemut mittels Sexarbeit eine eigene ökonomische Existenz, fern des Prekären aufbauen. Dass diese Wahl "strukturelle" Gewalt gegen Frauen beinhalte, diese Wahl handfest durch reale staatliche Gewalt unterbunden werden müsse, dass dieser Weg sein Glück zu suchen nicht der richtige sei, so wie es die »Kein Bordell, nirgendwo!« Aktiven vortragen, klingt sehr nach einem Denken, das aus Zeiten des Kolonialismus bekannt ist. Mit z.B. der selbstverliebt-überheblichen Begründung, den heidnischen Wilden das Heil des Christentums und dessen Fortschritt zu bringen, wurde u.a. die Vernichtung indogener Kulturen ins Werk gesetzt. Frühe "Besserwessis" sozusagen, deren Denken "besserwissende", sich selbst "Linke", "Feministinnen" oder "Christ" nennende "moderne" Bevormunder*innen, sich fortschrittlich und gerecht dünkend in renovierter Fassung, z.B. als Big- Sisters e.V" organisiert zu aktueller Geltung verhelfen.

Ich nenne die "fürsorglichen" Bestrebungen zur Abschaffung der Sexarbeit, die einem Deport der von dieser "Fürsoge" Betroffenen in die Armut gleich kommen, den Despotismus postsozial (Wortschöpfung) (*) Gutmeinender. Kaum das Marx/Engels, deren Denken und Handeln humanistischen Traditionen entsprang und folgte (siehe Deutschlandfunk, sechsteilige Sendereihe zu Karl Marx das Kapital, http://www.deutschlandfunk.de/re-da....ml?dram:article_id=369501 hier auf Ssexworker.at unter http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=153344#15334 ), das beabsichtigten, als sie das Kommunistische Manifest schrieben, in dessen Tradition diese "Modernen" zu agieren meinen.



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(*)
Bei einer Google-Recherche nach dem Begriff postsozial finden die Algorithmen, die Google bei meinen Suchanfragen verwendet auf Seite vier der Treffer diesen empfehlenswerten Link http://www.was-ist-soziale-gerechtigkeit.de/ der zu einem Buch des Autoren Thomas Ebert führt, in dem der Begriff post-sozialsaatlich eine zentrale Bedeutung hat. Der Autor nutzt ihn in seinem Buch »Soziale Gerechtigkeit in der Krise / Soziale Gerechigkeit im Umbruch«, das von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wurde. Download: http://www.was-ist-soziale-gerechti....Soziale_Gerechtigkeit.pdf


_________________________________
Schreiben, damit niemand sagen kann, von nichts gewusst haben zu können.


Klaus Fricke,
SIB-SWinfoBremen@gmx.de



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BeitragVerfasst: 2017-01-28, 23:09  Beitrag #185/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben



Dieser Beitrag gibt nur meine persönliche Meinung wieder.
Er steht nicht im Zusammenhang mit einer Moderatorentätigkeit



Bezüge
Weser Kurier vom 30.06.2016
Aktionsbündnis gegründet
Ärger um geplantes Bordell in der Neustadt
www.weser-kurier.de/bremen_artikel,....ustadt-_arid,1408477.html
Kommentar 1 vom 30.06.2016 18:19 - Armutszeugnis
Kommentar 2 vom 30.06.2016 19:44 - Korrektur zu Kommentar 1

- - - - - - - - - -
Weser Kurier vom 14.09.2016
Die Bordell-Pläne sind vom Tisch, ein neuer Mieter wird gesucht – doch die meisten Interessenten kommen aus dem Rotlicht-Milieu
Das rote Haus soll seriös werden
http://www.weser-kurier.de/bremen_a....werden-_arid,1462857.html
(verkürzter) Kommentar 1 vom 23.09.2016 11:52 - Immerhin (Originalfassung ebenfalls in der Anlage)

- - - - - - - - - -
Weser Kurier vom 19.11.2016
"Eros-Center" mit 24 Zimmern
Bordell in der Neustadt geplant
www.weser-kurier.de/bremen/bremen-s....eplant-_arid,1498608.html
Kommentar 1 vom 20.11.2016 09:52 - Belebung Teil 1
Kommentar 2 vom 20.11.2016 09:53 - Belebung Teil 2
Kommentar 4 vom 21.11.2016 12:03
Kommentar 4 vom 20.11.2016 09:53 - Gerne

- - - - - - - - - -
Weser Kurier vom 23.12.2016
Bremer Verwaltungsgericht kippt Baugenehmigung für Gebäude am Buntentorsteinweg
Absage an Bordell-Pläne
www.weser-kurier.de/bremen_artikel,....Plaene-_arid,1520208.html
Kommentar 1 vom 24.12.2016 17:46 - Bedrohlich



Die Pressemitteilung von NRW zur Sendung (zugestellt an Klaus Fricke über SIB-SWinfoBremen@gmx.de am 26.01.2017)

»Nordwestradio unterwegs
Mittwoch, 1. Februar 2017, 18.05 bis 19.00 Uhr
Live-Sendung aus dem "Kuß Rosa", Buntentorsteinweg 143 in Bremen
Der richtige Platz für Prostitution - Streit um geplantes Bordell in der Bremer Duckwitzstraße 69

In Deutschland gilt: Prostitution ist legal und sittenkonform. Seit dem 2002 in Kraft getretenen Prostitutionsgesetz haben Prostituierte das Recht auf eine Lohnsteuerkarte, Kranken- und Sozialversicherung. Wie andere arbeitslose Angestellte oder Selbständige erhalten seitdem auch arbeitslose Prostituierte Arbeitslosengeld. Trotzdem ist die Arbeit im Rotlicht-Milieu noch lange keine Arbeit wie jede andere. Die geschätzt 300 bis 500 Prostituierten in Bremen werden häufig von Mitbürgerinnen und Mitbürgern diskriminiert. Prostitution gilt vielen als unanständig, schmutzig, moralisch verwerflich und auch gefährlich; unter anderem wegen der bekannten (und unbekannten!) Kriminalität im Umfeld. Auch der Neustädter Beirat äußert nun solche Sorgen, weil in der "Oelkers- Villa" in der Bremer Duckwitzstraße 69 ein neues Bordell entstehen könnte. Nah gelegene Geschäfte, Anwohner und Bildungseinrichtungen könnten in Mitleidenschaft gezogen werden, so die Begündung des Beirats. Die Baubehörde weist die Beschwerden ab. Voraussichtlich werde man die Baugenehmigung für das Bordell im Februar erteilen. Wo in Bremen sollten Prostituierte geschützt und legal arbeiten? Welche Rolle sollte freiwillige Prostitution in Bremen und in unserer Gesellschaft spielen? Was ist Rotlicht-Realität? Darüber diskutiert "Nordwest radio unterwegs" am Mittwoch, 1. Februar 2016, von 18.05 bis 19.00 Uhr, in einer Live-Sendung aus dem "Kuß Rosa" Buntentorsteinweg 143 in Bremen. …
Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei.
«


Kein Bordell nirgendwo
Eine Großtat des Menschenrechts?

Wie bereits hier auf sexworker.at berichtet, sind in Bremen gegen die Sexarbeit sich engagierende abolitionistische Kräfte ( Kräfte, die die Sexarbeit abschaffen wollen und in einer Tradition stehen, die ca 150 Jahre in der Gechichte zurückreicht, siehe Josephine Elizabeth Butler ab ca 1869) sehr erfolgreich bei der Verhinderung von Sexarbeits-Orten. Im Frühjahr 2010 sorgten sie

- durch Aufmärsche vor dem ersten Betrieb von Lara Freudmann, die heute das "Haus9" als SW-Ort betreibt,
- durch "Nutten raus! Nutten raus!" Rufe,
- durch Blockade des Eingangsbereiches dieses ersten SW-Arbeitsortes von Lara Freudmann,
- durch Anfertigung von Bildmaterial über dessen Nutzenden,
- durch Notiz von Kennzeichen und wahrscheinlich Ermittlung von Halterdaten,
- durch Vernetzung zu den Bremer Medien,
- durch Nutzung der Ressourcen der Partei Die Linke in Bremen und schließlich
- durch ein Verwaltungsgerichtsverfahren, dass sie gegen diesen Arbeitsort auslösten

für dessen Schließung.

Tonangebende Personen dieser Kampagne sprachen mit Bezug auf diesen ersten Betrieb von Lara Freudmann, die medial dem Rotlich-Millieu zugeordnet wurde, obwohl sie völlig eigenständig tätig war und ist, davon, dass dort Zwangsprostitution stattfände, dass dort Zuhälterei betrieben würde, dass dort Menschenhandel zu bekämpfen sei und sie - insbesondere Thea Kleinert von der Partei Die Linke - verglichen Menschenhandelnde in diesem Zusammenhang, also im Zusammenhang mit dem ersten von Lara Freudmann betriebenen Arbeitsort, mit Parasiten (die dieses belegenden Dokumente sind in den diesem Beitrag auf sexworker.at vorausgehenden bereits erwähnt und kommentiert worden. Sie werden aber am Ende dieses Beitrages zumindest zum Teil erneut verlinkt.)

Nachzulesen und nachzuhören waren solche und ähnliche Vorwürfe in Veröffentlichungen von Die Linke Bremen, in der Sendung buten und binnen von Radio Bremen und im Weser-Kurier. Im Hintergrund dieser "erfolgreichen" Vertreibung von SW aus Bremer Quartieren durch the Bremen Abolists, wie ich sie nennen möchte, stehen Mythen und Gerüchte zum vorgeblich kriminellen Feld der SW, deren Autorenschaft z. B. bei Ulrike Hauffe, Gleichstellungsbeauftragte des Landes Bremen, Leiterin der Bremer Behörde ZGF (Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichstellung der Frau Bremen) liegen. Auf Frau Hauffe geht eine Falschmeldung zurück, die ab April 2005 ein Rauschen in den Medien auslöste, dessen Echo bis heute wirkt.

Frau Hauffe behauptete, sich auf eine angeblich Aussage des Bundeskriminalamtes stützend (Das BKA dementierte eine solche Aussage gemacht zu haben) das "40.000 Zwangsprostituierte, organisiert durch Kriminelle Kräfte aus dem Osten zur Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland geschleust werden würden", ohne dass dafür belastbare Daten vorlagen, noch dass dieses spekulierte Ereignis organisierter Kriminalität sich später in irgendwelchen erfassten Tatsachen manifestierte. Eine Fake-News erster Ordnung, wie wir heute sagen würden, eine Falschmeldung, die postfaktische Zustände des öffentlichen Bewußtseins auslöste, um es auf den derzeit moderne Begriff zu bringen.

Auf solche und ähnliche (wahlbeeinflussenden?) Falschmeldungen im Amt, diese regierungsamtliche Bremer Mythologie, beruft sich in ihrer Aktivität z.B. Frau Thea Kleinert, Mitglied von Die Linke Bremen, noch heute und schon 2010, wenn es darum geht, Sexarbeit in Bremen zu unterbinden. Die Rede vom Ausufern des sogenannten Menschenhandels und der Gewalt gegen Frauen die Sexarbeit vorgeblich immer ist, ist von ähnlich magischem Denken geprägt, wie der Mythos, den Frau Hauffe mit ihren Fake News über 40.000 Zwangsprostituierten ins öffentliche Bewusstsein einpflanzte. Auch zum Mythos der Explosion des Menschenhandels, der Überschwemmung Deutschland mit unter Zwang stehenden Osteuropäerinnen und der Organisierten Kriminalität, die diese Explosion hervorbringen würde, stehen in der hier auf sexworker.at geführten Diskussion wiederlegende Dokumente zur Verfügung, die ebenfalls am Ende dieses Beitrags in einer Auswahl verlinkt sind. Besonders lesenswert der Artikel von Nick Davies und die Studie von Schuster und Sülzle.

Die wiederholte Parole Kein Bordell nirgendwo, die magisch-mythisch-falschmeldend begründet wird, ist zwar eingängig, da sie die vorhandenen Ressentiments gegen Sexarbeit bedient, jedoch nicht nur unbegründet sondern, so sie realisiert werden würde, menschenrechtswirdrig. Sie beseitigt in der Konsequenz das Recht auf freie Wahl des Berufs und auf sexuelle Selbstbestimmung für diejenigen, die der Sexarbeit nachzugehen wünschen. Denn selbstverständlich gehört zum Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auch das Recht seine sexuellen Ressourcen zur Einkommenserzielung zu verwenden, ebenso wie jeder Mensch das Recht hat, durch Einsatz seiner körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten sein Brot durch z.B. Physiotherapie oder Krankenpflege zu erwerben.

Um nich selbstverschuldet in Armut zu landen, als Verantwortungssubjekt, bemüht sich der Mensch, einen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten, einem Bedarf durch eigene Anstrengung zu genügen, der sich gesellschaftlich äussert, um so den eigenen Lebensunterhalt selbstwirksam zu sichern. Sei dies Physiotherapie, Krankenpflege oder Sexarbeit. Sexarbeitende bemühen sich ebenso wie andere Erwerbstätige, selbstbestimmt handelnd, z.B. durch Migration aus Regionen, in denen sie sonst in Armut zu überleben hätten, ihre Lage zu verbessern, sich von Armut zu emanzipieren. Ihnen diese Möglichkeit durch Begrenzung der Arbeitsorte z.B. in Bremen zu nehmen, sie dadurch in Armut zurückverweisend, ihnen den Broterwerb zu erschweren, sollte von eher fremdenfeindlich-rechten Kräften erwartet werden. Bei den Bremen Abolists, die dieses Geschäft der Zurückweisung organisieren, handelt es sich aber wohl durchweg um Menschen, die sich als fortschrittlich im Linken Sinne verstehen. Die Bremen Abolists - verlassen dabei aber, indem sie Frauen Arbeitsmöglichkeiten nehmen und deren Familien dadurch das Brot, die Traditionen der historischen Linken, die politisch fundiert vielleicht am ehesten mit Marx begann. Eine überraschende Volte, die vorgeblich linke Kräfte dort, Fake-News produzierend und diesen Falschmeldungen und Mythen aufsitzend, gegen ihr klassisches Klientel, die im Prekären lebenden Menschen, vollziehen. Kein Wunder das sich diese im Prekären lebenden Menschen, von diesen Linken per Wahl leider des (un-) rechten Weges verabschieden.

Frau Kleinert ist es als Aktivistin der Bremen Abolists mitzu"verdanken", ideologisch-institutionell gestützt durch die ZGF Bremen, durch Frau Hauffe, aber auch durch den Innensenator Bremens Mäurer, die Fertigstellung eines neuen SW-Ortes in Bremen im Buntentorsteinweg verhindert zu haben. Der Investor hat das Objekt, für das ihm ursprünglich eine Baugenehmigung zur Teilnutzung für SW vorlag zwischenzeitlich auf den Immobilienmarkt zur anderen Nutzung angeboten. Preis ca 1,4 Millionen €. Vorausgegangen waren Proteste der Bremen Abolists, deren Folge eine Entscheidung des Bremer Verwaltungsgerichts war, nach der am Ort des geplanten Baus eine Nutzung für Sexarbeit gegen Interessen der Anwohnenden verstoßen würde, die Vorrang hätten. Die Baugenehmigung wurde gerichtlich aufgehoben. Frau Kleinert und the Bremen Abolists, konnten also der ersten Kerbe ihres Erfolges aus dem Jahr 2010 eine zweite in ihrem Kalender hinzufügen, die aus dem Jahr 2016 stammt. Ein weiterer SW Arbeitsort, diesmal im Bremer Buntentorsteinweg wurde von ihnen verhindert. Insgesamt wenigstens 11 Arbeitszimmer mit moderner Ausstattung, das können sich die Bremer Abolists ins "Erfolgsbuch" schreiben, konnten bereits, der Parole Kein Bordell nirgendwo verpflichtet, verhindert werden. Eine Großtat des Menschenrechts?

Ein weiteres Objekt steht jetzt mit der sogenannten Oelkers-Villa, einem Bau in einem der Bremer Gewerbegebiete, in der Bremer Neustadt, citynah, sehr gute Verkehrsanbindung, großzügige Innenfläche, abgeschirmt zu Wohnbereichen, eigener Parkplatz, Aussenbereich der nicht einsehbar gestaltet werden kann, auf der Verhinderungsliste der Bremen Abolists um Frau Kleinert und die amtlich falschmeldende Frau Hauffe. Die Diskussion, die obige Dokumentation von Pressemitteilungen (Bezüge) zeigt es, bewegt die veröffentlichte Meinung in Bremen, auch wenn der Weser-Kurier als Teil dieser veröffentlichten Meinung es vorzieht, Stimmen, die differenziert zu diesem neuen SW-Ort in Bremen mit bis zu 24 Arbeitszimmern sprechen, einen nur eingeschränkten Raum für Pro-SW-Kommentar einzuräumen. Der vorstehende Beitrag im Thread auf sexworker.at, aus dem dieser Beitrag stammt, dokumentiert, welchen Kommentaren der WK keinen Raum ließ.

Das Radio Bremen (mit-) gehörende Nordwestradio (NWR) hat vor einigen Wochen eine seiner Redakteurinnen beauftragt, das Thema für die Sendereihe NWR-Unterwegs aufzubereiten. Die Redakteurin, Frau Rattei sprach mich im Rahmen ihrer Recherche an und bat mich um Insiderinformationen zu dem / den Investierenden, die die Oelkers-Villa zu einem SW-Ort umgestalten wollen. Ich verfüge nicht über Informationen, die Aufschluss darüber geben, welche konkreten Personen investierend oder / und betreibend sein wollen. Das teilte ich ihr ebenso mit, wie meine Bereitschaft, an der Sendung teilzunehmen und dafür aus GR nach HB anzureisen. Meine "Expertise" belegte ich durch Hinweise auf meine Pro-SW-Tätigkeit.

Dies Angebot wurde von Frau Rattei zwar nicht direkt abgelehnt, aber dadurch umgangen, dass sie mich bat, aus dem mir bekannten Kreis der Bremer SW-Orte einen Betreibenden Menschen zu nennen, der sich an einer Diskussion im Rahmen der Sendung NordWestRadio-Unterwegs am 01.02.2017 beteiligen würde. Ich stellte entsprechenden Kontakt her, der dazu führte, dass an der Sendung ein Vertreter der Branche teilnimmt. Dieser, Klaus Waehnert mit Namen, vernetzt unter denen, die unternehmerisch Infrastruktur für SW in Bremen bereit stellen, wird am 01.02.2017 an der Sendung des NWR teilnehmen, die über Stream empfangen werden kann.

Ich wünsche ihm viel Erfolg und uns, dass er seine Sache im Sinne der SW gut macht.


Er wird es nicht leicht haben, denn seine Diskussionspartnerinnen sind:

- Thea Kleinert
- Ulrike Hauffe
- Prof. Ingo Mose, Bündnis 90 / Die Grünen Bremen - Mitglied im Beirat Neustadt / Bremen
Eine Vertreterin von Nitribitt (Nitribitt sprach bei der Bremen Premiere des Films SEXarbeiterin im Frühjahr 2016 davon, dass das Hauptproblem der SW-tätigen in Bremen ungerechtfertigt hohe Mieten seien. Die Inkriminierung mit der Wuchermiete winkt, die auch in diesem Forum, sexworker.at gelegentlich zur Sprache gebracht wird)


Links zu ausgewählten Quellen:

1.
Weser-Kurier, 9. Apr. 2005, S. 2
Ulrike Hauffe: "40.000 Zwangs-Prostituierte kommen zur Fußball-WM"
»"Und wir wissen", so Hauffe, "dass vor allem in Osteuropa schon jetzt organisiert wird, wie die Prostituierten an den Behörden vorbei in die zwölf Austragungsorte eingeschleust werden können." ... Die Polizei solle gefasste Prostituierte nicht als reine Straftäterinnen, sondern vielmehr als Zeugen betrachten, um an die Schleuserbanden heranzukommen« (Hvhbg. K.F.)
http://verlag.weser-kurier.de/plus/....e60io7yvkvp01c2m3ygrj.jpg

2.
genderpol, - Wien, Dezember 2006
zwangsprostitution, sexarbeit, menschenhandel kampagnen zur WM 2006 – studie

Martina Schuster, Almut Sülzle Wien, Dezember 2006
http://sexworker.at/phpBB2/pafiledb....533b72c76cf36336e0958.pdf

3.
theguardian.com - 20. Okt. 2009
Nick Davies
Prostitution and trafficking – the anatomy of a moral panic

http://www.theguardian.com/uk/2009/....numbers-women-exaggerated oder
http://archive.is/j1z9H

4.
Die Linke Bremen,
Broschüre - Dez. 2010,
Käufliche Liebe - Die Ware Frau - Menschenhandel und Zwangsprostitution
http://www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?p=95559#95559 , Beitrag 57, Download
Insbesondere Seiten 34 ff

5.
Weser Kurier vom 26.11.2013, S.11
Problem Zwangsprostitution
Ulrike Hauffe:
»"Die Frauen wissen zum großen Teil nicht, dass sie für Zwangsprostitution nach Deutschland kommen", sagte Hauffe. Sie gingen davon aus, dass sie hier Geld für eine bessere Zukunft verdienen könnten. "Tatsächlich befinden sie sich aber in einem Gewaltverhältnis zwischen Schleppern und Zuhältern, die mit der Angst der Frauen spielen." Weil das Thema zunehmend zum Problem wird, …«
Ulrich Mäurer
»So gebe es zunehmend mehr Billigbordelle und Sexarbeiterinnen, die ihren Dienst für sehr wenig Geld anböten. "Das ist menschenunwürdig und für die Frauen schädlich", so Mäurer. Zudem stelle man fest, dass die Prostituierten immer jünger werden. "Dagegen sollten wir etwas tun. Mit unserer Liberalität sind wir auf dem Holzweg"«
http://www.weser-kurier.de/bremen/p....itution-_arid,719410.html

6.
D-Radio Kultur, Beitrag vom 04.09.2014
Janosch Delcker
Die Spur der 40.000
inklusive Interviewpassagen mit Ulrike Hauffe
http://www.deutschlandradiokultur.d....ml?dram:article_id=296569


_________________________________
Schreiben, damit niemand sagen kann, von nichts gewusst haben zu können.


Klaus Fricke,
SIB-SWinfoBremen@gmx.de



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BeitragVerfasst: 2017-01-31, 20:21  Beitrag #186/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben



Zahlen zur Sexarbeit in Bremen

Hallo

In meinem Auftrag als Inhaberin des Haus9 beobachtet Klaus die Entwicklung der Sexarbeit in Bremen.
Ich möchte allen Interessierten zwei Dokumente zur Verfügung stellen, die Klaus erstellt hat.
Das eine Dokument zeigt für den Zeitraum ab dem 10.12.2013 bis zum 28.01.2017 die Anzahl der Anzeigen von Kolleginnen auf der Hostessen-Meile (ohne Domina, BDSM, Hobbyhuren, Escort und Helenenstraße). Das andere Dokument zeigt die Entwicklung der Sexarbeitsorte in Bremen und den Umfang an Arbeitszimmern oder ähnlichem, das diese hatten / haben (ohne Domina, BDSM, Hobbyhuren, Escort und Helenenstraße). Es zeigt die Entwicklung ab Ende 2010 bis zum 28.01.2017.

Die Anzahl der Arbeitsorte hat sich in dieser Zeit von ca 125 auf ca 66 also um ca 59 verringert.

Die Anzahl der Arbeitszimmer oder ähnlichem hat sich in dieser Zeit von ca 426 auf ca 238 um ca 188 verringert.


Herzliche Grüße
"Lara"


2017-01-29, SexAptmtHB 2010 -2017 - Ergebnisse.pdf
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2017-01-28, Haus9, Statistik, Anzahl SW in Wohnungen Dez. 2013 bis Jan. 2017.pdf
 Beschreibung:

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 Dateiname:  2017-01-28, Haus9, Statistik, Anzahl SW in Wohnungen Dez. 2013 bis Jan. 2017.pdf
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BeitragVerfasst: 2017-02-21, 00:24  Beitrag #187/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben

Streit um Bordell in der Bremer Neustadt

In der Duckwitzstraße soll ein Bordell mit 24 Zimmern entstehen. Nun haben sich Anwohner zusammengetan und Unterschriften gegen die Eröffnung gesammelt. In einem anderen Fall hat das schon mal geholfen.

Es hat schon mal funktioniert. Und vielleicht klappt es ja auch dieses Mal, ein geplantes Bordell in der Neustadt zu verhindern. Das hoffen zumindest 400 Bremerinnen und Bremer, die ihren Namen auf eine Unterschriftenliste gegen ein Bordell in der Duckwitzstraße gesetzt haben. Viele von ihnen leben in Grolland, jenseits der Ochtum, aber nah am geplanten Standort. Und sie wollen kein Bordell in ihrer Nachbarschaft. Auch der Beirat Neustadt lehnt das geplante Eros-Center ab. Die Baubehörde aber sieht keinen Grund, den Bauantrag zurückzuweisen.

Renate Rochner lebt in der Siedlung Grolland, sie ist 87 Jahre alt und sie macht sich Sorgen um ihren Stadtteil. Gemeinsam mit anderen Frauen sammelt sie seit Anfang Februar Unterschriften gegen das Bordell in der Duckwitzstraße 69, mehr als 400 haben sie schon. Es haben Anwohner unterschrieben, Geschäftsinhaber, Lehrer der Grundschule Grolland und Eltern, deren Kinder die Schule besuchen.

Sie befürchten, dass ein Bordell in der Nachbarschaft ihren Stadtteil abwertet und die Wohn- und Lebensbedingungen schlechter werden. „Und wir befürchten, dass Kriminalität und Drogen nachkommen“, sagt Renate Rochner. Sie wolle ein Bordell nicht in ihrer Nachbarschaft und sie sei auch generell gegen solche Einrichtungen.

Baugenehmigung soll im Februar erteilt werden

„Wir hoffen, dass die Baubehörde den Bauantrag ablehnt“, sagt sie. Wenn am Donnerstag die Baudeputation tagt, wollen die Frauen ihre gesammelten Unterschriften Bausenator Joachim Lohse (Grüne) überreichen. Auch ein Schreiben an ihn haben sie verfasst. „Statt des geplanten Großbordells sollte die Baubehörde eine familienfreundliche, zukunftsorientierte Nutzung der leer stehenden Gebäude und Freiflächen an der Duckwitzstraße auf den Weg bringen, gegebenenfalls durch Änderung des Bebauungsplanes“, lautet ein Satz aus diesem Schreiben.

Und ein weiterer: „Wir erwarten, dass von der Baubehörde positive Signale zur Entwicklung des Stadtteils ausgehen. Die Bewilligung eines Großbordells hat aus unserer Sicht den gegenteiligen Effekt.“

Ende vergangenen Jahres hatte der Eigentümer des Grundstücks, die Klassvilla Grundbesitz GmbH mit Hauptsitz in Bremen, einen Bauantrag gestellt. Der sieht ein Laufhaus mit zwei Etagen und insgesamt 24 Zimmern mit Doppelbetten vor. Das Gebäude soll künftig „Eros-Center“ heißen. Im Erdgeschoss ist eine Bar mit Tresen und Lounge geplant, auf jeder Etage soll es einen Bereich mit weiteren Bars sowie einen Konferenzraum mit jeweils acht Plätzen geben. Derzeit prüft ein Gutachter das statische Gutachten. Das sei zunächst nicht ausreichend gewesen, insbesondere im Punkt Fluchtwege, sagt der Sprecher der Baubehörde, Jens Tittmann. Die Baugenehmigung werde aber voraussichtlich noch im Februar erteilt.

Im Buntentorsteinweg siegten die Anwohner

Eine andere Möglichkeit gebe es auch nicht, es gelte deutsches Recht, sagte Tittmann. Die Behörde könne einen Bauantrag nicht aus moralischen Gründen ablehnen. Und das Gebiet sei nun einmal als Gewerbegebiet ausgewiesen. Auch wenn der Bebauungsplan geändert wird, weil sich beispielsweise die Baudeputation dafür einsetzt, ändere das an dem Bordell-Projekt erst einmal nichts.

„Für den Antragsteller gilt Bestandschutz.“ Das heißt, sein Antrag wird nach der Rechtslage bearbeitet, die bestand, als er den Antrag stellte. Ein veränderter Bebauungsplan könnte nur zukünftige Ausbauten und Erweiterungen verhindern, wenn er entsprechend formuliert sei, sagte Tittmann.

Renate Rochner hat Angst, dass es auf ihr Viertel zurückfällt, wenn in der Nachbarschaft ein Bordell gebaut wird. „Nachher heißt es: Wir gehen in den Grollander Puff.“ Als es vor Monaten schon einmal um die Ansiedelung eines Bordells im Buntentorsteinweg ging, hatte der Protest der Anwohner Erfolg: Der Eigentümer nahm von seinen Plänen, in dem Gebäude Wohnungen für Prostituierte einzurichten, Abstand.

http://www.weser-kurier.de/bremen/b....ustadt-_arid,1552948.html


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BeitragVerfasst: 2017-02-23, 23:31  Beitrag #188/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben

Nordwestradio unterwegs
Diskussion über geplantes Bordell in Bremen
Anwohner gegen Baubehörde

1. Februar 2017, 18:05 Uhr

Ein geplantes Bordell in der Bremer Neustadt sorgt für starke Diskussionen. Anwohner wehren sich, selbst der Ortsbeirat befasst sich seit längerem mit dem Thema. Die Prostituierten sollen in die "Oelkers-Villa" in der Bremer Duckwitzstraße einziehen. Das diskutierten wir Mittwochabend kontrovers und live. Hier ist der Nachbericht von Christina Loock.

Die Diskussion zum Anhören:
Der richtige Platz für Prostitution [40:06 Minuten]

"Zu Beginn ging es noch um das geplante Bordell in der Duckwitzstraße, aber ziemlich schnell wurde eine Grundsatzdiskussion daraus, ob Prostitution überhaupt freiwillig und gerecht ausgeführt werden kann oder die Frauen, die sich als Sexarbeiterinnen anbieten, nicht immer unter irgendwelchen Zwängen stehen."

Bordell oder Straßenstrich ?

Dabei ging es um die Arbeitsbedingungen, aber auch um die Frage, ob ein Bordell nicht eine "gute Alternative" zum Straßenstrich oder Privatwohnungen in normalen Wohngebieten ist. Geschätzt gibt es in Bremen zirka 300 bis 500 Prostituierte. Die Frauenbeauftragte des Landes, Ulrike Hauffe, nannte die Zahl 700. Der SPD-Politiker Klaus Waehnert, ebenfalls Teilnehmer der Diskussionsrunde, wurde vom Publikum und seinen Mitdiskutierern kräftig in die Zange genommen. Er vermietet Zimmer an Prostituierte, was legal ist. Waehnert wurde auch zur Miete befragt. Er verlangt pro Tag und pro Zimmer 50 Euro. Dies seien bis zu 1.500 Euro pro Prostituierte.

http://m.radiobremen.de/nordwestrad....n-bremer-neustadt100.html


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BeitragVerfasst: 2017-02-24, 00:17  Beitrag #189/189     Titel:  RE: LokalNachrichten: BREMEN  Nach untenNach oben

Reaktion auf Protest gegen Bordell
"Die Leute sollten lockerer sein"

Der Protest von Anwohnern gegen ein geplantes Bordell am Rande des Einkaufszentrum am Bremer Lloyd-Industriepark bleibt laut. Bremens Bausenator Joachim Lohse (Grüne) wurden nun etwa 500 Protest-Unterschriften übergeben. Der Verein Nitribitt, der die Interessen von Prostituieren vertritt, sieht die Sorgen der Anwohner. Aber die Ängste seien unbegründet, sagt eine Vereinsmitarbeiterin im Interview.

Radio Bremen: Wie bewertet der Verein Nitribitt die Pläne, unmittelbar an der B75 in der Duckwitzstraße ein Bordell bauen zu wollen?

Maria*: Es ist uns wichtig, dass die Frauen nicht an die Stadtgrenzen abgedrängt werden. Wenn sie nur noch dort arbeiten dürfen, wo nachts keine Menschenseele unterwegs ist, ist das eine große Gefahr für die Frauen. Da ist ein Bordell, wie es in der Duckwitzstraße geplant ist, ein sicherer und angenehmener Arbeitsplatz.

Radio Bremen: Eine Sorge von Anwohnern lautet, dass es mit dem Bordell zu mehr Kriminalität komme. Wie bewerten Sie das?

Maria*: Das ist totaler Quatsch., absoluter Unsinn. Warum sollte mehr Kriminalität stattfinden? Diese Verbindung zwischen Prostitution ist gleich Kriminalität ist diskriminierend. Im Sexgewerbe gehen doch nicht nur Kriminelle ein und aus. Es gibt unglaublich viele Wohnungen in der Stadt, in denen Prostituierte arbeiten. Ganz viele Nachbarn wissen davon meistens nichts.

Radio Bremen: Ist es abwegig, Angst zu haben, dass Gruppen wie beispielsweise Rocker der Hells Angels hinter dem Bordell stecken? Dann wären zumindest einige Straftäter in der direkten Nachbarschaft.

Maria*: Da in Bremen die Hells Angels verboten sind, werden sie als Hells Angels dort nicht auftreten. Außerdem wird die Polizei sicherlich die potenziellen Bordellbetreiber überprüfen und entsprechende Hinweise ernst nehmen.

Radio Bremen: Und trotzdem ist immer wieder von Menschenhandel und kriminellen Machenschaften im Zusammenhang mit Prostitution zu hören und zu lesen. Warum sollte es in der Duckwitzstraße keine Zwangsprostituion geben?

Maria*: Die Gefahr ist gering. Das Objekt steht schon jetzt in der Öffentlichkeit, die Polizei wirft ein Auge darauf. Da wird kaum etwas Illegales wie Zwangsprostituion stattfinden. Denn die findet eher im Verborgenen statt.

http://www.radiobremen.de/gesellsch....ros-center-bremen100.html


Der Verein Nitribitt
wurde 1987 gegründet und setzt sich für Prostituierte ein. Der Vereinsname erinnert an Rosemarie Nitribitt, eine bekannte Edelhure aus den 50er Jahren. Sie wurde 1957 ermordet. Die Täter wurden nicht gefasst.


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